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[Rezension] SILBER # 1

Silber Das erste Buch der Träume – Kerstin Gier
FJB
Hardcover mit Schutzumschlag, Juni 2013
ISBN 978-3-84142105-0
Seiten

18,99 €

Zum wiederholten Male zieht Liv Silber mit ihrer kleinen Schwester Mia und Kindermädchen Lottie um, weil ihre Mutter einen neuen Job hat. Diesmal geht es nach London, wo ihnen bereits ein romantisches Cottage versprochen wurde.
Doch dort angekommen ist alles anders, denn Livs Mutter ist verliebt, und weil es so schön praktisch ist, soll gleich eine große Patchworkfamilie entstehen – in einem gemeinsamen Haus…
Mit von der Partie sind also neben dem Glatzköpfigen Ernest jetzt auch die Zwillinge Grayson und Florence.
Grayson hat eine Clique von unverschämt gut aussehenden Freunden: Henry, Arthur und Jasper. Ihnen begegnet Liv in einem Traum, der äußert seltsam ist. In diesen Traum ist sie durch eine Tür gegangen, die ihr auch in anderen Träumen bereits begegnet ist.
Was es mit den Träumen auf sich hat, und warum der Traum mit Graysons Freunden außerordentlich seltsam war, erfährt Liz nach und nach. Und noch viel mehr, denn es gibt einen Grund, warum die Jungen gemeinsam träumen…

Silber“ wurde bei Erscheinen hoch gelobt. So gut wie alle Blogger waren sich einig, dass Kerstin Gier ein neues wirklich fantastisches Buch geschrieben hat. Zum ersten Buch kann ich mich diesen Meinungen nun überwiegend anschließen.

Wie auch bei der Edelsteintrilogie ist die Sprache eher einfach, die Geschichte lässt sich (für mich) zügig und sehr gut lesen.
Die Seiten sind mit Zeichnungen verziert und Einschübe gibt es durch den Tittle-Tattle-Blog, den eine noch unbekannte Secrecy schreibt. Generell achte ich selbst nicht so auf Verzierungen, und das mit dem Blog ist meines Erachtens nach ein netter Einschub, aber nicht zwingend notwendig. Da die Zielgruppe für dieses Buch aber etwas jünger ist, gefällt es sicher dort sehr gut 🙂 (Offensichtlich…). Und dass es das Blog wirklich gibt, finde ich ganz toll.

 Die Figuren fand ich liebenswert und gut ausgearbeitet. Kerstin Giers Witz ist in jeder Beschreibung, in jeder wörtlichen Rede zu finden. Ich musste herrlich oft schmunzeln, und über Dinge, die Jugendliche sicher noch nicht so verstehen.
Das also dennoch auch etwas für Erwachsene eingebaut wird finde ich Klasse.
Der Auftakt dieser neuen Trilogie hat mir überwiegend gut gefallen, weshalb ich sehr gute vier Sterne vergebe. Band 2 liegt schon bereit und will verschlungen werden.

★★★★☆

Einen kleinen Lesungsbericht von Kerstin Giers Lesereise zum zweiten Silber-Buch schreibe ich noch die Tage.

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[Rezension] Die gelben Augen der Krokodile

Die gelben Augen der Krokodile – Katherine Pancol
# 1 der Trilogie
C. Bertelsmann
Hardcover, 2012
Jetzt nur noch als Taschenbuch bei btb oder als E-Book
ISBN 978-357010086-8
608 Seiten

