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[Rezension] Erzähl mir von der Liebe

Erzähl mir von der Liebe – Beate Teresa Hanika
S. Fischer Verlag
Hardcover, Juli 2010
160 Seiten

14,95 €

 Aus einem Dorf kommt Leni als junges Mädchen nach Berlin. Sie wird von einer Modelagentur betreut und hofft auf die ganz große Karriere. Ein paar Jahre später ist sie Profi in dem Buisness und nimmt es leicht, ebenso wie ihre Kolleginnen Hannah und Kennedy.
Bis in die Nacht wird gefeiert, getrunken und die Jobs vergessen.

Wer in Berlin hängen bleibt, kann die große Modelwelt so gut wie vergessen.
Und Leni wünscht sich nichts mehr, als die große Liebe. Denn das ist etwas, das sie bisher erfolgreich von sich fernhalten konnte…

„Erzähl mir von der Liebe“ ist ein Roman aus Berlin, der nicht schon zwei Jahre alt sein muss. Ganz im Gegenteil. Vermutlich ist das Modelgeschäft noch immer so.
Das Buch hat nicht viele Seiten, dementsprechend kann ich nicht viel darüber schreiben.
Leni ist sehr nachdenklich und erinnert sich viel. Diese Rückblicke erzählen zwar viel von der Vergangenheit, aber verwirren auch hin und wieder in der Handlung.

Die Geschichte ist sehr intim, im Nachwort wird verraten, dass auch Beate Teresa Hanika als Model gearbeitet hat. Das macht das Buch persönlich, und hinterlässt noch einen tieferen Eindruck.

Insgesamt habe ich mich aber nicht so wiederfinden können (leider leiden zZ viele Bücher darunter 😦 ) und bin nicht mit so einem guten Gefühl aus der Geschichte aufgetaucht. Die Schreibweise ist sehr seicht und irgendwie zu locker, dass  ich immer wieder zu einem anderen Buch greifen musste.

Ich vergebe 3 Sterne für ein Buch voll Gefühl, Liebe und Reife.

★★☆

Weitere Romane der Autorin:
Rotkäppchen muss weinen
Nirgendwo in Berlin 
Dark Angel’s Summer (gemeinsam mit ihrer Schwester unter den Pseudonymen Kristy und Tabita Lee Spencer)
Dark Angel’s Fall (erscheint im Herbst)

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Vorschau: Dark Angels Fall

Nach Dark Angels Summer folgt im August nun der zweite Teil von vieren von den Geschwisterautoren Kristy und Tabita Lee Spencer.

Exklusiv könnt ihr hier vorab den Prolog schon lesen.

Kristy und Tabita Lee Spencer
Dark Angels’ Fall – Die Versuchung. Ab August 2012 im Buchhandel



