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[Rezension] Das Geheimnis des Viscounts

Das Geheimnis des Viscounts – Elisabeth Hoyt
Engl. Originaltitel: To Seduce a Sinner
Cora Historical Special Band 45 3/12
5,50 € (nur noch gebraucht erhältlich)
318 Seiten

Erscheint am 1. August bei Mira für 7,99 € als Taschenbuch

Es ist zum aus der Haut fahren! Jasper Renshaw hatte gehofft, endlich die Frau für die perfekte Ehe gefunden zu haben, da sagt sie ihm einfach am Tag der Hochzeit ab! Und sie ist nicht die erste – schon Emeline hatte damals die Hochzeit wieder abgesagt.
Doch Lord Vale muss unbedingt heiraten. Endlich sesshaft werden. In der Kapelle steht plötzlich Miss Melisande Fleming  vor ihm, und bietet an, seine Frau zu werden. Verblüfft über den unerwarteten Antrag sagt Jasper zu.

Was er nicht weiß: Melisande liebt ihn schon seit Jahren. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als seine Frau zu werden. Doch das mag sie ihm nicht zeigen. In ihrer Kühlheit und zurückgezogenen Haltung macht sie Jasper jedoch nur noch neugieriger, und bevor beide etwas merken, sind sie nicht nur verheiratet, sondern auch hoffnungslos verliebt ineinander…

Das Geheimnis des Viscounts“ ist der zweite Teil der Reihe „The Legend of the Four Soldiers“. Nachdem wir erfahren haben, wie Emeline („Wild wie mein Verlangen“) ihr Glück gefunden hat, und Samuel Hartley die Verräter des Massakers in Spinners Fall sucht, lernen wir nun Jasper Renshaw, Lord Vale, kennen.
Dieser wollte Emeline heiraten (und scheinbar nicht nur als Zweckehe, sondern mit mehr Gefühlen), doch sie ließ ihn sitzen.
Auch Jasper hat mit den Geistern des Massakers in Amerika zu kämpfen, und noch heftiger als Samuel Hartley möchte er den Verräter ausfindig machen.
Melisande weiß von seinen Plänen nichts. Es ist interessant, wie ihre Neugier und gleichzeitige Zurückhaltung von seiner Seite als kühle Distanz und Missachtung gedeutet wird.

Wunderschön aber, wie die beiden sich nach und nach finden. Ich mag diese Geschichten, in denen Mann und Frau erst heiraten und dann zueinander finden – denn erst nach ihrer Hochzeit haben sie die Möglichkeit, einander näher zu kommen.

An manchen Stellen haben mir ein bisschen die Gefühle von Jasper gefehlt. Er meint zunehmend mehr, Melisande immer beschützen zu wollen. Findet sie attraktiv und erregend. Aber er denkt nicht über ihre Vergangenheit nach oder drückt deutlich aus, wie er sich in ihrer Nähe fühlt (nur sicher…).
Das war ein bisschen schade.

Dennoch war ich auch dieses Mal absolut hingerissen von der Geschichte. Wie Jasper zum einen die Geschichte um Spinners Fall’s aufdeckt, und die anderen Soldaten eingeführt werden, fand ich großartig.
Auf Band 3 und 4 bin ich sehr gespannt (beide auf Englisch bereits erschienen).

Wie auch beim ersten Teil begann jedes Kapitel mit einem Stück eines Märchens, hier „Lachender Jack“. Dieses Märchen wie auch das deutsche Märchenbuch aus dem ersten Teil spielen eine winzige Rolle, denn Melisande übersetzt die Bücher – und gibt sie schließlich an Miss Fitzwilliam weiter, damit diese die ordentlich abschreibt. Dieser rote Faden durch die Bücher ist sehr schön.

Von mir wieder 5 Sterne für die tolle Geschichte aus der Feder Elisabeth Hoyts.

Die Reihe „The Legend of the Four Soldiers“
– To taste temptation („Wild wie mein Verlangen„)
– To seduce a sinner („Das Geheimnis des Viscounts“)
– To beguile a beast
– To desire a devil

Weitere Bücher der Autorin
The Princes Trilogy
– The Raven Prince („Aphrodites Schwester„)
– The Leopard Prince („Mein sündiger Engel„)
– The Serpent Prince („Mylady spielt gefährlich„) 

Auf Englisch gibt es bereits die „Maiden Lane Series“

2

[Statistik] September 2012

Der September war wie verhext. Sobald ich ein Buch ausgelesen hatte, kam ein neues per Post, denn diesen Monat kamen mehrere Vorbestellungen. Gegen Ende des Monats kam ich auch nicht mehr an gegen die Flut an neuen Büchern (worüber ich mich ja nicht beschweren will), wodurch mein SUB gestiegen ist – aber ich kaum etwas ausgegeben habe 🙂
Die Leseliste ist nicht ganz abgearbeitet, weil zwischendurch neue schöne Titel hereinkamen oder ich einfach Lust auf etwas anderes hatte.

