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[Interview] Diana Jacobs-Waibel

Nun wissen wir, welche spannenden Abenteuer man in der Wandelwelt erleben kann. Und schon beantwortet auch Diana eure Fragen.

Readandbeyourself: Wie sieht dein perfekter Tag aus?
Diana Jacobs-Waibel: Mich ohne schlechtem Gewissen treiben lassen zu können, offen zu sein für was da kommt, Sand unter den Füßen zu haben und das Meer rauschen zu hören.

Kaffee oder Tee?
Was dem einen Kaffee ist, ist für mich Tasse Ingwer-,, Jasmin-, oder frischer Minztee
Hast du in deiner Kindheit selber gerne Bücher gelesen und wenn ja, welches Genre?
 Oh ich habe soviel gelesen, dass meine Ma total genervt von mir war, nicht nur, das ich das Lesen den Hausaufgaben vorgezogen habe, nein ich habe mich auch oft irgendwo versteckt um in Ruhe lesen zu können und war nicht mehr auffindbar.
Lange Zeit haben mich Bummi, Hanni und Nanni,  Trixi Belden, Bille und Zottel begleitet. Irgendwann wurde es dann immer mehr fantasielastig und dabei ist auch noch heute geblieben

Was ist dein Lieblingsbuch, -autor und -genre?

Ich habe kein Lieblingsbuch im klassischen Sinne, kann aber wohl sagen, das ich alle Bücher die bei mir bleiben durften mind. 2mal gelesen habe. 5 Mal hat es bis jetzt die Welt der 1000 Ebenen und Aurian geschafft.

Hast du ein Lieblingszitat aus deinem oder aus anderen Büchern? Wenn ja, welches?
…Ich bin mir absolute sicher auch deine Wandelwelt ist etwas ganz besonderes. Eben genauso wie du sie dir immer ausmalst. Vielleicht bunt, mit vielen Bewohnern, oder…

Wo schreibst du am liebsten?

Wenn ich die Gelegenheit habe am Meer, sonst in meinem kleinen Zimmerchen.

Hast du beim Schreiben ein bestimmtes Ritual haben, wie z. b. Musik hören oder einfach in einem stillen Raum sitzen?
Eine Tasse Tee muss immer dabei sein, Musik oft leise im Hintergrund und eine brennende Kerze.

Manchmal brauche ich aber auch die absolute Stille.

Wird die Familie mit einbezogen, z. B. als Testleser oder Informationsquelle?
Eher selten, ich trage ziemlich lange die Geschichte in meinem Kopf mit mir rum. Dann fange ich an zuschreiben und am Schluss erst darf probegelesen werden. Manchmal, wenn ich einer Situation unsicher bin, schildere ich sie am Abendbrottisch und frage wie meine Kinder darauf reagieren würden. Meistens sage ich ihnen aber nicht, dass es sich um eine Situation für das Buch handelt. Ich möchte dass sie unvoreingenommen darauf antworten.

Entwickeln sich die Charaktere in den Büchern eigenständig, oder ist alles schon am Anfang geplant?

Nee, die entwickeln sich eigenständig und geraten dabei teilweise völlig außer Rand und Band und machen was sie wollen. Dadurch bekommt die Geschichte oft eine völlig neue Richtung.

Liest du den eigenen Kindern deine Bücher vor, oder greifst doch lieber auf andere, von anderen Autoren, zurück?
Nee, eher nicht. Wenn ich vorlese, dann immer andere Autoren. Das Vorlesen übernimmt bei uns mein Mann. Er kann das viel besser als ich.

Durftest du an der Covergestaltung mitarbeiten?
Das Cover habe ich damals aus den einzelnen Elementen der Illustrationen am Rechner selber gestaltet.
Dadurch, dass ich das Buch selber verlegt habe, hatte Kerstin, meine Illustratorin, für das Layout des Buches freie Hand .

Könntest du dir vorstellen, das Genre zu wechseln?
Ja kann ich. Die eine oder andere Idee ist dafür auch schon da.

Was fasziniert dich an Kinderbüchern?
Die Möglichkeit Kindern die Tür für ihre/andere Welten zu öffnen.

