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[Rezension] Die Legende des Weltenwandlers

Die Legende des Weltenwandlers – Janina Ebert
Herzklopfen Fantasy im Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag
Klappenbroschur, 2014
ISBN 978-3-86265348-5
336 Seiten

16,95 €

Vor neun Jahren erschien aus dem Nichts ein Junge bei Aella. Er behauptete, die Welt zerstören zu müssen, weil die Menschen so schlecht wären. Die zehnjährige Aella versuchte sofort, dem Jungen zu beweisen, dass er die Welt nicht zerstören kann, weil er nicht stark genug wäre.
Seitdem lebt er bei Aella und ihrer Großmutter auf einem Bauernhof und trainiert für den Weltuntergang.
Doch Aella weiß, dass sie nur auf Zeit spielt. Irgendwann wird der Darnocianer, den sie Ken nennt, die Menschheit ausrotten und seinen Auftrag beenden. Als ein weiterer Darnocianer auftaucht muss Aella gemeinsam mit ihrer Freundin Bea einen Plan entwerfen, wie sie die Menschheit retten können. Aber sind die Menschen es überhaupt wert, leben zu dürfen?

Die Legende des Weltenwandlers“ machte auf mich vor Erscheinen einen tollen Eindruck. Als ich dann aber endlich angefangen habe zu lesen war es mir ein Gräuel, muss ich ehrlich sagen. Zunächst klang die Geschichte ganz spannend, aber die Ausdrucksweise von Janina Ebert, wie sie ihre Geschichte erzählt, tat mir in den Augen weh. Achtung, eventuell gehe ich zu sehr ins Detail, aber das brennt mir in den Finger, das zu schrieben.

Ganz besonders störte mich der Fakt, dass Ken vor NEUN Jahren auf die Erde kam, aber in den neun Jahren 1. nie Interesse an Mädchen gezeigt hat (erst nach neun Jahren will er wie selbstverständlich mit Aella in die Dusche, obwohl sie mehrfach zusammen schwimmen waren – hat sie ihm nie erklärt, wie die Regeln zwischen Mann und Frau und zum Nacktsein sind?), 2. nie versucht hat sich zu beweisen, ob er eventuell doch an Stärke gewonnen hat, 3. nie außerhalb des Bauernhofs auf Menschen getroffen ist, 4. nie Alkohol kennen gelernt hat? Haben Janina und ihre Großmutter zum 18. Geburtstag der beiden nicht angestoßen? und 5. scheinbar nur auf Sparflamme trainiert hat. Janina Ebert begründet das damit, dass Aella ihm neun Jahre vorgelogen hat er wäre noch nicht so weit. Aber wie viel Land ist um den Bauernhof, und hat die Großmutter nie versucht ihn zu sozialisieren und mal mit zum Einkaufen zu nehmen? Hat die Oma nie nach dem Essen mal einen Schnaps getrunken und
Teilweise kam es mir ehrlich so vor, als ob Ken eigentlich erst vor ein paar Monaten auf die Erde kam und nie so richtig Kontakt mit der Außenwelt hatte. Aber in neun Jahren? Das war mir sehr unrealistisch.
Ich fand also, der Zeitsprung von neun Jahren war etwas unausgegoren. Das verdarb leider die ersten 60 Seiten des Buches. Erst dann findet Janina Ebert gefühlt in ihren Stil und die Geschichte.

Dann hat Janina Ebert leider die Tendenz, lauter Floskeln zu verwenden und sehr oberflächlich Emotionen zu beschreiben. Gerade zu Beginn „kullerten die Tränen“ ständig, zumindest eine. Oder Aella ist schluchzend zusammengebrochen. Zusätzlich kommt die große Dramatik auch schon nach wenigen Seiten. Ich war ein bisschen überfordert, nach 25 Seiten schon von der zusammenbrechenden, schluchzenden Aella zu lesen, die Angst um ihre ganze Welt hat. Ich war als Leserin noch nicht so weit, da wirklich mitfühlen zu können.
Manchmal fand ich die Beschreibungen wirklich hübsch, besonders die Vergleiche („Wieder war sein Kuss so zärtlich und vorsichtig, als seien meine Lippen aus Glas“ S. 144), aber größtenteils waren es so abgedroschene Phrasen, dass ich irgendwie nicht weiterlesen wollte. Das ist mir also sehr schwer gefallen, darüber hinweg zu sehen.
Die Emotionen fand ich wie gesagt sehr oberflächlich, es wurden mehr das Aussehen als das wirkliche Gefühl beschrieben, was ich sehr schade fand. Man hätte viel mehr mit Aella mitleiden können, wenn diese Gefühle tiefer beschrieben worden wären.

