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[Rezension] Erwählt in tiefster Nacht

Erwählt in tiefster Nacht – C.C. Hunter
Shadow Falls Camp # 5
FJB, Klappenbroschur
ISBN 978-3-84142163-0
592 Seiten

14,99 €

Rezension zu Band 1
Rezension zu Band 2
Rezension zu Band 3 (bei Jugendbuch-Couch)
Rezension zu Band 4 (bei Jugendbuch-Couch)

Achtung, es werden auf Dinge aus den ersten vier Bänden angespielt! Wer diese noch nicht gelesen hat, sollte nicht weiterlesen!

Kylie hat sich damit abgefunden, nicht mehr im Camp zu sein. Doch auch bei ihren Großeltern in der Chamäleon-Kolonie geht es ihr nicht viel besser. Sie vermisst ihre Freunde, und vor allem Lucas. Ihr Herz ist gebrochen und da hilft es auch nicht, wenn sie keinen richtigen Kontakt zur Außenwelt haben darf.
In einer Nacht- und Nebelaktion schließlich kann Kylie flüchten, denn scheinbar haben die Ältesten der Chamäleons mehr mit ihr vor. Sie findet Zuflucht im Camp, wo jedoch mehr denn je die Bedrohung durch Mario herrscht…

Nachdem die ersten Bände der Shadow Falls Camp-Reihe vorrangig darum gingen, was für eine Art magisches Wesen Kylie ist, ist Teil 5 so etwas wie der Feinschliff und Showdown. Nachdem Kylie nie gezielt trainieren konnte, kann sie nun aktiv ihr Leben als Chamäleon verbessern.Das fand ich gut und zielführend.

In Band 3 und vor allem Band 4 hat mir nicht mehr gut gefallen, wie Kylie ihre Ziele aus den Augen verliert, die Geschichte irgendwie verwässert durch fehlende Entscheidungen und unklare Gefühle.  Als dann der vierte Band endlich konkret endete, war ich total gespannt auf den Showdown!

Anders als in den vorhergehenden Bänden hat sich C.C. Hunter wohl auch gedacht, sie sollte mal alle Fäden zum Ende führen – und das gelingt ihr sehr gut.

Und dann, als man das Gefühl hatte, dass es irgendwie wieder so ausgefranst wie Teil 4 wird, zieht C.C. Hunter eine große Bremse und bringt es zu Ende. Gewaltig. Mit Knall und Konfetti und Blut. Das hat mich ziemlich beeindruckt.

Sehr viel kann man gar nicht schreiben, ohne viel über die Reihe zu verraten. Ich fand das Ende gelungen, großartig und zufriedenstellend. Die Reihe macht sich dadruch wieder sehr lesbar und wandert auf meiner Favoritenliste wieder weiter nach oben.
Volle Punktzahl für den Abschluss dieser Reihe!

★★★★★
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[Rezension] Magyria 3 Der Traum des Schatten

Magyria 3 Der Traum des Schatten – Lena Klassen
Blanvalet

Taschenbuch, April 2013
ISBN: 978-3-442-26930-3
608 Seiten

€ 9,99

Rezension zu Band 1
Rezension zu Band 2

Rezension zu Band 3 – Ich gehe auch auf Inhaltliches zu Band 1 und 2 ein!

Nach der Flucht aus Magyria retten sich Hanna und Mattim an einen versteckten Ort in den Wäldern, weit entfernt von Budapest. Sie schöpfen einen Moment Kraft, bevor der endgütlige Kampf um Akink und Magyria beginnt.
Doch Kunun verfolgt zielstrebig seine düsteren Pläne. Er will um jeden Preis die Rettung seiner Welt verhindern und muss dazu endlich Mattim vernichten. Als ihm das nicht durch eine erneute Verwandlung gelingt, nimmt er Mattim das, was am meisten schmerzt: die Liebe von Hanna.
Der Seitenwechsel der Lichtprinzessin zur dunklen Seite macht die Sache kompliziert, denn wenn Mattim seine Welt retten will, muss er wieder Licht hineinbringen – oder die Welt für immer zerstören.

