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[Rezension] Mythcia 2: Göttin des Meeres

Göttin des Meeres – P.C. Cast
S. Fischer Verlag
Taschenbuch, Juni 2015
ISBN 978-3-596-19383-7
448 Seiten

8,99 €

Die junge Soldatin Christine stürzt bei einem Flugzeugunglück ins Meer und ertrinkt – doch in letzter Sekunde wird sie von der traumhaft schönen Meerjungfrau Undine, Tochter des Meeresgottes Neptun, gerettet. Der Preis dieser Rettung ist der Tausch der Körper. Ehe sie sich versieht ist Christine als Meerjungfrau im Meer unterwegs, doch der jähzornige Meermann Triton will sich die Prinzession zu eigen machen. Die Mutter von Undine, Göttin Gaea, schickt Christine in eine andere Zeit, damit sie dort die wahre Liebe an Land finden kann um Triton für immer zu entfliehen.
Doch Christines erste Begegnung in der Vergangenheit ist ausgerechnet mit dem attraktiven Meermann Dylan, der ihr fortan einfach nicht aus dem Kopf gehen will…

Auch der zweite Teil der Mythcia-Reihe von P.C. Cast fesselt und bezaubert einen als Leser.
Christine ist eine junge Frau, die nicht so richtig weiß, wo sie hinsoll und was Liebe ist. Durch ihre Verbindung zu Gaia und der Schlichtheit des Klosters, in dem sie in der Vergangenheit landet, kann sie sich richtig besinnen. Bestand das Leben vorher nur aus Arbeit und dem Ausweichen von männlichen Kontakten wird es nun richtig aufregend und Christine muss sich aktiv eine Rolle suchen. Dass sie sich in den Meermann Dylan verkuckt hat, hilft nicht unbedingt ihrer Sicherheit, ist aber sehr schön zu lesen. Auch die ständige Frage, wie Meerleute sich eigentlich paaren, beantwortet P.C. Cast ganz unromantisch.
Der Hintergrund des Märchens ist nicht ganz ersichtlich, weil die Geschichte von Undine, der Meerjungfrau, durch Arielle stark beeinträchtigt wurde und zumindest ich das Original nicht kenne. Dennoch hat P.C. Cast hier wie wahrscheinlich beim ersten Teil auch eine gute Priese ihrer eigenen Geschichte eingebracht, und auch wie den ersten Teil kann man das ganz wunderbar lesen.

Die Suche nach der Liebe und sich selbst ist auch hier wieder auf einzigartige Art dargestellt und von mir erhält das Buch eine klare Empfehlung!

★★★★★

Die weiteren Teile:

Teil 1: Zur Rezension

Teil 3

Teil 4

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[Rezension] Sieg für die Liebe

Sieg für die Liebe – Anne Colwey

Klarant Verlag
E-Book
ISBN 978-3-95573219-6
158 Seiten
3,99 €

Valerie Bowman tut alles, um die Firma ihres Vaters zu retten. Sie opfert kostbare Familienzeit, um die Geschäfte am Leben zu halten und den Vorstand auf ihre Seite zu ziehen. Doch offensichtlich arbeitet sie gegen Windmühlen.
Denn Marco Flaviatore, Selfmade-Millionär, will die Firma um jeden Preis zerstören. Es sei denn, Valerie heiratet ihn – doch Valerie hat ein Geheimnis, das Marco auf keinen Fall erfahren soll…

Sieg für die Liebe“ ist eine romantische Geschichte über eine starke Frau und einen noch stärkeren Mann, die durch familiäre Umstände getrennt wurden, aber sich irgendwie noch lieben.
Zunächst würde Valerie alles für die Firma tun, sogar Marco heiraten, obwohl sie nicht mehr mit ihm zusammen sein sollte. Doch während Marco sie erpresst und ihr mit der Zerstörung der Firma droht, wenn sie nicht zunächst mit ihm zusammen ist, entwickelt sich Valerie und ihr wird klar, was sie wirklich will.