Nachdem Aella und Bea dann ihren Plan entworfen haben, wird es endlich besser. Das Lesen ging flotter, denn die Geschichte war nicht mehr so holprig und einleitend. Aella war zwar noch immer hin und hergerissen zwischen der Liebe und dem Wunsch, die Menschheit zu retten, aber es war eine andere Zerrissenheit als dieses Unglück zu Beginn.

Aber so ganz kommt Janina Ebert nicht aus der Oberflächlichkeit heraus, sondern schafft zwar eine tolle Welt, aber beim Leser kam die ganze Dramatik nicht vollständig an.

Zur Ausstattung des Buches muss ich sagen, dass mir das Cover sehr gut gefallen hat. Es hat mich direkt bei der Pressemeldung angesprochen und in Kombination mit der Inhaltsangabe wollte ich das Buch unbedingt lesen.
Die Kapitelanfänge sind jeweils mit einem Sternenhimmel verziert, was eine schöne Optik und schöne Abschnitte macht. Da hat der Verlag sich viel Mühe gegeben, dem Buch einen schönen Rahmen zu geben. Das Buch lag beim Lesen auch gut in der Hand.

 „Die Legende des Weltenwandlers“ ist ein tolles, fantastisches Buch.Was sich Janina Ebert ausgedacht hat, ist eine wunderbare Geschichte. Die endgültige Umsetzung zum wirklich superguten Roman fehlte mir leider, weshalb ich knappe vier Sterne vergebe.
Die Entwicklung der Autorin werde ich weiter verfolgen! 🙂

★★★★☆

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4

[Rezension] Nerdikon

NERDIKON Die fabelhafte Welt der Nerds und GeeksStefanie Mühlsteph 
Schwarzkopf & Schwarzkopf
Taschenbuch, Dezember 2013
ISBN 978-3-86265304-1 
224 Seiten
 
9,95 €

Für alles gibt es ein Lexikon und Ratgeber und Übersichten. Stefanie Mühlsteph hat eine Marktlücke entdeckt: Ein Nerdlexikon von einer Frau über den Nerd, Geek und bekannten seltsamen Typ.

Eine kurze Vorbemerkung: Ehrlich gesagt empfinde ich mich und meinen Freund schon ein bisschen nerdig. Wir stehen total auf Star Wars (das wir ja sogar in Kostümen ausleben – und unsere Wohnung ist hübsch dekoriert mit Merchandise-Artikeln), ich lese wie bekloppt und er interessiert sich viel für Sci-Fi und Computerspiele. Wir sind begeisterte Filmmusikhörer und Cineasten. Ein kleines Laster sind auch die T-shirts, die natürlich kaum noch im Laden gekauft werden. Sein Schrank ist voll mit Bandshirts, Mottoshirts und auch ich habe Sammlungen von Teefury und Shirtpunch. Da gibt es immer sehr nette Anspielungen auf Serien und Filme, Spiele und Nerdkram.

Das Buch musste mich also ansprechen und ich bin voller Neugier herangegangen, auch weil die Autorin ja damit geworben hat, dass sie mal über die Nerd-Frau mehr schreiben möchte.

Die Lektüre allgemein fand ich sehr unterhaltsam. Selbst mein Freund hat gerne in dem Buch gelesen (normalerweise macht er einen großen Bogen um meine Bücher).