Die Entscheidung wird allen abgenommen, als die Welt sich verändert. Der Untergang scheint unabwendbar…

Auch Band 3 der Geschichte über Budapest und der Welt Magyria ist ein Pageturner! 608 Seiten sind bei weitem nicht genug, um die eigene Neugier zu befriedigen. Mich überraschte gerade beim Nachlesen der Rezensionen zu Band 1 und 2, dass ich zunächst von der Idee mit den Vampiren und der Liebe nicht so überzeugt war. Jetzt zum Finale war ich aber ein großer Fan der Welt.
Der dritte Band beginnt nicht mit der Verzweiflung, welche die ersten beiden Bände ausgemacht hat. Es wird einige Zeit übersprungen, und Lena und Mattim sind zur Abwechslung mal glücklich, obwohl ihnen das Unglück im Nacken sitzt, keine Frage.
Um wirklich zum großen Showdown (der wirklich einer ist!) zu kommen, muss Lena KLassen diesmal zwei ganz neue Komponenten einbringen. Wir lernen endlich eine weitere Stadt in Magyria kennen, die leider meiner Meinung nach viel zu wenig beschrieben wurde, und Hanna wird komplett verändert. Wie, bleibt eine ganze Weile ein Geheimnis, aber das warum ist ziemlich schnell klar.
Mattim ist nun in der Zwickmühle. Eigentlich müsste er gegen Kunun, und damit gegen Hanna arbeiten, aber sein Herz möchte noch immer die Liebe seines Lebens retten. Wie er damit umgeht, fand ich toll.

Während im ersten Band die Liebe und das Licht nicht so ganz verständlich waren, wurden sie hier vertraut und gut eingebaut. Es muss ja auch nicht mehr viel erklärt werden, sondern es geht nur um die Handlung.
Details aus den ersten Bänden machten plötzlich Sinn – wow, super eingebaut!

Obwohl Lena Klassen sehr sehr viel Anlauf für ihr Finale genommen hat, war das nicht überstürzt. Man kennt das ja, dass manche Bücher dann abrupt enden, weil sie plötzlich keine Seiten mehr haben. Entweder wurde der Autorin da von vorneherein Spielraum gelassen oder sie hat es einfach drauf! 🙂 Bis zur allerletzten Seite konnte ich nicht aufhören, ich musste wissen, wie es ausgeht!
Zum Schluss fühlte man förmlich die Gefühle, die Klassen beschrieb.

Achtung Inhalts-Spoiler:

Eine Sache hat mich allerdings aufgeregt, im Nachhinein. Wenn Schatten auch durch Träumen gehen können, warum hat das die ganze Zeit keiner bemerkt? Warum erst so ganz zum Schluss, als die ultimative Lösung? Kunun ist doch so ein Gewitzter, der hätte das doch schon mal herausfinden müssen, oder?

Mein Fazit ist also klar: Bei der Betrachtung aller drei Bände hat die Autorin einen tollen Bogen gespannt. Die Trilogie ist absolut lesenswert! Pures Lesevergnügen, eine sehr gefühlvolle und mitreißende Buchreihe und ein sehr gelungener Abschluss der Geschichte. Volle Punktzahl!

★★★★★
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[Rezension] Erwacht im Morgengrauen – Shadow Falls Camp 2

Erwacht im Morgengrauen – C.C. Hunter
Shadow Falls Camp 02
FJB Verlag
Taschenbuch, Dezember 2012
528 Seiten

14,99 €

Rezension zu Band 1

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Kylie ist noch immer nicht viel schlauer, was für ein übernatürliches Wesen sie nun ist. Ist sie Fee? Oder doch ein Vampir? Oder gar ein Werwolf?
Mehrere neue Fähigkeiten offenbaren sich nach und nach, doch nichts spezialisiert sich richtig.
Kylie versucht, gemeinsam mit ihren Freunden Della und Miranda sowie der Campleiterin Holiday, herauszufinden wer sie ist. Wer war ihr Vater, wo kommt er her?

