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LBM 2012 – Samstag

Und wieder ist die Messe rum – wo ist denn die Zeit bitte geblieben?
So lange habe ich auf diese Buchmesse hingefiebert (das Ticket hab ich im Januar gekauft), und dann ist es so schnell schon wieder Geschichte.
Damit wir nicht so schnell vergessen, wie es war, hier nun mein Messebericht für den Samstag. Hier konnte ich den Artikel leider nur mit einer Auswahl von Bildern würzen. Die gesamte Galerie findet ihr auf Facebook. Hier werden sie größer, wenn man sie anklickt.

Recht früh hab ich mich aus dem Bett gequält, denn um wenigstens den halben Messetag mitzunehmen musste man schon gegen 8 Uhr aus Hannover losfahren. Geplant war, auf dem Weg das Buch von Christian Schüle („Das Ende unserer Tage“) zu lesen, aber ich war dafür dann doch ein bisschen zu müde (später dazu mehr). Was bot sich Besseres an als das wunderbare Buch von Jutta Wilke, die ich später auch treffen wollte 🙂

Jutta Wilka posiert mit mir

Um 12 Uhr etwa war ich dann beim Coppenrath-Stand und habe mir von Jutta Wilka mein Buch signieren lassen. Die Autorin war super nett, und hat sich sehr über meinen bisherigen (guten) Eindruck vom Buch gefreut (Rezension folgt ^^). Weil die Zeit rannte, bin ich auch gleich zur Lesebude gehüpft, in der Gabriella Engelmann aus „Küss den Wolf“ lesen wollte. Ich glaube, die Hälfte der Zuhörerinnen (war nur ein Typ da) waren sowieso schon Facebook-Fans 😀

Gabriella, Emmi und ich 🙂

Gabriella hat sich über unsere Unterstützung gefreut und mir das Buch auch signiert. Juhuhuhu 🙂
Nach der Lesung hab ich auch Ramona von kielfeder-blog.de getroffen 🙂 War schön, dich mal kennen gelernt zu haben 🙂

Nach einem Zwischenstopp am Elysion Books Stand, bei dem ich nicht nur Christiane Gref (Autorin von „Im Bann der Engel“ und „Das Meisterstück„) sondern auch Nina Behrmann (Autorin von Grenzgänger) kennen gelernt habe, hab ich mal beim hauseigenen Stand rumgeschaut. Der EMVD-Stand war schön heimelig, und ein paar wirklich schöne Bücher sind gleich auf die Wunschliste gewandert (ja, ich weiß, theologisch und so… aber lasst euch von den Rezensionen überraschen 😉 ).

Gabriella ganz vertieft

Anschließend hatte ich ein total tolles Gespräch mit Anika Beer (Autorin von „Als die schwarzen Feen kamen“). Ihr werdet es in wenigen Tagen hier online nachlesen können – mir hat es viel Spaß gemacht und ich fand es schön, eine so lebendige und toughe Autorin kennen lernen zu dürfen. Wie ich gehört habe, fand sie es auch ganz toll 😉

Anika Beer und ich

Dann wollte ich Nora Melling in einem Gespräch zuhören. Um kurz vor halb 3 war allerdings schon alles zuende, nur ein Autogramm hab ich in mein Buch bekommen 🙂
Also zurück zum Arena Stand, wo ich mir mal das Herbstprogramm angeschaut habe. Sooo viele tolle Titel werden kommen, ich glaub ich beantrage schonmal einen Kredit ^^

Um 16 Uhr gab es im Forum leipzig.liest.digital einen Beitrag über die Bedeutung der (Online-)Rezension für den Literaturbetrieb mit Christina Knorr von Lyx, Bernd Perplies und einer Moderatorin von Leser-Welt. Obwohl ich das meiste schon kannte, was dort besprochen wurde, fand ich interessant, wie Bernd Perplies als Autor das gesehen hat. Er sagte zum Beispiel, dass eine Online Rezension für ihn den gleichen Stellenwert hat wie eine gedruckte Rezension – und das viele Nischengenres online eine größere Plattform finden.
Christina Knorr hat so ziemlich das gesagt, was ich schon wusste – Rezensenten und Verlag gehen einen Deal ein, wir sind aber keine Rezension schuldig, auch Negatives ist ok (wenn vernünftig), Fragen kostet nix und und und.

