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[Rezension] Sternschnuppenträume

Sternschnuppenträume – Julie Leuze
Egmont INK
Hardcover, 2014
ISBN: 978-3-86396-065-0
352 Seiten

14,99 €

Eine Insel an der Nordsee. Der Sommer bisher war ein einziger Alptraum, und Sven darf sich eigentlich nichts anmerken lassen. Nur ihre beste Freundin weiß bisher um ihr Geheimnis.
Doch als die Schule wieder anfangen soll und Svea sich ihren Mitschülern wieder stellen muss, gerät sie in Panik. Am letzten Partyabend vor dem neuen Schuljahr flüchtet sie am Nordseestrand in die Dunkelheit und trifft ausgerechnet – Nick!

Nick ist der Frauenschwarm schlechthin, hat eine On/Off-Freundin und lässt nichts anbrennen. Doch als er und Svea sich kurz zu einem Kuss hinreißen lassen hört die Erde auf, sich zu drehen. Etwas ist anders als vorher, und so sehr Svea und Nick auch voneinander lassen wollen… sie können es nicht.

Sternschnuppenträume“ ist ein Buch, das man gut weglesen kann. So leicht und locker es aber geschrieben ist, so sehr geht es hoch her zwischen den Zeilen.

Svea ist rastlos, eine junge Frau, die ihr Leben eigentlich endlich leben möchte aber auf der Insel wortwörtlich festsitzt. Ihre Familiendramatik ist sehr heftig und man leidet quasi sofort mit, wenn man erfährt worum es geht.
Bei Nick ist es genauso. Manchmal steckt hinter den Sunnyboys der See auf dem Surfbrett eben doch sehr viel mehr als es den Anschein erweckt! Dass das Buch teilweise aus seiner Perspektive erzählte, hat das Ganze noch packender gemacht.
Die Szenen sind auch aus der Ich-Perspektive geschrieben und wechseln manchmal so rasant, dass man nicht weiß, wer gerade erzählt.

Dass Svea und Nick sich für eine ganze Weile versuchen zu widerstehen, baut in der Geschichtung eine enorme Spannung auf. Als die beiden dann zueiander finden geschieht das in einer so heftigen Explosion der Gefühle (fand ich), dass ich einfach total mitgenommen war. Irgendwie auf eine schöne Art, obwohl hinter allem eine Tragik stand, die die Geschichte nicht so richtig strahlen lassen konnte.
Wie schon bei „Der Geschmack von Sommerregen“ schafft Leuze es, mit ihren Worten etwas einzufangen, das es einem ans Herz geht.

Es war auch nicht permanent ein Herzskasper, denn durch kleine Atempausen, zum Beispiel in der Robbenstation, konnten Svea und Nick aufatmen und man als Leser auch. Das machte das Buch noch gelungener.

Die Autorin hat sich vom ersten Buch deutlich gesteigert. Ich gebe dem Buch fünf Sterne für eine schlaflose, packende Nacht voller Emotionen und Gedanken.

Hier einige Impressionen der Autorin zum Buch!

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[Rezension] Du denkst, du weißt, wer ich bin

Du denkst, du weißt, wer ich bin – Em Bailey
Egmont INK
Hardcover, 2012
ISBN 978-3-86396-023-0
346 Seiten

17,99 €

Eine neue Schülerin soll in die Schule kommen, was Olive eigentlich kalt lässt. Denn seit sie eine Weile im Krankenhaus war, hat sie sich ohnehin zurückgezogen. Doch Miranda soll ihre Eltern umgebracht haben und sieht auch sehr seltsam aus, als sie in die Schule kommt.
Während sich Olive mit ihrer Freundin Ami im Hintergrund hält, nimmt Miranda den Platz der besten Freundin an Seite der Jahrgangskönigin Katie ein. Nach und nach wirkt es fast so, als würde Miranda Katie alle Lebensenergie nehmen.
Als Miranda sich dann mit Olive anfreundet, passiert es wieder – was geht dort vor? Wer ist Miranda wirklich?