Als Taschenbuch 11,99 €

Während die eine Schwester sich der Trennung von ihrem Mann stellen muss, ist die andere Schwester gefangen in einer Scheinwelt, die ihr aber immer noch nicht genügt.
Jo und Iris sind unterschiedlicher, wie es nicht sein könnte. Die eine liebevolle, überfürsorgliche Mutter zweier Töchter, die andere distanzierte Mutter eines Sohnes. Jo muss lernen, auf eigenen Füßen zu stehen, weil sie ansonsten untergeht und ihre Familie nicht mehr ernähren kann, Iris kann kaum so viel Geld ausgeben, wie ihr Mann ihr zu Füßen legt.
Doch der harte Kampf um das Leben zieht sich bis zu ihrer Mutter, denn „Chef“, der angeheiratet Stiefvater der Mädchen versucht sich ebenfalls aus der Ehe zu winden.
Und was mit den Männern von Jo und Iris passiert, ist eine Geschichte für sich. Sie alle sind Teil des Lebens und gehen ihre Weg. Mal überkreuzen diese Wege sich, mal müssen einige ihren Pfad einsam entlangschreiten. Und wofür? Für Geld? Für die Liebe?

Was schreibt man über ein Buch, das 600 Seiten umfasst und so dicht und verwoben geschrieben ist, dass man selbst erst ein gutes Stück der Geschichte braucht, um alles zu verstehen? Das Buch habe ich vor ein paar Monaten begonnen, zunächst hat mich der Titel etwas abgeschreckt. Allerdings habe ich dann gelesen, 50 Seiten, 80 Seiten, 115 Seiten… dann hatte mich Katherine Pancol irgendwann.
Die Figur Jo ist so häuslich und naiv und ersteht wie ein Phönix aus der Asche! Iris mochte ich eigentlich durchgehend nicht, und ich brenne darauf, wie es in den Folgebänden mit ihr weitergeht.

Die Einleitungen zu den einzelnen Figuren übrigens waren sehr gewöhnungsbedürftig. Zum einen ist das Buch nicht in richtige Kapitel eingeteilt und zum anderen wechseln die Perspektiven ruckartig und ohne Vorwarnung einfach so. Gerade mit den Französischen Namen brauchte es da eine Weile bei mir, bis ich verstanden hatte wer nun was machte und wie und warum und wo überhaupt.

Nach und nach gewinnt man aber die Figuren sehr lieb (bis auf Iris ^^), und ich mochte Jos Entwicklung und ihre Missverständnisse sehr sehr gerne. Mit Nachbarin von Jo hat die Autorin etwas dick aufgetragen, aber das will ich ihr nachsehen. Es brauchte Skandale und weitere Geheimnisse.
Die Übersetzung von C. Bertelsmann  finde ich sehr gelungen, es ließ sich sehr gut lesen.

Die Schreibweise von Katherine Pancol ist teilweise sehr detailreich, teilweise geht es aber auch nur um die Gedanken der Figuren über die anderen Gedanken. Die Orte sind nicht so wichtig, mehr die Entwicklungen im Kopf. Durch die Fülle an Figuren, die es da zu „bedenken“ gibt (was für ein Wortspiel…), kommen da natürlich einige Seiten zusammen. Und das Ende musste natürlich spektakulär sein, das fand ich richtig gut!

Ehrlich gesagt finde ich das Ende auch ziemlich final – was soll denn weiter kommen? Aber die Inhaltsangabe des zweiten Buches verspricht schon viel Handlung und ich bin gespannt.
Für diesen ersten Band mit einer solchen Fülle von Handlung und Entwicklungen gebe ich volle Punktzahl!

Weiter geht es dann demnächst mit Teil 2: Der langsame Walzer der Schildkröten

2

[Rezension] Die Bestimmung # 3

Letzte Entscheidung – Veronica Roth
Die Bestimmung # 3
cbt
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-57016157-9
 512 Seiten 

17,99 €

Um niemanden zu spoilern spare ich mir jetzt mal die Inhaltsangabe. Meine Rezensionen zu Teil 1 und Teil 2 sind online, dort kann etwas zum anfänglichen Inhalt nachgelesen werden.
Teil 3 ist anders, das kann ich schon einmal sagen…

Als ich mit der Reihe begonnen habe, war ich gerade berauscht von „Legend“. Nachdem mir die Bücher aber sehr ähnlich vorkamen (zu der Zeit sprossen die Dystopien ja nur so aus dem Bücherdschungel), habe ich erstmal nicht weitergelesen.
Teil 2 stand dann zwar nach einer Weile im Regal, aber irgendwie war mir nicht danach.
Erst nach der Verfilmung war ich so gepackt, dass ich unbedingt weiterlesen musste und habe promt in der Nacht nach dem Kino noch angefangen. Die Enthüllung aus Band 2 hat mich ja nun ziemlich geschockt. Wie sollte es weitergehen?

