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[Rezension] Steinerne Schwingen

Steinerne Schwingen – Jennifer L. Armentrout
Dark Elements # 1
MIRA Taschenbuch
Taschenbuch, September 2014
448 Seiten
ISBN 978-3-95649348-5 

12,99 €

Seit Jahren lebt Layla bei den Wächtern. Sie selbst ist jedoch nur zur Hälfte Wächterin, denn ihre Mutter war eine Dämonin. Mittlerweile kann Layla diese Seite von sich sehr gut unterdrücken, will sie doch mit ganzen Willen eine Wächterin sein.
Da außer den Wächtern niemand um ihre Gene weiß, kann sie auch normal zur Schule gehen. Anschließend hilft sie im Kampf gegen die Dämonen, indem sie „markiert“, also Dämonen berührt und für die Wächter damit zur Zielscheibe macht.
Eines Tages taucht der attraktive Dämon Roth bei Layla auf. Er behauptet, er wüsste etwas über ihre Herkunft und ihre eigentliche Bestimmung. Wie sich herausstellt, ist Layla auch nicht zufällig ein Mischling – und wird bei den Wächtern eher versteckt als beschützt. Doch auch in den eigenen Reihen hat sie Feinde. Und scheinbar ist Roth der einzige, der es ehrlich mit ihr meint…

Nach „Obsidian“ ist dies nun der zweite Roman, der von Jennifer L. Armentrout in Deutschland veröffentlicht wird. Obsidian war eher ein Jugendroman, wohingegen „Dark Elements“ einen anderen Charakter hat. Es geht zwar auch um eine 17-jährige, aber auf eine andere Art. Sie ist nicht sofort verknallt und die Liebe steht über allem.

Inhaltlich geht es mehr um die Dämonen und die Wächter, und dass es natürlich ein Ende der Welt geben könnte.
Die Art, wie man als Leser Layla und Roth kennen lernt, war sehr angenehm. Layla hat dabei nicht nur zwei Welten zu meistern, sondern drei: Die Dämonin in sich, die sie unterdrücken muss, die Wächterin, die sie sein will, und der Mensch, der sie nicht ist. Die Szenen in der Schule mit ihren Freundinnen waren teilweise etwas aufgedreht, die Freundinnen waren etwas überzogen, fand ich. Aber Layla hatte sich vielleicht diese Freunde ausgesucht, weil sie zu den Wächtern einen Gegenpol brauchte.

So ganz habe ich noch nicht alles der Wächter verstanden. Armentrout hat an einigen Stellen den Hintergrund erklärt, aber die Handlung an sich war ohnehin sehr dicht, sodass es nicht ganz so rüberkam.

Die zarte Liebe von Layla, ob nun mit Zayne oder Roth, war immer ein kleiner Ruhepol in der Geschichte. Die Dämonenjagd und die Kampfszenen hatten es in sich, ein dickes Lob an die Fantasie der Autorin, und wie kleine zarte Lichtkugeln schwebten die Momente der Gefühle dazwischen.

Ich mochte den Inhalt, das Tempo und die Erzählweise des Buches sehr. Armentrout hat mit diesem Buch sehr meinen Geschmack getroffen und ich hoffe ganz stark, dass das nicht alles war. Es gibt ja bereits eine kurze Vorgeschichte, und im Buch ist auch ein kleines Highlight zum Schluss, aber ich mochte echt nicht bis zur letzten Seite lesen. Die Welt ist klasse, Roth ist toll, und ich hätte gerne mehr mit Layla erlebt.
 Daher fünf Sterne von mir für dieses tolle Buch!

Vielen Dank an MIRA und BloggDeinBuch für die Verlosung.