Christina Knorr, Bernd Perplies und Jana Trautmann

Viiiiel spannender war es dann für mich abseits, denn Annette Eickert stand plötzlich neben mir! Wie haben wir uns auf dieses Treffen gefreut, und endlich endlich endlich konnte ich sie drücken!

Gesa Schwartz liest

Weil Annette und Tracy, die beide für Wir lesen auf der Messe waren, dann aber heim wollten, bin ich zur Lesung von Gesa Schwartz zurückgetingelt. Den zweiten „Grim„-Band hatte ich mir mitgebracht, und wollte den unbedingt signieren lassen. Dann gleich mal zu hören, was so in Nephilim passiert, war ein Bonus 🙂

Mein Abendhighlight war Stephan Russbült (Autor von „Die Oger“ und „Dämonenzeit“, der nach Gesa Schwartz gelesen hat Natürlich hatte ich KEIN Buch von ihm dabei, also hab ich die zwei noch in meiner Sammlung fehlenden einfach gekauft. Und er hat sie mir so niedlich signiert 🙂

DER Sarkastiker schlechthin ^^

Das obligatorische Abend-Foto

Der Tag endete in einem Pfarrhaus (ich war total baff, als ich davor stand) bei zwei netten Mädchen, mit denen ich noch Spagetti Bolognese gekocht habe und dann um zehn (hallo, um ZEHN!) ins Bett fiel.

Meine Unterkunft – schick, oder?

Wieder ein wunderschöner Messetag, und ich freue mich, so nette Leute getroffen zu haben – zum ersten Mal und wieder 🙂

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[Rezension] Grim Erbe des Lichts


Grim Erbe des Lichts (Band 2) – Gesa Schwartz

Egmont-Lyx Verlag, Hardcover

716 Seiten

19,99 €

Die Rezension zu Teil 1 findet ihr hier.

Inhalt:
Seltsame, schrecklich grausame Morde geschehen in Paris. Und Grim, Leiter der Gargoyle-Polizei, kann den Mörder nicht finden. Die Opfer werden blutleer und ohne Augen gefunden, was Grim bis in seine Träume verfolgt. Auch Mira verfolgt beunruhigt die Mordserie, und leidet mit Grim. Doch viel mehr leidet sie unter dem Tod ihres Bruders, der freiwillig in die Zwischenwelt gegangen ist. Als sie einen Abend an seinem Grab verbringt, stellt sie fest, dass der Sarg leer ist! Wo ist Jakob hin?
Grim findet endlich den Mörder, einen Schattenalb aus der Zwischenwelt, der jedoch nicht alleine unterwegs ist, und auch kein eigenes Ziel verfolgt. Er dient einer höheren Macht: einer einst aus der Menschenwelt verbannten Fee, genannt die Eiskönigin.
Mit einem schrecklichen Ritual kann sie aus ihrer Verbannung befreit werden, und damit sind nicht nur einzelne Menschen in Paris gefährdet. Die gesamte Menschheit soll vernichtet werden – doch die Bewohner der Anderswelt, der Untergrundstadt von Paris, sehen sich nicht gezwungen zu handeln. Grim, Mia und der Kobold Remis suchen den einzigen noch lebenden Feenkrieger Theryon auf, und hoffen auf seine Unterstützung.

Um die Eiskönigin aufzuhalten, brauchen sie mehr als Gargoyle- und Hartidenmagie. Es braucht einen Krieger. Den Krieger des Ersten Lichts.

Meinung:
Der zweite Band über den Gargoyle Grim und seine Menschenfreundin Mia umfasst wie der erste Band unmengen an Seiten. Um genau zu sein: 716.

Keine Rezension könnte ALLES einfangen, was ich dabei empfunden habe, deswegen gleich zu Beginn mein Rat: Lest selbst beide Teile. Sie sind nicht perfekt, aber dennoch lesenswert!

Und nun ausführlich 😉
Schaut euch das Cover des Umschlags an: Wie auch schon für das erste Buch wurde ein wirklich hübsches, dem Inhalt angepasstes Bild entworfen. Grim und die Nacht…
Auch in den Innenseiten des Buches ist eine tolle gezeichnete Darstellung vom Palast der Eiskönigin. Ein Bonbon vor dem Lesen, und auch währenddessen!