Teil 3 habe ich mir mit einer Kollegin geteilt, und sie hat es zuerst beendet. Sie war dann eher mäßig begeistert. Weil mich in Band 2 nur das Ende beeindruckt hat und die Handlung teilweise doch gelangweilt, war mir dann Teil 3 irgendwie vergangen. Jetzt kann ich zum Glück angefangene Bücher nicht rumliegen lassen, sondern muss sie irgendwann beenden, und weil alle so über das Ende lamentiert haben, musste ich wissen, wie es ausgeht.

Über die Handlung mag ich jetzt auch nicht viel sagen, aber so viel: Teilweise hat mich das hin und her tierisch genervt. Tris will dies, Tobias das, sie können sich nicht einigen, lieben sich dann aber doch und alles ist wieder gut. Einer ist sauer, der andere nicht, dann ist alles wieder gut.
Tobias sagte das an einer Stelle ganz richtig: Nach dem Kampf in der Stadt kommt der Kampf draußen und irgendwie ist immer Krieg. Und das ging mir ziemlich auf den Puffer.
Die Idee, wie sich alles ändern soll, war spannend, aber etwas undurchdacht. Und da die Stadtbewohner vorher nur die Stadt kannten, können sie gar nicht einschätzen, wie die Einwirkung der Welt ist. Wer das Buch schon gelesen hat weiß vielleicht, was ich meine. Spoiler: Einfach einen Reset durchzuführen funktioniert vielleicht bei einer Stadt ohne Außeneinfluss, aber nie bei einem Amt, das mit der normalen „Welt“ zu tun hat.

Nun ja, das Ende hatte ja nicht nur für mich einen sehr schalen Beigeschmack. Ich werde mir jetzt mal in Ruhe die anderen Rezensionen anschauen, die ich bisher aus Spoilerangst gemieden habe.

Leider hat für mich auch die Schreibweise und die Spannung zum letzten Teil stark nachgelassen, wodurch das Lesen sehr zäh wurde und ich eigentlich nur das Ende wissen wollte.

littlehim bei wasliestdu.de hat es ganz passend ausgedrückt:
„Ich weiß nicht was passiert ist, aber das Buch unterscheidet sich vollkommen von seinen Vorgängern. Ich habe noch nie bei einer Autorin oder einem Autor oder einer Buchreihe erlebt, dass sich ein Buch dermaßen von den Vorgängern unterscheidet. 
Der Schreibstil ist ziemlich anders meinem Empfinden nach und das nicht im positivem Sinne.  Die ganze Atmosphäre fehlt. Es gibt viele Wiederholungen und langatmige, langweilige Szenen.“

Teilweise waren die Gedanken von Tris und Four mir so verworren und gedankenverloren, dass ich eher dachte, ich lese ein Tagebuch mit philosophischer Neigung. Das Ende hat sich so klar abgezeichnet, wenn ich hinterher drüber nachdenke.

Nun gut, Veronica Roth war mutig und ist diesen Schritt gegangen. Muss man mögen, oder nicht.
Aufgrund der vielen Kleinigkeiten und des für mich fehlenden Reizes an diesem Buch kann ich grade zwei Sterne vergeben. Das hat aber nur minimal mit dem Ende zu tun. Das Gesamtbuch hat mir nicht so gut gefallen, und Tobias diesmal auch nicht.

