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[Kreativ] Nerdiger Schmuck

Was macht Frau, wenn es für das Fandom nicht so richtigen imperialen Schmuck gibt?
Auch hier wieder: Selber machen 🙂

2010 habe ich versucht, Ohrringe mit dem imperialen Symbol zu machen. Die sind auch ganz schön geworden, allerdings blieb es bei drei Paaren, von denen ich zwei weitergegeben habe. Netterweise hat mir jemand Metallsymbole gemacht, die aber als Ohrringe viel zu schwer sind.

Vor ein paar Monaten hat bei Facebook in unserer Kreativgruppe für nerdige Frauen jemand ein Bild gepostet, was mich sofort angesprochen hat: Ein imperiales Symbol als Armband!

An dieser Stelle vielen vielen Dank an Maria Heid, die mich überhaupt auf diese Idee gebracht hat und sogar Tipps gegeben hat – wäre ja schade, wenn es solch wunderbaren Sachen nur in kleinen Teilen Deutschlands gibt 😀

Beim ersten Versuch ging es leider total schief. Die Perlen waren falsch und es sah grottig aus. Aus Frustration habe ich es dann nicht nochmal versucht, bis vor zwei Wochen.
Da hatte ich wieder Lust – und siehe da, mit etwas Sorgfalt gelingt es auch ^^

Hier ist der fast fertige Strang, noch ohne Verschluss.

Leider konnte ich die Länge nicht einschätzen, daher ist es hinten etwas abgebrochen. Aber beim zweiten Mal weiß ich bescheid, und dann wird es besser.

Ein weiteres Armband ist in Arbeit, und es wird auch richtig toll 🙂 Lasst euch überraschen!

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[Privat] Warum das Lesen warten musste: Padmés Packing Gown

Der Juli war dann doch ein sehr mauer Lesemonat. Und das hatte einen sehr schönen Grund: Ich habe ziemlich jeden Abend kreativ gewerkelt. Thema war dieses wunderschöne Kleid von Senatorin Amidala alias Padmé aus Star Wars Episode 2: das Packing Gown.
Weil wir vergangenes Jahr die Tickets für die Celebration Europe gekauft haben, hatte ich mir etwas besonderes überlegt. Immer nur „in weiß“ (wie es in Insiderkreisen heißt) wollte ich nicht, mein zweites Kostüm in der Mache, einen imperialen Offizier, konnte ich aus Geldgründen nicht vollständig beenden.
Also sollte es nun das Kleid werden.

Vorletztes Jahr hatte ich mich bereits an einer Offiziers-Jacke versucht. Das misslang gründlich, denn wenn ich eines nicht kann, dann ist es Ärmel annähen! Diese Drecks+!(§%$&viecher wollten einfach nicht gerade gelingen.

Weil ich eine Freundin habe, deren Mutter Schneiderin ist, sah das Projekt diesmal realisierbar aus. Nachdem mein Herzblatt und ich jede Menge Bilder zusammengesucht hatten, wusste ich ungefähr, welche Stoffe und Materialien wir haben müssen.
Eine große Hilfe bei allem waren sowohl Tracys Anleitung als auch padawansguide.

Weil ich nur Anleitungen auf Englisch gefunden habe, und bis auf ganz wenige Ausnahmen alle nicht so ausführlich waren, wollte ich eine ausführliche Anleitung schreiben. Bzw. wie ich es gemacht habe und was ich alles beim nächsten Mal anders machen würde 😉

Die Stoffteile

Im März war dann glücklicherweise ein riesiger Stoffmarkt direkt vor unserer Tür, bei dem besagte Freundin und ich uns ins Getümmel stürzten um passendes Material zu finden. Damit ging es dann zu ihrer Mutter um Maße zu nehmen und die Bilder vorzulegen und endlich endlich mit etwas anfangen zu können.
Für den Rock habe ich grauen Stoff gefunden, der vermutlich überwiegend aus Polyester besteht. Er ist leider nicht matt, wie im Original, sondern hat einen glänzenden Stich. Ganz unten auf den Bildern sieht man das ganz gut, besonders in der Sonne. Alternativ hatten wir einen knitterigen Stoff, der etwas matter war, aber nur geringfügig. Der glänzende sah dann einfach irgendwie besser aus.
Insgesamt sind im Rock etwa 5 Meter Stoff vernäht (er ist auch ganz schön schwer). Der Rock liegt auf der Taille, und ist mit einem Reißverschluss verschlossen. Die Falten sind nur gelegt und dann festgenäht, gebügelt habe ich nichts.
Wir waren nicht sicher, ob Natalie Portman einen Reifrock darunter hatte, aber der Rock wurde schon von alleine sehr ausladend, weswegen ich keinen weiteren Unterrock brauche.
Darunter ziehe ich eine leichte, dünne Hose.

