Kurzmitteilung
5

Waaaaaas? Der Oktober ist schon vorbei??? Eben war doch noch Juni… oder Juli zumindest.

Und ZACK ist das Jahr fast vorbei.

Meine Oktoberstatistik ist etwas besser, aber zum Jahresende werde ich dennoch noch einmal Gas geben.

  1. Thalam: Die Hüter der Erde – Gabriele Ennemann
  2. Du bleibst, was du bist – Marco Maurer
  3. Silber #3 – Kerstin Gier
  4. Ich und Earl und das sterbende Mädchen – Jesse Andrews
  5. Sowas hat Mann im Gefühl – Mia Morgowski
  6. Knapp daneben ist auch ganz schön – Britta Naidosch
  7. Der Teufel trägt Kilt – Suzanne Enoch

Vielleicht schaffe ich es ja noch auf die 70 gelesenen Bücher. Urlaub habe ich dieses Jahr nicht mehr, aber dafür viele Bahnfahrten.

Und ihr so? 🙂

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[Rezension] Silber – Das zweite Buch der Träume

Das zweite Buch der Träume – Kerstin Gier
Silber # 2
FJB im S. Fischer Verlag
Hardcover mit Schutzumschlag, Juni 2014
ISBN 978-3-84142167-8
416 Seiten

19,99 €

Inhaltsangabe des Verlags:
Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …

Silber 2 ist sehr viel fulminanter als Teil 1. Während im ersten Buch noch eine Menge erklärt werden musste, geht es im zweiten Teil gleich zur Sache – in den Träumen zumindest.

Liv Silber meint, es wäre alles gut, aber es wird noch schwieriger. Jeder scheint etwas gegen sie zu haben. Gerade im Zusammenhang mit dieser Haltung hing die Geschichte stellenweise, dennoch blieb es immer spannend.
Ich wollte wissen, warum Henry so reagiert und was da vor sich geht.

Grundsätzlich finde ich nicht, dass es ein Cliffhanger zum nächsten Teil ist (war auch schon im ersten Buch nicht so), aber ich möchte trotzdem wissen, wie es weitergeht. Ich mag Liv und Henry und ihre Familien.

Man merkt auch, dass Kerstin Gier die Geschichte Spaß macht und sie ihre Figuren sehr mag – sogar den kleinen Seitenabstecher zu Rubinrot fand ich gelungen 😀 Erneut ist es sehr lebendig und fantasievoll geschrieben, und diese Reihe gefällt mir sogar noch besser als ihre Edelsteintrilogie. Irgendwie sind die Protagonisten etwas erwachsener 🙂

Für den zweiten Teil der Reihe gebe ich vier Sterne und freue mich auf Teil 3!

 ★★★★

HIER gibt es eine Leseprobe.

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[Rezension] SILBER # 1

Silber Das erste Buch der Träume – Kerstin Gier
FJB
Hardcover mit Schutzumschlag, Juni 2013
ISBN 978-3-84142105-0
Seiten

18,99 €

Zum wiederholten Male zieht Liv Silber mit ihrer kleinen Schwester Mia und Kindermädchen Lottie um, weil ihre Mutter einen neuen Job hat. Diesmal geht es nach London, wo ihnen bereits ein romantisches Cottage versprochen wurde.
Doch dort angekommen ist alles anders, denn Livs Mutter ist verliebt, und weil es so schön praktisch ist, soll gleich eine große Patchworkfamilie entstehen – in einem gemeinsamen Haus…
Mit von der Partie sind also neben dem Glatzköpfigen Ernest jetzt auch die Zwillinge Grayson und Florence.
Grayson hat eine Clique von unverschämt gut aussehenden Freunden: Henry, Arthur und Jasper. Ihnen begegnet Liv in einem Traum, der äußert seltsam ist. In diesen Traum ist sie durch eine Tür gegangen, die ihr auch in anderen Träumen bereits begegnet ist.
Was es mit den Träumen auf sich hat, und warum der Traum mit Graysons Freunden außerordentlich seltsam war, erfährt Liz nach und nach. Und noch viel mehr, denn es gibt einen Grund, warum die Jungen gemeinsam träumen…

Silber“ wurde bei Erscheinen hoch gelobt. So gut wie alle Blogger waren sich einig, dass Kerstin Gier ein neues wirklich fantastisches Buch geschrieben hat. Zum ersten Buch kann ich mich diesen Meinungen nun überwiegend anschließen.