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[Rezension] Geküsst von einem Duke

Geküsst von einem Duke – Julia Quinn
Mira Taschenbuch
Taschenbuch,
ISBN 978-3-86278-305-2
368 Seiten

7,99 €

Seit fünf Jahren ist Grace Eversleigh die Gesellschafterin der Herzogin von Wyndham. Bei einer nächtlichen Heimfahrt werden sie überfallen von berittenen Räubern. Statt in Panik auszubrechen ist die Herzogin jedoch erstaunlich ruhig – sie hält den Anführer für ihren Enkel! Grace kann es kaum glauben, denn wenige Sekunden zuvor hat der Anführer, der sich Jack Audley nennt, ihr auch noch einen Kuss geraubt.
Die Herzogin besteht darauf, dass Jack der rechtmäßige Herzog von Wyndham ist, was allerdings nicht nur die Gefühle von Grace, sondern das Leben vieler durcheinander bringen wird. So sehr, dass eine Reise nach Schottland nicht mehr abzuwehren ist…

Geküsst von einem Duke“ ist in der zeitlichen Folge das erste Buch von Julia Quinn über ihre Wyndham-Dukes. Diese Geschichte war lange Zeit auf dem deutschen Markt vergriffen, seit 2013 aber mit einem neuen Cover wieder als Taschenbuch erhältlich.
Seit über einem Jahr stand es in meinem Regal, weil mir die Quinn-Bücher einfach zu kitschig und vorhersehbar waren. Aber jetzt war der richtige Zeitpunkt – und dieses Buch ist auch einfach herrlich gewesen.

Die Figuren Grace und Jack sind natürlich auf den ersten Blick voneinander hingerissen. Grace ist die typische keusche Frau, die trotz einer guten gesellschaftlichen Stellung unter ihrem Stand als Gesellschafterin arbeitet. Dass Jack sie so begehrt, verunsichert sie.
Jack ist der typische Macho. Ehrenhaft aber frech, vorlaut aber ritterlich. Zum Dahinschmelzen (und natürlich attraktiv…).

Die Geschichte mit der alten Herzogin war sehr witzig und elegant geschrieben. Dass Grace teilweise so an ihre Grenzen gehen musste und die Situationen teilweise einfach absurd waren, las sich schnell und amüsant.

Dieses Buch, ein Ausreißer abseits der Bridgertons, kann man sagen, war eine unterhaltsame Lektüre für einen verregneten Abend. Quinn hat genau das geliefert, was ich erwartet habe: Eine Liebesgeschichte mit Witz, Tücken, sensiblen romantischen Szenen und einem Happy End (das für mich sogar etwas Neues bereithielt). Was will frau mehr?

Der Folgeband „Verführt von einer Lady“ macht übrigens sehr neugierig… es geht nämlich um eine Randfigur aus dem ersten Teil und ich bin sehr gespannt, wie Julia Quinn das verbindet.
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[Rezension] Rette meine Seele

Rette meine Seele – Rachel Vincent
Soul Screamers 2
Mira Taschenbuch im Cora Verlag
ISBN 978-3-86278396-0
304 Seiten

9,99 €
 
Rezension Band 1
Bezieht sich auf Handlung aus dem ersten Teil!

Bei einem Konzert bricht die Sängerin plötzlich vor den Augen ihrer Fans zusammen. Auch Kaylee und Nash sind Zeuge, doch Kaylee verspürt anders als sonst nicht den Drang, für die Seele zu singen.
Sie werden stattdessen Zeugen eines grausamen Vorgangs, und erst Nashs Bruder Todd  kann ihnen erklären, dass die Sängerin ihre Seele an einen Dämonen verkauft hat.
Und auch eine ehemalige Freundin von Todd hat ihre Seele für Ruhm und Reichtum verkauft. Als sie erkennt, dass sie in wenigen Tagen sterben wird, bittet Todd seine Freunde Kaylee und Nash um Hilfe. Sie müssen die Seele der jungen Sängerin retten!
Doch dafür müssen sie in die Unterwelt und mit einem Dämon verhandeln. Und zu allem Überfluss ist das so verboten und nichts für junge Banshees wie Kaylee und Nash es sind, dass sie niemandem davon erzählen dürfen.
Doch Kaylee ist bereit, der Seele zu helfen, denn noch immer sitzt ihr das letzte Erlebnis mit den verkauften Seelen im Nacken…

Der erste Teil der „Soul Screamers“-Reihe war ja eher so mittelmäßig. Ich war nicht hundertprozentig überzeugt, die Geschichte war sehr amerikanisch. Dennoch wollte ich wissen, wie es weitergeht, einfach weil die Idee dahinter ganz spannend war.
Banshees unter den Menschen? Klasse Sache. Die Wandlung von Nash war mir nicht ganz geheuer, und ich war gespannt, wie er sich weiterentwickelt.