Für die Ärmel haben wir tollen grauen Gardinenstoff gefunden, der in so Rippchen glänzte, wie es auch im Original war. Allerdings war der Stoff so dünn (ist ja eigentlich für Gardinen gedacht), dass ich bei den Knöpfen am liebsten verzweifelt wäre….
Die Knöpfe wurden passend zum Ärmel nämlich bezogen. Leider hat die Knopfmach-Technik nicht so super funktioniert, weswegen ich ein wenig mit Kleber tricksen musste. Mehr als ein paar Mal auf und zu halten die Knöpfe sonst nicht aus, und das wäre ärgerlich, wenn etwas auf der Messer aufgeht.

Die Puff-Ärmel sind bei mir etwas kurz geworden, aber haben zwei gute Abnäher für die Ringe bekommen.  Mein Stoff ist etwas steifer und voluminöser als das Original.

Auf einigen Making-Off-Bildern sieht man, dass Natalie Portmann unter der Samtweste ein Oberteil trägt, das die Ärmel hält. Der Stoff ist der gleiche wie der Rock. Wir haben es genauso gemacht.

Weil die Lucas’sche Kostümschneiderei gerne extravagant ist, ist die originale Samtweste aus Samt mit Farbe Kohle. Also kein Grau und kein Schwarz. Weil es diesen Stoff irgendwie nur in Pannesamt (also fleckig) gibt, haben wir schwarzen reinen Samt genommen. Klar, der Schimmer ist etwas anders, aber irgendwo hat die Liebe zum Detail auch ihre Grenzen. Wir haben auch keine Corsage eingenäht, wodurch es nicht so mörderhauteng sitzt wie bei Natalie Portmann.

Wenn man wirklich wirklich genau am Original bleiben will, braucht man definitiv mehr Geduld bei der Suche nach den richtigen Stoffen…

Die Stickerei

Kurz nach dem Stoffmarkt (am 13. April war der erste echte Stich 😉 ) habe ich die Brust-Stickerei angefangen. Links habe ich euch den kompletten Prozess in Zwischenschritt-Bildern zusammengefügt. Leider gab es als Vorlage nur ein High-Res-Shot vom oberen Teil und nur noch unscharfe Bilder vom unteren Ende. Da musste ich mir also ein bisschen was zusammenreimen. Die blauen Perlen hat man zum Glück erkannt. Dieses Bild war so ziemlich das beste, was ich bekommen konnte.

Das Größenverhältnis haben wir angepasst. Bei Padmé geht es ungefähr  von unterhalb des Schlüsselbeinknochens bis zum Bauchnabel. Also haben wir das bei mir auch so angelegt. Mein Herzblatt hat mir ein Schnittmuster gemacht, das ich ausschneiden und anmalen konnte (s. erstes Bild links). Daran konnte ich alle Größenverhältnisse festmachen und auch die kleinen Quadrate mittendrin richtig einplanen.
Es ist sinnvoll, vorher die Ränder aufzunähen (s.2. Bild links), weil Kreide nicht sehr lange hält und der Rand so über die vielen Wochen Bearbeitungszeit sichtbar ist. Mit etwas gröberem Garn, das zum groben Vornähen geeignet ist und sich anschließend gut lösen lässt, habe ich die Perlenteile oben und unten gekennzeichnet, den späteren Außenrand und die mittleren Quadrate (man sieht im dritten Bild links, das ich dadurch gut drumherum sticken konnte). Die Orientierung war also gesichert.

Als Basis habe ich blauen Jeans-Stoff genommen. Im Original war der wohl etwas grauer, aber ich habe es ingesamt blauer gehalten. Der Stick-Faden ist ebenfalls hellblau, Richtung grau (sieht man oben links auf dem Bild ganz gut). Die weißen Perlen sind matt, die kupfernen Perlen sind gemischt matt und glänzend. Die türkisen Perlen sind glänzend und vollfarbig. Bei den kuperfenen und weißen Perlen habe ich die gleiche Größe genommen, die türkisen Perlen sind etwas größer.