Und Kylies Mutter will noch überzeugt werden, dass ihre Tochter auch ins Internat darf. Das ist besonders deswegen nicht leicht, weil eine Bedrohung aufzieht. Nur finden die Freundinnen und auch das Camp nicht heraus, was genau es ist.
Bis es fast zu spät ist…

Band 1 der Shadow Falls Camp-Reihe war ein bisschen unergiebig. Man hat als Leser die magische und übernatürliche Welt von C.C. Hunter ein bisschen kennen gelernt, Kylie und ihre Probleme sowie die Figuren in ihrer aktuellen Situation. Das eigentlich interessante – Kylies Zugehörigkeit – wurde noch nicht geklärt. Klar, sonst wäre das Buch ja ein Einteiler, so kann man die Auflösung hinausziehen.

Dennoch sind die Bücher wunderschön geschrieben. Kylie entwickelt sich. War sie zu Anfang eine Heulsuse, rannte vor den Problemen wie ein Wirbelwind davon und wollte mehrfach das Handtuch schmeißen, stellt sie sich zunehmend ihren Problemen. Man merkt, dass ihre Fähigkeiten sich entwickeln und Kylie ihnen zunehmend vertraut, wie sie auch ihrem Instinkt vertraut.

Ein bisschen war es, als würde C.C. Hunter der Reihe nach alle ihre Spezies vorstellen. Kylie denkt, sie wäre ein Vampir. Also gibt es Vampirgeschichte. Kylie denkt, sie wäre ein Werwolf. Beschäftigen wir uns mit Werwölfen. Kylie muss etwas Besonders sein. Nehmen wir eine besondere Figur rein.

Fast nervig, aber weniger nervig als im ersten Band, sind die Situationen mit Derek und Lucas. Während ich mich klar auf eine Seite geschlagen habe und einige Gedankengänge von Kylie einfach nicht nachvollziehen kann, zieht Kylie sich zurück und nimmt von beiden Jungen abstand. Das finde ich sehr fair von ihr. Diese Handlung ist überzeugend – nicht alle Mädchen beuten aus 😉

Mit Della und Miranda hätte ich mich dieses Mal gerne mehr auseinander gesetzt. Da könnte noch mehr kommen, und ich hoffe, da erfahren wir auch noch mehr. Besonders Miranda ist noch so undurchsichtig in ihrer Geschichte.

Band 2 der Shadow Falls Camp-Reihe erhält von mir 4 von 5 Sternen. Auf Band 3 bin ich sehr gespannt, da wird sich hoffentlich nicht nur die Spezies, sondern auch die Liebe klären.
Aber was wäre ein Fortsetzungsroman ohne Cliffhanger?

(Arg, macht nicht den Fehler, zu lesen, worum es in den Folgebänden 4 und 5 geht… määän, jetzt weiß ich so viel 😦 )

1

[Rezension] Shadow Falls Camp 1

Shadow Falls Camp Band 1: Geboren um Mitternacht  – C.C. Hunter
FJB, Fischer Verlag
Taschenbuch, 2012
503 Seiten
14,99 €

Aus dem erholsamen Sommer mit Freundin Sara wird nichts. Kylie landet nach einer Party auf einer Polizeistation, und ihre Mutter meint, damit wäre das Fass übergelaufen. Kylie muss in ein Sommercamp, das angeblich für schwer erziehbare Kinder vorgesehen ist. Dass Kylie weder Alkohol getrunken noch Drogen genommen hat und zusätzlich schwer unter der anstehenden Scheidung ihrer Eltern leidet, sieht ihre Mutter nicht.
Im Camp Shadow Falls angekommen, merkt Kylie recht zügig, dass etwas nicht stimmt. Die anderen Campteilnehmer sind blass, überhitzt, irgendwie merkwürdig oder einfach nur feindselig. Was geht dort vor?