Wie auch bei der Edelsteintrilogie ist die Sprache eher einfach, die Geschichte lässt sich (für mich) zügig und sehr gut lesen.
Die Seiten sind mit Zeichnungen verziert und Einschübe gibt es durch den Tittle-Tattle-Blog, den eine noch unbekannte Secrecy schreibt. Generell achte ich selbst nicht so auf Verzierungen, und das mit dem Blog ist meines Erachtens nach ein netter Einschub, aber nicht zwingend notwendig. Da die Zielgruppe für dieses Buch aber etwas jünger ist, gefällt es sicher dort sehr gut 🙂 (Offensichtlich…). Und dass es das Blog wirklich gibt, finde ich ganz toll.

 Die Figuren fand ich liebenswert und gut ausgearbeitet. Kerstin Giers Witz ist in jeder Beschreibung, in jeder wörtlichen Rede zu finden. Ich musste herrlich oft schmunzeln, und über Dinge, die Jugendliche sicher noch nicht so verstehen.
Das also dennoch auch etwas für Erwachsene eingebaut wird finde ich Klasse.
Der Auftakt dieser neuen Trilogie hat mir überwiegend gut gefallen, weshalb ich sehr gute vier Sterne vergebe. Band 2 liegt schon bereit und will verschlungen werden.

★★★★☆

Einen kleinen Lesungsbericht von Kerstin Giers Lesereise zum zweiten Silber-Buch schreibe ich noch die Tage.

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[Statistik] Dezember 2012

Ok, im Dezember war ich WIRKLICH sparsam 🙂 Nur zwei neue Bücher sind in meinen Schrank gewandert, und das eine war sogar noch eine Bestellung aus dem November (aber ich nehme immer das Eingangsdatum).

Gelesen habe ich dagegen auch nicht viel, weil ich im Urlaub immer erstmal komplett runterfahre und dann neu motiviert starten muss. Auch sollte man meinen, an den Feiertagen wäre viel Zeit – überhaupt nicht! Das Bücherlesen habe ich in den letzten Tagen des Dezembers auf die Nächte verschoben, weil wir ohnehin immer ausschlafen konnten ^^

Gelesen:
1. Die Tribute von Panem: Die Hungerspiele -Suzanne Collins (Rezension 1,2, und 3)
2. Suche Weihnachtsmann – biete Hund – Petra Schier 4/5 (Rezension)
3. Wie Zuckerwatte mit Seidenfäden – Sophia Bennett 5/5 (Rezension)
4. Shadow Falls Camp 1: Geboren um Mitternacht – C.C. Hunter 4/5 (Rezension)
5. Für jede Lösung ein Problem – Kerstin Gier
6. Die Tribute von Panem: Gefährliche Liebe – Suzanne Collins (Rezension 1,2, und 3)
7. Die Tribute von Panem: Flammender Zorn – Suzanne Collins (Rezension 1,2, und 3)
8. Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten – Franziska Franke
9. Das Geheimnis der Maurin – Lea Korte

Rezensiert aus anderen Monaten:
Kaffee oder das Aroma der Liebe – Anthony Capella (gelesen im Oktober)
Die Kaffemeisterin  – Helena Marten (gelesen im November)

Die Challenges erläutere ich gleich noch in der Jahresstatistik.

2

[Statistik] September 2012

Der September war wie verhext. Sobald ich ein Buch ausgelesen hatte, kam ein neues per Post, denn diesen Monat kamen mehrere Vorbestellungen. Gegen Ende des Monats kam ich auch nicht mehr an gegen die Flut an neuen Büchern (worüber ich mich ja nicht beschweren will), wodurch mein SUB gestiegen ist – aber ich kaum etwas ausgegeben habe 🙂
Die Leseliste ist nicht ganz abgearbeitet, weil zwischendurch neue schöne Titel hereinkamen oder ich einfach Lust auf etwas anderes hatte.