Der Regen prasselt gleichmäßig und monoton auf den Ford Ranger herunter. Am Radio läuft Hank Thompsons „Six Pack to go“, der Pickup schnurrt die gerade Straße entlang. Scheiß Wetter, denkt Ferris, und tippt im Takt der Musik mit den Fingern auf das Lenkrad. Alles Scheiße, nicht nur das Wetter. Aber es gibt für alles eine gute Erklärung, vermutlich für Mileys Verschwinden. Wahrscheinlich ist er bei Dawna.
Die Scheibenwischer rasen über die Frontscheibe und befördern riesige Wassermengen nach links und recht. Er ist nicht bei Dawna, er ist nicht auf Whistling Wing, das habe ich im Gefühl, denkt sie schon wieder, ich brauche dort gar nicht aufzutauchen. „Six Pack to go“ verklingt, und die ersten Klänge von „This ain’t my first rodeo“ erfüllen das Auto.
Es ist nur wegen Whistling Wing, flüstert es in ihr. Ich grusle mich vor Whistling Wing. das ist alles. Die Bilder von damals sind so schnell in ihrem Kopf, dass es schmerzt. Mrs. Spencer, die am Boden liegt. Der komische Vogel mit dem kahlen Gesicht über ihr. Als wäre er der Tod, der über dem Leben kauert. Im nächsten Moment taucht im strömenden Regen die Abzweigung nach Whistling Wing auf und sie biegt ohne zu blinken ab.
Die Scheibenwischer kämpfen gegen die Wassermassen an. Später weiß sie nicht mehr, was ihr zu erst aufgefallen ist. Dass das Radio zu spinnen anfängt und rauscht und knackt oder dass ein seltsames Wummern durch die Country Musik und das Prasseln des Regens dringt. Wie ein Hornissenschwarm taucht eine Gruppe von Motorradfahrern hinter ihr auf, hängt sich an sie, als würde sie sie verfolgen. Viel zu nahe, bedrohlich, eine schwarze Horde von Fremden. „Überholt doch“, murmelt sie an sich selbst gerichtet und geht ein wenig vom Gas. Das Knistern und Kreischen im Radio pfeift in ihren Ohren. Sie schlägt mit der rechten Hand auf das Gerät, aber davon wird es nicht besser. Die Motorradfahrer überholen nicht, das Grollen der schweren Dukes hängt sich im Auto fest wie in einem Spinnennetz und erfüllt ihren Kopf mit einem dumpfen Sog. Ich werde krank, denkt sie, und geht noch mehr vom Gas.
Plötzlich überholen die Motorradfahrer doch. Es geht alles blitzschnell, die Motorräder grollen vorbei, sind vor ihr, stellen sich schräg. Im letzten Moment macht Ferris eine Vollbremsung, der Sicherheitsgurt schneidet ein, das Radio verstummt.
Was soll das, Leute. Seid ihr verrückt, will sie schreien, aber ihr Gehirn scheint zu stottern anzufangen. Keine Sekunde später springt einer der Motorradfahrer auf die Kühlerhaube des Pickups. Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie auf den seltsamen Mann. Das Blech der Kühlerhaube verbiegt sich, quietscht, mit einem Ruck reißt er den Helm vom Kopf. Seine weiß‐blonden Haare sehen wirr aus, seine laserblauen Augen fokussieren sie. Die einzige Emotion, die er ausstrahlt, ist tiefster Hass. Schwarzer, dunkler Hass, der alles zerschmilzt, was sich in seinen Weg stellt.
Geh weg, kann sie noch denken, dann setzen ihre Gedanken aus, das Gefühl von Hilflosigkeit und Angst drücken ihr den Hals zu.
„Du hast etwas, was wir brauchen“, sagt er so klar in ihrem Kopf, als würde er neben ihr sitzen. Die nächsten Worte spricht er so langsam, dass sich jeder Laut wie ein Messerstich in ihre Gedanken bohrt. „Du wirst es uns geben.“
Sie weicht seinem Blick aus, kann es nicht mehr ertragen, die eisigen Augen auf sich gerichtet zu wissen. Der Motorradfahrer scheint eine irrsinnige Hitze auszustrahlen, die Kühlerhaube beginnt zu dampfen, das Wasser darauf verdunstet in rasender Geschwindigkeit.
„Wenn du es nicht UNS gibst“, flüstert es bedrohlich in ihrem Kopf, und allein die Stimme scheint alle Muskeln in ihr zu lähmen, „… sondern ihnen …“
Die Motorhaube kreischt metallisch auf.
„Bist. Du. Tot.“
Im nächsten Moment springt der Mann mit einer Lässigkeit vom Auto, die nicht an einen Menschen erinnert.
„Sondern ihnen“, wispert es in ihrem Kopf. „Sondern ihnen.“
Als wäre es alles nur ein schlechter Traum gewesen, verschwinden die Motorradfahrer im strömenden Regen, das Wummern entfernt sich, verklingt in der Ferne. Sie starrt die Motorhaube an, der dunkle Sog in ihrem Kopf entweicht. Das Gefühl, einer Katastrophe entgangen zu sein, macht sie zittrig. Das Radio setzt wieder ein, Bobby Bare singt „Detroit City“. Und schon bedeckt wieder der Regen die trockene Kühlerhaube und die Spur, die man dort sehen konnte, verschwindet in der Nässe.
Zwei Krallenabdrücke eines riesigen Vogels.

Nicht sehr viel, aber vielversprechend!

Außerdem verrät Arena, dass die beiden Autorinnen gar nicht sind, wer sie scheinen. Mehr dazu könnt ihr bei Facebook nachlesen, wo Arena jeden Tag eine Frage stellt, um das Geheimnis nach und nach zu lüften.
Bis zum 6.6.2012 könnt ihr eure Vermutungen einschicken an presse@arena-verlag.de Am 7. Juni wissen wir mehr!

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[Neu im Regal] Januar & Februar 2012

Wie versprochen, hier kurz eine Übersicht für Januar und Februar, was so in meinen Schrank gewandert ist. Bücher, die ich bereits rezensiert habe, verlinke ich nur – sonst wird das hier ja ewig lang. Aber da ich nicht alles rezensiere, wollte ich wenigstens kurz sagen, dass diese Exemplare jetzt meins sind 😀
Dieses Jahr sollen ja auch Kaufräusche vermieden werden – bzw der SUB ordentlich sinken!
Und vielleicht findet die eine oder andere ja etwas für den eigenen Bücherschrank 😉

Januar:
 Der Monat begann mit „Dark Angel’s Summer: Das Versprechen“ (Spencer/Spencer). Ok, eigentlich kam das Buch bereits im Dezember zu mir, aber ausgepackt habe ich es am 2. Januar 🙂
Die Rezension findet ihr HIER.