Wo holst du deine Inspiration her?
Die größte Inspiration sind tatsächlich die Kinder in meinem Umfeld. Nicht nur meine eigenen sondern auch die mit denen ich arbeite.

Was hältst du von Ebooks?
Ich stand ihnen lange Zeit sehr skeptisch gegenüber. Auf der letzten Buchmesse allerdings traf ich einen Anbieter, der von der Idee der Wandelwelt fasziniert war. Zur Zeit arbeiten sie an einer interaktiven Version von Wandelwelt. So funktioniert es wieder für mich.
Ich persönlich ziehe aber immer noch das Gewicht eines Buches in den Händen vor. Ich muss blättern und Eselsohren knicken können.
Aus dem Buch darf Sand aus dem letzten Urlaub rieseln und getrocknete Kleeblätter gefunden werden.

Wie schafft man es kindgerecht zu schreiben? Ich stelle es mir schwierig vor, nicht immer wieder in zu komplizierte Sätze abzurutschen.
Oh ja. Zum Glück hat meine Freundin Conni Köpp ein sehr fähiges Händchen für kurze Sätze und auch meine Lektorin bremst mich immer wieder sehr liebevoll.

Wie sieht die sprachliche Vorbereitung zu einem Kinderbuch aus? Erstmal einige Wochen nur mit Kindern in der Altersklasse sprechen, für die die Geschichte gedacht ist, oder gibt es da spezielle Tricks?
Ehrlich gesagt habe ich einfach angefangen zu schreiben. Durch meinen Beruf habe ich viel mit Kindern zutun. Wenn ich schreibe versetzte ich mich oft in die Position eines Kindes und versuche es mit seinen Augen zusehen.

Wie wird aus einer groben Idee im Kopf mit der Zeit ein ganzes Buch?

Das war bei mir ein Prozess über Jahre. Erst einmal ist die Idee da. Dann schleichen sich die ersten Namen und Orte dazu. Die Figuren entwickeln sich ganz grob. Irgendwann ist mein Kopf dann so voll, das ich einfach anfangen muss  zuschreiben. Der Rest entwickelt sich dann während dessen.

Was ist der große Unterschied zwischen Romanen für Erwachsene und Kinderbüchern den man beim schreiben immer im Hinterkopf haben sollte?
Ich denke die Reife und das Alter der Leser.

Was sollte man beim Schreiben von Kinderbüchern am besten vermeiden?
Den Blickwinkel zu verlieren, für wen man schreibt.

Was ist das beste Kinderbuch das Sie je gelesen haben und warum?
Pippi Langstrumpf. Weil sie sich die Welt so zurechtrückt, wie es ihr gefällt.
Die Selbstverständlichkeit alles zu können was man will. Es gibt kein „geht nicht“, sondern ganz viel „ich kann das“ ….
Großartig!
Welche Themen sollten in Kinderbüchern öfter behandelt werden?
Eine schwierige Frage.
Das freie Lesen war und ist für mich immer ein abtauchen in fremde Welten.
Themenbezogenes Lesen wäre für mich ein gezieltes Lesen  zu einem Interesse, einer Frage.
Und in diesen Bereichen gibt es viele gute Bücher.
Wenn ich Schwerpunkte nennen würde, würden sie alle damit zu tun haben, beim Lesen Platz für die eigene Fantasie zu lassen, einen Raum zu schaffen indem Kinder eintauchen können. Begleitet durch eine Figur mit der sich Kinder identifizieren können, die stärken hat aber auch schwächen.