Gelesen:
1. Ashes 02 Tödliche Schatten – Ilsa J. Bick 4/5 (Rezension)
2. Marley & Ich – John Grogan 5/5
3. Rubinrot/Smaragdgrün/Saphirblau – Kerstin Gier 3/5 (Rezension)
6. Star Wars Republic Commando 01 Feind Kontakt – Karen Traviss 5/5 (Rezension)
7. Jennissimo – Susan Mallery 5/5 (Rezension)
8. Aphrodites Schwester – Elizabeth Hoyt (Rezension)
9. Im Mond des Styx – Alexander Lohmann
10. Die verrückteste Nacht meines Lebens – Lauren Barnholdt 5/5 (Rezension)
11. Spiel des Lebens – Veit Etzold 3/5
12. Shades of Grey 02 Gefährliche Liebe – E.L.James 4/5

Weil BookCook die Buchreihe von Kerstin Gier im Schuber als einen Band zählt, muss ich heimlich für die Statistik +2 draufrechnen. Deswegen steht beim Statistikbalken rechts auch +2.

Rezensiertes aus anderen Monaten:
Unsere Nullerjahre Das Jahrzehnt der Bagels, Blogs und Billigflieger – Judith Maria Gillies (gelesen im August)
Dark Angels Fall Die Versuchung – Spencer/Spencer (gelesen im August)

Für Diskussion sorgte mein Artikel über Liebespaare in der Literatur, die mir in Erinnerung geblieben sind. Das fand ich sehr schön, dass das mal Resonanz kam – auch wenn ich echt Klischees ausgesucht hab 😉

Challenges:
Mit den Challenges bin ich bisher ganz zufrieden. Für die 12-Bücher-SUB-Abbau Challenge habe ich bereits 5 Bücher gelesen, das sollte bis Ende des Jahres machbar sein.
Die Mira Challenge ist gut erweitert worden, allerdings werde ich wohl im Oktober keine sieben Bücher mehr dafür schaffen. Eventuell zwei oder drei.
Für die Queerbeet Challenge fehlen mir nur noch zwei Genres (Krimi und Historischer Roman), die aber im Oktober wegzulesen sein sollten.
Die Jugendbuch Challenge habe ich locker beendet, führe die Liste aber noch weiter. Bisher sind es 33 Romane darauf, mal schauen wie viele es noch werden.

Für die Aufgaben-Challenge habe ich folgende Bücher gelesen:
Lese ein Buch von deinem SuB, welches dir eine liebe Person geschenkt hat. Hast du nicht? Dann nimm ein Buch, welches du dir selbst geschenkt hast (bitte rezensieren).
– Ashes 02, weil ich es bei dem Gewinnspiel gewonnen habe, wofür Katha meine Rezension eingereicht hat, was ich total lieb von ihr finde 🙂 Rezensionslink ist oben.

Lese ein Buch aus dem Genre, welches am geringsten auf deinem SuB zu finden ist (bitte rezensieren)
– Generell habe ich wenig Thriller im Regal, deswegen sage ich da mal Veit Etzolds „Spiel des Lebens“, wozu die Rezension die Tage kommt.

Ramona von theworldofbigeyes hat mir einen Award verliehen, extra für Blogs mit weniger als 200 Leserns 🙂 Vielen Dank nochmal, dass du an mich gedacht hast! Ich kannte den Blog vorher nicht, jetzt behalte ich ihn mal im Auge 😉
Genauso war es bei Anne von legitur.blogspot.com die zufällig mich und Annette Eickert ausgesucht hat für ihren Award. Ihr Worte fand ich sehr lieb: „Bei Read and be yourself schreibt Sandra über ihr liebstes Hobby – das Lesen. Ich weiß gar nicht mehr so recht, wie ich auf ihrem Blog gelandet bin, dafür weiß ich, dass ich dort nicht mehr einfach so weg kam und immer mal wieder vorbei schaue, um in Sandras Rezensionen zu hauptsächlich Jugend- und Fantasy-Büchern zu stöbern. Ähnlich wie ich selbst versucht sie ihr Lesefutter von Beginn an passend auszuwählen, weshalb sie hauptsächlich Empfehlungen ausspricht.“
Vielen vielen Dank auch an dich!

