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[Gemeinsam lesen] Zu Schattenblüte # 3

Asaviel von Asaviels Bücher-Allerlei hat schon vor einiger Zeit die Aktion „Gemeinsam lesen“ online gestellt, und stellt dazu wöchtenlich Fragen. Weil ich gerade ein sehnlichst erwartetes Buch lese, passen die Fragen sehr gut.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Aktuell lese ich „Schattenblüte Die Erwählten“ von Nora Melling, und bin auf Seite 36.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
                                      „Ich sehe der breiten gelben Tasche, die er auf dem Rücken trägt, nach, versuche ruhig zu bleiben, aber diese qäulende Langsamkeit zerrt an meinen Nerven.“  (S.36)
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Den ersten Band habe ich gelesen und war ein bisschen skeptisch (s. Rezi Band 1). Den zweiten Band fand ich schon besser, weil man mit den Figuren warm geworden ist (s. Rezi Band 2). Band 1 war mir zu düster und irgendwie die Geschichte nicht so der Hit, ich weiß nicht, was mir nicht gepasst hat.
Nach dem zweiten Band war ich aber soooo gespannt auf den dritten Teil, weil ja nicht nur (ACHTUNG SPOILER) Thursen kein Wolf mehr war sondern auch Luisa sich verwandeln sollte. Waaaaaaaaah, ich hab das gelesen und dachte Wieso, wieso, wieso?
Und jetzt, auf den ersten Seiten zu Band 3 bin ich total gespannt wie das Paar da wieder herauskommt. Und die Geschichte mit den Engeln, da geht auch noch was. Das macht die Geschichte für mich zu etwas Besonderem.

4. Was wäre für ich innerhalb der Geschichte jetzt gerade ein absolutes No-Go? Also was dürfte auf keinen Fall passieren? (Egal, ob du es nun einfach nicht möchtest, weil du an den Charaktern hängst oder ähnliches oder weil es die Geschichte kaputt machen würde.) 
Absolut überhaupt nicht passieren dürfte eine Trennung zwischen Luisa und Thursen. Aber das ist meiner Meinung nach sehr unwahrscheinlich.
Ein weiteres No-Go wäre eine dauerhafte Verwandlung von Luisa, die kein Mensch mehr wird. NIEMALS!!!

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[Statistik] März 2012

Diesen Monat bin ich mit dem Rezensieren gar nicht hinterhergekommen. Anfang des Monats hatte ich keine
offenen Rezensionen, und zwei angefangene Bücher. Die lagen leider weiter lange auf dem Nachttisch, denn irgendwie war mir danach, andere Bücher zu lesen. Also hab ich ein paar andere tolle Bücher (leider auch neue, muss ich ja zugeben) geschmökert.

Weil endlich, ENDLICH, so ziemlich alle Bücher im oder vorm Regal stehen, konnte ich auch ein paar aussortieren. 
 

März 2012, es fehlt „Dark Queen“

Gelesen habe ich:
1. Vermisse dich jetzt schon (Kajsa Ingemarsson)
★★★★☆
2. Schattenblüte Die Wächter (Nora Melling) ★★★★
3. Küss den Wolf (Gabriella Engelmann) ★★★★★
4. Dark Queen Schwarze Seele, Schneeweißes Herz (Kimberly Derting) ★★★☆☆
5. Als die schwarzen Feen kamen (Anika Beer) 
6. Wie ein Flügelschlag (Jutta Wilke)
7. Erweckt Mercy 2 (Rebecca Lim) ★★☆
8. Mein Herz knistert auf Papier (Simone Trieder) ★★☆
9. Dann fressen sie die Raben (Beatrix Gurian) ★★☆
10. Eine für vier – Für immer und Ewig (Ann Brashares)
11. Dackelblick (Frauke Scheunemann) ★★☆
12. Das Ende unserer Tage (Christian Schüle) ★★☆

Wolkenspiele von Gabriella Engelmann nehme ich mit in den April.

Rezensiert habe ich Gelesenes aus anderen Monaten:
Das geheime Leben der Bücher – Régis de Sé Moreira  (gelesen 2011)

Statistisch sieht das alles so aus:
Erschreckend, aber wahr. Mein Leseverhalten war besser seit Februar, aber der SUB ist kräääftig gestiegen.