Die Jugendbücher von INK haben immer etwas Besonderes. Ein bisschen Nervenkitzel, Spannung und Jugendliche. Das hat mich von Anfang an gereizt. Bei diesem Buch habe ich gewusst, dass es mir gefällt, habe trotzdem lange gebraucht, um es zu lesen.
Und jetzt war es an einem Abend durch… weil es so spannend war!
Olive ist ein bisschen kaputt, auch wenn man erst nach und nach weiß, warum. Sie hat sich sehr zurückgezogen, und muss erst wieder auftauen. Diese Entwicklung mochte ich gerne.
Miranda ist natürlich sehr unheimlich, und auch die Spekulationen, dass sie vielleicht ein Parasit für Menschenenergie wäre, macht es gruselig. Weil das kann ja nicht sein, oder doch?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dieses Buch hat mich echt mitgenommen. Die Art der Autorin, Dinge anzudeuten, die einem plötzlich aufgehen, war großartig. Es ist nicht so gewesen wie bei manchen Büchern, wo du plötzlich Informationen bekommst, auf die du gar nicht kommen konntest, sondern es gab immer schon kleine Andeutungen. Das fand ich sehr gelungen! Natürlich hat mir die Geschichte, also die Handlung, nicht so gefallen, weil es einfach sehr spannend war (und ich einfach zu ängstlich ^^), aber das ist subjektiv. Es war damit auch super geschrieben, weil ich panisch mit dem Buch dasaß und immer dachte „nein, bitte nicht!“.
Diese unterschwellige Psychoart ist echt gut gelungen!

Volle Punktzahl für ein Buch, welches megamäßig mitgenommen hat!

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[Rezension] Der Geschmack von Sommerregen

Der Geschmack von Sommerregen – Julie Leuze
Egmont INK
Hardcover, Juli 2013
ISBN 978-3-86396-062-9
320 Seiten

€ 14,99

Sophie ist eigentlich normal, wie man eben so ist, mit 16 Jahren. Aber sie hat ein Geheimnis: Alle ihre Gefühle sieht sie in Farben vor sich. Glück, Traurigkeit, Einsamkeit, Freude, alles hat seine eigene Kolorierung. Das verbirgt sie aber vor allen außer ihren Eltern, sogar vor ihrer besten Freundin. Und auch ihre Eltern heißen das nicht gut, denn vor langer Zeit hat Sophies Oma etwas Schreckliches getan – und auch sie hat Farben gesehen.
Dann kommt Mattis in die Klasse, und erobert auf einen Schlag die Herzen der Mädchen. Als er sich Sophie zuwendet und scheinbar Gefühle für sie hat, kann es keiner so richtig fassen, erst recht nicht Sophie.
Die anstehenden Pfingsferien werden zu einem Wechselbad der Gefühl, denn Sophie möchte vor allem eins: mit Mattis schlafen!
Doch auch er weiß nicht von den Farben. Und solange er die wahre Sophie nicht kennt, mag sie sich nicht öffnen. Sophie muss endlich herausfinden, was die Farben bedeuten…

Der Geschmack von Sommerregen“ ist kein Teenie-Roman mit platter Liebesgeschichte. Es hat den Beigeschmack eines seltsamen Autismusses, wie ich zunächst vermutete. Das war nicht schlimm, sondern machte die Geschichte besonders. Warum unterdrückten Sophies Eltern jedes Gespräch, warum sollte das Farbensehen etwas schlechtes sein?

Dieser Konflikt mit dem seltsamen Monitor von Sophie und das zarte Anbändlen mit Mattis fand ich richtig toll. Besonders als Sophie ein Bild von Mattis am PC nachbearbeitet hat, und endlich auch „real“ ihre Farben zugelassen hat. Dass Mattis auch „speziell“ ist, war ein kleiner Punkt, der gut zu Sophie passte, aber nicht zwingend notwendig war.

Die Erzählweise von Julie Lueze war dezent, mit Aufregung durch die Farben, und nie langweilig. Sie konnte einen packen und in die Geschichte reißen.