Findest du es – wie es manche Poltiker fordern – wichtig und richtig Kinder schon früh mit Toleranzthemen wir Integration oder gleichgeschlechtlicher Liebe zu konfrontieren?
Was heißt früh?
Ich denke im ersten Schritt ist es wichtig Kinder Kinder sein zu lassen und nicht künstlich ein Problem zu schaffen.
Integration und gleichgeschlechtliche Liebe sind für mich Themen, mit denen sich Kinder oftmals bereits im Kindergarten, in der Schule oder auch im Freundes und Bekanntenkreis auseinander setzten. So war es zumindest bei meinen Kindern.
Dennoch ist es sinnvoll und wichtig, wenn diesbezüglich die ersten Fragen kommen, in eine offene Kommunikation zugehen. Sei es zuhause, im Kindergarten oder auch in der Schule.
Und dann stellt sich für mich auch noch die Frage, ob es nicht sinnvoll ist, erst einmal bei den Erwachsenen mit diesen Toleranzthemen anzufangen.
Denn letztendlich werden Kinder von ihrem Umfeld geprägt.
Findest du nicht auch, dass einige Kinderbücher (Struwwelpeter und einige andere Märchen) recht brutal sind?
Eine interessante Frage. Wenn ich mir so recht überlege wie wir damals über Tom und Jerry gelacht haben, oder über jeglichen anderen Cartoons in der Richtung glaube ich, dass sich mit dem „großwerden“, der Blickwinkel verändert hat.
Für Kinder ist es absolut klar, dass Tom in der nächsten Folge wieder Jerry jagen wird.
Die Brutalität wird ihnen meiner Meinung nach, erst zu einem späteren Zeitpunkt bewusst.
Ich habe als Kind Märchen geliebt. Als Brutal habe ich sie erst viele Jahre später empfunden.
Aber jedes Kind ist in seiner Empfindung, was Brutal ist und nicht, individuell zusehen.

Was ist deiner Meinung das Geheimnis von Märchen? Wieso erfreuen sie sich noch heute bei vielen Kindern großer Beliebtheit?
Eigentlich stelle ich eher fest, dass viele Kinder die klassischen Märchen gar nicht mehr kennen.
Ich denke, für die Kinder die sie noch kennen, spielt das Gut/Böse Thema eine große Rolle.
Die Identifikation mit der guten Figur ist bei den Märchen relativ einfach.

In welcher Hinsicht haben sich Kinder und Jugendbücher deiner Meinung nach in den letzten 20 Jahren gewandelt?
Auf der einen Seite  sind sie bunter, schneller, lauter geworden, auf der anderen Seite lässt dies wiederum viel Platz für „Retro-Bücher.“

Wolltest du schon immer Autorin werden?

Als Kind habe ich viel geschrieben. Durch die vielen Rotstiftkorrekturen meiner Lehrerin verlor ich dann aber die Lust daran. Die kam wieder, als sich die Idee von der Wandelwelt in meinen Kopf schlich.

Hörst du gerne Musik, wenn ja welche?
Oh ja, ich höre sehr gerne, sehr viel und sehr unterschiedliche Musik. Von Rock bis Latin, 60er bis alternative ist alles dabei. Je nachdem wie ich mich gerade fühle.

Hast du selbst Kinder, die du dir zum Vorbild genommen hast?
Ja ich habe eine Tochter und einen Sohn. Als ich anfing die Wandelwelt zuschreiben, war ein Erlebnis meiner Tochter die Grundlage dafür.

Wolltest du schon immer Jugendbücher schreiben oder war das etwas, was du später herausgefunden hast?
Als Kind ja, dann habe ich aber aufgehört. Erst durch die Erlebnisse meiner Kinder wuchs der Wunsch wieder zu schreiben und die Wandelwelt entstand.

Wie entspannst du dich zuhause am besten?
Nach einem Bad in meinem Zimmer, mit einem Buch und einer Tasse Tee.

Hörst du Musik beim Schreiben?

Ja, höre ich sie oft leise im Hintergrund. Aber manchmal brauche ich auch die absolute Stille.

Worum geht es in deinen Worten in deinem Buch?

Es geht um das finden und zulassen von Fantasie, Träume und Kreativität.
Wie hast du dich für das Genre entschieden, in dem du deine Bücher schreibst?
Da ich selber sehr gerne Fantasy lese, hat sich das bei mir so ergeben. Für mich persönlich habe ich dort die meisten Möglichkeiten in andere Welten einzutauchen.

Suchst du gezielt nach Bewertungen?
Nein. Allerdings freue ich mich jedes Mal sehr über Anfragen ob ich ein Buch zum Bewerten senden könnte.
Wie gehst du mit Kritik um?
Es kommt immer sehr darauf an wie sie an mich herangetragen wird.
Wenn es konstruktive Kritik ist, bin ich sehr dankbar darüber, sonst kann es mich auch sehr verletzten oder verunsichern.