Gelesen:
1. Ashes 02 Tödliche Schatten – Ilsa J. Bick 4/5 (Rezension)
2. Marley & Ich – John Grogan 5/5
3. Rubinrot/Smaragdgrün/Saphirblau – Kerstin Gier 3/5 (Rezension)
6. Star Wars Republic Commando 01 Feind Kontakt – Karen Traviss 5/5 (Rezension)
7. Jennissimo – Susan Mallery 5/5 (Rezension)
8. Aphrodites Schwester – Elizabeth Hoyt (Rezension)
9. Im Mond des Styx – Alexander Lohmann
10. Die verrückteste Nacht meines Lebens – Lauren Barnholdt 5/5 (Rezension)
11. Spiel des Lebens – Veit Etzold 3/5
12. Shades of Grey 02 Gefährliche Liebe – E.L.James 4/5

Weil BookCook die Buchreihe von Kerstin Gier im Schuber als einen Band zählt, muss ich heimlich für die Statistik +2 draufrechnen. Deswegen steht beim Statistikbalken rechts auch +2.

Rezensiertes aus anderen Monaten:
Unsere Nullerjahre Das Jahrzehnt der Bagels, Blogs und Billigflieger – Judith Maria Gillies (gelesen im August)
Dark Angels Fall Die Versuchung – Spencer/Spencer (gelesen im August)

Für Diskussion sorgte mein Artikel über Liebespaare in der Literatur, die mir in Erinnerung geblieben sind. Das fand ich sehr schön, dass das mal Resonanz kam – auch wenn ich echt Klischees ausgesucht hab 😉

Challenges:
Mit den Challenges bin ich bisher ganz zufrieden. Für die 12-Bücher-SUB-Abbau Challenge habe ich bereits 5 Bücher gelesen, das sollte bis Ende des Jahres machbar sein.
Die Mira Challenge ist gut erweitert worden, allerdings werde ich wohl im Oktober keine sieben Bücher mehr dafür schaffen. Eventuell zwei oder drei.
Für die Queerbeet Challenge fehlen mir nur noch zwei Genres (Krimi und Historischer Roman), die aber im Oktober wegzulesen sein sollten.
Die Jugendbuch Challenge habe ich locker beendet, führe die Liste aber noch weiter. Bisher sind es 33 Romane darauf, mal schauen wie viele es noch werden.

Für die Aufgaben-Challenge habe ich folgende Bücher gelesen:
Lese ein Buch von deinem SuB, welches dir eine liebe Person geschenkt hat. Hast du nicht? Dann nimm ein Buch, welches du dir selbst geschenkt hast (bitte rezensieren).
– Ashes 02, weil ich es bei dem Gewinnspiel gewonnen habe, wofür Katha meine Rezension eingereicht hat, was ich total lieb von ihr finde 🙂 Rezensionslink ist oben.

Lese ein Buch aus dem Genre, welches am geringsten auf deinem SuB zu finden ist (bitte rezensieren)
– Generell habe ich wenig Thriller im Regal, deswegen sage ich da mal Veit Etzolds „Spiel des Lebens“, wozu die Rezension die Tage kommt.

Ramona von theworldofbigeyes hat mir einen Award verliehen, extra für Blogs mit weniger als 200 Leserns 🙂 Vielen Dank nochmal, dass du an mich gedacht hast! Ich kannte den Blog vorher nicht, jetzt behalte ich ihn mal im Auge 😉
Genauso war es bei Anne von legitur.blogspot.com die zufällig mich und Annette Eickert ausgesucht hat für ihren Award. Ihr Worte fand ich sehr lieb: „Bei Read and be yourself schreibt Sandra über ihr liebstes Hobby – das Lesen. Ich weiß gar nicht mehr so recht, wie ich auf ihrem Blog gelandet bin, dafür weiß ich, dass ich dort nicht mehr einfach so weg kam und immer mal wieder vorbei schaue, um in Sandras Rezensionen zu hauptsächlich Jugend- und Fantasy-Büchern zu stöbern. Ähnlich wie ich selbst versucht sie ihr Lesefutter von Beginn an passend auszuwählen, weshalb sie hauptsächlich Empfehlungen ausspricht.“
Vielen vielen Dank auch an dich!