Anne Colwey beschreibt Valerie als toughe Geschäftsfrau, die den Regeln des Business unterliegt. Sie muss unerbittlich und hart und darf eigentlich nicht sie selbst sein. Marco ist das passende Stück als Mann. Hart, männlich, ehrgeizig. Er hat auch eine weiche Seite, vor allem im Bezug auf Valerie.
Zwischen ihnen gibt es einen ungeklärten Fall, und abgesehen von der Erpressung ist das auch das Spannenste an der Geschichte. Man fragt sich, wie die beiden endlich zueinander finden und was mit der Firma und dem Geheimnis wird.

Die Bücher von Anne Colwey sind nicht sehr lang, aber sehr schön zu lesen und eine gute Abwechslung für einen Sonntagnachmittag. Es ist liebevoll geschrieben, man wünscht sich allerdings viel viel mehr davon – hoffentlich werden die kommenden E-Books länger, denn das Potenzial für eine längere Geschichte ist auf jeden Fall vorhanden.

★★★★★

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[Rezension] Wie ich mit meiner Oma Onlinedating machte

Wie ich mit meiner Oma Onlinedating machte und die große Liebe fand – Kayli Stollak
Goldmann
Taschenbuch, Juli 2014
ISBN 978-3-44217435-5
256 Seiten

8,99 € 

Kayli hat die Liebe ihres Lebens verloren. Zumindest fühlt es sich mit 24 nach der ersten längeren Beziehung so an.
 Um sich aus dem emotionalen Tief zu retten schließt sie mit ihrer Oma einen Pakt: Mr. Right lässt sich nur finden, wenn Frau weiß, was sie will. Das wollen Kayli und ihre Großmutter über das Online-Dating herausfinden…

Dieses Buch ist wirklich zauberhaft. Zunächst war ich etwas befremdet von der Geschichte, obwohl mich der Titel von Beginn an sehr angesprochen hat. Mir war nicht ganz klar, ob die Autorin sich nun eine Geschichte ausgedacht hat oder ihre wirkliche Geschichte erzählt.

Scheinbar ist ein Großteil des Buches wirklich so passiert, was die Geschichten umso witziger macht. Tatsächlich fand ich die Autorin zwar etwas naiv aber sehr sympathisch. Sie vertrat voll meine Meinung (obwohl ich eher unabsichtlich Online-Dating gemacht habe…)

Die Oma mochte ich auch sehr gerne, vor allem ihre Entwicklung. Wer wünscht sich nicht so eine toughe Dame an der Seite, die einen abfeuert aber auch auffängt.

Der Sprachstil, bei mir natürlich in der Übersetzung, war angenehm und die Geschichten damit sehr gut zu lesen. Durch die angenehme Kürze ist das Buch optimal für einen gemütlichen Nachmittag.

Von mir erhält die abgedrehte Geschichte über das Suchen und Finden der Liebe volle Punktzahl.

★★★
2

[Rezension] Das Hochzeitsversprechen

Das Hochzeitsversprechen – Sophie Kinsella
Goldmann
Taschenbuch, Januar 2014
ISBN 978-3-44247986-3
512 Seiten

9,99 €

Ist es jetzt endlich soweit? Macht Richard Lottie einen Antrag? Bei einem gemeinsamen Essen wartet Lottie auf DIE Frage. Im Büro wissen ihre Kollegen bescheid, ihre Schwester wartet gespannt auf die Neuigkeit und sowieso ist es doch endlich Zeit, dass die beiden heiraten.
Als Richard aber nur EINE Frage stellen wollte, nicht DIE Frage, kann Lottie nicht anders als sich auf der Stelle von ihm zu trennen – denn scheinbar will Richard ja nicht heiraten.
Wie es der Zufall will, trifft Lottie einen Freund von früher, mit dem sie damals einen Pakt geschlossen hatte: Wenn sie beide mit dreißig noch Single sind, wollen sie heiraten. Lottie ist bereits 33 Jahre alt, aber schreitet dennoch kurzentschlossen mit Ben zum Altar. Da sie sich mit 18 Jahren damals für die große Liebe gehalten haben, kann es doch jetzt auch nicht anders sein, oder?
Die Hochzeitsreise nach Ikonos soll diese Liebe besiegeln. Aber was ist Ben eigentlich für ein Mensch? Was weiß Lottie genau über ihn?