Die weißen viereckigen Perlen sind eigentlich Perlmuttfarben, aber die Rückseite war glänzend weiß. Das passte zufällig 🙂

Die Sticktechnik nennt sich Kettenstich. Auf dem hochaufgelösten Bild in „Dressing a Galaxy“ ist das gut sichtbar. Alles, was hell aufgestickt ist – und auch der Goldfaden – ist mit dieser Technik aufgestickt. Es gibt bei Google einige Beispiele, wie man es anders machen kann. Aber wenigstens hierbei wollte ich so nah am Original bleiben wie möglich!
Eigentlich wurden alle Perlen normal aufgestickt, aber besonders bei den Perlen, die in einer Reihe liegen, habe ich noch einmal den Kettenstich durchgezogen. Das hat besonders bei dem Kopfteil einen schönen Effekt gehabt.

Das Muster ist übrigens nicht ganz klar vorgelegt. Es gibt bei den Ausstellungskleider Unterschiede zum Filmkleid, denn für eine Modenschau wurde eine weitere Version angefertigt. Es gibt Fotos von drei oder vier verschiedenen Modellen, die alle zunehmend ungenauer werden. Da wurde sehr hastig und schlampig etwas zusammengestickt. Schade eigentlich…

Bei den aufgefächerten blauen Perlenstickereien oben und unten wurde schwarzer Netzstoff untergelegt. Man sieht auf sehr hochaufgelösten Bildern, dass der Untergrund etwas anders ist als der Mittelteil, deswegen habe ich schwarzes Netz druntergelegt. Im Original sind die Löcher angerundert, ich habe nur klassisches viereckiges Netz gefunden. Man muss aber schon sehr nah herangehen, um den Unterschied zu sehen, bzw. überhaupt etwas zu sehen.

FERTIG!

Bei der Umrandung hat mich Tracy auf die grandiose Idee gebracht, einfach einen Schnürsenkel zu nehmen. Weil dunkelbraun irgendwie immernoch zu hell war, habe ich den Senkel mit schwarzem Akrylwasser etwas dunkler gefärbt. Man sieht den Unterschied natürlich ohne Vergleich kaum, aber mir gefiel es etwas besser.

Angenäht habe ich das Stickteil mit Druckknöpfen. Im Original wurden Haken und Ösen verwendet, wie man auf einigen High-Res-Bildern erkennen konnte, aber da ich nicht weiß, wie die Weste verschlossen wurde, habe ich dann nur noch Druckknöpfe genommen. Damit hat die Weste sich auch gut halten lassen… die Häkchen haben das nur mittelmäßig geschafft oder sind bei einer unglücklichen Bewegung aufgegangen.
Ich habe auch den Verdacht, dass die Stickerei bei Padmé bei den Dreharbeiten einfach festgepinnt wurde. Da bewegt sich ja nichts bei ihr… nirgendwo -.-

Der Kopfschmuck

Ziemlich unter Zeitdruck habe ich dann zwei Wochen vor der Celebration noch den Kopfschmuck angefangen. Auch hier habe ich mich gut an die Vorlage von Tracy halten können.
Auf diesem Bild sieht man gut, dass es drei Plättchen sind, die mit verschnörkeltem Schmuck verziert wurden. Also habe ich drei Plättchen aus Alu geschnitten (welches ich auch für die Armringe genommen habe) und mit FIMO die Verziehrung gemacht (ich Depp schön nicht spiegelverkehrt, aber egal, ich muss eh einiges neu machen).
Das FIMO ist silber, aber ich habe alles noch mit Acrylfarbe lackiert. Das Türkis habe ich gemischt, weil genau diese Farbe im Laden ausverkauft war.

Der eigentliche Plan war auch, eine braune Perücke mit braunen Haarteilen zu machen (s. rechts). Aber die Perücke saß erstens nicht, sah furchbar aus und war kaum alleine aufzusetzen. Also habe ich blonde Haartressen gekauft, und blonde Haarschnecken gemacht. Für die Celebration muss der erste Versuch reichen, für kommende Events werde ich definitiv noch einmal richtig tolle wunderschöne Haarteile machen. Aber jetzt reichte die Zeit leider gar nicht mehr.