★☆
2

[Rezension] Die Rebellin

Die Rebellin – Trudi Canavan
Die Gilde der Schwarzen Magier #1
Penhaligon, Blanvalet
Taschenbuch, Erstveröffentlichung 2006
ISBN 978-3-442-24394-5
543 Seiten

9,95 €

In der Stadt Imardin gibt es mehr als „normale“ Bewohner. Seit Jahrhunderten gibt es Menschen mit besonderer Gabe, die mittlerweile in der Gilde der Magier ausgebildet werden. Jedes Jahr beteiligen sie sich an einer Art Säuberung der Stadt, um Bettler und Arme aus dem inneren Stadtring zu vertreiben. Durch diese Säuberung hat sich ein äußerer Ring um die Stadtmauer gebildet, die Hüttenstadt.
Doch bei einer Säuberung kann die junge Sonea ihre Wut nicht zügeln. Voller Zorn wirft sie wie viele andere einen Stein auf die Magier, obwohl es wegen eines magischen Schilds eigentlich sinnlos ist. Doch Soneas Stein durchbricht das Schild – mit Magie!
Sonea scheint die erste Hüttenbewohnerin zu sein, die ihre Gabe offen zeigt. Und sie muss unbedingt lernen, ihre Magie zu kontrollieren, denn die Magie bricht mit schrecklichen Folgen aus ihr heraus.

Doch Sonea hat gelernt, wie überheblich Magier sind und dass die Gilde nur dem König und den Reichen dient. Kann sie einer Gruppe beitreten, die sie von Kind auf verachtet?

Mal Butter bei die Fische: Als das Buch brandneu herauskam, war es sicher spannend, ob Sonea die Magier an sich heranlässt oder nicht. Aber wenn ich weiß, dass die Folgebücher „Die Novizin“ und „Die Meisterin“ heißen, weiß ich zumindest, dass sie ihre Magie behält 😉
Also war das Buch für mich erstmal dermaßen uninteressant. Ich konnte mich einfach nicht überwinden, ein überflüssiges Buch zu lesen – denn ich will nicht 500 Seiten darüber lesen, dass die Hauptfigur sich versteckt. Wenn erst Band 2 „Die Novizin“ heißt, kann es doch in Band 1 nicht spannend werden.
Aber dank der tollen Sub-Abbau-Challenge habe ich mich doch überwunden und muss sagen: nach den ersten 100 Seiten hat mich das Buch gefesselt und überrascht. Sonea ist etwas schwach noch gezeichnet, fand ich. Aber die Welt, die Trudi Canavan aufbaut, ist so großartig und interessant, dass ich mich einfach darin vertiefen wollte.

Am Interessantesten waren natürlich die Magier an sich. Das genau war es, was mich auch bei der Stange gehalten hat. Denn Sonea macht nun nicht sonderlich viel am Anfang, aber man muss erstmal alles erfahren über die Welt und die Magie und die Vorgehensweise. Canavan macht das auf wirklich raffinierte Weise. Während Sonea sich versteckt, muss sie ja ziemlich überall mal durch.
Doch die Perspektive  wechselt auch zu den Magiern Rothen und Dannyl, die Sonea suchen. Durch sie hat man natürlich alles erfahren, was bei den Magiern wichtig ist.
Die beiden Perspektiven fügten sich nach und nach zusammen, bis es am Ende zum Showdown kam. Das letzte Drittel der Geschichte fand ich richtig richtig gut. Mir gefiel die Gilde und der Unterricht.

Obwohl die 500 Seiten der Geschichte viel Raum geben, ist es natürlich erst ein Anfang. Man merkt, dass Canavan nicht nur einen Band schreiben wollte. Viele Dinge werden angerissen, Sonea wird zwar vorgestellt, aber nur wie eine flüchtige Freundin. Die Gilde wird ebenfalls nur in Teilen gezeigt, man bekommt nur eine Ahnung, wie das Gesamte aussieht.
Das macht natürlich Band 2 umso interessanter, und ich werde mir den zweiten Teil definitv zulegen.

Die Schreibweise, muss ich ehrlich sagen, war manchmal ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Trudi Canavan schreibt nicht so viel im Detail, sie skizziert eher und überlässt den Rest der Fantasie. Hin und wieder hat sie auch in Rückblicken erwähnt, dass etwas passiert ist und Figuren an Orten waren. Auch machte sie sehr große Zeitsprünge, was dem ganzen aber einen sehr realistischen Rahmen gab.