Gleichzeitig hat Fliss, Lotties ältere Schwester, nur Probleme. Ihre Scheidung ist die pure Hölle und ihr kleiner Sohn Noah muss darunter leiden. Als sie nach zwei stressigen Wochen Hoteltesten erfährt, dass ihre Schwester wieder einen Kurzschluss nach einer Trennung hat, greift sie kurzentschlussen ein. Lottie soll nicht ebenso eine schwere Scheidung erleiden müssen – und eine überstürtzte Hochzeit mit einem fast unbekannten Mann kann ja nur zu einer Scheidung führen, oder?
Als Lottie ihrer Schwester verkündet, in den Flitterwochen ein Baby zeugen zu wollen, packt Fliss kurzerhand die Koffer und versucht mit allen Mitteln, ihre Schwester davon abzuhalten…

Das Hochzeitsversprechen“ ist der erste Roman der Autorin Kinsella, den ich lese. Bisher waren mir diese Bücher doch zu kitschig – aber ich habe mich echt getäuscht. Super witzig und total lesenswert schreibt Sophie Kinsella über die Figuren, die mit Anlauf haufenweise Fettnäpfen anpeilen und deren Leben total verrückt sind.

Gleich durch die erste Szene hat das Buch sich für mich einnehmen können. Lottie will gefragt werden. Mit Richard ist es genau richtig, sie sind lange genug zusammen (nach amerikanischen Verhältnissen 😉 ) und was könnte jetzt anderes kommen als eine Ehe?
Jede Frau in einer anständigen Beziehung träumt doch davon (wenn nicht bewusst, dann heimlich ^^), dass der Mann öffentlich auf die Knie fällt und wie im Kino alles romantisch ist und alle klatschen und überhaupt.
Ich mochte Lottie von dem Augenblick an, als sie auf der Damentoilette wildfremden Frauen davon erzählt hat, was gleich passieren soll. Das könnte glatt ich sein XD
Dass es nicht so kam, hat mir das Herz gebrochen und ich habe total mit Lottie mitgelitten. Ihre Verdrängungstaktik konnte ich nachvollziehen.
Dass sie danach etwas völlig abgedrehtes tut, fand ich irre und habe total damit sympathisieren können.

Fliss ist eine andere Figur, mit der ich mich nicht so richtig anfreunden konnte. Aber das muss man ja auch nicht. Es ist geschickt von Kinsella gemacht, dass sie verschiedene Figuren hat, mit denen man mitfiebern kann. Manche mögen also vielleicht lieber Fliss, und das ist dann ja auch gut.
Ihre Entwicklung fand ich toll, und am Anfang dieses zickenhafte Verhalten gegenüber Daniel. Das war einfach großartig geschrieben!

Die Männer der Geschichte sind natürlich grandios. Der Richard (der mich ein bisschen an den typischen Mr. Darcy erinnert hat), der Lorcan und der Ben ergeben ein Gemisch, das die Geschichte klasse aufgepeppt hat. Die Verzweigungen, Missverständnisse und Diskussionen fand ich klasse. Ständig habe ich mich schlapp gelacht und wenn ich in der Schulpause oder in der Bahn gelesen habe, musste ich das immer irgendwem mitteilen. So haben alleine drei Mitschüler gesagt, dass sie das Buch auch mal lesen wollen ^^

„Das Hochzeitsversprechen“ ist ein klasse Roman, der so aus dem Leben gegriffen sein könnte. Es war nicht unrealistisch abgedreht oder kitischig, sondern eine authentische Geschichte (natürlich passieren im echten Leben niiie so viele Missgeschicke auf einmal…). Die Idee und den Verlauf der Geschichte fand ich klasse. Ich mochte Lottie und auch Lorcan sehr gerne. Das Ende war genau nach meinem Geschmack (nicht so kitschig und nicht unrealistisch und dieses schmalige Happy End), und gerne hätte ich noch viel viel länger bei den Schwestern und ihren Liebschaften mitgelesen.

Da ich Sophie Kinsella vorher immer gemieden habe, muss ich meine Meinung über ihre Romane mal revidieren. Die Mütter-Mafia-Bücher von Kerstin Gier sind ähnlich witzig geschrieben, und da ich diese Bücher gerne mochte, werde ich mir noch weitere Bücher von Sophie Kinsella anschaffen.
Für dieses Buch gibt es vierdiente (rofl) verdiente fünf Sterne.