Zukünftig wird es hier auf dem Blog auch eine Kinoecke geben, da ich in nächster Zeit einige Filme schauen möchte, die vielleicht für andere auch interessant sind. Interessiert euch sowas? Oder eher nicht?
Und ich überlege, einige Büchervideos zu machen. Das reizt mich schon länger… an der Monatsstatistik versuche ich mich mal 😉

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[Rezension] Aphrodites Schwester

Aphrodites Schwester – Elizabeth Hoyt
Mira Taschenbuch
Vergriffene Auflage, 2009
396 Seiten

Gebraucht erhältlich

Sechs Jahre nach dem Tod ihres Mannes muss die Witwe Anna sich nach einer Anstellung umsehen, denn das Geld wird zunehmend knapp. Ihre Schwiegermutter rät ihr, als Gesellschafterin zu arbeiten, aber zufällig begegnet Anna dem Verwalter des Earls, der einen Sekretär sucht. Mutig lässt sich Anna einstellen und kann sogar den jähzornigen Earl Edward von sich überzeugen.

Schon nach kurzer Zeit sind beide hoffnungslos voneinander hingerissen, doch Edward muss sich zusammenreißen. Um den Fortbestand seiner Linie zu sichern muss er eine Frau heiraten, die Kinder bekommen kann. Und da Anna bisher kinderlos geblieben ist, fällt sie als potenzielle Ehefrau aus.

Zur Ablenkung fährt Edward nach London, um sich im Freudenhaus „Aphrodites Grotto“ zu vergnügen. Doch Anna sehnt sich so sehr danach, dem Earl endlich näher zu kommen, dass sie ihm kurzerhand nachreist – um verschleiert im Bordell auf ihn zu warten…

Aphrodites Schwester“ ist eigentlich der Auftakt zu einer Trilogie von Büchern, die alle von einem langen Märchen gerahmt werden. Wie der englische Titel des Buches „the Ravenprince“ verrät, geht es um den Rabenprinzen, dessen Geschichte vor jedem Kapitel ein Stückchen erzählt wird. Ich habe nicht herausgefunden, ob die Geschichten von der Autorin selbst erfunden wurden, oder ob sie sich die selber ausdenkt. Sie passen auf jeden Fall sehr gut.

Wie auch die nachfolgenden Protagonistinnen war Anna sehr sympathisch. Mutig und klug aber auch verletzlich und weiblich. Ich war sehr überrascht, dass sie sich aufmachte, in das Bordell zu fahren.  Schon als sie die Hure Pearl von der Straße aufgelesen hat war ich überrascht – und angenehm begeistert!

Der Earl Edward dagegen ist ein Heißsporn. Zornig, prügelbereit und vulgär war er nicht so mein Typ Mann. Anna beschreibt ihn als heiß und attraktiv, aber auch gewöhnungsbedürftig. So ganz der Alpha-Held wurde er hier nicht, obwohl er sich zum Beispiel mit Bereitstellung seiner Kutsche und ritterlichem Benehmen gegenüber Anna sehr anstrengte.

Elizabeth Hoyt entwickelt sich zu einer sehr geliebten Autorin bei mir. Ihre Bücher gefallen mir zunehmend besser, und ich bin sehr froh noch mehr Werke von ihr hier liegen zu haben. Mehrfach war mir danach, noch einmal die anderen beiden Bücher der Princes-Trilogy (s. unten) zu lesen, die ich ja schon hierhabe und sogar rezensiert!
Vielleicht wird uns sogar der Sonderband „The ice princess“ irgendwann übersetzt.

Elizabeth Hoyt schafft es, mich dezent mit in die Zeit zu nehmen, in der ihre Geschichten spielen. Es ist ohne auftrumpfen, ohne Vergleiche, wie ein Fernsehfilm den man sich kurz anschaut. Ihr Geschichten erheitern und sind lesenswert.

Sie schreibt sehr locker, nicht ganz so einfach und umfasst eine fast perfekte Geschichte. Die Wörter flogen nur so dahin.

Weil mir der Protagonist nicht ganz so superduper gefallen hat und die Geschichte mich nun doch nicht so sehr gefesselt hat wie die Folgebände vergebe ich nur 4 Sterne. Aber vier sehr gute Sterne!