Schnell lernt Kylie, dass es tatsächlich Werwölfe, Vampiren, Feen und Gestaltwandler gibt. Und Kylie soll eine von ihnen sein, denn seit geraumer Zeit sieht sie einen Geist.
Doch will Kylie ein „Freak“ sein? Sind ihre Eltern auch Feen oder Werwölfe? Gemeinsam mit den neuen Freundinnen Della, einem Vampir, und Miranda, einer Hexe, versucht Kylie ihren Platz zu finden. Und dann sind da noch Lucas, Derek und Perry … und ihr Exfreund Trey, der Kylie einfach nicht in Ruhe lässt.

Shadow Falls Camp“ ist der Auftakt zu einer neuen Serie beim FJB, die vielversprechend beginnt. Noch weiß Kylie nicht, was sie für ein Wesen ist – oder was für eine Mischung. Aber schon im ersten Buch macht das Mädchen eine Entwicklung, die ich für sehr gelungen halte. Sie verwirft Vorurteile, lernt sich selbst besser kennen und überlegt, bevor sie handelt.
Außerdem lernt sie, über ihren eigenen Schatten zu springen. Das fand ich schön, und ich konnte mich kaum von der Lektüre losreißen.

Der Anfang des Buches war mir fast ein bisschen zäh, das wurde aber alles durch den weiteren Verlauf gut gemacht.  Am Anfang geht es einfach so doll um Kylie und Trey, der auch im weiteren Verlauf ihr Denken so stark beherrscht, dass alle Szenen mit Jungs immer von ihm dominiert werden. Das hätte nicht so ausführlich sein müssen…

An manchen Stellen hätte ich mir auch ein bisschen mehr gewünscht, dass Kylie ihren Gedanken mehr folgt. Ihre Eltern sind nicht um Mitternacht geboren, also kann mindestens ein Elternteil nicht richtig sein. Und dann BING fällt es Kylie plötzlich auf – ohne, dass sie das so richtig wahrnimmt.

Dass das Camp in Gefahr war, ist mir jetzt nicht so deutlich geworden. Diese Bedrohung von Außen kam mir viel zu kurz und  der Fokus hätte bei weitem nicht so doll auf Kylie und ihren Problemen liegen müssen.

Für den Auftakt der Reihe gebe ich zunächst 4 Sterne. Das Folgebuch ist schon bestellt und wird möglichst bald gelesen – ich will ja wissen, wie Kylie nun weitermacht.
Ich hoffe auf eine deutliche Steigerung!

11

Beeindruckende Liebesgeschichten ❤

❤ ❤ Immer mal wieder laufen mir Liebesgeschichten in Büchern über den Weg, die mich auch nach dem Lesen nicht loslassen.
Besonders bei Reihentiteln ist das der Fall. Hier mal ein paar Beispiele. Besonders die Bücher von Karen Traviss sitzen mir noch im Kopf. ❤ ❤

Sprichwörtlich durch die Hölle geht die Succubin Jezebel für ihren Freund in „Ein Succubus in Nöten“ von Jackie Kessler. Während Jesse in Band 1 noch die Liebe findet, muss sie in Band 2 („One way ticket in die Hölle„) darum kämpfen, ihren Freund behalten zu dürfen.
Der steinige Weg, den sie wählt und dann auch geht hat mich sehr beeindruckt. Jesse muss viel ertragen und boxt und beißt sich durch.

❤❤❤❤❤❤

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Interessant und nachhaltig in meinem Kopf verankert hat sich auch die Liebesgeschichte von Elena und Damon aus „Vampire Diaries“. Und ich meine jetzt nicht die Serie, sondern das Fundament dazu in den Büchern von Lisa J. Smith.