Wie gehst du mit den neuen Möglichkeiten, mit Lesern in Kontakt zu treten (wie Facebook, Blogs und Amazon) um?
Ich finde die Möglichkeiten großartig und mache dies auch sehr gerne. Zum einen finde ich die Fragen, die an mich gestellt werden sehr spannend und zum anderen ist es für mich als Autorin faszinierend herauszufinden, was meine Leser beschäftigt. Was sie anspricht und wer überhaupt meine Leser sind. Sie sind nicht mehr anonym, sondern Menschen mit eigenen Lebensgeschichten, Wünschen und Bedürfnissen.

 Was steckt von dir in deinem Buch?
Herzblut und der eine oder andere Anteil von mir in den Figuren.
Bringst du auch eigene Erfahrungen, Träume und Gefühle, die du selbst erlebst, mit in das Buch ein?
Ja ganz viel. So war ich zum Beispiel ähnlich wie Minou ständig am träumen und irgendwie anders. Die Kinder haben mich nicht verstanden und ich sie nicht.

Möchtest du nur weitere Geschichten zum kleinen Wesen in uns schreiben oder auch noch andere

Bücher, womöglich sogar nicht nur Bücher auch für Kinder?
Es wird weitere Geschichte von der Wandelwelt geben, aber auch die Idee für ein Jugendbuch spukt in meinem Kopf herum.
Warum ist es dir so wichtig, dass wir unser kleines Wesen finden?
Weil wir jemanden brauchen, der auf unsere Fantasie, Träume und Kreativität aufpasst. Zu schnell kann in unserer schnelllebigen Zeit davon etwas verloren gehen.
Wie sehe unsere Welt ohne Träume, Visionen und Fantasie aus? Es gebe meiner Meinung nach keinen Fortschritt und keine Weiterentwicklung.
Deshalb: Findet Fantasie und passt gut darauf auf. Euer Kleines Wesen hilft euch dabei.
Hast du Angst vor schlechten Kritiken?
Natürlich habe ich immer ein Stückweit Angst davor. Es ist mein erstes Buch. Und ich habe durchaus auch schon schlechte Kritiken bekommen. Aber jede Kritik hilft mir auch wieder ein Stück weiter.
Ich habe inzwischen gelernt damit umzugehen.
Nicht jeder kann die Wandelwelt toll finden. Dafür sind wir alle viel zu unterschiedlich.
Und das ist auch gut so. Ich glaube die Welt wäre sonst sehr langweilig.

Begegnen dir häufig Kinder, denen du gerne das Buch geben möchtest?
Ja ganz oft. Leider ist es mir nicht immer möglich da ich nicht so viele Belegexemplare rausgeben kann, wie es z.B. ein Verlag tun könnte.

Warum hast du um dein Buch einen eigenen Verlag gegründet?
Ich arbeite auch als Entspannungstrainerin und habe mit der Figur des Kleinen Wesens noch viel vor. Mit meinem eigenen Verlag bin ich sehr flexibel und kann vieles direkt nach meinen Vorstellungen und Werten umsetzen.

Warum ist die Geschichte noch nicht zu Ende?
Weil nun erst die Abenteuer in der Wandelwelt beginnen. Deine.

Wie finden deine Kinder dein Buch?
Da sie meine Kinder sind natürlich toll.
Abgesehen davon ist meine Tochter allerdings auch meine größte Kritikerin.

Was ist das für ein Gefühl, jetzt als Neuautorin auch so viel Aufmerksamkeit zu bekommen?
Sehr, sehr ungewohnt. Aber auch spannend und aufregend.

Würdest du auch ein reines Ebook veröffentlichen, wenn du keine andere Möglichkeit hättest?

In einer interaktiven Form wäre das für mich durchaus vorstellbar.
Gibt es in deinen Figuren Teile von dir?
Ja, ganz viel in Minou, aber auch in Tipps und Noumi.

Liegt dir eine Person deiner Bücher besonders am Herzen?
Eigentlich liegen sie mir alle am Herzen. Jeder dieser Figuren durchlebt eine Wandlung und reift in ihrer Entwicklung. Jede für sich ist sehr liebenswert.