Gelesene Seiten: 3764


Gelesene Bücher: 12
SUB: 158

Nicht wundern über die Zahl, die unten steht. Es fehlen etwa 60 Bücher bei Bookcook aus meinem SUB.

Zum ersten Mal seit Langem habe ich leider auch ein Buch abbrechen müssen. „Ein Bär will nach oben“ habe ich mir nach einer sehr positiven Rezension gekauft, aber nachdem es 3 Wochen bei mir angelesen rumlag und mich einfach nicht fesseln konnte, habe ich es abgebrochen. Dafür ist mir dann meine Zeit zu schade, und ich habe lieber eines meiner anderen schönen Bücher geschmökert 🙂
Die Monatsaufgabe Buchkauffrei ist leider hoffnungslos gescheitert. Bei der Lesung von Frauke Scheunemann wollte ich einfach auch ihr Buch haben, und auf der Buchmesse standen so enorm viele tolle Bücher rum, dass ich schlecht dran vorbeigehen konnte. Aber darüber habe ich ja gestern schon geschrieben 🙂 und alle Bücher vorgestellt. So war der Samstag, und so der Sonntag.

Steffie wollte auf ihrem Blog wissen, warum wir bloggen. Und ich hab mal überlegt, was mir nicht ins Regal kommt. Seit neustem könnt ihr mir auch per RSS oder Bloglovin folgen, weil GFC eingestellt wird. Und ein drittes Mal gab es 11 Bücherfragen ^^.

Gestern (am 31.3.) hatten wir in Hamburg ein kleines Bloggertreffen, organisiert von Gabriella Engelmann. Mehr dazu gibt es aber in einem extra Post die Tage.

Im März sagt Crini, dürfen wir im SUB ABBAU EXTREM halb so viele Bücher kaufen, wie wir gelesen haben. Das heißt für mich, ich darf 6 Bücher lesen 🙂 
Ich versuche mich auch nochmal am Monthly Theme, das heißt „1. Geburtstag“, also Bücher lesen, die Zitat Crini: „die in irgendeiner Weise etwas mit Geburtstagen/Jubiläen zu tun haben (inhaltlich oder zum Beispiel Jubiläumsausgaben) oder mit der Zahl 1 in Verbindung gebracht werden können (Ausnahme, weil es dann doch etwas zu einfach wäre: 1. Teil einer Reihe!)“.

Ab diesem Monat gibt es eine kleine neue Rubrik: Fundstücke.
Sofern es sich nicht häuft, hänge ich Artikel, die mir gefallen haben, hier unten dran.

So zum Beispiel die Rezension von Bookaholic zu Kyria und Reb. Oder dieser Videobeitrag von Gwen – sie hat mich erwääähnt 🙂 (die blonde Bloggerin mit dem hübschen Gesicht ^^).
Oder der Blog von Astrid.

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[Rezension] Schattenblüte Die Wächter

Achtung: In dieser Rezension besprochene Details setzen voraus, dass Band 1 bekannt ist. Wer „Die Verborgenen“ nicht kennt nimmt sich vielleicht Dinge voraus, wenn er hier weiterliest.

Schattenblüte Die Wächter – Nora Melling
Rowohlt Polaris
Taschenbuch März 2012
320 Seiten

14,95 €
kindle Edition 12,99 €

Rezension zu Band 1.

Draußen im Wald, an Silvester, wollen Luisa und Lars, ihr Thursen, das vergangene Jahr hinter sich lassen. Die Sorgen in den Himmel schießen und einander genießen.
Doch bereits wenige Minuten nach Mitternacht finden sie eine Leiche, die offensichtlich von Wölfen zerfetzt wurde. Luisa ist geschockt – weiß sie doch, dass Norrock jetzt Anführer des Rudels ist. Thursen hätte soetwas niemals befohlen, da ist sie sich sicher!

Gleichzeitig trifft Elias eine Entscheidung. Elias ist ein Shinanim und möchte unbedingt seine Kräfte für das Beschützen der Bewohner Berlins einsetzen. Dazu sammelt er einige wenige um sich, die ihm helfen sollen. Doch in einer Nacht wenig später ist es Luisa, die ihn aus einer verzwickten Situation holt. Und sich damit in sein Herz schleicht.