Nur lieben ist schöner“ (Rebecca Fischer) habe ich von der Autorin persönlich zu unserem schönen Interview bekommen. Und rezensiert ist es AUCH.

Der Monat war noch taufrisch (wobei wärmer als am Ende…), da hab ich „Schweig still, süßer Mund“ (Janet Clark) bestellt – und sofort verschlungen. Meine äußerst begeisterte Rezension ist HIER.

Netterweise legte mir eine Kollegin ihr ausgelesenes Exemplar von „Die Landkarte der Zeit“ (Felix J. Palma) auf den Tisch – einfach so *gniii*
Die teure Hardcover-Ausgabe ist inzwischen übrigens durch die günstige Taschenbuchausgabe ersetzt worden (9,99 €).
Zum Lesen bin ich allerdings noch nicht gekommen.

Vom Ravensburger Verlag kam „Gefangen – Mery Band 1“ (Rebecca Lim), und ich war schon so hingerissen vom Cover, dass ich es kaum erwarten kann, auch Band 2 zu kaufen! Die Rezension ist auch schon ONLINE.

Hingerissen vom Cover und der Aufmachung und einiger superguter Kritiken konnte ich auch einem Schnäppchen nicht widerstehen: „Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ (Ali Shaw) kam angeflogen und wartet noch auf die Lesung 🙂

Bei Blanvalet gab es leider nicht den 3. Band der Seidenstickerin „Die Tränen der Prophetin„, dafür „Perlmuttsommer“ (Deidre Purcell) zu haben 🙂 Die Rezension folgt.

Julischatten“ (Antje Babendererde) – heiß ersehnt: Das neue Buch von Antje Babendererde. „Orcasommer“ und „Indigoblau“ habe ich bereits geliebt (btw, die könnte ich nochmal lesen), und habe netterweise von Arena ein Exemplar zur Rezension bekommen. Und sofort gelesen hab ich es bereits HIER rezensiert.

Und es war einfach nicht mehr auszuhalten. Ich musste „Das Tal Season 1.2 Die Katastrophe“ (Krystyna Kuhn) haben! Rezensionen, auch zu Band 1, sind angefangen, aber liegen noch rum. Weil ich schon so viel darüber gelesen habe, fällt es mir sehr schwer, selbst etwas zu schreiben. Dabei fand ich Band 1 schon sooo gut!


Februar:
Beschränkt durch den SUB ABBAU EXTREM durfte ich nur Februar-Erscheinungen kaufen. Aus Geldgründen konnte ich eh nicht sehr viel kaufen, und so wurden es 9 neue Bücher.

Der Monat begann mit zwei Gewinnen:
Die Bucht des grünen Mondes“ von Isabel Beto und „Wie ein Flügelschlag“ von Jutta Wilke. Alleine schon von der Aufmachung zwei wunderschöne Bücher, denn das Buch von Isabel Beto hat an der Außenkante aufgedruckte Ranken. Wow!
Jutta Wilke verfolge ich seit ein paar Wochen bei Facebook, und habe mich doppelt gefreut jetzt etwas von ihr lesen zu können ohne mein Monatsziel, keine nicht-im-Februar-erschienen Bücher zu kaufen aus den Augen zu verlieren.

Auf einen Schlag landeten drei der vier Neuerscheinungen von INK bei mir. Zum Glück sehen die Bücher für den März in der Verlagsvorschau weit weniger verlockend aus als genau diese drei 🙂
Du denkst, du weißt wer ich bin“ (Em Bailey), „Julia für immer“ (Stacy Jay) und „Kyria und Reb“ (Andrea Schacht). Besonders „Julia für immer“ ist mein Highlight, weil ich Geschichten um Romeo und Julia liebe (*schmacht* Ralph Fiennes als Romeoooo).

Vom Klett-Cotta Verlag habe ich bereits für einen Veranstaltungshinweis ein Buch bekommen, das wirklich interessant aber sehr schwer ist. Mal anders, als was ich sonst so lese: „Das Ende unserer Tage„. In Leipzig werde ich mir die Lesung vom Autor anschauen und danach darüber schreiben, weil ich zur Zeit echt nicht weiß, ob ich das Buch so verstehe wie es gedacht ist.

Und weil ich auf der Buchmesse Anika Beer treffen werde, durfte ich auch schon „Als die schwarzen Feen kamen“ lesen – lasst euch überraschen! 🙂 Fleißiges Bloggersein lohnt sich!

Im Büro liegen wohl noch zwei Bücher für mich bereit, das werde ich morgen wissen 🙂

Und das war es auch schon 🙂 Freut euch auf die Statistik morgen, denn tatsächlich habe ich auch wieder viel gelesen! Zur Erinnerung: Der Januar war SO.