Allerdings gibt es auch mehrere Sachen, die mich störten:
– Der Titel wird im Buch nicht aufgegriffen. Oder ich habe es überlesen, weil es so minimal war.

– Die Geschichte hatte mit der Selbstfindung von Sophie genug zu tun. Zwischendurch gab es eine Art Kleinkrieg mit einem Ex, bzw. der Klassenqueen, was für mich absolut nicht in die Story passte. Es hätte meiner Meinung nach viel weniger dramatisch zum gleichen Ergebnis führen können. Als die Sache passierte, wollte ich das Buch einfach nur in die Ecke schmeißen. Bis zu dieser Stelle war es für mich ein lieber Jugendroman, der auf interessante Weise zwei etwas spezielle Jugendliche zueinander brachte. Dann kam etwas sehr sehr alltägliches dazu, was absolut unnötig war. Sophie brauchte diesen Tritt nicht, um sich selbst zu finden. Ich weiß, wenn eine Geschichte bei einem Gefühle egal welcher Art hervorruft, ist das gut, aber an dieser Stelle habe ich nicht mitgelitten sondern mich total geärgert.

– Von Mattis hätte ich gerne etwas mehr erfahren als sein toller, super gebauter Körper und seine „Krankheit“. Es dreht sich so viel um Sophie, dass sie zwar enorm viel über seinen Körper nachdenkt, aber nicht über sein Wesen. Vielleicht war ich auch so, ich weiß es nicht mehr.

Das Buch ist ein toller Jugendroman für Jugendliche, die ihre erste Liebe erleben, ihrem ersten Mal entgegenfiebern und den ersten Sommer ohne Eltern erleben. Für mich, die nicht mehr bei den Eltern sondern mit dem Freund zusammenwohnt, ist dieser Zauber der ersten Male schon verflogen. Liebe ist noch immer etwas sehr sehr aufregendes, aber der Glaube, der erste Freund ist DER Mann fürs Leben, ist nicht mehr da 😉

Sophie und Mattis wünsche ich noch ein wunderbares Teenie-Leben, mit der Aufregung der ersten Liebe und dem tollsten Sommer ihres Lebens.
Weil ich das Buch überwiegend gut fand, gebe ich 4 Sterne.

 ★★★★☆

Btw, liebes Team von der Herstellung bei INK: Die runden Ecken werten das Buch vielleicht optisch auf, aber beim Lesen knibbelten sie sich wieder auf, sodass es irgendwie gedetscht aussah. Das Geld hättet ihr euch sparen können 😉

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[Rezension] Spiel des Lebens

Spiel des Lebens – Veit Etzold
Egmont Ink
Softcover, September 2012
349 Seiten

14,99 €

Empfohlenes Alter vom Verlag 14 – 17 Jahre

Es soll ein Neustart sein, ein neues Leben, das Emily an der Universität in London endlich beginnen will. Von zuhause ausgezogen, mit einer Freundin im Wohnheim wohnen und die Freiheit genießen.
Doch schon am ersten Tag erlaubt sich jemand einen bösen Scherz mit Emily, und das ist kein Einzelfall. Ein seltsamer Psychopath offenbart sich Emily, denn angeblich hätte sie sein Leben gestohlen. Nun will er ihres stehlen.

Emily soll zwischen Tod und Leben entscheiden. Aber nicht bei sich selbst – zuerst bei anderen…

Ink bringt bisher wirklich nur nächteraubende Romane heraus. „Spiel des Lebens“ ist genau aus dieser Kategorie: packend, furchterregend, gruselig, realitätsnah und super durchdacht.
Wer ist der geheimnissvolle Erpresser, wer hat die Fäden in der Hand? Kennt Emily ihn?

Angefangen beim Cover sieht das Buch wirklich toll aus. Das Mädchen, dass scheinbar durch den Tunnel läuft (läuft sie wohin, läuft sie vor etwas weg?), die kalten Farben die man bei Emilys Albträumen wiederfindet, machen den Umschlag schonmal zu einem Gruseleffekt.