Wie auch in Band 1 glänzt Gesa Schwartz mit unheimlich viel Fantasie und Ideenreichtum. Es werden keine Klischee-Legenden abgegrast, sondern spannenden, unbekannte bedient. In Band 2 steht Irland ziemlich im Vordergrund, und neben Legenden, die es vielleicht wirklich in der Geschichte gibt, erfindet Gesa Schwartz eine tolle Heroengeschichte um den Krieger des Ersten Lichts.
Wieder steht die Magie und das Vertrauen darin im Mittelpunkt, doch diesmal sind es nicht Grim und Mia, die ihren Weg suchen müssen. Während Teil 1 irgendwie doch auf eine kleine Romanze hinarbeitet, sind Grim und Mia in Teil 2 bereits ein Paar (irgendwie), aber keineswegs nervig. Sie umarmen sich, wenn sie sich gegenseitig das Leben gerettet haben, und halten hin und wieder Händchen. Einzig ihr Vertrauen ineinander kommt ständig zur Sprache, weil es ihnen hilft, weiterzumachen, und weiterzukämpfen.
Wie auch in Band 1 gibt es in Band 2 Familienbande, die nach und nach enthüllt werden. Zunächst überraschend, dann ein wenig fad, wie ich fand. Was zunächst gut ausgedacht klang, wurde für den schlauen Leser nur allzu offensichtlich.

Wirklich nervig waren die Schattenalben. Nach gut 400 Seiten dachte ich, dass es Absicht der Autorin ist, auch den Leser bis an seine Grenzen zu reizen, und jeden Kampf bis zum äußersten zu dehnen. Mia, Grim und ihre Mitstreiter können immer in der absolut allerletzten Sekunde entkommen, doch die Alben haben unerschöpfliche Kraft… Die Weltretter leider nicht, was aber nicht so schön dargestellt wurde, wie ich es mir manchmal wünschte. Sie machten keine Pause, um zu trinken, aßen eigentlich nie, und Rast für die Nacht wurde auch nicht gemacht – als Gargoyle konnte Grim nur bei Nacht in steinernder Gestalt laufen. Der Tag schien irgendwie immer verschluckt.
Dementsprechend unüberlegt fand ich es auch, dass die Fünf sich hin und wieder einen Heilzauber zuwarfen, und damit scheinbar wieder bei vollen Kräften waren.
Der nächste Minuspunkt hat auch damit zu tun: Es war mir einfach viel zu viel Aktion! Ein oder zwei Legenden oder Ausflüge in andere Welten hätten auch dicke gereicht. Gesa Schwartz spannt einen riesengroßen Spannungsbogen, der sich an manchen Stellen durch die Kämpfe etwas zu zäh entfaltet, oder gar aus den Augen verloren wird.
Es folgt Abenteuer auf Abenteuer, und wird gekrönt, als Mia und Grim am Ende doch wieder ihren Ängsten und Schwächen gegenüberstehen – und auch noch ihre Mitstreiter aufrecht erhalten müssen!

Nicht schön fand ich auch die Brutalität. Das Buch beginnt nicht nur mit viel Blut und herausgerissenen Augen, sondern endet in einem Massaker. Die Fantasie von der Autorin ist dabei nur zu beneiden, aber auch hier hätte gekürzt werden können. Ich werde noch wochenlang über Knochenbrechgeräusche und Blutlachen nachdenken müssen…

Fazit:
Da es leider einige Punkte gab, die mich an diesem Buch störten, kann ich keine volle Punktzahl vergeben. Für Fans von Band 1 ist dieses Buch ein Muss, ich ärgere mich auch nicht, dass ich es gelesen habe! Ich kann nur empfehlen, Band 1 (und anschließend Band 2) zu lesen, weil Gesa Schwartz eine Welt so voller Fantasie und magischen Wesen entworfen hat, die man als Fantasy-Liebhaber kennen MUSS!
Überhaupt ist dieses Buch eine Entspannung zwischen Erotik und Vampire, zwischen Harry Potter, und Frauenliteratur: Kein Kinderbuch mehr, aber voll Magie!

Ich vergebe dreieinhalb Sterne.