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[Rezension] Dark Angel’s Summer: Das Versprechen

Dark Angel’s Summer Das Versprechen – Tabita Lee Spencer/ Kristy Spencer

Januar 2012
Arena Verlag
488 Seiten

Empfohlenes Alter vom Verlag: 14-17 Jahre

18,99 €

Einmal im Jahr sind Indie und Dawna für vier Wochen gleich alt. In dem Sommer, in dem sie 17 Jahre alt sind, stirbt ihre Großmutter und vererbt ihnen ein Haus und Land. Indies und Dawnas Mutter, die vorher schon gerne umgezogen ist und es nie lange an einem Ort aushielt, sieht das Grundstück als perfekte Möglichkeit für einen Neubeginn. Seit neustem sucht sie Kontakt zu Engeln, und läd ihren Lehrer, Shantani, zu sich ein. Indie und Dawna sind darüber kein bisschen begeistert, aber sie haben auch ihre eigenen Probleme.
Immer wenn sie gleich alt sind, passieren merkwürdige Dinge. Es regnet nicht und zwischen ihnen entsteht eine seltsame Verbindung. Und wie immer entwickelt sich der Sommer sehr geheimnisvoll und aufreibend.

Zurück auf dem Grundstück ihrer Granny treffen die Mädchen alte Bekannte, wie die Comtesse, eine Nachbarin, oder den Zigeuner Miley. Aber etwas hat sich verändert, denn Indie und Dawna sind älter als vor 7 Jahren, als sie zum letzten Mal zu Besuch waren. Auch wenn sich die Gegend gar nicht verändert hat, erinnern sich die Schwestern noch gut an die Geschichten – plötzlich sehen sie aber die Dinge aus anderen Blickwinkeln.
Während Miley um Dawna herumschwirrt, obwohl sie aus ihm nicht schlau wird, braut sich am Himmel wortwörtlich ein Unheil zusammen. Seltsame Krähenvögel tauchen auf, die nicht vor Angst auffliegen und nach einem erfolglosen Angriff auf Indie sogar einen Mann umbringen.

Die Probleme der Mädchen wären vielleicht lösbarer, würden nicht auch Shantani und ihre Mutter etwas aushecken, was mit Engeln zu tun haben soll…

Dark Angel’s Summer: Das Versprechen“ ist ein sehr gewaltiger Roman. Die Geschichte beginnt geheimnisvoll mit unterschwelligem Frust (der einen übrigens ziemlich lange begleitet). Indie und Dawna leiden unter ihrer Mutter, und hochpubertär schwanken ihre Gefühle und Stimmungen. Dawna, die 11-Monate ältere Schwester, muss die Mutterfigur übernehmen, womit sie aber ständig überfordert ist – vor allem, weil Indie ihr so nahe ist, wenn auch nicht ähnlich.

Sie wissen beide um ihre Unterschiede und sind doch verwundert, dass sie sich unterschiedlich entwickeln. Dawna fühlt sich zu Miley hingezogen, und Indie versteht ihre Verbindung zum einem geheimnisvollen Fremden nicht. Die Mädchen spüren ständig, wie nahe sie an der Lösung sind, vor ihnen steht jedoch immer eine letzte Hürde.

So baute sich auf den 480 Seiten eine immense Spannung auf, die mich an das Buch fesselte, wach hielt wenn ich eigentlich schlafen musste, und gebannt auf das Ende warten ließ.

Abwechselnd kann man aus der Sicht einer Schwester lesen. Diese Wechsel werden nicht nur farblich begleitet (Dawnas Parts begleitet eine schwarze Feder am unteren Seitenrand, Indies eine rote), sondern sind charakterlich auch stark unterschiedlich. So ist es einfach, sich zurecht zu finden.

Passend zur Geschichte ist das Buch in einem hellen Gelb gestaltet, die Seiten sind schwer und dick (für ein Jugendbuch üblich) und der Umschlag ist mit Feder und Lavendelbüschen verziert. Das Lesegefühl wird durch das Halten des Buches also verstärkt – ich hatte neben der Schwere des Buches auch immer Durst, da es in der Geschichte um einen staubtrockenen Hitzesommer geht.

Insgesamt hat mich das Buch zunächst etwas irritiert und dann gepackt, sodass ich gespannt auf den nächsten Teil warte, der zum Glück schon im Herbst erscheint!

Angekündigt wird mit dem Buch eine Tetralogie, es kommt also einiges auf uns zu (wie das Börsenblatt mir verraten hat, wird die Reihe Dark Angel’s Summer/Fall/Winter/Spring heißen ^^).

4 von 5 Sternen!

★★★★☆