Zukünftig wird es hier auf dem Blog auch eine Kinoecke geben, da ich in nächster Zeit einige Filme schauen möchte, die vielleicht für andere auch interessant sind. Interessiert euch sowas? Oder eher nicht?
Und ich überlege, einige Büchervideos zu machen. Das reizt mich schon länger… an der Monatsstatistik versuche ich mich mal 😉

6

[Rezension] Edelsteintrilogie – Liebe geht durch alle Zeiten

Liebe geht durch alle Zeiten – Kerstin Gier
Rubinrot / Saphierblau / Smaragdgrün 
Arena Verlag
Hardcover, Sonderedition Schuber, 2012
1248 Seiten

39,99 €

Weil es ja schon zig Rezensionen gibt zu den drei Büchern, fasse ich meine Meinung mal zusammen.
Die Trilogie habe ich im schön gestalteten Schuber gekauft. Im Schuber spart man etwa 11 €, wenn man nicht die Bücher einzeln kauft.

Der allgemeine Inhalt:
Seit Jahrhunderten gibt es einzelne Personen, die in die Vergangenheit springen können. Begleitet werden sie dabei von der geheimen Wächterloge, die den „Kreis der 12“ beschützt. 12 Zeitreisende werden es sein, bis der Kreis vollständig ist.
Welcher Kreis das ist, und was Gwendolyn damit zu tun hat, muss das Mädchen schmerzlich am eigenen Leib erfahren, als sie 16 Jahre alt ist und zum ersten Mal in die Vergangenheit springt. Unkontrolliert – denn ihre ganze Familie dachte eigentlich, es wäre ihre Cousine Charlotte, die das Gen geerbt hätte.
So ist Gwen völlig unvorbereitet, als sie in die Geheimnisse der Zeitreisenden eingeführt wird, und prompt mit ihrem Zeitreisepartner Gideon auf Missionen gehen muss.

Dabei trachtet jemand nach ihrer beiden Leben. Denn Gwendolyns Geburt hat etwas ausgelöst, was jemand unbedingt rückgängig machen will. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt – und gegen die Vergangenheit…

Meine Meinung:
Band 1 Rubinrot:
Anders als manches Fantasybuch hatte Rubinrot eigentlich nicht viel Inhalt, entsprechend schnell war ich durch mit der Lektüre.
Gwendolyn erfährt, dass sie das Zeitreise-Gen hat und springt in die Vergangenheit. Zunächst ungeplant, dann kontrolliert, denn sie wird in die Geheimgesellschaft der Wächter und Zeitreisenden eingeführt.
Ein bisschen holprig fand ich die Liebesgeschichte. Das ist sehr jugendlich. Gwendolyn findet Gideon doof, aber eigentlich doch nicht, und er mag Charlotte – und küsst die andere.
Hm.
Außerdem war mir die Szene in der Schule nicht geklärt worden. Sowas mag ich ja gar nicht…

Band 2 Saphierblau:
Anders als der erste Band machen Gwendolyn und Gideon Fortschritte. Einige Geheimnisse werden endlich gelüftet und Gwen weißt zunehmend nicht mehr wohin mit ihren Gefühlen. Das Zeitreisen wird spannender, denn irgendwie kommen sie dem Geheimnis vom Grafen von Saint Germain näher.

Mehr ein Zwischenband als eine eigene Geschichte findet sich im 2. Buch über die Zeitreisenden. Bisher sind wenige Tage vergangen, und alles geht holterdipolter. Gideon ist sehr liebevoll zu Charlotte, scheint sich aber in Gwen zu verlieben – dabei wird mir unzureichend erklärt, warum er denn so nett zu Charlotte wäre.

Und dass Gwen Geister und Dämonen sehen kann, wird überwiegend außer Acht gelassen. Dabei ist das ein wichtiges Detail, was jeder vor Augen hat, aber keiner damit arbeitet. Das war etwas frustrierend beim Lesen.

Band 3 Smaragdgrün:
Der Showdown! Aber trotz der Fülle des Buches (immerhin fast 500 Seiten!) war es recht wenig Inhalt, wie mir schien.
Das große Finale, auf das manche Leser ja monatelang warten mussten, eröffnete sich mir sofort nach Beenden des 2. Bandes. Sowas mag ich ja 🙂

Endlich wurde auch die Szene in der Schule gelüftet, die in Band 1 offen bleibt (Gwendolyns zweiter Sprung).

Das Ergebnis, das herauskam, fand ich aber ganz und gar nicht überzeugend. Ehrlich gesagt war es mir zu oberflächlich, sehr schnell und wenig dramatisch. Die Wendung war zwar überraschend aber nicht zufriedenstellend. Ich hätte mir etwas Spektakuläreres gewünscht. So ein bisschen hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass Frau Gier gerne noch sooo viel mehr erzählt hätte, ihr plötzlich aber die Seitenzahl vor Augen stand und sie schnell alles zuende gebracht hat.

Es werden viele Pläne geschmiedet und angedeutet, der Leser dann aber schließlich überwiegend vor das Ergebnis gesetzt.

Mein Fazit zu der Reihe ist leider nicht wirklich gut. Ich finde die Idee sehr gelungen, dass Zeitreisen geplant werden kann und irgendwie schon alles vorausbestimmt ist. Auch war ich total fasziniert von der Tatsache, dass VOR Gwendolyns Initiationssprung scheinbar keiner einen Ton gesagt hat – dabei hat ja zumindest der Großvater mit Sicherheit von ihrem Gen gewusst. Er hätte sie nicht so ins offene Messer laufen lassen müssen.

Die Wächter und ihre Geschichte war schön durchdacht. Die Anmerkungen, Zitate und Übersichten trugen stets zum Fortschritt der Geschichte bei.

Der Schreibstil von Kerstin Gier ist sehr flüssig und die Wörter rauschten nur so vor meinen Augen dahin. An Beschreibungen und Ausführungen habe ich nichts auszusetzen. Die Kleider und Örtlichkeiten wurden in meinem Kopf sehr lebendig 🙂
Manchmal hätten es weniger Heulszenen, weniger Geplänkel oder Möchtegernwitze sein können, die vielleicht Platz für etwas mehr Tiefe in die Geschichte gebracht hätten. Oder anderen Figuren etwas Persönlichkeit gegeben hätte.
Die Perspektive bleibt nämlich ausnahmslos bei Gwendolyn. Was überwiegend sehr angenehm ist, weil man sich nicht in jemand anderes reindenken muss, aber auch dafür sorgt, dass man niemals weiß, was die anderen nun wirklich denken.

Einige Handlungsfäden waren mir ein bisschen zu lang. Wenn ich eine Sache im ersten Buch nicht verstehe und erst im 3. Buch erklärt bekomme, bin ich gelangweilt. Weil selten kauft man sich erst den Schuber oder alle drei Bücher zusammen. Eine Trilogie sollte auch mit einzelnen Büchern beeindrucken, und bei der Edelsteintrilogie habe ich von den einzelnen Büchern einen eher mittelmäßigen Eindruck.

Schade war für mich auch, dass ich einige Details schon in Band 1 wusste. Während Gwen und Gideon noch tagelang grübeln und die Lösung, die auf der Hand liegt, einfach nicht sehen, wusste ich sofort bescheid. Und dadurch war der Lesespaß auch schon etwas gemildert.

Sehr geärgert habe ich mich über Gwendolyns Mutter. Wenn ihr die Bücher selber gelesen habt, versteht ihr mich sicher: Spoiler für alle, die noch nicht Band 3 kennen: Wenn Lucy und Paul das Gen haben, wird doch ihr Kind mit absoluter Sicherhaut auch das Gen haben. Warum man da so naiv sein kann und zu glauben, dass es das andere Kind ist, verstehe ich nicht. Vor allem wenn Lucas schon wusste, dass Gwen bei ihm war – niemals Charlotte. Den Mädchen hätte viel Leid erspart geblieben sein können. Auch wenn ich weiß, dass dann die Bücher ganz anderes wären 😉

Für die gesamte Trilogie vergebe ich 3 Sterne. Für Jugendliche sind die Bücher sicherlich noch eine Spur besser geeignet als für mich, die mittlerweile etwas mehr Tiefe erwartet. Viele Jugendbücher sind eben doch noch leichter geschrieben.

★★★☆☆

Auf den Film bin ich dennoch sehr gespannt!