Die Handlung startet auch sehr krass, nach einem einführenden Prolog folgt eine recht gemütliche Einführung in das Studentenleben und die Situation. Das war sehr angenehm.

Emily ist eine tolle Figur, mit der man sich gut identifizieren kann. Ihre Mutter klammert und sie möchte gerne ihr eigenes Leben führen. Sie hat seltsame Dinge in ihrer Kindheit erlebt, die sie selbst nicht so recht zuordnen kann. Als Leser sieht man die meisten Kapitel aus ihrer Sicht (bis auf die Kapitel aus der Sicht des Killers) und weiß so alles, was in ihrem Kopf vorgeht.

Nicht ganz so gut hat mir gefallen, dass ich recht schnell wusste warum der Killer Emilys Leben haben will. Sehr dezente Hinweise waren mir wohl zu offensichtlich. Es dauert sehr lange, bis man weiß wer ER nun ist, aber das war dann nebensächlich. Die Auflösung der Geschichte war nicht ganz so spannend wie ich es mir gewünscht hätte.

Der Schreibstil des Autors ist sehr interessant. In eiligen Szenen las es sich rasch und ohne Holperstellen, es wurde nur auf das Wesentliche eingegangen. Wenn Emily Panik bekam wiederholten sich Wörter mehrfach oder sogar ganze Sätze. Hin und wieder war das etwas anstrengend, aber nicht störend.
In ruhige Szenen konnte Emily beschreiben, kombinieren und die Ruhe bewahren. Zum Lesen sehr angenehm.

Die Idee von dem Buch fand ich gelungen. So schnell werde ich mir wohl kein anderes Buch von Veit Etzold kaufen, aber sollte noch ein weiteres bei INK erscheinen gehe ich nicht daran vorbei.
Für das Lesevergnügen, dass noch eine weitere Prise Spannung und Länge vertragen hätte, vergebe ich 4 Sterne.

2

[Rezension] Ashes 2 Tödliche Schatten

Ashes Tödliche Schatten – Ilsa J. Bick
Egmont Ink Verlag
Hardcover, August 2012
571 Seiten

19,99 €

Meine Rezension zu Band 1

Achtung, Rezension kann Spoiler zu Band 1 enthalten!

Nachdem sie sich endlich den Weg aus Rule freigekämpft hat, steht Alex plötzlich vor einer Gruppe Veränderten, oder Chuckys, wie sie genannt werden.
Weil sie noch nicht aufgeben kann kämpft Alex um ihr Leben, doch der Anführer der Veränderten kann sie überwältigen. Seine Gier, nicht nach ihrem Fleisch, sondern nach ihrem Körper, lähmt das Mädchen.
Die kleine Gruppe nimmt Alex mit zu ihrem Lager, wo auch andere normale Menschen sind. Unter grausamen Umständen erfährt Alex, dass sie nun Proviant für die Veränderten ist…

Zeitgleich erfährt Chris in Rule von Alex‘ Flucht und will sie suchen. Doch viel dringender ist der Überfall auf die alte Jess und ihren Mann Nathan, angeblich auch durch Alex ausgeführt. Weil Chris nicht redet, und Lena damit schützen will, werden sie alle zur Folter geschickt. Damit sie reden.
Aber sie haben Freunde im Wald, die ihnen zur Fluch helfen…

Und noch an anderer Stelle überlebt ein anderes altes Ehepaar einen Überfall von Kopfgeldjägern nicht, denn sie beherbergen einen Jungen, der sie an ihren verstorbenen Sohn Michael erinnert. Dabei heißt er eigentlich Tom…

Nachdem der erste Band fulminant, packend und gruselig gestartet ist,  hatte ich entsprechende Erwartungen an Band 2. Zum größten Teil wurden diese auch erfüllt, aber so hundertprozentig überzeugt hat mich der Roman leider nicht.