Ich bedanke mich herzlich beim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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[Rezension] Grim

Grim und das Siegel des Feuers – Gesa Schwartz

Originalausgabe 2010, Egmont Lyx Verlag

Hardcover, 688 Seiten

19,95

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplares!

Copyright: Bild von der Verlagshomepage

Grim ist ein Gargoyle. Seit Jahrhunderten arbeitet er für die OPG, die Gargoyle-Polizei, und zu seinen Aufgaben gehört vor allem, die Menschen davor zu bewahren, von der Anderswelt zu erfahren. Aufgrund eines alten Gesetzes dürfen die Sterblichen keinen Kontakt mit den Steinernden und anderen Märchen entsprungenen Wesen haben – beziehungsweise davon wissen.
Doch eines Tages wird Grim Zeuge, wie seine beste Freundin Moira sich einem Menschen zeigt. Dieser Mensch ist ein Hartid, er kann die anderen Geschöpfe sehen. Grim müsste diesen Vorfall eigentlich melden, aber er ist zu neugierig. Er will wissen, was hinter dem Kontakt steckt, denn der Hartid hat etwas bekommen, und wie Grim herausfindet muss es ein besonderes Dokument sein, denn es ist mit dem „Siegel des Feuers“ verschlossen.
Zunehmend werden mehr Personen in die Geschichte einbezogen. Jakob, der Hartid, wird plötzlich von Gargoyle-Menschen-Mischlingen, von Hybriden, gejagt, und übergibt das Pergament seiner Schwester, Mia.
Als Jakob stirbt, muss Grim Mia helfen, das Geheimnis des Pergaments zu lüften. Alles in dem Gargoyle sträubt sich, mit einem Menschen zu arbeiten, denn in seiner Vergangenheit gab es bereits einen Menschen, der ihn verlassen hat.
Doch seine persönlichen Belange müssen hinten an gestellt werden, als die ganze Welt in Gefahr schwebt – und nur Mia und er können sie noch retten!

Ohne zu wissen, wie die Geschichte verlaufen kann, habe ich das Buch begonnen. Und mit jeder Seite war ich mehr gefangen!
Grim ist ein toll gezeichneter Gargoyle, der sprichwörtlich durch die Hölle gehen muss, bevor er sich endlich selbst findet. Der Konflikt, dass seine beste Freundin ihn verraten hat, und er nun mit Menschen arbeiten soll, wird so wundervoll herzzerreißend beschrieben, dass ich teilweise selbst hin und her gerissen war – hätte ich nicht auch Mias Seite gekannt.
Mia ist eine junge Frau, wie sie direkt nebenan wohnen könnte. Sie ist sich ihrer selbst nicht sicher, vermisst mehr als alles andere ihren Vater und Bruder, und fühlt sich mit dem steinernden Mann zunächst unwohl.
Doch im Laufe der Geschichte geben sich beide auf wunderbare Weise immer wieder gegenseitig Kraft, fangen sich in letzter Minute auf, und lernen Schritt für Schritt, sich aufeinander einzulassen.

Obwohl die Liebesgeschichte um Grim und Mia natürlich vorauszusehen war, war das Buch an keiner Stelle langweilig. Im Gegenteil. Immer und immer wieder nahm es eine neue Wendung, wurde eine neue Information enthüllt, tauchte eine neue Welt auf.
Auch dieses Buch möchte ich mit Brandon Mulls „Fabelheim“ vergleichen, allerdings auf positive Weise, denn „Grim“ ist so eine tolle, fantasievolle Geschichte wie sie von Mull nicht schöner hätte geschrieben worden sein können.
Gesa Schwartz hat eine fesselnde, bildhafte Sprache, die mich in die Geschichte richtig eintauchen ließ, dass ich alles herum vergaß.

„Grim“ ist ein Buch für Fantasy-Liebhaber, aber auch für Fans von einer verschlungenen Liebesgschichte, die nicht im Vordergrund steht, und vor allem für Fans von anderen Wesen, die nicht in jedem zweiten Buch behandelt werden!

Hätte ich ein Punktesystem, würde ich volle Punktzahl vergeben! Daher: Kauft es euch, es ist jeden Cent wert!!! Eine Leseprobe findet ihr hier.

Ein weiteres Schmankerl dabei: Es gibt eine Fortsetzung!