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[Rezension] Stolz und Vorurteil

Stolz und Vorurteil – Jane Austen
Teil der Box mit sechs Büchern von Reclam
Neuauflage, Hardcover 2013
400 Seiten

Die Bennet-Frauen

Eine Familie braucht einen männlichen Erben. Zumindest im 19. Jahrhundert. Dass Mr. und Mrs. Bennett allerdings fünf Töchter haben, ist ein Greul. Denn sie müssen alle gute verheiratet werden, schließlich erbt keine von ihnen das Haus.
Als der junge Mr. Bingley in die Nähe zieht, fängt Miss Jane Bennett gleich seine Aufmerksamkeit, denn sie ist strahlend schön. Sein Begleiter Mr. Darcy jedoch hält weder die Familie noch den Stand für tauglich und innitiiert die Abreise nach kurzer Zeit. Doch Jane ist bereits hoffnungslos verliebt – und ihre Schwester Elizabeth kann sich nur knapp dem Antrag des ulkigen Pfarrers Mr. Collins entziehen. Um sich abzulenken reisen die Schwestern, Jane nach London zu Verwandten und Lizzy zu ihrer besten Freundin, die nun Mrs. Collins ist.
Dort trifft sie Mr. Darcy wieder, der plötzlich einen ganz anderen Charakter zeigt. Lizzy muss festellen, wie sehr Vorurteile Beziehungen verhindern können – und Stolz einen Charakter verändert.

Stolz und Vorurteil“ ist keine unbekannte Geschichte. Mehrfach verfilmt (mehr oder weniger gut ^^), in unzähligen Veröffentlichungen publiziert und tausendfach kopiert (man sehe sich nur Bridget Jones an) verliert die Geschichte jedoch nie ihren Charme. Mir ist am eindrucksvollsten in Erinnerung, wie in der Verfilmung über Jane Austen selbst eine Freundin zu ihr sagt, sie warte selbst auf ihren Mr. Darcy. Weil der ist nun der Mann schlecht hin. Manierlich, kämpft um die Liebe und schätzt nur die starke Frau. In der BBC-Verfilmung fand ich Colin Firth übrigens sehr sehr gut, aber auch Matthew MacFayden in der Spielfilmlänge mit Keira Knightley kann sich sehr wohl sehen lassen.

Im vergangenen Jahr gab es zum Welttag des Buches verschiedene Bücher zum Verteilen, und ich wählte „Stolz und Vorurteil“. Das hatte ich nämlich selbst noch nicht gelesen. Ironischerweise habe ich jetzt erst die andere Ausgabe aus dem Reclam-Verlag gelesen (die viel hübscher und handlicher ist ^^).

Jane Austen hatte ja eine eigentümliche Art zu schreiben, zumindest in diesem Buch. Erst nach vielen Seiten fiel mir auf, dass sie fast nichts beschreibt. Keine Kleider, kaum die Umgebung, die Zeit fast gar nicht.
Es scheint absolut eindeutig, was die Frauen tragen und wie die Gegend aussieht.
Nur durch die Erzählungen erfährt man mehr. So referiert Mr. Collins über die Gärten und das prachtvolle Anwesen. Auch Lizzy schaut sich genau um und erzählt meist knapp, was sie sieht.
Aber irgendwie taucht nirgendwo auf, wie z.B. die Haarfarben sind, oder wie grün die Wiesen oder bunt die Blumen sind. Es gibt so viel wörtliche Rede und Nacherzählung, dass man das aber auch kaum vermisst. Und wo es nötig ist, tauchen kurze Informationen auf, die einen eigentlich zufrieden stellen.
Ganz im Kontrast zu Jane Eyre fiel mir das natürlich besonders auf (dazu später in einem Post mehr).

Weil ich den Film mit Keira Knightley gefühlte 100 Mal gesehen habe, kannte ich einen Großteil der Geschichte sehr gut. Endlich bei den Bennetts auch geschrieben ins Haus zu treten war wie das Wiedersehen mit Freunden. Ich kannte die gefühlvolle Jane, die hitzige Lizzy, die kichernde Kitty und die fromme Mary bereits, wodurch ich natürlich doppelt leicht durch die Handlung ziehen konnte.