In den Büchern ist Damon der absolute Macho und rein gar nicht so gentlemenlike wie in der Serie (oder zumindest so wie er sich entwickelt).
Aber in Band 5 ist Stefano verschwunden, und Damon muss alleine auf Elena aufpassen. Weil man teilweise auch aus seiner Sicht lesen kann, erfährt man mehr über ihre Gefühle, wie in dieser Situation, wo sie einwillig, mit ihm spazieren zu gehen:
„Und das führte dazu, dass sie einander ansahen. Und dann lächelte Elena und er musste zurücklächeln. Zuerst war es nur ein Zucken der Lippen, dann einausgewachsenes Lächeln. Sie war…verdammt, sie war alles. Witzig, zauberhaft, mutig, klug… und schön. Und er wusste, dass seine Augen all das sagten und dass sie sich nicht abwandte. ‚Wir könnten – einen kleinen Spaziergang machen‘, schlug er vor, und Glocken läuteten und Trompeten spielten Fanfaren und Konfetti regneten vom Himmel und Tauben wurden freigelassen … Mit anderen Worten, sie antwortete: ‚In Ordnung.'“ S.467, Tagebuch eines Vampirs: Rückkehr bei Nacht.

Natürlich macht die Serie die Liebesgeschichte noch viiiel viel schöner (alleine deswegen ist es empfehlenswert, das zu kucken). Ian Sommerhalder kann einfach alles: Sexy sein, verletzt schauen, verliebt schauen, mutig sein –  aber das schweif jetzt ab 😉

❤❤❤❤❤❤

Quelle: http://starwars.wikia.com/wiki/Etain_Tur-Mukan
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Beeindruckt und wirklich nicht mehr losgelassen hat mich die Liebesgeschichte vom Klonsoldaten Darman und der Jedi Etain Tur-Mukan aus den Büchern Republic Commando von Karen Traviss.
Nach „Feindkontakt„, in der sich eine zarte Begegnung ankündigt, die weder er noch sie verstehen, verlieben sich Dar und Etain ineinander. Es braucht unendlich viele Seiten und viel Krieg, bevor beide übereinkommen, dass sie ihre Liebe genießen möchten bevor sie sterben.

Schließlich bekommt Etain sogar ein Kind von Darman („Triple Zero„) – unvorstellbar zu der Zeit der Klonkriege. Und bevor die Jedi es ihm sagen kann, explodiert die Republik und das Imperium zieht ein („Order 66„)

Die Art, wie Traviss eigentlich nur die Beziehung ankratzt, nicht viel darüber sagt aber so viel Gefühl unter der Oberflächte vermuten lässt, hat mich total eingefangen. Bis zur letzten Seite von „Order 66“ habe ich gehofft, dass sich alles zum Guten wendet.
Wer Star Wars ein bisschen kennt, weiß, dass Jedi niemals lieben dürfen, denn Liebe für zur Hass, Hass führt zur dunklen Seite. Deswegen darf Etain niemals erzählen, dass sie Darman liebt – und er darf ohnehin keine Familie haben, da er ein Wegwerfprodukt ist.
Das hat mich insgesamt so sehr mitgenommen, dass ich sogar Fanfictions geschrieben habe (siehe „Die köstlichste Frucht“ oder „Vode an“ sowie auch „Against all odds„).

Die Bücher von Karen Traviss habe ich aus mehreren Gründen mehrfach gelesen (und lese sie gerade wieder). Die Geschichte von Darman und Etain war definitiv einer davon.

❤❤❤❤❤❤

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Fehlen dürfen natürlich auch nicht Bella und Edward, über dich ich wohl wenig sagen muss 😉
In den Filmen kommt der Schmerz und die Liebe ja noch ein wenig deutlicher rüber, aber auch schon im ersten Buch (später nicht mehr so sehr) hat mich die Liebesgeschichte total mitgenommen. Innerhalb weniger Wochen habe ich Band 1 zweimal verschlungen – und meine Mutter hat es auch gleich mitgelesen. 🙂

❤❤❤❤❤❤

Welche Liebesgeschichten lassen euch nicht mehr los – was fällt euch spontan ein?
Zum Beispiel Luisa und Thursen aus Berlin? Oder die Titan-Sisters von Susan Mallery? Ich bin gespannt auf eure Liebesgeschichten, die noch immer im Kopf herumspuken.