In Teil 2 geht es ein bisschen um Todd, der ja um Hilfe bittet und mehr aus seiner Vergangenheit berichtet.
Kaylee ist ein bisschen sehr selbstlos, finde ich. Das schlechte Gewissen, das sie nach dem Ende von Band 1 plagt, ist irgendwie nicht sooo überzeugend. Im Fortlauf der Geschichte habe ich wohl verstanden, warum sie das macht, aber ich weiß nicht, ob ich so haltlos mein Leben aufs Spiel gesetzt hätte. Nagut, ich bin auch keine Banshee.

Nash war diesmal etwas im Hintergrund. Man hat halt mehr über Todd erfahren. Nash wollte nur bei Kaylee sein und hat sich immer nur im Hintergrund etwas aufgespielt (oder wenn die sexuelle Anziehungskraft zu Kaylee da war). Ich fand es gut, dass Kaylee ein bisschen gezweifelt hat, ob er mit ihr nur zusammen ist, weil er ein Banshee-Mann ist oder weil er sie wirklich gut findet. Sein bisheriges Beuteschema hat ja eine andere Sprache gesprochen. Noch ist mir das aber nicht genügend geklärt. Dafür gibt es ja noch drei Bände 🙂

Die Unterwelt fand ich sehr faszinierend. Abgesehen vom Anfang der Geschichte und der etwas wackeligen Begründung von Kaylee, warum sie das macht, waren die Szenen echt toll. Man hat mehr über die Welt erfahren und die Beschreibungen waren teilweise echt klasse (bei dem Gang über das Feld hab ich mit Kaylee die Luft angehalten!).

Also Band 2 war gelungen, und ich hoffe, in Band 3 erwartet mich wieder etwas tolles, neues aus der Banshee-Welt.
Ich vergebe vier Sterne und freue mich darauf, bald weiterlesen zu können.

# 3 Halte meine Seele
# 4 Schütze meine Seele

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[Rezension] Soul Screamers # 1

Mit ganzer Seele – Rachel Vincent
Soul Screamers # 1
Mira Taschenbuch im Cora Verlag
ISBN 978-3-89941946-7
304 Seiten

9,99 €

Aus einer ganz normalen Party wird ein Horrorszenario für Kaylee und ihre Freundin. Der Abend begann ganz normal, bis Kaylee wieder das schreckliche Brennen im Hals fühlt. Sie sieht ein Mädchen mit einem grauen Schleier um sich herum, und verspürt den starken Drang zu schreien. Doch wenn sie schreit, kann sie nicht mehr aufhören – das hat bereits zu einem Aufenthalt in einer Klinik geführt.
Plötzlich ist der Mädchenschwarm Nash an ihrer Seite und beruhigt sie. Gemeinsam mit ihm schafft Kaylee es, den Schrei zu unterbinden.
Doch am nächsten Tag erfährt sie: das Mädchen von der Tanzfläche ist urplötzlich tot zusammengebrochen.
Es folgen weitere Todesfälle, und Kaylee weiß genau, dass es irgendwie mit ihr zusammenhängt.
Schließlich erzählt Nash ihr die Wahrheit, denn Kaylees Familie hat das bisher verschwiegen.

Gemeinsam versuchen die die Todesfälle zu klären, denn sie wissen, dass sie das gemeinsam schaffen können. Als Kaylees Familie sich offenbart, wird es ein Kampf auf Leben und Tod.

Soul Screamers“ ist eine Reihe, die seit einiger Zeit auf meine Lesezeit wartet. Bis Band 3 habe ich die Bücher bereits im Regal, und bisher gefällt es mir ganz gut.
Das Cover hat mich vom ersten Moment an angesprochen und die Handlung ist nicht überragend, aber man kann sie lesen.