Ich hoffe ganz stark, Sonea in Band 2 und 3 ihrer ersten Trilogie noch viel besser kennen zu lernen. Außerdem wünsche ich mir mehr über die Welt zu erfahren. Für den interessanten Auftakt, der mich doch noch überzeugen konnte, gebe ich 4 Sterne!

★★★★☆
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[Rezension] Die Bestimmung


Die Bestimmung – Veronica Roth
Band 1
Aus dem Amerikanischen von Petra Koob-Pawis
cbt in der Verlagsgruppe Random House
Hardcover, 2012
478 Seiten
17,99
An ihrem sechzehnten Geburtstag muss Beatrice sich endgültig entscheiden. Entscheiden für eine der fünf Fraktionen, die sich nach dem Krieg gebildet haben.
Bei einem Vortest erfährt das junge Mädchen, dass sie nicht eindeutig in eine Fraktion passt. Sie ist eine Unbestimmte, eine, die sich nicht in ein Schema pressen lässt.
Doch darüber darf sie auf keinen Fall sprechen, und so versucht Beatrice sich in ihrer Fraktion anzupassen. Ihr Ausbilder Four hat ein besonderes Auge auf sie, und Tris, wie sie sich nun nennt, kann mit der ungewohnten Aufmerksamkeit nicht gut umgehen.
Doch schnell findet sie Freunde, die ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die nicht scheuen, ihr Leben zu riskieren um Tris zu helfen.
Bis Tris ihr Leben riskieren muss, um im Gegenzug ihren Freunden zu helfen…
Mittlerweile ist schon der zweite Teil der Trilogie über Tris’ Bestimmung erschienen (Tödliche Gefahr), aber Band eins subbte noch bei mir herum. An einem einzigen Abend habe ich es verschlungen, weil es tatsächlich total megaspannend ist! Band 2 wird demnächst folgen 😉
Das Buch spielt in einer dystopischen Welt, wo nach dem Krieg die Menschen eingesehen haben, warum es überhaupt zum Krieg kam. Diejenigen, die das große Morden überlebten, teilten sich in fünf Fraktionen, die jeweils einen Aspekt der Menschen vorher verachteten und genau gegenteilig agieren wollten. Die Hauptfigur Beatrice wächst bei den Altruan auf, die sich der Selbstlosigkeit versprochen haben (ein bisschen wie Amish People…). Doch sie ist keine von ihnen, das weiß sie schon ziemlich lange.
Als dann die Entscheidung getroffen werden muss, welcher Fraktion sie angehören will, hört sie zum Glück auf ihr Herz, denn zu den Ferox gehört sie wirklich hin.
Tris, wie sie sich kurz nach der Entscheidung neu nennt, will wirklich zu ihrer neuen Fraktion, und damit ihrer neuen Familie, dazugehören. Also gibt sie sich Mühe, auch wenn sie sich nicht mit allem identifizieren kann. Ihr Ausbilder Four hilft ihr bei Entscheidungen und lenkt sie sanft in die richtige Richtung, sodass Tris ihren Weg gehen kann.
Über die Welt und die fünf Fraktionen erfährt man gleich am Anfang des Buches einiges, weil Tris im Kopf alles nochmal durchkaut. Das fand ich eine sehr gelungene Methode.
Die Figur Tris ist sehr sypmathisch und spricht sicher gleich verschiedene Persönlichkeiten an. Ich mochte an ihr, wie sie sich durchbeißen konnte und immer wieder aufgestanden ist. Sie hat ihre Schwächen zu Stärken gemacht – oder es zumindest versucht. Sie hat sich klare Ziele gesetzt, Menschlichkeit gezeigt und ist nicht vom Weg abgekommen.
Da die Geschichte natürlich in einer anderen Welt spielt, als wir sie kennen (Computer scheint es zu Hauf zu geben, so wie neuste Technologie bezüglich Programmierung und Sensoren, aber keine Handys?!), sodass das Verhalten von Tris eben typisch für ihre Welt ist.
Four dagegen ist lange Zeit sehr undurchschaubar. Er ist unberechenbar, doch Tris erkennt in ihm ein Muster und lernt ihn zu verstehen. Natürlich ist er kein reiner Alpha-Held, doch er ist absolut hinreißend und je mehr ich über ihn gelesen hatte, desto verknallter war ich in ihn. Alles was er tat, war genau richtig – und total süß ^^
Leider erfährt man im Verlauf des Buches weder, wo das ganze genau spielt, noch was genau passiert ist oder wie der Rest der Welt aussieht. Es spielt sich alles in einer Stadt ab, die aber scheinbar von der Außenwelt abgeschottet ist. Vielleicht erfährt man in Band 2 und 3 mehr.
In der Geschichte muss Tris eine Mutprobe nach der anderen durchleben, nicht nur weil es von der Fraktion gefordert ist sondern weil Tris selbst immer wieder neu über ihren Schatten springt. Da es auch viel um Angst geht, leidet man als Leser selbst total. Jedes Mal hatte ich Herzklopfen und Panik, dass Tris es nicht schafft (obwohl ich doch weiß, dass es zwei Folgebücher gibt) und musste, musste einfach weiterlesen.
Weil ich das Buch, wie schon gesagt, richtig spannend fand und absolut gefesselt war, sowie nur schmachten konnte wenn es um Four ging, gebe ich dem Buch volle Punktzahl.