★★★★☆

Die Reihen der Autorin:

The Princes Trilogy
– The Raven Prince („Aphrodites Schwester“)
– The Leopard Prince („Mein sündiger Engel„)
– The Serpent Prince („Mylady spielt gefährlich„)

The Legend of the four Soldiers
– To taste temptation („Wild wie mein Verlangen„)
– To seduce a sinner
– To beguile a beast
– To desire a devil

Sowie die Maiden Lane Serie.

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[Statistik] August 2012

Der August war sehr lesestark, weil ich jede freie Minute zum Lesen genutzt habe. Und weil so viele tolle Bücher bei mir eingezogen sind (siehe vorheriger Post), dass ich einfach keine Wahl hatte 🙂

Gelesen habe ich:
1. Wild wie mein Verlangen (Elizabeth Hoyt) ★★★★★
2. Glennkill (Leonie Swann)
3. Rotkäppchen muss weinen (Beate Teresa Hanika)
4. Goldmarie auf Wolke 7 (Engelmann) ★★★★★
5. Drei Wünsche hast du frei (Jackson Pearce) ★★★★
6. Wien, Stadt der Vampire (Fay Winterberg) 
7. Unter Wasser liebt’s sich besser (Davidson)
8. Ich hab dich im Gefühl (Cecilia Ahern) ★★★
9. Wenn es dunkel wird (Manuela Martini) ★★
10. Kuss au chocolat (Gabriella Engelmann)
11. Online fühle ich mich frei (Julia Kristin)
12. Ein Traum und zwei Füße ★★
13. Unsere Nullerjahre: Das Jahrzehnt der Bagels, Blogs und Billigflieger (Judith Maria Gillies)
14. Happy Hour in der Unterwelt (M.J. Davidson)
15. Dark Angels Fall (Spencer / Spencer)

Rezensiert habe ich aus anderen Monaten:
Shades of Grey Dunkles Verlangen – E.L. James (gelesen im Juli)

Statistisch sieht das alles so aus:
Neu im Regal: 33
SUB:
195
Gelesene Seiten: 42222

Die Challenges gehen sehr gut weiter. Bei der Seitenzahlchallenge habe ich wieder die 35000 Seiten angepeilt, und die Aufgaben Challenge der Seitenakrobatin habe ich auch erfüllt und fleißig Punkte für meine Gruppe erlesen.

Wirklich interessant ist dieser Artikel (KLICK) über Blogartikel, den  seo-united.de übersetzt hat. Was man alles bedenken sollte vor der Blogveröffentlichung und welche Fragen sich stellen. Sehr interessant – und hilfreich!

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[Rezension] Wild wie mein Verlangen

Wild wie mein Verlangen – Elizabeth Hoyt
Mira
Taschenbuch, Mai 2012
380 Seiten

7,99 €

Seit einigen Jahren ist Lady Emeline nun schon Witwe, und führt ein angenehmes Leben. Um sich die Zeit zu vertreiben begleitet sie junge Damen in die Gesellschaft. So auch Rebecca Hartley, nachdem deren Bruder Emeline darum gebeten hat.
Doch gleich zu Beginn fasziniert der Händler aus den Kolonien in Amerika die adlige Engländerin, und durch ihre Begleitung bei der jungen Rebecca kommen sich Emeline und Samuel zwangsläufig näher.
Anders als die englischen Aristokraten ist Samuel lockerer, verwegender, ungezügelter und trifft damit genau Emelines Charakter.

Langsam wird aus dem leisen Interesse eine heftige Schwärmerei, doch Emeline liegt ein großer Stein im Weg zur Liebe. Aus Rücksicht auf ihren Sohn Daniel hat sie bereits einer Zweckehe zugestimmt…

Samuel Hartley derweil ist nicht nur nach London gekommen, um sich in Abendgesellschaften zu vergnügen. Viele Jahre ist es nun schon her, dass er Soldatenkameraden bei einem Massaker in Amerika verloren hat, und wie er nun erfahren hat, wurde seine Kompanie damals verraten. In London vermutet er den Verräter, und sein Weg führt ihn zu Lord Vale…

Wie auch die Vorgängerbände hat „Wild wie mein Verlangen“ eine kleine Kriminalgeschichte. Die bringt die Protagonisten voran und fördert die Liebesgeschichte. Sie lenkt auch nicht ab.
Und auch diesmal gibt es eine weitere Geschichte in der Geschichte, zu Anfang jeden Kapitels wird „Eisenherz“ in Etappen erzählt. Das Buch ist ein neuer Auftakt zu einer vierteiligen-Reihe.