Gut fand ich, dass teilweise mit Klischees aufgeräumt wurde. Bestimmte Eigenarten an Nerds und Geeks sind wirklich nicht so, wie sie vorurteilbehaftet im Fernsehen dargestellt werden (bestes Beispiel: Big Bang Theory. Als ob es wirklich nur so schrullige Nerdfrauen gäbe…).
Auf der anderen Seite hab ich Schnappatmung gerade beim Artikel über Buchbloggerinnen bekommen. Wie sich bereits letztes Jahr herausgestellt hat, trifft dieses bekannte Klischee (z.B. Fantasy-Schmachtromanleserinnen, Teetrinker, Einzelgänger, Katzenbesitzerinnen) nur auf sehr wenige von uns Bloggerinnen zu.

Insgesamt habe ich nicht allzuviel Neues über Nerds und Geeks erfahren. Aber das lag alleine daran, dass ich eben viele im Freundeskreis habe und selber sehr in die Richtung tendiere.
Für Nicht-Wisser ist dieses Buch aber sicher sehr unterhaltsam und aufschlussreich.

Weil es auch noch schön gestaltet war und man immer mal wieder reinschmökern konnte, gebe ich vier Sterne. Einen Stern ziehe ich ab, weil entweder Stephanie Mühlsteph selbst auf Klischees hört oder sie nicht deutlich betont hat, dass es ironisch gemeint ist 😉

1

[Rezension] Der unentbehrliche Begleiter für die moderne Frau von heute

Der unentbehrliche Begleiter für die moderne Frau von heute – Xóchil A. Schütz
Schwarzkopf & Schwarzkopf
Hardcover, 2013
216 Seiten
ISBN 978-3-86265294-5

10,00

Als ich den Titel des Buches gelesen habe, dachte ich an einen witzigen Ratgeber mit Tipps und Tricks. Das Buch sah auch auf den ersten Blick witzig aus.
Doch nach ein paar Geschichten wurde mir der Humor zu abgedreht. Es wurde Kannibalismus thematisiert, Gott verhöhnt und einfach alles überspitzt. Davon fand ich nur einen Bruchteil wirklich witzig (zum Beispiel die Bahnfahrten).
Vielleicht bin ich zu lange keine Singlefrau mehr, als dass ich das Überspitze bei der Tipps für einsame Frauen verstehen konnte.

Das sagt der Verlag: DER UNENTBEHRLICHE BEGLEITER FÜR DIE MODERNE FRAU VON HEUTE enthält lustige, böse und verwegene Geschichten, bierernst gemeinte Essays und erleuchtende Gesprächsprotokolle von Unterhaltungen mit der besten Freundin oder dem Handwerker. Ein Buch, das Spaß machen will … und wild!

Dieses Buch ist lesbar, wenn man immer nur eine kleine Geschichte liest, aber mehr als zwei oder drei ist nur mit viel Humor ertragbar.
Die Aufmachung fand ich witzig, die Gestaltung ist sehr liebevoll. Jedes Kapitel hat eine Kopfzeile, die thematisch erklärt, worum es jetzt gehen wird. Alle Kapitel sind in Oberthemen sortiert. Abschließend gibt es immer eine Schreibmaschinengrafik mit einem Schlussgedanken, das war meist total lustig, weil es oft ein absurder Gedanke war…

Die Autorin ist übrigens eine Poetry Slammerin. Mittlerweile muss ich zugeben: Mit sowas komme ich nicht zurecht ^^ Denn so waren auch ihre Texte teilweise, oder unterwegs geschrieben.

Die Texte, mit deren Themen ich mehr anfangen konnte (Partnerschaft, Nachbarn, Bahnfahrten), waren richtig klasse geschrieben. Es ist also für jeden etwas dabei, denke ich, und man muss die Texte ja auch nicht in der Reihenfolge lesen. Für kleine Feiern eignen sich auch einige zum Vorlesen, Lacher sind dabei garantiert.

Da ich dem Buch nicht gerecht werde, wenn ich es werte, stelle ich es euch heute nur vor. Der große Vorteil übrigens: Das Buch ist so klein wie ein Taschenkalender. Es passt also bequem in die Jackentasche und eignet sich prima für eine kurze Bahn- oder Busfahrt oder Wartezeit.