Wie auch einige andere Leser hat mich das Verhältnis zwischen Nash und Kaylee irritiert. Zunächst hat Kaylee für den Highschool-Jungen geschwärmt, plötzlich ist er wie umgekrempelt und will mit ihr zusammen sein? So ganz wird für mich zufriedenstellend nicht auf seine Vergangenheit eingegangen, aber es klärt sich einiges. Vielleicht kommt in den Folgebänden noch mehr.

Die Familiengeschichte fand ich sehr interessant. Dinge zu vertuschen funktioniert ja nie, auch bei den Cavanaughs nicht. Diese Art der Verstrickung fand ich klasse, und es war spannend zu lesen, was noch alles herauskam.
Die Art, wie Kaylee sich plötzlich entwickelt, war auch gut geschrieben. Da sie zuvor schon falsch behandelt worden war, ergab plötzlich eine Menge Sinn und man konnte förmlich ihre Erleichterung spüren, dass sie „normal“ war.

Ihre Art zu kämpfen fand ich auch klasse. Als Hauptprotagonistin hat sie mir gut gefallen, wobei ich mit Nash nicht so warm wurde. Vielleicht später.

Insgesamt ist es für mich ein Reihenauftakt, der neugierig auf mehr macht. Das Thema ist mal etwas anders (ohne Vampire etc.), aber es ist etwas mit Fantasy und Spannung. Die Protagonistin ist sympathisch und die Schreibweise sehr locker. Ich werde also weiterlesen. Für dieses Buch gibt es vier Sterne.

# 2 Rette meine Seele
# 3 Halte meine Seele

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[Rezension] Schönes Leben noch

Schönes Leben noch  – Susan Mallery
Mira Taschenbuch (mtb)
Taschenbuch, 2013
ISBN 978-3-86278330-4
352 Seiten

8,99 €

Eben noch war sie verheiratet und gar nicht unglücklich. Doch dann findet sie ihren Mann im Büro in seiner Sekretärin vor… für Jill ein absolutes No-Go. Zu allem Überfluss schmeißt ihre Firma sie auch noch raus und befördert ihren zukünftigen Ex-Mann, obwohl der Posten für Jill vorgesehen war.
Um die Kurve zu bekommen nimmt sie das Angebot ihres Vaters an, in der Stadt ihrer Kindheit eine kleine Anwaltskanzlei zu übernehmen. Dort läuft sie aber ihrer Jugendliebe Mac über den Weg, der auch nicht gerade wenig Probleme mitbringt.
Denn Mac ist ebenfalls gerade geschieden worden und kämpft um die Liebe seiner kleinen Tochter, die den Sommer bei ihm verbringen soll. Um vor dem Sozialamt zu bestehen, muss er den Sommer über tadellos sein – nicht ganz leicht als Sheriff der Stadt.
Gemeinsam mit Jill muss er ungewohnte Herausforderungen angehen. Und Jill als Frau wiederstehen…

„Schönes Leben noch“ ist ein toller neuer Roman von Susan Mallery. Also ganz neu ist er nicht, er ist schon letztes Frühjahr erschienen, aber es ist endlich mal wieder ein Einzelband 🙂
Wie immer treffen getrennte Frau und getrennter Mann aufeinander, verlieben sich, sind durch unglückliche Umstände eine Weile getrennt und dann gibt es doch ein Happy End. Ich mag diese Art von Bücher sehr gerne, besonders bei Susan Mallery, die eine locker leichte Art zu schreiben hat.