Als Einsteigerklassiker kann ich dieses Buch voll empfehlen. Es ist leicht zu lesen, mit einfachen Sätzen und keinen komplizierten Beschreibungen (auch, wenn man die Geschichte noch nicht kennt…). Die Handlung schreitet flott voran und man kommt gut mit. Anders als bei Jane Eyre ist das Lesen hier ein großes Vergnügen, fand ich zumindest. Für das Buch gibt es also 5 Sterne – was sonst 🙂

Die Box-Besprechung erfolgt separat in ein paar Tagen.

 ★ ★ ★ ★ ★
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[Rezension] Nicht die Bohne!

Nicht die Bohne! – Kristina Steffan
Diana Verlag
Taschenbuch, April 2013
ISBN 978-3453357426
352 Seiten

8,99 €

Wenn etwas schief geht, dann meist alles auf einmal. Zumindest müsste man den Eindruck bei Paula bekommen. Endlich endlich trennt sie sich von ihrem Freund Olaf, der eigentlich der perfekte Mann war. Nur er wollte heiraten und Kinder. Und zwar pronto.
Doch kaum will Paula Mann- und Kinderlos in der Karriere durchstarten, passiert genau das Ungewollte: Sie wird schwanger.
Und als wäre das noch nicht genug (kein Mann, doch ein Kind…), wird sie auch noch entlassen.

Paula ist am Boden zerstört. Wie soll sie so ein Kind großziehen? Und will sie das Kind überhaupt?
Verzweifelt sucht sie einen neuen Job, damit wenigstens ein bisschen Geld verfügbar ist. Dabei gelangt sie auf einen Ökohof, der ihr nicht nur eine neue Gemeinschaft, sondern auch eine neue Liebe bietet…

Kristina Steffan, auch bekannt als Kristina Günak, hat mich bereits mit ihrer Hexe Elionore zum Lachen gebracht. „Nicht die Bohne!“ ist ihr erster reiner Frauenroman, ohne Magie und ohne übernatürliche Wesen. Das fand ich im ersten Moment schade, aber schon beim Anlesen des Buches hat mich Paula absolut mitgerissen.

Anders als in den Fantasy-Bücher ist Paula nicht nur verdammt menschlich, sondern auch total aus dem Leben gegriffen. Ein bisschen von Eli steckte natürlich in der Figur auch drin, aber die 9 Monate mit Paula sind schon anders.

Das Buch steigt ein, als Paula den Schwangerschaftstest gemacht hat. Damit beginnt auch das Chaos, denn man lernt zunächst die durchgeknallte Familie, dann den verrückten Chef und schließlich Paulas neue Entschlossenheit kennen.

Im Buch erlebt man die komplette Schwangerschaft mit. Mit der beginnenden Morgenübelkeit, geschwollenen Füßen und dem Glück, einen Rippentritt zu bekommen. Dabei geht es aber nicht vordergründig um die Schwangerschaft, sondern eher darum, wie Paula ein neues Leben beginnt. Eine neue glückliche Liebe, neue Freunde, eine neue Einstellung zum Leben. Damit konnte ich mich sehr gut identifizieren.
Außerdem schreibt Kristina Steffan sehr locker und leicht. Ihre Bücher konnte ich bisher fast immer in einem Rutsch durchlesen. Die Handlung stolpert nicht, die Sprache ist sehr durchgehend und flüssig zu lesen.

Das Cover finde ich übrigens auch total passend. Die Babyfarben blau und pink sind mit drin, eine weibliche Figur und drei Küken. Das alles passt zu einem Buch über eine turbulente Schwangerschaft und der Entscheidung für das Leben.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne. Es war mitreißend, man konnte mitfühlen, wollte Paula pausenlos knuddeln und verliebte sich mit in Simon. Eine tolle Geschichte, nicht nur für Frauen mit Kindern.

★★★★★

Weitere Bücher der Autorin:
Die Drachenbraut
Engel lieben gefährlich (Elionore Brevent #2)
Eine Hexe zum Verlieben (Elionore Brevent #1) Ausgezeichnet mit dem Seraph 2012 für „Bestes Debüt“