2

[Rezension] Schmetterling aus Staub

Schmetterling aus Staub – Anna Palm
Herzklopfen Fantasy im Schwarzkopf&Schwarzkopf Verlag
ISBN 978-3-86265251-8
2013
344 Seiten

14,95 €

Nach einem tödlichen Virus, der Deutschlands Bevölkerung stark dezimiert hat, werden die Überlebenden aufgeteilt – zu ihrer eigenen Sicherheit. Mit 8 Jahren werden alle Kinder bei einer Selektion aufgeteilt und den Gruppen zugeordnet, deren Charakter sie entsprechen. Mika lebt bei ihrer Familie bei den Harmonie-Menschen. Dort scheint immer die Sonne, alles ist schön und friedlich, es wird viel Kuchen gebacken und nie gestritten. Doch Mika hatte schon bei der Selektion das Gefühl, da müsste noch viel mehr sein. Sie will nie zu den Risiko-Menschen gehören, oder bei den Ehrgeizigen leben. Auch ein Machtmensch kann sie nicht sein. Aber als eines Tages ein Risikojunge auf der Mauer vor ihrem Haus sitzt, ist sie fasziniert. Aaron, der Junge, hat sich Mika ausgesucht, weil er in ihr einen Funken Rebellion in ihr sieht – und diesen Funken will er mit ihr anfachen.
Denn die Welt, wie sie ist, kann so nicht bleiben…

Ganz anders als so manche Dystopie auf dem aktuellen Markt kommt dieses Buch nicht nur von einer deutschen Autorin, es spielt auch in Deutschland. Anna Palm erschafft aus dem zerstörten Deutschland den Staat Alemania, der vom Cesar geführt wird. Beide Begriffe schließen auf einen römischen Hintergrund hin, der auch nicht ganz abwegig ist.
Allerdings werden die Menschen zur besseren Kontrolle in vier Bereiche eingeteilt: Harmonie, Macht, Ehrgeiz und Risiko. Die Wahl dieser Bereiche fand ich interessant und hätte mir gerne mehr Informationen dazu gewünscht. Immerhin sind Macht, Ehrgeiz und Risiko nicht sonderlich positive Charakterwünsche, und nur mit Harmonie als reinem positivem Gegenspieler fand ich das ein bisschen wenig.

Dieses Buch beschäftigte mich einige Tage. Es war auf der einen Seite ganz angenehm, dass mal eine Dystopie in einem Band ausgelesen ist und man nicht ewig auf Band 2 und/oder 3 warten musste. Auf der anderen Seite hätte ich gerne noch viel mehr gelesen von der seltsamen Welt, die Anna Palm da schafft. Es fehlte mehr zur Selektion, es hätte noch mehr über die Städte sein können und die Reise ist mir viiiel zu kurz. Zum Beispiel bei der „Auslese„, da wurde etwas über die Welt erzählt, aber Band 1 war erst der Auftakt. 

Ich war hin- und hergerissen, wie ich das Buch finden sollte. Ganz klasse fand ich die Sprache, die eben mal so richtig deutsch war. Keine durch Übersetzung eingeschlichenen amerikanischen Gedanken, sondern urdeutsche Sprache. Dadurch waren viel mehr umgangssprachliche Sätze dabei, was natürlich durch das junge Alter der Autorin auch noch geprägt ist.
Die Sprache insgesamt ist eigentlich ganz schön gewesen. Manchmal bin ich vielleicht zu pingelig, aber es wurden hin und wieder kleine Gedankensprünge im Text gemacht, die man im Lektorat hätte ausbügeln können. Aber vielleicht ist das auch der Stil der Autorin. Dazu muss ich mir ihre anderen Bücher mal anschauen.

Insgesamt fand ich das Buch toll. Die Welt ist klasse und spannend, die Idee (wenn auch nicht ganz neu) faszinierend und die Umsetzung gut überlegt. Weil ich hier und da etwas zu meckern hatte, muss ich einen Stern abziehen, aber sonst war das Buch definitiv vier Sterne wert!