Nachdem in Band 1 mehrere Handlungsfäden offen lagen, führt Frau Bick sie nun alle weiter. Also alle. Tom wird gesund gepflegt (das erfahren wir gleich im Prolog), Alex setzt ihre Flucht fort (und gerät vom Regen in die Traufe) und in Rule erfahren wir auch mehr. In gewisser Weise überschneiden sich die Ereignisse und kreuzen sich die Wege, aber die drei Protagonisten treffen sich nicht. Das fand ich schonmal ärgerlich.

Waren wir in Band 1 nur Zuschauer einer schrecklichen Katastrophe, bei der keiner wusste was vor sich ging und was einen noch erwartet, konnten wir in Band 2 hautnah die Entwicklung und die Auswirkungen miterleben. Alex war mitten unter den Chuckys und irgendwas ging mit denen vor.

„Wenn sie ihren Kopf ebenfalls auf diese Pyramide hätten platzieren wollen, hätte Wolf ihr einfach die Kehle durchgeschnitten und nicht eine Scheibe Alex-Carpaccio abgesäbelt.“ (S. 92-93)

Etwas schwer war der Einstieg nachdem so viel Zeit seit Band 1 vergangen ist. Es gibt keine Erklärung, es knüpft durch den Prolog nicht supernah an und einige Dinge hatte ich gar nicht mehr im Kopf.

Die Spannung baut sich etwas behäbig auf. Denn diesmal ist die Welt ja schon untergegangen und die Figuren müssen sich weiterhin darin zurechtfinden. So wirklich Spannung kam also zunächst nicht auf.
Doch dann, auf Seite 430, endlich BUMM kam die Spannung – und der Showdown!

Wie Band 1 spart Bick auch diesmal nicht mit Blut. Knochen brechen, Blutfontänen spritzen, Fleisch wird herausgebissen… bunter und blutiger hätte man es nicht beschrieben können. In meinen Kopf war ein absolutes Gemetzel (dass meine nächste Lesewahl auf was Seichtes viel, wunder da nicht). Schlimm war das nicht, und auch nicht übertrieben. Durch das flotte Lesetempo war das Buch schnell runtergelesen. Das hat mir gut gefallen.

Definitiver Spoiler:
Ziemlich dramatisch fand ich, dass scheinbar diesmal alle sterben. Und da hab ich mich wirklich gefragt, warum wir den Wegvon Chris verfolgen, wenn er stirbt. Und Nathan. Und Lena nicht mehr klar bei Verstand ist. Musste die Autorin diesen Weg nur aufzeigen, weil wir sonst nicht so viel oder gar nichts über die Veränderung und den Weg dahin gewusst hätten?
Ich hätte mir viel mehr Überschneidung gewünscht – so war das Buch in dieser Hinsicht etwas frustrierend.

Und warum ging Tom nicht nochmal zu der Einsturzstelle, sondern hat nur von oben geschaut??? 

Im Großen und Ganzen kann ich also wieder nur 4 Sterne vergeben. Dennoch bange und hoffe ich auf Band 3, in dem hoffentlich endlich ALLES geklärt wird!
Die Spannung fehlte etwas, dafür war es etwas aufschlussreicher. Meine Erwartungen wurden größtenteils erfüllt, wenn auch teilweise anders als gedacht.

★★★★
4

[Rezension] Dark Queen

Dark Queen Schwarze Seele Schneeweißes Herz – Kimberly Derting
Egmont INK
Aus dem Englischen („The Pledge“) von Tanja Ohlsen
Deutsche Ersterscheinung März 2012
362 Seiten

12,99 €

Empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre

Das Königreich Ludania hat seit Jahrhunderten die selbe Königin, denn die Herrscherin kann mit ihrer Seele den Körper wechseln. Doch das geht nur bei weiblichen Nachkommen, und seit zwei Generationen bringt das herrschende Königsgeschlecht nur noch Jungen hervor. Nun ist die Königin verzweifelt auf der Suche nach einer weiblichen Erbin – denn vor langer Zeit gabe es eine zweite königliche Familie, die jedoch ausgerottet werden sollte… und die Rebellen stehen vor der Tür, denn die Herrschaft der Königin ist nicht besonders angenehm…