Doch Luisa ist kein Mädchen für Elias. Sie darf nicht wissen was er ist, und hat ohnehin ihr Herz an Thursen verloren. Als jedoch die Wolfsangriffe zunehmen und Luisa an ihrem Freund zweifeln muss, sieht Elias eine Chance. Denn er bringt das Licht, das Luisa aus der Dunkelheit retten kann…

Nun ist er erschienen, der lang und heiß ersehnte zweite Band von Nora Melling. „Die Wächter“ heißt dieser Teil, und wie auch bei Band 1 weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll.
Erstmal die objektiven Aspekte:
Geschrieben ist abwechselnd aus der Sicht von Luisa und Elias. Luisas Kapitel sind deutlich länger, während Elias manchmal nur kurz eingeschoben wird.
Die Handlung knüpft fast nahtlos an Band 1 an, und das Wissen aus dem ersten Teil wird vorausgesetzt. 

Die Handlung war diesmal nicht ganz so deprimierend. Die Figuren haben sich weiterentwickelt, und stehen über der Trauer, die den ersten Roman ausgemacht hat. Das Lesen war dementsprechend etwas weniger belastend.
Vor allem Luisa findet ungeahnte Kraft (wenn auch, wie weiter unten beschrieben, nicht im Bezug auf Thursen), mit ihren Eltern umzugehen. Dass Trauer nicht so schnell verschwindet, wird sehr gut behandelt. Während Luisa in „Die Verborgenen“ fast untergeht, kann sie sich diesmal aus eigener Kraft über Wasser halten.

Erneut waren mir dennoch einige Dinge etwas fremd. Luisa klammert sich wie in Band 1 mit einer Verzweiflung an die Liebe zu Thursen, dass ich als Leser nur fassungslos davor saß. So sagt sie auf Seite 221 „Ich habe dich so vermisst“ und ignoriert seine Sorgen um ihr Leben. Sie geht gar nicht auf das Gespräch ein!
Und sie ist so blind für das, was sich vor ihren Augen abspielt! Sie sieht einfach nicht, dass Thursen sie nicht vollständig lieben kann, sondern immer im Wald bleiben wird. Er wäre nicht Leitwolf geworden, wenn er nur halb dort gelebt hätte.
Unklar war mir aber, warum er mitkämpft und eine Bedrohung darstellt, sich aber gar nicht mehr verwandeln kann. In der Szene mit Elias und seiner WG, als Luisa ihren Freund beschützen will, sagt sie mit keinem Wort „er ist nicht mehr Leitwolf“ oder „er kann sich gar nicht verwandeln“. Hatte ich da was verpasst?, hab ich mich gefragt. Warum kann Luisa mit Elias seltsame Dinge besprechen, ihm aber nicht sagen dass alles halb so wild ist?

Etwas schade fand ich auch, dass Nora Melling nicht mehr nur die Werwölfe in ihrer Geschichte behandelt, sondern wieder zwei fantastische Wesen gegeneinander ausspielt. In „Die Verborgenen“ war gerade dieses einfache, menschenähnliche noch so schön, und plötzlich ist wieder Fantasy drin. Überwiegend hat mir die Ausführung gefallen, und es ist natürlich Nora Mellings Geschichte. Wenn es mir nicht gefällt, muss ich das ja nicht lesen, ich weiß 😉
Durch die kurzen Kapitel von Elias hat das dann zum Glück weit weniger Überhand genommen, wie ich befürchtet habe.

Wirklich gut fand ich diesmal die Schreibweise. Leise und tiefgründig schreibt Nora Melling ihre Geschichte, mit Worten aus einer Sphäre, die einen beim Lesen umwebt und fängt.

„Das Bettzeug hat sich um meine Arme und Beine geschlungen wie böses, nasses Papier. (S. 29)

Es sind so einfache Formulierungen, die das Lesen erleichtern und die Geschichte vorantreiben. Man stolpert bei keinen Sätzen und muss nichts nachlesen. Was nicht dasteht, wird nicht gebraucht.
Im Vergleich zum ersten Teil hat sich Nora Melling verbessert, finde ich.