Jill ist mir eine sehr sympathische Person. Ich mochte ihre Art zu denken, ihre Karrierevorstellungen und Wünsche. Dass sie schrecklich verunsichert durch die Zurückweisung zweier Männer war, kann ich total nachvollziehen. Das Glück mit Mac ist dann natürlich doppelt so leuchtend.
Mac ist wieder so ein Typ Mann, dem man einfach nur verfallen kann. Eine kaputte Seele, die starke Liebe zur Tochter und der Wunsch nach dem Glück sind zusammen eine Mischung zum Herzerweichen. Besonders seine Beziehung zur Tochter Emily wird hervorgehoben, weil auch aus der Sicht von Emily erzählt wird. Man erfährt also beide Seiten des Kampfes um die Liebe zwischen Vater und Tochter, eine Geschichtenkomponente, die viel Gefühl einbringt.

Sehr bemerkenswert fand ich, dass zwischen Jill und Emily keine Eifersucht aufkam. Das hätte alles nur verkompliziert und der Handlung nicht gut getan. So waren genug Stolpersteine für das Glück vorhanden. Die wenigen problemlosen Momente zwischen den Liebenden waren total wichtig!

Los Lobos, die Stadt, in der die Geschichte spielt, ist eine typische Kleinstadt. Genauso wie Jill sich dort zunehmend wohlfühlte und Mac die Stadt schützen wollte, fand auch ich es beim Lesen angenehm.

In diesem Buch gibt es natürlich auch wieder prickelnde Sex-Szenen. Hin und wieder haben einige Autorinnen die Szenen ungewöhnlich beschrieben, bei Susan Mallery finde ich die Mischung immer genau richtig. Die Brustwarzen sind nicht „keck“ und es wird genau so beschrieben, dass man selber denkt „mjammjam“ und sich Mac in allen Facetten gut vorstellen kann. Besonders Seelenschmeichelnd ist auch, dass Jill sich selbst irgendwie nicht perfekt findet, aber Mac ihr natürlich das Gegenteil sagt und beweist. Das tut einem selbst so gut beim Lesen 🙂

Wie könnte ich anders als volle Punktzahl zu geben? Auch dieses Buch hat mir wieder total gut gefallen und ich freue mich auf den nächsten Roman von Susan Mallery!

★★★★★
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[Rezension] Liebe ist kein Beinbruch

Liebe ist kein Beinbruch – Stephanie Bond
MIRA Taschenbuch, September 2013
ISBN 978-3-86278-741-8

352 Seiten

7,99 €

Wer hätte nicht Interesse daran, beim Neuaufbau einer Stadt zu helfen und einmal komplett von vorne beginnen zu können? Zumindest 100 Frauen versuchen ihr Glück in der neu entstehenden Stadt Sweetness. Vor einigen Jahren wurde die alte Stadt durch einen Tornado komplett zerstört, und die Armstrong-Brüder Marcus, Kendall und Porter wollen sie neu aufbauen. Doch ein Haufen Männer kommt alleine nicht weit, und durch eine Zeitungsanzeige gelockt kommen die Frauen für den Neubeginn. Unter ihnen ist Ärztin Nikki Salinger, doch so wirklich wohl fühlt sie sich nicht in der provisorischen Stadt.
Bei ihrer Ankunft ist ihr erster Patient Porter Armstrong, der im Eifer vom Wasserturm gefallen ist und sich das Bein gebrochen hat.
Als Porter erfährt, dass Nikki wieder abreisen will, setzt er jedes Mittel ein, um sie zu halten. Das beginnt bei der Sabotage ihres Autos, führt über angefahrene Kitze und geht sogar durchs Bett.
Und irgendwann geht es Porter gar nicht mehr nur um die Ärztin, sondern um Nikki als Frau…

Bei den Mira-Taschenbüchern bin ich ja ein großer Fan der Susan Mallery-Bücher. Ich finde es schade, dass teilweise einzelne Reihentitel herausgepickt werden, und die Reihe nicht konsequent von vorne bis hinten übersetzt wird.
Als bei bloggdeinBuch ein neues Buch von Mira angeboten wurde, war ich Feuer und Flamme. Nicht nur der Inhalt der Bücher hat es mir nämlich angetan, sondern auch die immer gleiche Aufmachung. Die Bücher sind alle gleich groß (bis auf die von Aimée Carter, grrr) und haben eine tolle Rückengestaltung, so dass es sich wirklich immer zauberhaft im Regal macht!
Und so wagte ich mich an das Buch „Liebe ist kein Beinbruch“ von Stephanie Bond. Neben der typischen Liebesgeschichte Mann trifft Frau, beide finden sich toll, das Schicksal hält sie noch fern, dann Ende gut alles gut sollte nämlich die Hintergrundgeschichte diesmal eine besondere sein. Die Brüder Armstrong wurden durch die Zerstörung ihrer Stadt heimatlos. Es war nicht Katrina, aber ein ebenso schlimmer Tornado, der alles dem Erdboden gleich gemacht hat.