Zur gleichen Zeit arbeitet Charlaina im Restaurant ihrer Eltern.Sie gehört zur Kaufmannsschicht, und darf nur die allgemeine Sprache und die ihrer Klasse verstehen – doch Charlie kann mehr. Sie versteht alle Sprachen. Nicht nur gesprochene, auch gemalte. Niemals darf jemand erfahren, was sie kann, denn die Königin hat das strengstens verboten.
Eines Abend lässt sich Charlie dazu überreden, in einen geheimen Club mit ihrer Freundin Brooklynn zu gehen. Dort lernt sie den charmanten Max kennen – doch irgendwie hat Charlie ein schlechtes Gefühl. Sie flüchtet nach Hause, aber der Gedanke an den seltsamen jungen Mann lässt sich nicht los. Mit ihrer Freundin besucht sie also erneut den Club, trifft diesmal jedoch Xander, der ihr seltsame Dinge erzählt…

Was wollen Max und Xander von Charlie – und wie lange kann die Königin den Kampf gegen die Rebellen noch halten?

Dark Queen“ ist eine der März-Neuerscheinungen bei INK. Irgendwie konnte ich mir nicht so recht etwas darunter vorstellen. Also war mein erster Eindruck sehr positiv. Im ersten Kapitel wird nämlich der Leser in die Machenschaften der Königin eingeweiht. Dann gibt es einen Zeitsprung, und die Sicht wechselt zu Charlie.

Zwischendurch wird hin und wieder die Perspektive gewechselt. Das war sehr angenehm, denn wenn Charlie nicht mehr erfahren hätte, konnte der Leser mal reinlinsen, wie es bei Max und Xander und der Königin aussieht.
Ganz so abschließend, wie ich es mir gewünscht hätte, wurden diese Gedankenfäden aber nicht verknüpft.

Die Aufmachung des Buches ist sehr gelungen. Das Cover ist schwarz mit schlangenhautartigen Elementen, und ein Mädchengesicht ist zu sehen. Die Schriftgröße war sehr angenehm und die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin. Die Seitenzahlen sind mit kleinen Elementen umrahmt. Für die Gestaltung wurde sich also etwas überlegt, das finde ich gut.

Der Inhalt an sich war sehr interessant. Die Idee einer Gesellschaft, in der nur eine Frau regieren kann (und wie es durchschien wurden auch Nachbarländer nur von Frauen regiert, die nichts anderes anerkannten), das strikte Klassensystem und dass jede Schicht seine ganz eigene Sprache hat – nicht ganz neu, aber spannend! Kimberly Derting hat sich reelle Problematik mit einem Hauch Fantasy zusammengebastelt – an vielen Stellen war das gut überlegt, aber nicht gut durchgesetzt.
Oft fehlte mir ein bisschen mehr Tiefe, Details wurden angerissen und kamen nur bedingt weiter vor (wie Nutzung der Technik und der Vorgeschichte des Landes). Mit dem Verlauf der Geschichte wollte ich das Buch dann nur beenden. Das Ende fand ich aber vorhersehbar und fast ein bisschen fad.

Der deutsche Titel war auch nicht so passend. Erst ganz zum Schluss erfährt man, warum und wieso. Wird es also einen Folgeband geben? Mit etwas mehr Tiefgang?
Ich weiß, es ist ein Jugendbuch. „Ashes“ hat mich aber zum Beispiel total mitgenommen, ebenso wie „Schweig still, süßer Mund“. Warum sind manche Jugendbücher also etwas weniger anspruchsvoll, wenn der Verlag ein bestimmtes Level halten will, habe ich mich gefragt.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen, weil ich die Idee toll fand, die Geschichte einen runden Bogen hatte und mir Charlie gefallen hat. Letzendlich war die Geschichte jedoch etwas zu oberflächlich und so superspannend dann doch nicht.