Zunächst habe ich weißen Filz zusammengenäht (in Bild noch die zuerst gedachten braunen Bananen, die natürlich fertig waren bevor wir die Perücken-Problematik festgestellt haben) und mit Füllwatte gestopft. Daran habe ich innen die Tressen genäht und dann die Haare herumgewickelt. Die Haare sind jetzt 60cm lang, aber selbst bei doppelter Lage noch zu dünn und zu kurz, weswegen ich beim zweiten Versuch wohl eher 100cm nehmen werde. Die Qualität dieser Tressen war richtig gut (für die Zwischenlösung musste ich leider recht billige blonde Tressen nehmen), dort werde ich wieder einkaufen.
Es gibt wohl bei Maskenbildnern so eine Art Modelierschleim, der wie Schaumfestiger und Haarspray zusammen funktioniert, das muss ich mir unbedingt holen.
Die erste Seite wurde natürlich nicht so gut wie die zweite Seite, und ich habe viel geklebt und geflucht (und Finger verklebt). Wie gesagt versuche ich nach der Celebration noch einmal mein Glück. Beim nächsten Mal werde ich auch keinen Filz mit Füllwatte nehmen, sondern Schaumstoff, wie auch Tracy das schon vorgeschlagen hat.

Mitten während des Haareumwickelns habe ich auch festgestellt, dass man die Haare einfach mit tonnenweise Gel einschmieren muss. Dann sitzen sie. Nun gut, man lernt nie aus. Beim nächsten Mal wird es also besser.

Die Bananen sind zusammengefügt mit einem Haarreif, den ich unter meinen eigenen Haaren verstecke. Oben drüber ist ja auch noch ein Kettchen, das den Schmuck vorne verbindet. Das habe ich mit einem Miniaturhäkchen oben am Haarreifen befestigt.
Leider hielten die Ringe an den Plättchen echt gar nicht, weswegen ich wohl doch nicht um ein Loch herumkomme. Weiß der Geier, wie die das in der Szene im Film festgetaped haben.
Damit die Plättchen aber an den Ohren und der Stirn halten, habe ich hinter das Stirnteil eine Art Broschenhalterung geklebt,  die auch ganz gut hielt bisher. Die Ohrteile sind mit Haken wie eine Brille ans Ohr geklemmt.

Bei der fast vollständigen Anprobe des Kopfschmucks fiel mir auf, dass man den Haarreif leider sehr sieht und die Bananen nicht sonderlich gut anliegen. Aber was solls… vielleicht geht ja was kaputt auf der Messe 😉 😛

Die Armringe

Am heftigsten waren die Armringe. Natalie Portmann trägt die so locker flockig am Arm, aber das waren immerhin ACHT miese, blöde, schneidende, kopfschmerzverursachende Alu-Ringe, die ich in Handarbeit gekloppt habe. Als Material habe ich 0,3mm dickes Aluminium genommen.
Das Muster ist recht einfach. Es wiederholt sich einfach immer wieder, ohne irgendwelche Änderungen. HIER sieht man eine gute Vorlage.

Nach dem Umbiegen vom Rand habe ich das gesamte Muster aller acht Ringe per Hand mit einer Schraube und einem Hammer reingeplöppelt. Mein Daumen war mehrere Tage an der Kuppe taub, so heftig musste ich festhalten 😦
Aber was tut man nicht alles für das perfekte Kostüm.

Weil durch reines Stanzen ja die Tiefe nicht entsteht, habe ich die Ringe anschließend mit schwarz-silbernem Akryl angemalt. Dadurch entstand ein schöner Effekt. Die türkisen Punkte sind keine Perlen, sondern ebenfalls Farbe.

Das Alu ließ sich nicht sonderlich gut biegen. Bei einem eigenen Versuch kann ich nur raten, vorher die Kanten abzubiegen und anschließend nichts mehr umzukanten, weil man dann eine schöne Rundung hinbekommt. Als Werkzeug habe ich eine ganz normale Zange genommen. Bei dünnem Alu muss man nur aufpassen, dass man keine unschönen Kratzer macht.