★★★★★

Zur Leseprobe.
Mehr über Die Bestimmung und die Bücher auf der Website.

5

[Rezension] Hexendreimaldrei

PhotobucketHexendreimaldrei – Claudia Toman
Diana Verlag
Taschenbuch, Juni 2009
400 Seiten

8,95 €

Es hatte so wunderschön begonnen. Olivia hat endlich den Traumprinzen gefunden, und konnte ihr Glück nicht fassen. Doch was macht man, wenn man schon mit dem Traumprinzen befreundet ist, als er einem eröffnet, er hätte bereits eine Freundin? Richtig – weiterhoffen.
Als er denn auch noch heiraten will, wünscht sich Olivia in einer verzweifelten Sekunden nur, dass der Typ als Frosch weiterleben soll.
Doch damit löst sie nicht nur einen eigene Gefühlssturm, sondern auch einen verrückten Kampf zwischen Hexen und Literaten aus…

Um den Frosch zu erlösen, muss Olivia allerlei Mutproben bestehen und Denkaufgaben lösen. Und allem voran sich gegen die Hexen von London beweisen!

Hexendreimaldrei“ habe ich mir gekauft, weil mich eigentlich Goldprinz angesprochen hat, aber man ja nicht bei Band 3 der Trilogie anfängt. Das Buch hat mir insgesamt ziemlich gut gefallen, aber dennoch werde ich erstmal warten, bis ich die anderen Bücher kaufe und lese.

Die Figur Olivia fand ich sehr nett. Sie handelte menschlich, manchmal unüberlegt, aber stand zu ihren Entscheidungen und akzeptierte Kritik. Sie konnte sich nicht einfach „entlieben“ und wünscht sich wie wir alle ein Happy End.
Ich fand super, dass sie sich entwickelte und eigene Stärken herausfand. So ganz deutlich wurde nicht, was sie nun an einigen Stellen verarbeitet und was nicht, aber es war insgesamt schlüssig und überzeugend dargestellt. Da will ich mal nicht kleinlich sein.

Auch eine interessante Methode war es, kaum Namen zu nennen. Das ganze Buch über wird nicht der Name des Prinzen genannt, aber das hat auch nicht gefehlt. Er war der Frosch, fertig…

Schön fand ich, dass man zwar schon die Froschgeschichte mitverfolgen konnte, aber auch einen Einblick zwischendurch in die Beziehung der beiden bekam. So wusste man, warum Olivia so handelt und wie die Dinge gekommen sind. Hin und wieder war es ein bisschen verwirrend, besonders im Bezug auf Lady Grey, aber den Gesamteindruck konnte das nicht schmälern.