4

Vorschau 2012

Eigentlich klicke ich Vorschau-Posts von anderen Blogs einfach weg – und ich wusste ganz genau wieso. Denn nach einem einzigen Klick bei LenaBo habe ich jetzt Stunden mit Vorschaulektüre und Wunschzettelerweiterungen verbracht…
Und nun hier mal eine kleine Übersicht, was ich mir so anschaffen möchte (wobei ich bei mindestens der Hälfte sowieso noch warten werden, wenn ich merke, dass ich nicht so viel zum lesen komme). Die meisten Bücher habe ich auch nicht nach Handlung, sondern nach Aussehen ausgewählt – und dann geschaut worum es geht 😉

Also viel Freude… und ist etwas für euch dabei?

Man beachte: Das sind alles Neuerscheinungen! Und das die Cover hier so rumfliegen liegt an Blogspot…

Januar:
Schweig still, süßer Mund – Janet Clark (Loewe)
Julischatten – Antje Babendererde (Arena)

 
Außerdem, schon vielfach beworben:
Das Mädchen mit den gläsernen Füßen – Ali Shaw (script 5)

Februar: 
Küss den Wolf Rotkäppchens zauberhafte Lovestory – Gabriella Engelmann (Arena)
Dann fressen sie die Raben – Beatrix Gurian (Arena)
Du denkst, du weißt wer ich bin – Bailey (INK)
Die Macht der Sechs – Pitacus Lore (Aufbau Verlag) (wenn ich auch Teil 1 noch lesen muss…)

März:
Purpurmond – Heike Eva Schmidt(Aufbau)
Ich fühle was, was du nicht siehst – Susan Mallery (Mira)
Als die schwarzen Feen kamen – Beer (cbj)
Aschenputtels letzter Tanz – Kathleen Weise (Planet Girl)

Und auch wenn ich Teil eins noch auf dem SUB habe freue ich mich sehr auf
Schattenblüte: Die Wächter – Nora Melling (rowohlt Polaris)

April:
Geküsst von einem Duke – Julia Quinn (Mira)
Sündige Lektorin – Pierrat (Blanvalet)
Zeitenlos: Der Anfang – Shelena Shorts (Basteil Lübbe Baumhaus)

Mai:
Göttlich verloren – Josephine Angelini (Dressler)
Wer hat Angst vorm starken Mann – Susan Mallery (Mira)
Lord Stonevilles Geheimnis – Sabrina Jeffries (Lyx)



Katzenjagd – Ingrid Lee (Chickenhouse)

Wie wild wird erwartet:
Wild wie mein Verlangen – Elisabeth Hoyt (Mira)

Juni:
Das göttliche Mädchen – Aimée Carter (Mira)
Caras Schatten – Woods (Bastei Lübbe Baumhaus)

Juli:
Grim Flamme der Nacht – Gesa Schwartz (Lyx)
Ein skandalöses Rendezvous – Madeline Hunter (Lyx)

August:
Ein Traum und zwei Füße – sarah Rubin (Chickenhouse)
Rühr nicht an mein dunkles Herz – Meredith Duran (Lyx)

September:
Die Mondscheinbäckerin – Sarah Addison Allen (Goldmann)
Die verrückteste Nacht meines Lebens – Lauren Barnholdt (cbt)
Kein Lord wie jeder andere – Jennifer Ashley (Lyx)
Jennissimo – Susan Mallery (Mira)

Außerdem im HERBST angekündigt:
Dark Angel’s Fall Die Versuchung – Kristy Spencer /Tabita Lee Spencer (Arena)
Goldmarie auf Wolke 7 – Gabriella Engelmann (Arena)

Wie ihr also sehr, bin ich verrückt nach Büchern aus den Verlagen Lyx und Mira… Irgendwie treffen die so ziemlich meinen Ton 🙂 Aber auch Chickenhouse und der neue Verlag Planet Girl versprechen Gutes (wenn ich auch bei letzterem noch nicht so genau in die Vorschau geschaut hab…).

Glücklicherweise bekomme ich am Arbeitsplatz das Börsenblatt, wo wöchentlich NUR über den Buchmarkt gesprochen wird… es wird also mit Sicherheit noch Aktualisierungen geben 🙂