Je weiter ich las, desto toller wurde das Buch. Es sammelte Pluspunkte:
+ durch das Setting
+ mit der zauberhaften und liebenswerten Nikki (auch wenn ich ihr gerne mehr Selbstbewusstsein eingetrichtert hätte)
+ durch die aufbauende Liebe, die sich nicht explosiv in Sex entlud sondern passend zum…öhm… Höhepunkt… kam
+ durch die Nebencharaktere, welche die Geschichte abrundeten
+ durch die super Übersetzung, die flüssiges Lesen unterstütze und von der Sprachgestaltung einfach ansprach

Und jetzt nochmal ausführlich. Die Geschichte spielt zum Beginn des Wiederaufbaus. Passend zur Geschichte mit Nikki der Ärztin geht es vor allem um den Aufbau der Ambulanz. Das ist natürlich doppelt ein Grund, sich mit der Ärztin zu beschäftigen und sie in den Vordergrund zu rücken. Das fand ich klasse, eine tolle Idee.
Während in vielen Geschichten die Figuren Essen gehen und in idyllische Gegenden fahren müssen, sind Porter und Nikki auf einem Berg mit so viel Natur um sich, dass das zwangsläufig immer mit hineinfließt. Die Romantik entsteht also nicht künstlich, sondern ist von vorneherein da!
Nikki als Figur mochte ich sehr gerne. Sie hatte nicht das übertriebene Selbstbewusstsein (es war fast schon zu wenig), litt unter der schlechten Erfahrung und öffenete sich nur langsam. Ihre Angst, schlechter zu sein als die anderen, war realistisch. Und die Angst, nicht lieben zu können, hat mich sehr erschüttert. Umso mehr fand ich Porter dann als Gegenpol toll, der ebenfalls erst lernen musste zu lieben.

In manchen Büchern ist es ja auch so, dass die Hauptprotagonisten dann zwischendurch sexuell aneinander geraten und das Schicksal sie erstmal auseinandertreibt. Ich mag es lieber, wenn sich die Protagonisten schon mehr oder weniger verliebt haben und dann erst im Bett landen. Die Anspannung ist dann noch höher 🙂

Negativ war nichts. Ich will einfach wissen, wie die anderen beiden Brüder sind und wie es mit Sweetness weitergeht. Das ist nämlich auch so besonders an diesem Roman. Es geht nicht nur um die Liebesgeschichte und um die Familie, nein, man verfolgt über mehrere Bücher hoffentlich den Wiederaufbau der Stadt mit und erlebt all die tollen Geschichten bei ihr. Wie ich gesehen habe, geht es später auch mit anderen Figuren der Stadt weiter – vielleicht mal mit Armstrong-Nachwuchs?

Für diesen Liebesroman im klassischen Format mit einer tollen Umgebung und super eingebauter Hintergrundgeschichte kann ich nur 5 Sterne geben!

★★★★★

Hinten auf dem Buch steht passenderweise, dass die beste Nachricht nach dem Lesen das Wissen um die Fortsetzung ist 🙂 Auf Englisch ist bereits „Baby, don’t go“ erschienen, welches vom Bruder Marcus erzählt.
Auf Deutsch bereits erhältlich ist die Vorgeschichte „Liebe ist keine Katastrophe“, als E-Book.

Btw: Kommt es mir nur so vor oder werden die Bücher bei MIRA immer günstiger?