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Jetzt kann ich nur hoffen, dass nicht jemand auf der Messe genau DIESES Kleid auch anhat – und besser aussieht damit 😉

Die Zwischenstände zeigen schön die Entwicklung. Auf dem ersten Bild habe ich noch nicht meine mörderhohen Schuhe an, auf dem zweiten ist der Rock abgenäht und ich habe hohe Schuhe an. Hoffentlich kann ich damit überhaupt lange genug laufen ^^

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[Projekt] Mein Körperexperiment

Wie bereits in DIESEM Reiter angekündigt versuche ich ein 10-Wochen-Programm durchzuführen.
Ziel ist es, bis zur größten Star Wars Convention Europas einigermaßen fit zu sein. Konkret heißt dass, dass ich mich traue in meinem Kleid dort herumzulaufen und mein anderes Kostüm nicht zwickt oder zwackt. Weil das tut es aktuell. Bis Ende Juli sind es jetzt noch 8 Wochen.

Hilfe erhalte ich dabei von dem Buch „Fit ohne Geräte“ von Joshua Clark/Mark Lauren aus dem Riva Verlag.
Der Autor Mark Lauren stellt darin Methoden vor, mit denen man Muskelaufbau ganz „einfach“ zu Hause machen kann. Ohne irgendwelche Geräte, ohne Geld auszugeben.

Auf den ersten 50 Seiten stellt Lauren vor, was  er von Fitness, Ernährung und Training hält. Und warum seine Methode die Unschlagbare ist.
Sehr sympathisch war mir dabei, dass er doch immer wieder betonte, dass  man für sich selbst den richtigen Weg finden muss. Sein Weg ist zwar der perfekte, aber für manche kann ein Umweg besser sein, so seine Aussage 😉

Anschließend stellt das Buch auf über 100 Seiten reichlich bebilderte Übungen vor. Gegliedert sind diese in Muskelgruppen, wobei selten nur ein einziger Muskel gefordert wird. Zu jeder Übung gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade, und Lauren bedenkt immer ganz ganz krasse Anfänger. Das fand ich prima, weil man echt bei Null anfangen und sich dann steigern kann.

Nach den ausführlichen Erklärungen, wie man was macht, folgen Programme. Die Programm sind auf 10 Wochen ausgelegt. An jeweils 4 Tagen in den ersten 6 Wochen und 5 Tagen in den letzten vier Wochen werden unterschiedliche Muskeln beansprucht.

Für mich kommt zunächst natürlich nur das Basisprogramm in Frage. Wie ich damit verfahre, könnt ihr im extra Reiter zu diesem Experiment nachlesen.

In den nächsten 5 Tagen werde ich die Übungen zu den ersten beiden Wochen versuchen.

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[Rezension] Feindkontakt – Republic Commando 01

Star Wars Republic Commando 01 
Feindkontakt – Karen Traviss
Panini Books
Taschenbuch, 4. Auflage 2005
331 Seiten
Aus dem Englischen von Jan Dinter

9,95 €

Zu etwas Höherem geboren, extrem ausdauernd und brutal trainiert, und doch ersetzbar. Das sind die Clonetrooper der Republik. Gezüchtet um im Krieg für eine Welt zu sterben, die sie nicht einmal kennen lernen dürfen.
Nach ihrem allerersten realen Einsatz auf Geonosis mit Einbruch der Klonkriege kommen Darman, Fi, Niner und Atin in einem neuen Schwadron zusammen. Bisher hatten sie jeweils vier eigene Schwadrone, doch bei allen gab es drei Verluste. Alle vier sind die einzigen Überlebenden.
Ihr gemeinsamer Einsatzort ist Qiilura, auf dem eine Wissenschaftlerin einen geheimen Virus speziell gegen die Klone herstellen will. Beschützt wird sie durch den Mandalorianer Hokan, der nicht nur skrupellos sondern auch sehr gerissen ist.

Unterstützung finden das Omega Squad in der Padawan Etain Tur-Mukan, die Pläne von den Gebäuden hat. Zuerst trifft sie auf Darman, der bei der Bruchlandung auf dem Planeten von seinen Brüdern getrennt wurde. Zu zweit versuchen sie, die anderen Männer wiederzufinden. Aber sie dürfen weder über Comms Hilfe rufen noch auf die Hilfe der Einheimischen vertrauen. Denn jeder verrät hier jeden…

Zum dritten Mal nun habe ich mein zerfleddertes (Schäm dich, Vergangenheits-Ich!) Exemplar von Republic Commando gelesen. Bereits in diesem Artikel über Liebesgeschichten habe ich das Buch und meine daraus resultierenden Fanfictions erwähnt. „Feindkontakt“ ist allerdings nur der Anfang, und Karen Traviss ist eher dafür bekannt, militärische Stimmung einzufangen.