Für diese verzauberte Geschichte mit wundervollen Ideen und Umsetzungsmethoden kann ich nicht anders, als 5 Sterne zu vergeben. Claudia Toman hat nicht nur eine starke Figur geschaffen, sondern zeigt auch viel Potential, uns die Magie im Alltag wiederzugeben.

Alle Bücher der Autorin:

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Und hier der Blog der Autorin

2

[Rezension] Die Tribute von Panem 1-3

Die Tribute von Panem – Suzanne Collins
Oetinger Verlag
Aus dem Amerikanischen von Sylke Hachmeister / Peter Klöss

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Achtung SPOILER! Wer die Bücher nicht kennt und die Filme unbefangen sehen möchte, sollte nicht weiterlesen!

 Vorwissen: „Die Tribute von Panem“ ist auch eine Dystopie. Vor über 75 Jahren gab es einen großen Krieg, bei dem ein Großteil der Welt vernichtet wurde. Das Kapitol hat die Macht erhalten, und 13 Distrikte gebildet, die je unterschiedliche Dinge herstellen oder Fähigkeiten haben. Jährlich werden die Hungerspiele veranstaltet, zu denen aus jedem Distrikt zwei Tribute gewählt werden (in den wenigsten Distrikten melden sich die Jugendlichen freiwillig), um in einer Arena im Kapitol bis auf den Tod gegeneinander zu kämpfen.
Nur einer kann überleben, und wird danach mit Reichtum überschüttet…

Band 1: Die Hungerspiele
Taschenbuch
414 Seiten
9,99 €

Inhalt: Die jährlichen Hungerspiele stehen bevor, und in Distrikt 12 bereitet sich Katniss Everdeen auf die Ernte vor. Weil es bei den Spielen nur einen Sieger oder eine Siegerin gibt, hofft Katniss, wieder verschont zu bleiben. Sie muss für ihre kleine Schwester und ihre Mutter sorgen, da ihr Vater ums Leben gekommen ist.
Doch als ihre Schwester ausgewählt wird, meldet sich Katniss freiwillig und reist zusammen mit Peeta, dem ausgelosten männlichen Tribut ihres Disktrikts, ins Kapitol, dem Tod entgegen…
Zurück lässt sie ihren besten Freund Gale, der verspricht, sich um Kats Familie zu kümmern. Katniss verspricht, für ihre Schwester zu gewinnen.
Im Kapitol gewinnt das schüchterne Mädchen schnell Freunde – aber auch Feinde.

Band 2: Gefährliche Liebe
 Hardcover
431 Seiten
17,95 €

Inhalt: Die Hungerspiele sind vorbei, und Katniss und Peeta kehren zu ihren Leben zurück.
Doch ganz normal wird nichts mehr. Da sie im Kapitol die Verliebten gespielt haben, müssen sie erneut die Liebe vorgaukeln. Während Peeta schwer getroffen ist, dass Kat alles nur vorgespielt hat, weiß Kat gar nicht, wie sie genau empfindet. Sie vermisst ihren Freund Gale, der sie ebenfalls liebt und der sie vollkommen versteht. Peeta dagegen war mit ihr in der Arena und versteht ihre Albträume.
Hin und her gerissen in der Liebe droht der Präsident von Panem, Snow, auch noch, ihre Lieben zu ermorden, wenn Kat es nicht schafft, glaubwürdig herüberzukommen.
Denn was Kat nicht beabsichtigt hat, aber geschehen ist, ist die Revolution. Einzelne Distrikte lehnen sich gegen das Kapitol auf. Snow möchte um jeden Preis die Gewalt über alles halten, doch das Feuer ist bereits ausgebrochen.
Zu allem Überfluss steht bei den Hungerspielen ein Jubel-Jubiläum an. Und dieses sieht vor, alle siegenden Tribute der vergangene 74 Jahre erneut in die Arena zu schicken. Natürlich werden wieder Peeta und Katniss zurück geschickt. Der Alptraum beginnt erneut…

Band 3: Flammender Zorn
Hardcover

430 Seiten
18,95 €

Inhalt:  Schwer verwundet und noch angeschlagener wird Katniss in Distrikt 13 gepflegt. Peeta schwebt noch immer in höchster Gefahr, doch Katniss kann nicht mehr tatenlos zusehen. Unbedingt möchte sie am Krieg beteiligt werden und beginnt endlich zu kämpfen.
Zunächst wird sie in Distikt 2 eingesetzt, wo sie jedoch auch nur verwundet wird.