Ach, und wie erfrischend die Liebesgeschichte diesmal war. Seit langem habe ich einen historischen Roman gelesen, in dem die Protagonistin mal nicht jungfräulich war. Emeline weiß ganz genau, was sie mit einem Mann machen kann und muss. Sie hat zwar noch immer im Kopf, dass sich Genießen eigentlich nicht gehört, aber kann die Erotik nicht abweisen.
Die Liebes- und Bettszenen gestalteten sich also neu – es gab nur Erkundungen des neuen Körpers, nicht generell des Sexlebens.

Anders als bei „Mylady spielt gefährlich“ war ich diesmal einfach nur hingerissen von der Liebelei. Emeline möchte eigentlich nur noch eine Sicherung mit der Ehe, aber kann dem Charme von Samuel einfach nicht wiederstehen. Die Liebe wird größer und stärker.

Klassischerweise hat auch dieses Buch einen Showdown, der mir sehr gut gefallen hat. Ich mag es, wenn Menschen über ihre Schatten springen.

Ein großes Lob auch an die Übersetzung. Die Geschichte ließ sich locker lesen, ohne holprige Formulierung und Fehlerteufel.

Was kann ich anderes, als 5 Sterne zu vergeben? Elizabeth Hoyt trifft mal wieder meinen Geschmack. Historisch, erotisch, spannend und wunderbar romantisch!

 ★★★★★

Weitere Werke der Autorin:
Mein sündiger Engel (zur Rezension)
Mylady spielt gefährlich (zur Rezension)

Die Reihen auf Englisch:

The Princes Trilogy
– The Raven Prince („Aphrodites Schwester“)
– The Leopard Prince („Mein sündiger Engel“)
– The Serpent Prince („Mylady spielt gefährlich“)

The Legend of the four Soldiers
– To taste temptation („Wild wie mein Verlangen“)
– To seduce a sinner
– To beguile a beast
– To desire a devil

Sowie die Maiden Lane Serie.

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[Rezension] Mylady spielt gefährlich

Mylady spielt gefährlich – Elizabeth Hoyt
Mira Taschenbuch
Taschenbuch, 2. Auflage März 2011
396 Seiten

6,99 €

Lady Georgina wird auf ihre Ländereien gerufen. Seltsame Schafsmorde gehen bei den Bauern um, und sie hofft auf Hilfe durch ihren Verwalter Harry Pye. Doch dieser ist nicht nur ein sehr fähiger Verwalter. Er ist zudem äußerst attraktiv – und ebenso hingerissen von seiner Herrin wie sie von ihm.
Gemeinsam machen sie sich auf Spurensuche nach dem Mörder, und kommen sich dabei ein bisschen näher. George ist hingerissen von ihrem Begleitert und hadert mich sich, ob sie ihrem Verlangen nachgeben soll.
Harry zügelt sein Verlangen nur so lange, bis auch die Lady dem ihren nachgibt. Und wie erwartet ruft diese Affäre keine Freude in ihrem Umfeld hervor.
Ihre außerstandesgemäße Liebelei bleibt nicht ohne Folgen…

Mylady spielt gefährlich“ beginnt plötzlich und unerwartet. Auf der ersten Seite wird man in die Handlung geworfen und muss sich zurechtfinden. Ich habe mehrere Seite gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass George Lady Georgina ist! Sie ärgert sich im ganzen Buch über ihren Namen – zu recht, wie ich finde. Wie kann man nur einen Männernamen für so eine hübsche Frau benutzen?

Die Leidenschaft zwischen Harry und George prickelt von ihrer ersten Begegnung an heftig. Natürlich geraten sie in einen Regen und müssen sich aus den nassen Klamotten pellen, und können sich nur notdürftig verhüllen.
Ich fand schön, dass die beiden nicht sofort ihrer Lust nachgeben, sondern tatsächlich erst einmal nachdenken. Sehr angenehm! So konnte man sich mit beiden ein wenig anfreunden und war selber ganz angespannt, dass sie sich jetzt bitte mal küssen sollten.

Die Sichtweise war abwechseln aus Harrys und aus Georges Sicht. Somit hat man auch unterschiedliche Blickwinkel der Geschichte gesehen. Der Wechsel war allerdings nicht abrupt oder vorschnell, sondern immer nachvollziehbar.