Nach und nach lernen wir alle sechs Hauptcharaktäre kennen, wie sie in die Situationen hineingeraten und wie sie denken. Darman, Fi, Niner und Atin sind Soldaten, die als einzige überlebt haben. Sie machen sich permanent Gedanken um Vergänglichkeit, Skrupellosigkeit und Krieg. Etain dagegen ist zunächst hilflos und vor allem schutzlos, sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann. Schon im ersten Band dagegen macht sie eine große Entwicklung durch.
Hokan, der Gegenspieler, ist der nützliche Teil um auch die andere Seite zu sehen. Sonst wäre die einseitige Schreibweise etwas fad – Traviss lässt uns in seine Pläne, Denkweise und Vorstellungen hineinschauen.

Bildquelle

Dieser Wechsel der Perspektiven ist aber nicht anstrengend. Man sieht auf alle hinab, und huscht kurz in den Kopf eines Einzelnen, das war sehr angenehm. Die Schreibweise ist sehr locker und interessant, und in der deutschen Übersetzung ist es auch mit den militärischen Begriffen nicht so schwer (auf Englisch leider schon eher).

Das Buch habe ich nach der Lektüre eines anderen Klonkriegsromans gekauft. Und ich hatte das Spiel gespielt. Die Klonkrieger haben es mir definitiv seit Star Wars Episode II angetan – was lag also näher, als die Bücher dazu zu lesen? Das sogenannte Expanded Universe bietet eine Fülle an weiteren Geschichten.

„Feindkontakt“ ist ein Teil des EU (wie es in Fachkreisen heißt), die Art, wie Karen Traviss ihre Klone denken lässt. Der erste Roman hat mich sehr überzeugt – und ich freue mich schon auf Band 2,3,4 und die Imperialen Fortsetzungen – im Frühjahr wird es endlich doch noch einen weiteren Band geben! (Bei Band 5 dazu mehr).

Übrigens hat das Buch bei Amazon 26 von 30 5-Sterne-Rezensionen (bald 27 von 31 ^^). Nicht umsonst ist es wohl schon in der vierten Auflage.
Ein Rezensent schreibt (2005), dass der Übersetzer scheinbar Probleme mit der Kommasetzung gehabt hat. Das war wirklich wirklich nervig, und ich hoffe, in den Folgebänden ist das nicht mehr so. Seltsam gespaltene Sätze sind für meine Korrektorenaugen echt anstrengend.

Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch wieder verschlungen und bin mir sicher, dass ich es auch ein viertes Mal lesen würde. Dafür müssen aber nicht wieder 6 Jahre vergehen 🙂
Volle Punktzahl für den Auftakt zu den Republic Commando-Romanen und dem Glücksgriff zur Autorin Karen Traviss.

Folgebände:
Republic Commando 02: Triple Zero
Republic Commando 03: True Colours
Republic Commando 04: Order 66
Imperial Commando 01: Die 501st. 
Sowie weitere Romane der Autorin 
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Beeindruckende Liebesgeschichten ❤

❤ ❤ Immer mal wieder laufen mir Liebesgeschichten in Büchern über den Weg, die mich auch nach dem Lesen nicht loslassen.
Besonders bei Reihentiteln ist das der Fall. Hier mal ein paar Beispiele. Besonders die Bücher von Karen Traviss sitzen mir noch im Kopf. ❤ ❤

Sprichwörtlich durch die Hölle geht die Succubin Jezebel für ihren Freund in „Ein Succubus in Nöten“ von Jackie Kessler. Während Jesse in Band 1 noch die Liebe findet, muss sie in Band 2 („One way ticket in die Hölle„) darum kämpfen, ihren Freund behalten zu dürfen.
Der steinige Weg, den sie wählt und dann auch geht hat mich sehr beeindruckt. Jesse muss viel ertragen und boxt und beißt sich durch.

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Interessant und nachhaltig in meinem Kopf verankert hat sich auch die Liebesgeschichte von Elena und Damon aus „Vampire Diaries“. Und ich meine jetzt nicht die Serie, sondern das Fundament dazu in den Büchern von Lisa J. Smith.