★★★★☆
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[Rezension] Salat muss durchs Kaninchen

Salat muss durchs Kaninchen – Ulrike Renk und Silke Porath
Amelie Verlag, im Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag
Taschenbuch,  Amelie Band 14, 2013
275 Seiten
ISBN 978-3-8626-5254-9
9,95 €

Seit dem Kindergarten sind sie die besten Freundinnen, Silke und Maja. Sie wohnen in einer Wohngemeinschaft und teilen das Los einer Fernbeziehung. Beide Partner haben auch noch ein Kind aus einer früheren Beziehung, Silkes Freund Oliver eine pubertierende Tochter und Majas Freund Zoran einen süßen Grundschuljungen. Doch Maja hätte gerne ein eigenes Kind, was aber Zoran nicht so prickelnd findet.
Nach turbulenten Wochen, in denen Silke vermeintlich vom vielen Essen zugenommen hat, stellt sich heraus, dass sie schwanger ist. Olivers Tochter findet das scheiße und haut erstmal ab – doch Oliver freut sich sehr.
Während Maja sich zunächst damit abfinden muss, dass sie eventuell kein eigenes Kind mehr bekommt, wirft Silkes Schwangerschaft alle Planungen und Fernbeziehungen über den Haufen.

Doch eines ist klar: Maja und Silke bringt so schnell nichts auseinander!

Die turbulente Geschichte über Freundschaft sprang mich auf der Buchmesse sofort an. Der Titel klingt zunächst seltsam, aber durch das flauschige Kaninchen vorne muss man sich das Buch wenigstens anschauen.

Die Geschichte beginnt wie ein klassischer Frauenroman. Frau mit Liebeskummer, Schokolade und Wein allein zu hause. Simst mit der besten Freundin.
Freundin hat den perfekten Mann, aber der hat eben doch seine Fehler, nämlich den Sohnemann.

Aber ganz ehrlich? Das Buch gab überhaupt nicht das her, was ich erwartet habe. Es war am Anfang recht schwer zu lesen, weil das Buch oft in den Orten und vor allem der Zeit hopste, und man an manchen neuen Absätzen erstmal verwirrt nachlesen musste, ob man eine Seite übersprungen hat. Dieses Nachblättern war lästig. Ich hätte wenigstens sowas wie „zwei Tage später“ oder „am übernächsten Tag“ eingebaut. Später sprang die Handlung nicht mehr so stark, oder ich habe mich daran gewöhnt.
Am Anfang konnte ich auch nicht so gut nachvollziehen, wer mit wem zusammen ist und wer nun welches Kind hat. Es passierte viel, mit so vielen Ausführungen der Damen, dass man echt aufpassen musste beim Lesen.

Nachdem ich einige Bücher von amerikanischen Autorinnen wie Susan Mallery gelesen hatte, war dieser Roman richtig erfrischend. Großer Pluspunkt natürlich: Es spielt alles in Deutschland (bis auf die Kreuzfahrt…). Entfernungen waren also nachvollziehbar und Lokalitäten verständlich.
Die Handlung ist auch nicht so kitschig, Oliver und Zoran sind keine Bilderbuch-Modekatalog-Männer, sondern einfach Menschen. Männliche Menschen. Sie machen Fehler, verstehen ihre Frauen nicht, sind nicht immer sofort liebevoll einsichtig. Sie haben ihre Standpunkte. Das machte die Männer total sympathisch.

Auch Silke und Maja sind mir mit ihren Eigenarten sehr ans Herz gewachsen. Sie haben beide ihren eigenen Charakter (toll geschrieben von den zwei Autorinnen 🙂 ) und versuchen noch immer, ihren Weg zu finden.

Bis auf die wie oben schon kritisierten Zeitsprünge ließ sich das Buch richtig gut lesen. Je weiter die Ereignisse fortschritten, desto aufgeregter wurden Maja und Silke und das war auch im Schreibstil zu erkennen.

Salat muss durchs Kaninchen“ ist ein Roman, der aus dem Leben gegriffen ist. Er könnte so in Deutschland spielen, ist absolut realistisch und sehr humorvoll. Silke und Maja sind zwei starke Frauen mit haufenweise Problemen, in denen sich jeder irgendwie wiederfindet. Von mir gibt es vier von fünf Sternen.

★★★★☆
Mehr von den Autorinnen: www.amelie-verlag.de