Auch sehr gut fand ich das Tempo in dieser Geschichte. Während in Band 1 lange Zeit einfach nichts passierte, muss Luisa diesmal aufpassen, überhaupt Ruhepausen zu bekommen. Regelmäßig wird beschrieben, wie sie schläft, aber es reicht nicht. Auch dem Leser nicht. Die Handlung ist also packend, fesselnd, einnehmend, super 🙂

Mehr über die Handlung und vor allem die Wendung will ich gar nicht sagen. Ich kann nicht fassen, dass wir jetzt bestimmt viele Monate auf den Abschlussband warten müssen, denn das Buch hatte einen bösen Cliffhanger. Das kann ich gar nicht leiden, und auf der Buchmesse kann ich mich bestimmt nicht zusammenreißen, Nora Melling das auch zu sagen 😉

Ich vergebe vier von fünf Sternen, weil das Ende mich ärgert (jaaa, kann auch gut sein, aber ist halt subjektiv) und der Gesamteindruck eben nicht so perfekt war. Weil ich aber das Buch schnell lesen konnte und sehr gespannt auf den 3. Band bin, fällt die Wertung besser aus. 🙂

★★★★☆

7

[Rezension] Schattenblüte Die Verborgenen




Schattenblüte Die Verborgenen – Nora Melling
Rowohlt Polaris
November 2010


352 Seiten


14,95 €


Dem Leben ein Ende setzen, nicht mehr fühlen, nicht mehr trauern müssen, nur noch schlafen. Das möchte Luisa am liebsten, nachdem sie mit ihren Eltern nach Berlin gezogen ist. Zurück blieb das Grab ihres kleinen Bruders Fabian, den sie vermisst wie nichts sonst auf der Welt.
Doch als sie sich von einem Turm im Wald stürzen möchte ist plötzlich der Junge da, und Luisa muss ihm versprechen, am Leben zu bleiben. Thursen heißt er, und Luisa möchte ihn so gerne wiedersehen.
Aber Thursen hat ein Geheimnis, das er nicht mit Luisa teilen möchte. Nicht teilen kann.
Tagelang sieht Luisa ihren neugewonnenen Freund nicht, bis sie ihn auf eigene Faust sucht. Und sie verwirrt sich nicht nur im Wald, sondern auch in einer Geschichte voll Magie und Sehnsucht – die jedoch still und heimlich verblasst…


Die Verborgenen“ ist der erste Teil einer Trilogie von Nora Melling, die mit „Die Wächter“ dieses Jahr noch fortgesetzt werden soll.Ich hatte bereits eine Leseprobe bei vorablesen.de lesen dürfen, leider aber kein Buch gewonnen.Ende letzten Jahres habe ich mir das Buch dann doch selbst gekauft, weil ich durch verschiedene Rezensionen einfach neugierig geworden war.

Mein erster Leseeindruck war ein depremierter. Aber nicht, weil das Buch schlecht war, beileibe nicht. Die Thematik war nur sehr schwer und mitnehmend. Und scheinbar ging es nicht nur mir so:
boocaholic schreibt:Anfangs habe ich mich durch die stets präsente Melancholie durchgequält. Es lag daran, dass Nora Melling mich daran erinnerte, wie ich mich fühlte, als ich einen sehr wichtigen Menschen im meinem Leben verloren habe. Das rief einfach Erinnerung hoch und ich fühlte mich teils etwas unbehaglich. Nicht, weil die Autorin es schaffte, die Gefühle in mir wach zu rufen, im Gegenteil, das ist lobenswert, wenn ein Autor Gefühle im Leser weckt, sondern eher die Situation damals, die sich mir aufbarg, war nicht unbedingt schön.


Die Stimmung ändert sich nur wenig in der gesamten Geschichte. Luisa kann zwar mit dem Verlust ihres Bruders etwas besser umgehen, findet aber noch immer nur schwer Zugang zur wirklichen Welt. Obwohl sie selbst kein Werwolf sein kann, will sie unbedingt unter ihnen sein – vor allem bei Thursen. Die Passagen im Berliner Wald sind wie ein Atemholen vor dem atemlosen Schrecken, der im Elternhaus wartet. Ich fühlte beim Lesen der Elternszenen mein Herz schwer werden. Dass Familien nach dem Tod eines Mitglieds kaum noch zueinander finden ist bekannt. Und darüber zu lesen war irgendwie belastend.