Vielen Dank an Blogg dein Buch für die Aktion und MIRA TASCHENBUCH für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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[Rezension] Der 48-Stunden-Mann

Der 48-Stunden-Mann – Susan Mallery
Mira Taschenbuch
November 2012
300 Seiten

8,99 €

Es ist ein paar Wochen her, dass Hannah den Brief ihrer lieblichen Mutter erhalten hat. Sie würde ihre Tochter gerne kennen lernen, schreibt Luise. Hannah, die nach der Geburt zur Adoption freigegeben wurde, freut sich darüber natürlich, hat jedoch noch ein Problem. Allem anschein nach ist ihre Mutter todkrank (sonst hätte sie sich ja nicht so plötzlich gemeldet…), und als der Brief eintraf war Hannah zumindest auf dem Papier noch verheiratet. Wie soll sie einer sterbenden Frau also erklären, dass sie geschieden ist?
Am besten gar nicht. Und da kommt der kriminelle Nick, der Hannah eigentlich auf die Nerven geht, gerade recht. Er sieht gut aus, hat Charme und Witz, und wäre der perfekte Ehemann. Sie gehen einen Deal ein, dass Nick ein Wochenende lang ihren Partner spielt. Gegen Geld, versteht sich.
Doch als Hannah bei der vermeintlich kranken Mutter ankommt, wird sie von einer großen Familie erwartet. Und alle denken jetzt, Nick wäre ihr Mann…

Nach „Jennissimo“ ist wieder ein Einzelband bei Mira von Susan Mallery erschienen. Und so sehr Familiengeschichten auch schön sind, die hin und wieder erzählen was mit anderen Charakteren passiert ist, sind auch abgeschlossene Bücher ganz lesenswert.
Besonders von Susan Mallery.

Zuerst aus der Sicht von Nick, dann abwechselnd auch aus der Sicht von Hannah wird erzählt, die die beiden sich im Polizeirrevier treffen, und endlich zusammen etwas trinken gehen. Als Leser erfährt man sehr schnell alles über die Protagonisten und ihre Geschichte, weil sie sich selbst viele Gedanken machen. Aber sie offenbaren einander fast gar nichts.

Irgendwie hat die Autorin ja da ein Fass aufgemacht mit den Adoptionen. Wieder lernt eine adoptierte Frau ihre wahre Familie kennen und damit natürlich erst das Glück. Diesmal wird Hannah aber nicht überrumpelt, sondern kann sich ganz drauf einstellen.
Allerdings ist die leibliche Mutter ganz und gar nicht so, wie Hannah sich das vorgestellt hat. Statt alt und krank steht eine Mittvierziger vor ihr, die einen ganzen Haufen Familie im Nacken hat – die Söhne von Hannahs Vater.
Ich finde es bemerkenswert, dass Susan Mallery so auf große Familien steht. Und sich das scheinbar alles merken kann, denn mir klang das total logisch. Es gibt bestimmt ein Schema F, nachdem solche Geschichten geschrieben werden.

Und der Alpha-Held Nick… ach, er ist so zauberhaft. Attraktiv, stark, mutig… liebevoll, zärtlich, verletztlich. Hätte ich nicht auf der LoveletterCon letztes Jahr die Autorinnen Shannon McKennon und Lisa Marie Rice darüber sprechen gehört, dass diese Art Mann absolut insiziniert ist, hätte ich nur noch sehnsüchtig am Fenster hängend nach genau DIESEM Nick Ausschau gehalten ^^ Bei einer solchen Art Roman ist es ja nur logisch, dass sie sich kriegen, aber WIE ist immer wieder spannend 🙂
Diese ganzen Missverständnisse, die erst aus dem Weg geräumt werden mussten… und Hannah und Nick haben es sich ja auch nicht unbedingt leicht gemacht.

Sprachlich war dieser Roman natürlich auch wieder klasse. Absolut tolle Sprache, klasse Übersetzung von Barbara Alberter und toller Satz zum Lesen 🙂

Ich bin also mal wieder rundherum zufrieden und freue mich auf die anderen Romane von Susan Mallery! Volle Punktzahl für den 48-Stunden-Mann!

★★★★★