Wie es bei einem Alpha-Helden ist, ist Harry natürlich erfahren mit dem weiblichen Geschlecht, weiß im Akt genau die richtigen Knöpfe zu drücken und ist einfach ein toller Mann, den frau lieben muss! Es ist einfach wunderschön zu lesen, wenn der Mann die Frau so sinnlich begehrt, und richtig zu händeln weiß *seufz*

Ihr lest, mir hat das Buch wieder gefallen. Wie sollte es auch anders sein. Ich könnte meckern, WIE die beiden sich immer geliebt haben, aber irgendwie passt es auch wieder. So ganz unschön war es ja nicht – und die Beschreibungen fand ich super dezent diesmal. George entdeckt nicht den Spaß am Sex und ist sofort hemmungslos, sondern lernt den männlichen Körper langsam kennen.

Wunderbar war natürlich die Schlussszene in der Kirche – aber die verrate ich natürlich nicht 😉

Ein rundherum angenehmer Roman, der mich wieder in die viktorianische Zeit entführt, sehr angenehm zu lesen war und mich erneut von Elizabeth Hoyts Büchern schwärmen lässt. Volle Punktzahl!

★★★★

Weitere Romane der Autorin:
Mein sündiger Engel (zur Rezension)
Wild wie mein Verlangen

sowie Kurzgeschichten bei Cora.

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[Rezension] Mein sündiger Engel

Mein sündiger Engel – Elisabeth Hoyt
1. Auflage April 2011
Mira Taschenbuch
370 Seiten
7,95 €

In Maiden Hill, etwas außerhalb von Kent nahe London, findet Lucy einen nackten Mann im Graben. Führsorglich nimmt sie ihn mit zu sich nach Hause, obwohl der Captain, ihr Vater, nicht sonderlich begeistert ist.
Schon wenig später erwacht der verletzte Mann und stellt sich als Viscount Simon von Iddesleigh vor. Gegen jede Vernunft begehren sich die jungen Leute. Doch Simon lag nicht ohne Grund im Graben: jemand wollte ihn tot sehen.
Simon möchte die Liebe seines Lebens schützen, und kehrt nach London zurück, um sich um seine Feinde zu kümmern. Aber Lucy geht ihm nicht aus dem Kopf. Also kehrt er zu ihr zurück, und bittet um ihre Hand. Mit Lucy in London erhofft er sich ein leichteres Leben – aber Lucy findet etwas über ihn heraus, was ihre Ehe nur erschwert…

Mein sündiger Engel“ ist zuuufällig ein Buch, was auch in die Weihnachtszeit passt. Denn das Buch endet an Weihnachten – mit Frieden!
Der erste Eindruck, den die Geschichte vermittelte, war sehr prickelnd. Die Geschichte war nicht so klassisch (wenn auch irgendwie wieder doch ^^) und es interessierte mich, wie die Story ausging.
Lucy ist wie immer die feine Lady, bibelfest und Heilbringend, die aber ganz stark ist – außer in den Armen des Mannes. Gefangen in ihrer Frauenrolle wollte sie nichts mehr als Liebe. Und Lucy war in diesem Buch so naiv und niedlich, dass man sie einfach gern haben musste.
Simon war der Macho, wie wir ihn lieben! Animalisch, düster und voller Rache. Für die Ehre eines anderen Mannes kämpfte er bis aufs Blut in Duellen. Die Duelle überhaupt waren gelungen! Da sie für mich neu waren, war es eine Abwechslung, die gut in den Roman passte.

Wirklich interessant war, dass die Liebe sich in dieser Geschichte tatsächlich noch entwickelte, obwohl die Anziehung vom ersten Moment zwischen Lucy und Simon vorhanden war.
Und wie immer ging es teilweise dann richtig zur Sache, als die beiden endlich verheiratet waren.

Gerahmt wurde die Liebesgeschichte übrigens vom „Märchen vom Schlangenprinz“ – eine tolle Idee, weil man ständig wissen wollte, wie es weitergeht. Das Ende war … nein, das verrate ich nicht 😉

Teilweise trug Elisabeth Hoyt etwas dick auf, deswegen gibt es einen Punktabzug. Dennoch war das Buch leicht zu lesen, gehört in jedes Romantik-Fan-Regal und wärmt beim Lesen an einem düsteren, verregneten Winterabend. Ich gebe vier von fünf Sternen.

★★★★☆

Vielen Dank an den Mira Taschenbuch Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares!!!