Mit aller Kraft bereitet sich Distrikt 13 auf den Angriff auf das Kapitol vor. Doch wer ist Freund, und wer ist Feind?
Katniss verliert zunehmend den Überblick, welches Ziel eigentlich verfolgt wird…

Limitierte Ausgabe: Der Schuber

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Die Tribute von Panem“ ist ein Epos, den ich bis zum Kinofilm zwar wahrgenmmen habe, aber die Bücher nicht so recht lesen wollte. Wie vielen anderen ging es mir dann aber auch so, dass ich die drei Bücher ziemlich dicht nacheinander verschlungen habe, denn sie sind wirklich gut!
Band 1 spielt ja fast nur in der Arena. Man lernt Katniss sehr gut kennen und lernt ihre Geschichte und Beweggründe kennen.
Da ich den Film zuerst gesehen habe, war ich stellenweise etwas enttäuscht, da im Film noch mehr vom Kapitol gezeigt wird. Der Film hat ziemlich viel aus dem Buch herausgeholt, und ich bin sehr gespannt, wie Band 2 (Kinostart Ende November 2013) und 3 verfilmt werden.

Das zweite Buch ist eine Nummer härter als Band 1. Katniss hat die Albträume nicht überwunden und muss nun auch noch die Leben ihrer Liebsten retten. Sie verwirrt zunehmend und hat kaum noch unter Kontrolle, was alles auf dem Spiel steht. Sie möchte niemanden wehtun und kann doch nicht aus ihrer Haut. Diesen Wesenszug behält Collins bei ihrer Protagonistin bis zum Schluss, wenn das auch zwischendurch etwas nervte. Katniss rennt nach wie vor vor Problemen weg und stellt sich den wenigsten Konflikten. Wenn doch, steht sie unter Drogen, hat Gale an ihrer Seite oder handelt einfach unüberlegt.
Überhaupt ist die Darstellung des Spotttölpels, der die Revolution anfacht, irgendwie mager. Katniss zieht das Kostüm immer wieder an, und wird auch gefilmt, aber wirklich punkten kann sie bei mir nur, wenn sie selber etwas wirklich will und dafür kämpft. 

Gut fand ich auch, dass sie Gale und Peeta weder gegeneinander ausspielt noch einem etwas vormacht, wie es um ihre Gefühle steht.

Wenn man von Katniss als Hauptfigur absieht (immerhin sind die Bücher aus ihrer Perspektive geschrieben), sind die Bücher wirklich gelungen. Was Collins sich da als Welt ausgedacht hat, mit Tradition, vielen vielen Details und Stärken und Schwächen ist bemerkenswert. Auch die Mischung zwischen Moderne und mittelalterlichen Verhältnissen war super. Das nenne ich mal eine Welt, wie sie im Buche steht.
Die Welt Panem ist nicht ganz ausformuliert, aber das finde ich auch nicht schlimm. Man muss nicht immer alles wissen, was vorhanden ist.

Warum ich so lange gewartet habe, endlich die Bücher zu lesen, weiß ich nicht. Nun kann ich sie nur wärmstens empfehlen und hoffe, dass auch andere ihr Lesevergnügen mit den Büchern haben werden.
Von mir gibt es also 5 Sterne für die Reihe!

Interessantes:

Verglichen wurde Band 1 der Tribute von Panem mit „Battle Royale“ von  Koushun Takami, allerdings ist der zweite Teil der Tribut-Bände dann schon wieder eigenständig.

Der Trailer zum ersten Film: