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Am 13. Januar müsst ihr euch folgende Situation vorstellen:

Buffet, Brot, Käse, WurstSandra, etwas kribbelig von der Thrombozytenspende, geht in die Spenderkantine der Medizinischen Hochschule und steht an der Buffet-Auswahl. Rechts normale Brötchen, darunter Milchbrötchen, Vollkornbrötchen, weiße Brötchen.
Links liegt Käse, Wurst und etwas Gemüse.

Das Essen in der MHH war noch nie der Hit, aber dafür, dass man nach der Spende eigentlich nichts anbieten muss, ist es ok.

Mein Vorsatz war eigentlich, ein Leberwurstbrötchen zu essen. Einfach aus Prinzip.
Zum Glück gab es dann aber nur diese ekelhafte Wurst in den Metalldöschen, sodass ich doch auf Kräuterquark mit Gurke (aber auf Milchbrötchen) umgeschwenkt habe.

Da ich ja nur mal testen wollte, wie das vegane Leben so ist, war ich dennoch überrascht dass der Kräuterquark (war ohnehin nicht sowas hochwertiges) eher mäßig schmeckt und die Scheibe Käse dazu auch überhaupt nicht.
Die Gurke war das beste am Essen – da wusste ich wenigstens was ich daran hab.

Da saß ich also, in dem kleinen Essensraum über meinem nichtveganen Essen…

Konsequenz

Am 13. Januar waren fünf Wochen nach meiner letzten Spende rum, und damit meine Testzeit beendet. Meine Blutwerte hatten sich nur gering verändert, es gab an sich nur nennenswert einen Unterschied bei den HB und Thrombo-Werten. Aber die habe ich auch ziemlich gepusht durch zwei Eisentabletten und B12 täglich in der Woche vor der Spende.

Viel Interessanter waren die Messwerte beim Sport, denn ich hatte (natürlich auch durch das Krafttraining) deutlich an Umfang aber nur gering Gewicht verloren, dennoch deutlich mehr als das Herzblatt auf der Waage verloren.
Trotz Weihnachten und dem süßen Dezember habe ich die Zahlen nur so sinken sehen.
Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass ich Anfang Dezember tatsächlich öfter Hunger hatte, weil ich einfach nicht wusste, was ich essen soll… die Konsequenz war also eher nichts zu essen, als sich groß Gedanken zu machen.

Beim Messen und Wiegen beim Sport haben wir aber deutlich gemerkt, dass mein Mann und ich nicht so unterschiedlich essen können. Ich hatte oft nicht die Zeit, für zwei zu kochen, bzw. zwei Gerichte zu machen, denn das meiste vegane Essen mochte das Herzblatt nicht oder konnte sich einfach nicht überwinden, es zu genießen. Er ist ein Genussmensch und vor allem ein Fleischmensch. (Manchmal glaube ich, er besteht selbst zu 90% aus Spagetthi-Bolognese, so oft wie der das essen kann)

measure-289399_960_720Auf der Waage hat man gesehen, dass er dann aus noch mehr Zeitmangel meist total falsch gegessen hat. Zukünftig muss also eine andere Lösung her – Kompromissen können wir gut schließen, wenn wir ungefährt das gleiche essen, aber so komplett zwei Richtungen ist einfach nicht drin.

What to eat?!

Aufgrund einer sehr schönen Entwicklung haben wir demnächst einen neuen Wohnort – ganz überraschend war nämlich das erste Haus im Januar genau das richtige für uns und wir haben zugeschlagen – der Kaufvertrag ist schon unterschrieben.
Ich darf also ab Mitte des Jahres meinen kleinen Gemüsegarten anlegen und ganz besonders freut mich, dass wir dann einen Hühnerhof um die Ecke haben, eine Landschlachterei und einen Gemüsehof im Ort, Fußnah!

Insofern stand schon vor dem Projektende für mich fest, dass ich auch wieder Fleisch essen will, aber eben von der Landschlachterei um die Ecke und nicht mehr aus dem Supermarkt. Mittlerweile haben das Herzblatt und ich uns auch gut arrangiert, denn er darf immer den Löwenanteil essen und ich nasche nur aus Geschmacksgründen. Das günstige Thekenfleisch bekomme ich aber nicht mehr runter.

Milchprodukte habe ich auch erstmal gestrichen. Käse haben wir bisher nur als Parmesan gekauft, der Emmentaler für den Auflauf war ziemlich … sagen wir nachtragend, und die Butter hat meinen Darm gefühlt zerfetzt. Die Mandelmilch jeden Abend dagegen schmeckt gut wie eh und je und ein großer Fan von Joghurt war ich ohnehin nie.

Eier dagegen haben mir sehr gefehlt, und da haben wir auch letztes Jahr schon auf die 0 bzw. 1-Kennzeichnung geachtet (Freiland- oder Bodenhaltung). Demnächst kaufe ich nur noch Eier direkt beim Bauern *freu*.
Hin und wieder wird es aber auch bei mir veganes Essen geben, aber kein Seitan oder Tofu mehr, denn das ist mir 1. zu teuer und 2. schmeckt es mir nicht.

Viel nehme ich wieder aus der Paleo-Ernährung, nur auf Sojadrinks und Quinoa möchte ich nicht verzichten.

Fazit

Mein Verhältnis zu Gemüse hat sich noch weiter verbessert. Ich habe neue Möglichkeiten gefunden, leckeres Essen aber ohne tierische Produkte (und ohne Kohlehydrate) zu machen (z.B. Blumenkohlreis, ein Traum mit Guacamole!!!) und viel ausprobiert.

Die vegane Ernährung wird sich noch weiter verbreiten, und es wird immer leichter werden, Lebensmittel ohne tierische Produkte zu erwerben. Ich helfe dabei und achte auf nachhaltige Produktionen und will nicht immer das billigste vom Billigen!

Salatteller Vorspeise

Und noch eine kleine Anekdote zum Schluss: Am 16.1. haben Schwiegereltern gefeiert, und es gab ein soooo leckeres Buffet. Es gab eine große Salatauswahl, richtig viel Gemüse und tolle Vorspeisen (Soßen immer getrennt). Die nette Köchin hat mir auch ganz ausführlich erklärt, wo Butter zum Braten oder anrühren verwendet wurde und was auf jeden Fall mit Sahne ist.
Bis auf etwas Fleisch habe ich nur Salat gegessen – davon aber gleich sieben Teller (innerhalb von fünf Stunden) – denn es gab fünf verschiedene Blattsalate mit einem Balsamicodressing und gefüllte Peperoni ❤ Besser – geht – nicht!!!

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Weihnachtsmotiv Kugel TannenbaumDie Feiertage sind vorbei und damit auch endlich die Tage des vielen Essens.

So 100% vegan war mein Festessen leider auch nicht, aber wir haben es versucht.
Nach meinem letzten Post fing es schon an, dass wir in der Abteilung Pizza bestellten, und weil Pizza nunmal mega lecker riecht und mein Magen ein verräterischer Schwächling ist, habe ich ein klitzekleines Stück von einer Kollegin probiert – für mich gab es sonst vom Lieferdienst nur Salat!

Die Herausforderung an Weihnachten

Meine Mutter war für das Weihnachtsessen auch vorgewarnt, dass wir etwas Tierfreies für mich brauchen, und sie gab mir die Aufgabe, mich um Suppe und Nachtisch zu kümmern.
Als Suppe gab es daher Möhren-Petersilien-Suppe, aus diesem Buch, das auch viele tolle Ideen gibt, mit minimalen Veränderungen ist das Essen dann vegan. Wir haben aber auch schon viel nach Rezept nachgekocht, und es war fast alles ziemlich lecker!

Als Hauptspeise haben meine Eltern auch mal etwas neues ausprobiert, denn wir hatten zwei weitere Gäste. Seit einiger Zeit ist auch in der Nähe meiner Eltern ein Flüchtlingsheim, und um zwei junge Männer kümmert meine Mutter sich verstärkt, also Unterstützung bei Amtsbesuchen, Hilfe beim Lernen der deutschen Sprache und allgemein Beschäftigung, damit sie nicht den ganzen Tag in der Turnhalle hocken. Als nette Geste gab es Reisgerichtdaher am Weihnachtsabend afghanischen Reis, zusammen mit Curryhuhn und Schmorgemüse. Den Reis konnte ich bedenkenlos essen, statt Huhn gab es dann für mich nur Gemüse.

Irgendwie war aber der Wurm drin (nicht wortwörtlich ^^), denn mein geplanter Nachtisch war zu lange im Ofen und das geplante Schmorgemüse hatte zuerst gar keine Hitze, sodass wir mehr oder weniger rohes Gemüse hatten…
Als Nachtisch sollte es eigentlich meine Zimtschnecken geben, aber die Eieruhr hat sich zwischendurch verabschiedet, wodurch es eher kleine Brötchen wurden… die beiden Gäste haben ganz höflich reingebissen und obwohl man genau gesehen hat, dass die Schnecken viel zu trocken waren, haben sie tapfer das Essen gelobt 🙂
Als Ergänzung hatte ich noch Schokocrossies vorbereitet, die ich mit veganer Kuvertüre und Cornflakes blitzschnell machen konnte – etwas Vanille, Zimt und Xylit dazu, und schon waren die Dinger ratzfatz gemacht. Als Alternative habe ich noch Mandelraspeln dazugegeben, die waren aber nicht so gut wie die Version mit Cornflakes.

Dennoch habe ich den Weihnachtsabend also ziemlich vegan verbracht, nur der Wein war eventuell nicht vegan, aber darüber zerbreche ich mir wirklich ein andermal den Kopf.

Auswärts essen

Am 1. Weihnachtstag ging es dann nach Hamburg zur Familie vom Herzmann. Dort hatte ich auch schon vorgewarnt, und habe sicherheitshalber alles selber mitgebracht, was ich essen mag. Gemeinsam haben wir dann noch veganes Brot gebacken, das auch wieder sehr gut geworden ist.
Ganz im Gegensatz leider zu den Müslikeksen, ebenfalls aus dem Buch „Vegan kochen“. Die wurden sowohl zu trocken als auch viel zu salzig, obwohl wir uns an das Rezept gehalten haben.

Beim Abendlichen Tischgrillen dann gab es für mich gegrilltes Gemüse und Seitanwürstchen, dazu viel Salate und Ketchup. Wieder auch Wein, aber von einem lokalen Winzer, der hoffentlich so klein ist, dass er noch in Ruhe ohne tierische Produkte arbeiten kann.

Am 2. Weihnachtstag waren wir ebenfalls eingeladen und es gab Käsefondue! Vorbereitend hatte ich mich mit Salztackos und Guacamole eingedeckt, außerdem gab es frisch einen Soja-Curry-Dip.

Käsefondue

Am Samstag Abend war aber mein Magen so laut, dass ich etwas Käse mitgenascht habe – es hat auch dem Mann nicht so gut geschmeckt, daher musste ich ständig sein Brot (mit Käse) essen. So gut es ging habe ich mich dennoch an Guacamole und Soja-Dip gehalten… der Magen hat nämlich trotz Lactrase-Tabletten ordentlich gegrummelt. Das Gefühl kannte ich zumindest von den letzten Wochen gar nicht mehr.

Schwer war es also nicht wirklich, vegan durch die Festtage zu kommen. Allerdings waren die anderen schon etwas irritiert, ich will nicht sagen genervt, aber wirklich erfreut war keiner. „Einfach so“ vegan ist nichts, wo die Leute „wie cool“ antworten.

Weitere Feststellung – das Geld

Vor den Feiertagen und generell diesen Dezember habe ich ja auch eine Menge Sachen ausprobiert und neue Dinge gekauft, die ich vorher nicht kannte: Sojaschnetzel, Seidentofu, vegane Snacks und viel viel Sojaghurt.

Tatsächlich fällt mir dabei auf, dass eine vollwertige, umfangreiche Ernährung mit reichlich Abwechlsung doch sehr teuer ist. Wir haben im Dezember deutlich mehr Geld für Essen ausgegeben als in den Monaten davor. Sojaghurt ist einfach teurer als normaler Naturjoghurt, viel Gemüse leider auch. Klar, ich könnte auch jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße essen, das bekomme ich relativ günstig (wenn man die Dinkelnudeln und die Biotomaten nimmt eher nicht…), aber wirklich gesund ist das auch nicht.

Natürlich ist es immer noch günstiger als Fertigprodukte, die wir auch weiterhin so wenig wie möglich kaufen, aber um vollwertig zu essen müssen es eben hin und wieder auch hochwertige Produkte sein, die es eben nur bei Rewe oder Edeka etc. gibt – sodass der Einkauf automatisch teurer wird.

Im neuen Jahr werden wir schauen, inwieweit wir überwiegend tierfrei essen können auch wenn wir eher bei Aldi, NP und Co. einkaufen.

Was sind eure Erfahrungen mit dem lieben Geld und einer abwechslungsreichen, gesunden Ernährung? Täuscht mich mein Eindruck oder ist es tatsächlich etwas teurer, wenn man sich selbst nur Gutes tun will?

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Heute ist meine erste vegane Woche rum, und mittlerweile bin ich doch etwas überrascht. Es ist nicht sehr schwer, sich vegan zu ernähren, vor allem da ich mich schon seit längerem mit Paleo und Vegan beschäftige.

Allerdings stelle ich fest, dass ich einen Großteil meiner Nahrung mit eihaltigen Produkten bestritten habe. Gerade in letzter Zeit, in der wir verstärkt auf Eiweiß geachtet haben, war eben Ei immer leicht zu integrieren und sättigt.

Jetzt stehe ich vor dem Kühlschrank und muss erstmal überlegen. Da ich eigentlich weniger fertige Produkte kaufen möchte, sondern viel selber machen will, haben wir viel vorgeplant – aber irgendwie muss man ja alles selbst machen ^^

Cover Vegan Kochen Celine SteenHilfreich war das Buch „Vegan kochen- So klappt die Umstellung“ von Celine Steen und Joni Marie Newman. Da habe ich ein sehr leckeres Rezept für Brot gefunden und schmökern können, wie man bestimmte Teile in Rezepten ersetzt.

Mein Paleokochbuch konnte ich aber damit nicht richtig benutzen. Paleo hat ja an vielen Stellen auch schon alles vegan, aber bei Röstis fehlt irgendwie durch Ei das Bindemittel.

Wir wollten Zucchini-Süßkartoffel-Puffer machen, aber bei mir war es dann eher ein großer Teller Geraspeltes ohne Zusammenhang (rofl) und für den Mann habe ich es noch einmal mit Ei gemacht. Die sahen dann sogar ganz dekorativ aus, die Puffer.

Herausgefunden habe ich auch, dass Brötchen nicht vegan sein könnten, weil die Bleche bei der Herstellung mit Schmalz oder Tierfetten bestrichen werden, damit das Brot nicht festklebt. Ausweisungspflichtig sind die Bäcker darüber aber nicht.

Drei Tage hintereinander habe ich leckeren Grießauflauf mit Apfelmus gegessen, das könnte ich auch zweimal am Tag haben! 20151204_200246

Nach bereits knapp 7 Tagen vegan merke ich, wie meine Verdauung sich entspannt, ich habe überhaupt kein Völlegefühl mehr nach dem Essen und habe grundsätzlich ein etwas leichteres Körpergefühl. Auf der Waage merke ich noch nicht direkt etwas.
Eigentlich nicht für mich von Vorteil ist nämlich, dass wir eine neue Kollegin haben, die auch größtenteils vegan lebt. Sie brachte jetzt unter anderem vegane Schokolade mit – und mein Argument, dass ich ja gar keine Schokolade vertrage, war dahin… übrigens auch bei der megaleckeren Schokolade von meiner Mutter zum Nikolaus. Aber ich bin trotzdem froh, jemanden so direkt im Büro zu haben (ihr Schreibtisch steht an meinem ^^), mit dem ich mich direkt austauschen kann.

Dafür habe ich heute in der Kantine einen veganen Tag gehabt, und konnte mich an Grünkernbolognaise und Reis mit Tempeh satt essen!
Morgen haben wir unsere Firmenweihnachtsfeier. Ich hoffe, es gibt viel gebratenes Gemüse 🙂

Wie lange habt ihr gebraucht, um bei einer Ernährungsumstellung richtig auch vom Denken her drin zu sein?

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[Projekt] Nährstoffe und ihre Ergänzung

Warum wir unsere Nähstoffe betrachten

ObsttellerIm Rahmen unseres Sportplans versuchen der Mann und ich viel Eiweiß, so gut wie keinen Zucker und vor allem möglichst wenig Kohlehydrate in unseren Mahlzeiten unterzubringen. Dazu ist tatsächlich auch einiges an Rechnen nötig, aber das ist ja besonders in der Zeit der Umstellung so und wird uns nach und nach einfacher von der Hand gehen.

Wir haben zunächst unseren Grundumsatz errechnen lassen und haben Rezepte bekommen, die sehr viele Eiweißquellen, die Verwendung guter Fette und Vermeidung von Kohlehydraten aufzeigen. Viele davon wussten wir schon, z.B. dass man aus Zucchini Nudeln machen kann, dass man Kokosfett zum Braten verwenden sollte, aber einige Rezepte sind sehr lecker und wir sind immer dankbar für Anregungen.

Wer kennt das nicht – Abends stehen wir in der Küche und überlegen „was koche ich heute“. Ich versuche möglichst oft vorzukochen, damit wir in der Mittagspause bei der Arbeit auch etwas warmes haben. Gerade in der Weihnachtszeit sind aber ständig irgendwelche Veranstaltungen, alle wollen sich nochmal treffen (das ist ja nicht schlimm ^^) und wir sind erst um halb zehn wieder zuhause. Dann noch kochen? Es ist eine Herausforderung, die wir – ich denke das schaffen wir so zu 80% – gerade meistern wollen.

Kleine Helferlein

Sehr hilfreich ist für uns die App „Myfitnesspal„. Die App ist kostenlos und sehr leicht zu bedienen. Man kann individuelle Ziele einstellen (z.B. 20151204_165904meinen Grundumsatz), gewünschte Nährstoffmengen und greift bei der Auflistung auf eine riesige Bibliothek von Lebensmitteln zurück. Bisher haben wir von 10 sachen mindestens neun immer gefunden! Das Eiweißpulver oder ganz exotische Marken sind meistens nicht drin, aber heute steht auf jeder Packung ja eine Angabe, und man kann alles nachtragen.

Sehr sehr hilfreich sind auch Seiten wie chefkoch.de oder eatsmarter.de, die eine enorme Sammlung an Rezepten bieten. Diese Seite hat uns fast durch eine ganze Woche gebracht…

Zusätzlich haben wir unsere Eiweißzufuhr durch Shakes erhöht. Der Mann bekommt normales Sportlereiweiß und ich habe das vegane Pulver, das ich schon vor einiger Zeit für Shakes gekauft habe, aber jetzt erst richtig nutze: Nutri shape + shake. Zuerst in Banane, jetzt mit Vanillegeschmack.

An manchen Stellen reicht es nicht

Aber selbst bei der größten Sorgfalt, unsere Ernährung nicht nur nach den drei Anforderungen von oben, sondern auch voller Nährstoffe und abwechslunsgreich zu gestalten, kommen wir an unsere Grenzen. Wir sind keine großen Fischesser, also haben wir vermutlich immer viel zu wenig Omega 3. Im Rahmen der Ernährungsberatung war das ein Punkt, den man immer irgendwie durch Nahrungsergänzung einbringen muss.

In unserem Speiseplan haben Leinsamen eine feste Größe, aber eben nicht jeden Tag. Nüsse habe ich seit dem Sportplan immer im Büro in der Schublade, aber die mag der Mann z.B. nicht. Wir haben also über sechs Wochen Omega 3 über Tabletten genommen.
Zumindest ich kann das gerade nicht mehr, weil die Kapseln leider mit Gelantine umhüllt sind.

20151204_165747Zusätzlich nehme ich seit drei Monaten täglich Spirulina-Tabletten, um meinen Eisenwert, der seit dem Blutspenden etwas leidet, wieder hochzupushen. Tatsächlich ist seit der Einnahme auch die Müdigkeit etwas verflogen, also war dieser Wert wohl immer schon im Keller.
Hin und wieder nehmen ich Algenpulver in den grünen Smoothie, um nicht ständig Tabletten nehmen zu müssen.

Jetzt neu in der dunklen Jahreszeit nehmen wir Vitamin D in Tropfenform. Das habe ich mit einem Arzt abgesprochen, und seit ca. 3 Wochen habe ich zumindes das Gefühl, dass es mir hilft. Trotz Hund kommen wir nämlich durch unsere Arbeitszeiten nur im Dunkeln raus und selbst der 20-minütige Mittagsspaziergang auf dem Firmenparkplatz hat nicht so den richtigen Effekt. Also gibt es jeden Tag einen Tropfen aus der Pipette und wie meine Kollegin sagte „selbst wenn es ein Plazebo ist“, also mir einfach nur teures Öl verkauft wurde, bin ich weniger müde, habe weniger Dunkelheitsmuffeligkeit und schlafe besser. Was so ein bisschen Vitamine ausmachen.

Da mein letzter Blutwert auch wieder einen niedrigeren Eisenwert gezeigt hat, versuchen wir jetzt in meinen vier Wochen noch B12 zu supplimentieren. Ob das was bringt, kann ich euch nach meiner nächsten Spende Anfang Januar sagen.

Ist das verwerflich?

Ehrlich gesagt finde ich es derzeit nicht schlimm, meine Nahrung mit chemisch hergestellten, bzw. gepressten Vitaminen zu ergänzen. Alleine die Algen haben mir gezeigt, dass es mir dadurch besser geht.

Uns ist bewusst, dass es lediglich Ergänzungen sind, die keine vollwertige Ernährung ersetzen. Wir achten gerade im Moment stark auf gesunde, vollwertige Nahrung und helfen unseren Körpern hoffentlich kräftig bei der Regenaration – wobei wir ja vorher nicht nur Fast Food gegessen haben, sondern immer schon viel selbst gekocht haben, gerade seit ich fast keine Milchprodukte mehr esse.

Wie seht ihr das, habt ihr euch darüber schon einmal Gedanken gemacht?

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Vor kurzem habe ich ein Buch bekommen, das mich schon länger interessiert hat. Vegane Ernährung interessiert mich auch schon eine Weile, weil ich durch die Laktose-Intoleranz ohnehin viel vegan esse (Fleisch esse ich auch sehr selten). Wir kochen gerne mit Soja als Alternative zu Milchprodukten und viel Gemüse. Schon seit längerem haben wir Dinkel, Quinoa und Amaranth in das Frühstück integriert und versuchen die Fertigprodukte zu minimieren. Ihr erinnert euch sicher an meine Blogposts zum Thema Ernährung und Alternativen und vor allem Bioprodukten. Cover Vegan doch mal Grillparzer

Auch länger versuchen das Herzblatt und ich Sport zu machen und uns fit zu halten. Das klappt ja immer so mäßig, aber im Oktober haben wir endlich etwas für uns gefunden: EMS von Bodystreet. Wir müssen uns dort nur 20 Minuten anstrengen – und anstregend ist es! Zusätzlich im Paket ist eine Ernährungsberatung, die wir auch schon gemacht haben. Im Rahmen dieser Ernährungsberatung haben wir über eiweißhaltige Ernährung gesprochen und wie man gesund die Fettmasse in Muskelmasse umwandeln kann.

Soviel zur Vorgeschichte.

Erhalten habe ich nun das Buch „Vegan doch mal!“ von myBooks, geschrieben von Simone Weider und Marion Grillparzer. Die Autorinnen haben ein Buch geschrieben, das die vegane Ernährung vorstellt, viele Mythen und Fakten aufzeigt und etwas vorschlägt: Vier Wochen vegan einfach mal auszuprobieren!

So richtig vegan habe ich mich bisher nicht getraut, irgendwie muss man ja so viel beachten etc. etc. … Simone Weider und Marion Grillparzer sagen aber, dass es gar nicht so schwer ist. Und dass man, wenn man es nicht möchte, nicht 100% vegan sein muss. Sie heben nicht den Zeigefinger oder führen auf, sie geben Hinweise und Tipps. Mir hat das Buch schon beim Anschauen auf der Randomhouse-Seite gefallen und in echt ist es jetzt mein abendliches Blätterwerk. Denn dieses Buch muss man nicht von vorne nach hinten lesen, sondern kann es hier und da aufschlagen, es gibt sogar Seiten zum Aktiv werden und füllen.

Den Sport habe ich vorher erwähnt, weil uns im Rahmen des Muskelaufbaus zum erhöhten Grundumsatz empfohlen wurde, viel Eiweiß zu essen. Das kann man leicht über Joghurt, weißes Fleisch und Shakes. Also habe ich entgegen meinem Körpergefühl mehr Joghurt gegessen, auch mehr Fleisch, habe mich aber auch über vegane Sportler informiert. „Vegan doch mal!“ kam dann auch gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe nicht nur schlechtere Haut und schlechtere Verdauung bekommen, sondern auch zunehmend ein ungutes Gesamtgefühl. Ohne Kuhmilch ging es mir so viel besser, warum soll ich das einfach für den Muskelaufbau über den Haufen werfen?

Nach einiger Recherche habe ich viele interessante Infos gefunden, die mich bestärkt haben, es jetzt trotz Muskelaufbau vegan zu versuchen. Es geht ja auch nicht nur um Muskelaufbau, sondern auch um Fettreduzierung und normalisierung (nein, wir sind nicht stark übergewichtig… aber wir fühlen uns eben nicht vollends wohl in der Haut).

Daher startet ab heute, dem 3.12.15 mein veganer Monat. Passend dazu habe ich gestern Thrombozyten gespendet und meine Blutwerte erhalten. Anfang Januar werde ich wieder zur Spende gehen und mal schauen, ob sich etwas gravierend verändert hat, ob ich einen Mangel habe oder ob ich sogar bessere Werte vorweisen kann.

Und über all das, was ich jetzt hier auch angerissen habe, möchte ich berichten. Denn ich bin jemand, der sich viel anliest, und das Wissen gerne weitergibt. Ich möchte euch einige Produkte vorstellen, die ich verwende und dir mir das Leben erleichtern. Dazu gehören auch Sublimente und ein veganer Shake. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber hoffe, ich kann euch zum Nachmachen anregen und Neuem gegenüber offen zu sein. Aber denkt daran – bleibt immer ihr selbst, bei allem was ihr tut 😉

So viel heute, Samstag geht es weiter. Keine Sorge, ich hab auch wenig Zeit zum Schreiben, also werde ich euch nicht mit Artikeln zuwerfen – für alles an Rückmeldung bin ich auch immer offen!