Wirklich schön fand ich, dass sich jemand an das altbekannte Thema (und auch 2010 war der Markt schon überschwemmt) heranwagte, und Nora Melling trotzdem noch eine neue Nuance hineinzaubern konnte. Sie schreibt über Werwölfe nicht als die verzweifelten Helden, wie sie etwa in Twilight auftauchen. Nein, Mellings Schattenwölfe haben keine Vergangenheit mehr und sind deswegen einfach verzweifelte Menschen, die nicht mehr leben können.

Sabine von Büchersüchtig drückt ihre Gedanken über die Figuren sehr schön aus:

Endlich keine Geschichte, die nicht mit lauter wunderschönen Hauptpersonen aufwartet. Obwohl sich auch in „Schattenblüte. Die Verborgenen“ das etwas schwierige Mädchen und der geheimnisvolle Junge ineinander verlieben, enden hier die Gemeinsamkeiten mit vielen Urban Fantasy-Romanen. Denn hier stehen die Verlierer, die Gemobbten und die Ausgestoßenen aus der Gesellschaft im Vordergrund. Sie sind weder unsterblich, noch besonders schön und auch nicht reich. Die Charaktere wurden äußerst liebevoll und facettenreich gezeichnet. Sie alle haben ihre Ecken, Kanten, Ängste, Probleme und Macken – Wesenszüge, die die Mitwirkenden so reizvoll machen.


Die Schreibweise der Geschichte war etwas dürftig, fand ich. Auch hier hat jemand vor mir die Gedanken gedacht:
Nightingale schreibt auf ihrem Blog: Die Autorin gibt zum einen sehr aussdrucksstarke Beschreibungen wieder, zum anderen baut die Geschichte nicht wirklich viel Spannung auf. Die Geschichte an sich ist sehr sanft erzählt. Es wird wenig auf die wahre Entwicklung von Mensch zum Wolf eingegangen. Ich hoffe aber, dass sich dies noch ändern wird. Schließlich ist „Die Verborgenen“ der Auftakt einer ganzen Reihe.
Die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr ruhig, zwischendurch aber eben zu ruhig…


Dennoch nervte mich einfach auch das Hin und Her zwischen Louisa und Thursen.Sie hatte genug von ihm, wollte ihn nicht mehr sehen. Und dann sperren ihre Eltern sie ein, nehmen ihr den Freiraum und alles was Luisa kann, ist zurück in den Wald zu laufen und Thursen zu treffen. Sie will es ja doch! An dieser Stelle war sie dann aber wieder ein sehr authentischer Charakter, weil sie nicht gradlinig handelte. Nur nach dem zweiten Mal war es irgendwie nichts neues mehr.


Puzzeline hebt bei Amazon einen einzigen positiven Aspekt hervor:
Ich habe nur einen positiven Punkt entdecken können: Das Ende. Die letzten 50 Seiten heben sich klar vom Rest des Buches ab und es kommt zu einer spannenden Verfolgungsjagd. Melling weicht endlich von der amüsanten Möchtegern-Melancholie ab und schreibt mitreißend. Schade, dass ihr das nicht schon 200 Seiten vorher eingefallen ist.
Amüsant fand ich die Melancholie zwar nicht (und „Möchtegern“ find ich hart ausgedrückt), allerdings stimme ich Puzzeline zu, dass vor allem das Ende die Punktzahl hochgerissen hat (vorher hätte ich vielleicht 2 Sterne gegeben 😉 ). Packend und sehr kompakt huschten die letzten Seiten nur so dahin – ein bisschen mehr davon hätte dem Buch vorher tatsächlich nicht geschadet.


Positiv war für mich auch, dass Berlin so schön geschildert wird. Wer selbst dort nicht wohnt, hat aber garantiert mal in der S-Bahn gesessen oder von den großen Seen gehört. Für mich war das Lesen wie ein Ausflug nach Berlin. Und obwohl ich die Stadt nicht so mag, begleitete ich Luisa gerne bei ihren Streifzügen. Etwas Magie inmitten einer bekannten deutschen Stadt war eine Mischung, die mir gut gefiel.


Ich bin also etwas unschlüssig, wie mir das Buch gefallen hat oder nicht. Teil 2 werde ich lesen, aber an dieser Stelle reicht mein Leseeindruck nur für 3 von 5 Sternen.