In den Büchern ist Damon der absolute Macho und rein gar nicht so gentlemenlike wie in der Serie (oder zumindest so wie er sich entwickelt).
Aber in Band 5 ist Stefano verschwunden, und Damon muss alleine auf Elena aufpassen. Weil man teilweise auch aus seiner Sicht lesen kann, erfährt man mehr über ihre Gefühle, wie in dieser Situation, wo sie einwillig, mit ihm spazieren zu gehen:
„Und das führte dazu, dass sie einander ansahen. Und dann lächelte Elena und er musste zurücklächeln. Zuerst war es nur ein Zucken der Lippen, dann einausgewachsenes Lächeln. Sie war…verdammt, sie war alles. Witzig, zauberhaft, mutig, klug… und schön. Und er wusste, dass seine Augen all das sagten und dass sie sich nicht abwandte. ‚Wir könnten – einen kleinen Spaziergang machen‘, schlug er vor, und Glocken läuteten und Trompeten spielten Fanfaren und Konfetti regneten vom Himmel und Tauben wurden freigelassen … Mit anderen Worten, sie antwortete: ‚In Ordnung.'“ S.467, Tagebuch eines Vampirs: Rückkehr bei Nacht.

Natürlich macht die Serie die Liebesgeschichte noch viiiel viel schöner (alleine deswegen ist es empfehlenswert, das zu kucken). Ian Sommerhalder kann einfach alles: Sexy sein, verletzt schauen, verliebt schauen, mutig sein –  aber das schweif jetzt ab 😉

❤❤❤❤❤❤

Quelle: http://starwars.wikia.com/wiki/Etain_Tur-Mukan
Bildquelle

Beeindruckt und wirklich nicht mehr losgelassen hat mich die Liebesgeschichte vom Klonsoldaten Darman und der Jedi Etain Tur-Mukan aus den Büchern Republic Commando von Karen Traviss.
Nach „Feindkontakt„, in der sich eine zarte Begegnung ankündigt, die weder er noch sie verstehen, verlieben sich Dar und Etain ineinander. Es braucht unendlich viele Seiten und viel Krieg, bevor beide übereinkommen, dass sie ihre Liebe genießen möchten bevor sie sterben.

Schließlich bekommt Etain sogar ein Kind von Darman („Triple Zero„) – unvorstellbar zu der Zeit der Klonkriege. Und bevor die Jedi es ihm sagen kann, explodiert die Republik und das Imperium zieht ein („Order 66„)

Die Art, wie Traviss eigentlich nur die Beziehung ankratzt, nicht viel darüber sagt aber so viel Gefühl unter der Oberflächte vermuten lässt, hat mich total eingefangen. Bis zur letzten Seite von „Order 66“ habe ich gehofft, dass sich alles zum Guten wendet.
Wer Star Wars ein bisschen kennt, weiß, dass Jedi niemals lieben dürfen, denn Liebe für zur Hass, Hass führt zur dunklen Seite. Deswegen darf Etain niemals erzählen, dass sie Darman liebt – und er darf ohnehin keine Familie haben, da er ein Wegwerfprodukt ist.
Das hat mich insgesamt so sehr mitgenommen, dass ich sogar Fanfictions geschrieben habe (siehe „Die köstlichste Frucht“ oder „Vode an“ sowie auch „Against all odds„).

Die Bücher von Karen Traviss habe ich aus mehreren Gründen mehrfach gelesen (und lese sie gerade wieder). Die Geschichte von Darman und Etain war definitiv einer davon.

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Fehlen dürfen natürlich auch nicht Bella und Edward, über dich ich wohl wenig sagen muss 😉
In den Filmen kommt der Schmerz und die Liebe ja noch ein wenig deutlicher rüber, aber auch schon im ersten Buch (später nicht mehr so sehr) hat mich die Liebesgeschichte total mitgenommen. Innerhalb weniger Wochen habe ich Band 1 zweimal verschlungen – und meine Mutter hat es auch gleich mitgelesen. 🙂

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Welche Liebesgeschichten lassen euch nicht mehr los – was fällt euch spontan ein?
Zum Beispiel Luisa und Thursen aus Berlin? Oder die Titan-Sisters von Susan Mallery? Ich bin gespannt auf eure Liebesgeschichten, die noch immer im Kopf herumspuken.