2

[Rezension] Wien, Stadt der Vampire

Wien, Stadt der Vampire – Fay Winterberg
Art skript Phantastik Verlag
Taschenbuch, 1. Auflage 2012
120 Seiten

8,70 €

Band 1, empfohlen ab 16 Jahren

Wir haben das Jahr 2207. Seit gut 200 Jahren haben sich die Vampire den Menschen offenbart, was jedoch auch zu heftigen Kriegen geführt hat.
Doch nach und nach konnten die Menschen sich mit den andersartigen Wesen einigen und heute leben Vampire und Menschen Seite an Seite, ebenso wie mit Werwölfe. Dabei werden sogar Kinder gezeugt, halb Mensch, halb Vampir.
Die junge Halbblüterin Lilith erforscht die Vampirgeschichte und das Verhalten von Werwölfen. Dank ihres berühmten Vaters wird sie zum Debüt des Prinzen von Wien eingeladen – doch dort erwartet sie mehr als ein entspannter Ball und Gespräche über ihre Forschung…

Wien, Stadt der Vampire“ ist der Auftakt einer neuen Reihe, die der blutjunge Art skript Phantastik Verlag herausgibt. Damit wagt die Verlegerin ganz schön viel, dann in dem Roman werden zwar unzählige Fragen und Anknüpfpunkte für Fortsetzungen aufgeworfen, aber so ganz kommt die Geschichte noch nicht in Schwung.

Schön war, dass zu Beginn gleich eine geschichtliche Einleitung den Leser in die Geschichte brachte. Die Protagonistin Lilith hält einen Vortrag über die Vampir-Historie an der Uni, und so startet sich der Roman viel besser. Allerdings habe ich mich mit dem gestalteten New-Steampunkt-Age nicht ganz zurecht finden können. Die Zukunftsvision war mir nicht immer gut genug erklärt, aber ich finde die Idee an sich recht faszinierend. Die Menschen besinnen sich auf alte Werte, werden Umweltbewusster – finde ich gut. Mir erschloss sich nur nicht, warum das mit dem Krieg zwischen Menschen und Vampiren kam. Ich konnte es mir denken, aber im Buch wurde es leider recht nachlässig behandelt.

Das Buch ist recht dünn, aber wundervoll gestaltet. Kräftige rostrote Farben verraten schon, dass es sich um Steampunk handelt, und verschlungene Ornamente zieren den Titel und jedes neue Kapitel. Trotz der geringen Seitenzahl sind die Seiten aber sehr gut gefüllt, weil das Buch etwas quadratischer ist, als wir es von manchen Taschenbüchern kennen.

Die Schreibart der Autorin ist locker, und sie findet Kleidung eindeutig sehr faszinierend. Wenngleich die Handlung manchmal etwas oberflächlich war, wusste ich doch immer, wie Lilith angezogen war…

Insgesamt finde ich das Buch als eines der ersten aus dem Art skript Phantastik-Verlag gelungen, und freue ich mich auf Folgebände. Von mir gibt es 4 Sterne.

★★★★☆
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[Rezension] Eulenflucht – Durch die Nacht

Eulenflucht – Emily Kay

Elysion Verlag, Taschenbuch

Trilogie-Auftakt

256 Seiten

12,90 €

Dresden 1945: Elisabeth kann an nichts anderes denken als an ihren Freund Samuel – sie muss ihn unbedingt wiedersehen, muss wissen, dass es ihm gut geht. Doch es ist ein gefährliches Vorhaben, durch die Stadt zu kommen. Denn Dresden steht unter starkem Bomberbeschuss.

Jahrzehnte später ist die Jugend unbehelligt vom Krieg, und Maes einziges Problem ist zur Zeit ihr Freund Pascal. Noch Freund. Denn er benimmt sich wie der letzte Depp, gibt bereits anderen Mädchen seine Handynummer und verhält sich nicht wie jemand, der noch lange in seiner Beziehung bleiben will. Mae versucht sich, mit ihren Freundinnen abzulenken. Da hilft sogar das Lernen für eine Mathe-Wiederholungsklausur.

Eines Morgens verändert sich der Alltag von Mae, denn ihr Zwillingsbruder Nik stellt ihr zwei neue Freunde vor: Konrad und Sam, zwei engagierte Surfer.

Die neuen Schüler passen schnell in die Clique, doch irgendwas scheint nicht zu stimmen, zumindest hat Mae so ein Gefühl. Sam ist zu geschmeidig, zu perfekt. Und Konrad ist so schnell aggressiv. Außerdem tragen die beiden gerne Sonnenbrillen auch bei Regenwetter, ihre Augenfarbe ändert sich, und sie scheinen nie zu essen oder zu trinken.

Als dann bei einem Surfunfall eine Freundin der Jugendlichen stirbt, ändert sich irgendwie ihre Gesamtstimmung. Und Konrad scheint es auf Mae abgesehen zu haben – leider im schlechten Sinne…

Die in „Eulenflucht“ anfangs angestimmte Situation in Dresden Anfang 1945 passt so gar nicht zu dem romantischen, verträumten Cover. Die „richtige“ Geschichte um Mae und ihre Freunde beginnt zunächst sehr harmlos und plätschernd.

Im ersten Kapitel wird eine Elisabeth vorgestellt, die später überhaupt nicht auftaucht, wenn sie auch eine wichtige Rolle spielt. Aber bis der Leser aufgeklärt wird, ist die Verknüpfung nicht erkennbar.

Mae ist ein typischer Teenager. Sie verbringt Zeit mit ihren Freunden, sie mag die Schule nur begrenzt, und interessiert sich vor allem für eines: Jungs.

Ihr Probleme mit Freund Pascal werden zwar immer wieder aufgefrischt, später hat Mae leider kein Interesse mehr, die genauen Einzelheiten zu klären. Das wäre zumindest für mich noch interessant gewesen.

Wirklich schön sind die beschriebenen Landschaften und Stimmungen. Emily Kay fängt die Natur ein, als wäre sie jede Strecke und die Strände selbst abgefahren. Es ist deutlich ihre Liebe zu dieser Gegend zu erkennen.

Auch bemerkenswert ist die Idee zu Vampiren und Werwölfen. Sie glitzern nicht, sondern schützen sich auf andere Weise. Es wird auch nicht auf die Verwandlungs-Tränendrüse gedrückt, und Mae selbst hat keinen Drang, selbst so ein Wesen zu werden. In weiteren Teilen wird der Kampf um die Liebe sicher noch eine große Rolle spielen – man darf gespannt sein!

Das Cover finde ich übrigens richtig richtig gelungen! Es ist sehr ansprechend für eine verzwackte Liebesgeschichte, und die Symbole kommen im Buch sogar vor!

Die Gesamthandlung hat leider einen sehr langen Spannungsbogen. Dass es ein Buch mit Vampiren und anderen paranormalen Figuren werden soll, ließ sich erst spät erahnen, wäre aber irgendwie gar nicht mehr nötig gewesen. Es hätte auch eine tolle Jugendgeschichte daraus werden können.

Insgesamt kann man über das Buch sagen, dass es ein sehr packender Auftakt zu einer neuen Reihe ist. Den Zusammenhang mit dem Titel und der Geschichte habe ich jedoch leider nicht gefunden.

Fans von Jugendbüchern mit einem Hauch Schicksal finden hier ein paar vergnügliche Lesestunden. Mehr von Emily Kay möchte ich auf jeden Fall lesen, denn jeder musste mal anfangen, um sich zu verbessern.

Ich kann dem Buch „Eulenflucht“ abschließend nur drei Sterne geben.

★★★☆☆

Ein sehr interessantes Interview mit Emily Kay findet ihr übrigens bei fantasy-fans.eu .

Eine Leseprobe und mehr Infos findet ihr direkt auf der Verlagsseite. Vielen Dank für die Zusendung des Rezensionsexemplares!