Was war das schönste Erlebnis mit „Fans“?

Ein vierjähriges Mädchen. Ich war auf dem Bremer Kindertag und die Kleine war so fasziniert von dem Buch, das sie darauf bestand, dass ich es ihr vorlese. Mit große Augen sagte sie“ Aber nicht schummeln, alles lesen“
Da ich gerade eine Pause hatte, habe ich ihr diesen Wunsch erfüllen können. Normalerweise sind meine Leser ein wenig älter.
Zu sehen, dass sie mit ihren 4 Jahren verstand um was es geht, war einfach wundervoll.

Wird es von dir noch weitere Jugendbücher geben?

Ja ich denke schon, allerdings wird das noch ein wenig dauern, da ich zur Zeit den zweiten Teil der Wandelwelt schreibe.
 
Vielen vielen Dank, dass du dir die Zeit zum Beantworten der Fragen nimmst!
 Ich danke Euch für eure tollen und teilweise sehr herausfordernde Fragen.
So ist auch mir noch einmal das eine oder andere deutlicher geworden.

Findet Fantasie, eure Diana

Schaut auch mal im BücherKaffee, da hat Diana auch sehr interessante Antworten gegeben.

Das Hörbuch von Dianas Buch hat Sandra (Büchermaus) gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! 🙂

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[Buchvorstellung] Wandelwelt 01

Wandelwelt 01 – Noumi  Minou – Diana J. Jacobs-Waibel
Finde Fantasie
Mit Illustrationen von Kerstin Zemke
Hardcover, 2012
55 Seiten
 „Es gibt eine Welt, die liegt jenseits unserer Welt.“ So beginnt das Abenteuer in der Wandelwelt.
Denn auch wenn wir es nicht (mehr) wissen, hat jeder von uns ein kleines Wesen, das dort wohnt. In der Wandelwelt. Als Kinder wissen wir sehr wohl, dass es ein kleines Fantasiewesen in jedem von uns gibt, aber mit der Zeit wird uns erzählt, dass es diese Fantasie gar nicht gibt. Nur Fakten und Zahlen zählen und Drachen und Elfen und überhaupt, die gibt es gar nicht!
Wenn wir dann nicht mehr an die kleinen Wesen denken, dann werden sie zu Vergessenen…
Noumi erwacht in der Wandelwelt eines Morgens und muss feststellen, dass ihre Farbe irgendwie verblasst. Irgendwas passiert mit ihrem Menschenkind, denn nur die Vergessenen sind blass und unscheinbar.
Also macht sich Noumi auf nach Nubila, um dort eine Lösung zu finden.
Gleichzeitig leidet das Menschenmädchen Minou ganz fürchterlich unter ihrer Mathelehrerin. Denn die erwischt Minou beim Träumen und herrscht sie an, dass Fantasie zu nichts nützt.
Da entdeckt Noumi, dass sie auf einem Blatt Papier gelandet ist – und muss nun Minous Fantasie beweisen. Aber auch die der Mathelehrerin…
Die Reise in die Wandelwelt ist wie die Rückkehr in ein vertrautes Abenteuer. Ich war sicher nicht die einzige, die als kleines Mädchen helfende Wichtel, geflügelte Freundinnen und versteckte Türen hinter dem Wandschrank hatte. Als Diana mir ihr Buch zeigte, war das ein Wiedersehen mit Freundinnen. Denn auch ich hatte eins ein kleines Wesen, das ich inzwischen viel zu sehr vernachlässige.
Diana Jacobs-Waibel schreibt über ein kleines Mädchen, das wieder lernen muss zu träumen. In unserer Zeit heute, in der wir kaum noch ZEIT haben zu träumen, ist das ein Weckruf. Kinder müssen viel mehr Gelegenheit haben, ihre Fantasie auszuleben, und das Buch vorzulesen kann ein Anfang sein. Glücklicherweise lesen ja noch immer viele viele Eltern vor – wenn die Zahl auch leider abnimmt.
Die Illustrationen des Buches sind dezent und ruhig. Beim ersten Anschauen war ich verwundert, wie wenig Bilder überhaupt dabei sind. Aber sie sind genau richtig. Der Text ist groß und sagt viel aus, wenn auch mit wenig Worten.
Diana Jacobs-Waibel hatte viel zu sagen, denn zuerst muss Noumi ihre Welt entdecken und anschließend Minou.
Nachdem also die Gestaltung des Buches beeindruckt hat, beeindruckt der Inhalt. Für Erwachsene klingt er natürlich warnender als für Kinder, dennoch kann ich die Lektüre nur beiden empfehlen.
 Volle Punktzahl für den Rückruf der Fantasie, für das Abenteuer und diese liebevolle Aufmachung.
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[Themenwoche] Heute: Diana Jacobs-Waibel

Nach dem dicken Schmöker mit dem fantasievollen Inhalt bleiben wir bei der Fantasie, diesmal aber auch schon für Kinder:

Diana Jacobs-Waibel hat nicht nur einen eigene Verlag, sondern arbeitet auch am liebsten mit der Förderung von Fantasie. Warum eigentlich, Diana?

Diana Jacobs-Waibel: Meine Lebensgeschichte beginnt an einem Dienstag im Jahre 1974 in Hamburg.
Die WM war gewonnen, Helmut Schmidt zum Bundeskanzler gewählt und meine Eltern glücklich.
Nach und nach kamen weitere Geschwister dazu und wir zogen aufs Land.
Nach meiner Ausbildung zur Schauwerbegestalterin habe ich lange im Bereich Messe und Kulissenbau gearbeitet. Ich zog mit meinem Sohn zurück nach Hamburg, studierte Kommunikationsdesign.
In der Zwischenzeit brachte ich meine Tochter zu Welt. Ein kleines Bündel Leben mit kupferrotem Haar.
Verstärkt durch Erfahrungen meiner Kinder, die sie im Laufe ihres Lebens mit Lehrern machten, Aussagen mit denen sie sich auseinander setzten mussten wie „Das gibt es nicht! Hör auf zu träumen!“ festigte sich mein Wunsch, zu schreiben. Für Kinder. Von Kindern.
Ich suchte Gespräche zu Eltern, Pädagogen und anderen Erwachsenen, sprach mit ihnen über Fantasie und Träume. Fazit: es gibt kaum Raum dafür! Unrealistisch?! Irrational?! Spinnerhaft?!
Das trieb mich an! Und so rief ich eine Figur ins Leben, die für all das Verlorene stand.
Ein Kleines Wesen, das alle Kreativität, Fantasie und Spinnerei erlaubt!
Mein KLEINES WESEN! Ich entdeckte es bei einer Vorlesung. Auf einem Blatt Papier. Es trug einen großen Hut, der ihm weit über die Augen hing.
In den darauf folgenden Jahren trieb mein KLEINES WESEN mich an, endlich etwas ins Leben zu rufen, das ebenso greifbar für die kleinen und großen Menschen ist, wie für mich: so entstand die Marke FINDE FANTASIE und nach und nach die  WANDELWELT.
2009 nahm ich mir eine Auszeit und lief den Jacobsweg. Auf diesem Weg wurde mir wieder bewusst, dass ich eigentlich viel Lieber mit Kindern arbeiten möchte .
Ich ließ mich zur Entspannungstrainerin für Kinder und Jugendliche ausbilden.
Nun arbeite ich seit 2010 als Entspannungstrainerin in meiner kleinen Praxis mit kleinen und großen Kindern an der Erschaffung, Erhaltung und Eroberung ihrer Fantasien.
Ich unterstütze sie alle darin, RICHTIG zu sein, in dem, was sie fühlen, denken und sich vorstellen.
2011 war dann auch die Wandelwelt bereit sich unserer Welt zu präsentiere und 2012 kam das Hörbuch dazu. Was in den nächsten Jahren noch so kommt? Lasst euch Überraschen.
Ideen habe ich noch eine ganze Menge.
Worum es im Buch „Wandelwelt“ überhaupt geht und was Diana euch noch schönes erzählen möchte, erfahrt ihr heute um 12 Uhr und um 18 Uhr!