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[Rezension] Nicht die Bohne!

Nicht die Bohne! – Kristina Steffan
Diana Verlag
Taschenbuch, April 2013
ISBN 978-3453357426
352 Seiten

8,99 €

Wenn etwas schief geht, dann meist alles auf einmal. Zumindest müsste man den Eindruck bei Paula bekommen. Endlich endlich trennt sie sich von ihrem Freund Olaf, der eigentlich der perfekte Mann war. Nur er wollte heiraten und Kinder. Und zwar pronto.
Doch kaum will Paula Mann- und Kinderlos in der Karriere durchstarten, passiert genau das Ungewollte: Sie wird schwanger.
Und als wäre das noch nicht genug (kein Mann, doch ein Kind…), wird sie auch noch entlassen.

Paula ist am Boden zerstört. Wie soll sie so ein Kind großziehen? Und will sie das Kind überhaupt?
Verzweifelt sucht sie einen neuen Job, damit wenigstens ein bisschen Geld verfügbar ist. Dabei gelangt sie auf einen Ökohof, der ihr nicht nur eine neue Gemeinschaft, sondern auch eine neue Liebe bietet…

Kristina Steffan, auch bekannt als Kristina Günak, hat mich bereits mit ihrer Hexe Elionore zum Lachen gebracht. „Nicht die Bohne!“ ist ihr erster reiner Frauenroman, ohne Magie und ohne übernatürliche Wesen. Das fand ich im ersten Moment schade, aber schon beim Anlesen des Buches hat mich Paula absolut mitgerissen.

Anders als in den Fantasy-Bücher ist Paula nicht nur verdammt menschlich, sondern auch total aus dem Leben gegriffen. Ein bisschen von Eli steckte natürlich in der Figur auch drin, aber die 9 Monate mit Paula sind schon anders.

Das Buch steigt ein, als Paula den Schwangerschaftstest gemacht hat. Damit beginnt auch das Chaos, denn man lernt zunächst die durchgeknallte Familie, dann den verrückten Chef und schließlich Paulas neue Entschlossenheit kennen.

Im Buch erlebt man die komplette Schwangerschaft mit. Mit der beginnenden Morgenübelkeit, geschwollenen Füßen und dem Glück, einen Rippentritt zu bekommen. Dabei geht es aber nicht vordergründig um die Schwangerschaft, sondern eher darum, wie Paula ein neues Leben beginnt. Eine neue glückliche Liebe, neue Freunde, eine neue Einstellung zum Leben. Damit konnte ich mich sehr gut identifizieren.
Außerdem schreibt Kristina Steffan sehr locker und leicht. Ihre Bücher konnte ich bisher fast immer in einem Rutsch durchlesen. Die Handlung stolpert nicht, die Sprache ist sehr durchgehend und flüssig zu lesen.

Das Cover finde ich übrigens auch total passend. Die Babyfarben blau und pink sind mit drin, eine weibliche Figur und drei Küken. Das alles passt zu einem Buch über eine turbulente Schwangerschaft und der Entscheidung für das Leben.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne. Es war mitreißend, man konnte mitfühlen, wollte Paula pausenlos knuddeln und verliebte sich mit in Simon. Eine tolle Geschichte, nicht nur für Frauen mit Kindern.

★★★★★

Weitere Bücher der Autorin:
Die Drachenbraut
Engel lieben gefährlich (Elionore Brevent #2)
Eine Hexe zum Verlieben (Elionore Brevent #1) Ausgezeichnet mit dem Seraph 2012 für „Bestes Debüt“

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[Statistik] März 2013

Der März ging nicht so schnell rum wie der Februar, aber dennoch habe ich nicht unbedingt das geschafft, was ich schaffen wollte.

Gelesen habe ich:
1. Die Henkerstochter und der schwarze Mönch – Oliver Pötzsch

2. Die Hure und der Krieger  – Maya Banks
3. Entführt in der Dämmerung (Shadow Falls Camp 3) – C.C. Hunter 
4. Sei lieb und büße – Janet Clark
5. Die Bestimmung – Veronica Roth
6. Die Drachenbraut – Kristina Günak
7. Legend 01 – Marie Lu
8. Das ist nicht wahr, oder? – Jenny Lawson The Bloggess 
9. Adorkable – Sarra Manning
10. Hunde unter Wasser – Seth Casteel

Gelesene Seiten: 6047

SUB: 203

Von der Buchmesse habe ich einige Lesexemplare mitgebracht, aber sonst habe ich auch einige Bücher gekauft …

 

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[Rezension] Die Drachenbraut


Die Drachenbraut – Kristina Günak
U Books  Eternal Love
Taschenbuch, 2. Auflage Dez 2012
288 Seiten
In einer Welt, in der Magie fast vergessen ist, gibt es dennoch immer wieder einige kleine Wunder. So wie Josefine, die in einem Krankenhaus arbeitet und hin und wieder der Genesung einer Patienten einen kleinen magischen Stups gibt. Genau deswegen muss sie sich nun erneut vor dem Magischen Rat blicken lassen, obwohl ihr eigentlich nichts nachgewiesen werden kann.
Am Vorabend der Sitzung trifft Josefine auf den anhänglichen Hund Oskar, der dem – Jos Meinung nach griesgrämigen – herrischen Valentin gehört. Mitten in der Nacht holt Oskar dann die junge Ärztin aus dem Bett, weil Valentin einen Anfall hat.
Was es genau mit diesem Anfall auf sich hat, erfährt Josefine jedoch nur aus einem Zwang heraus. Denn nach langer Zeit bedrohen die Dunkelalben wieder die Welt, und nur Valentin kann sie aufhalten.
Aber nur, wenn Josefine sein wahres Ich erweckt…
Kristina Günak ist einigen vielleicht schon bekannt durch ihre Romane über ihre Hexe („Eine Hexe zum Verlieben“ „Engel lieben gefährlich“).
Mit diesem neuen Roman hat sie sich in fantastischere Gefilde gewagt, mit etwas weniger Pepp und Humor, dafür mit mehr Liebe und Fantasy. Ich mag an ihren Hexen-Romane sehr gerne diese trockene Ernsthaftigkeit, die aber auch sehr beißend sarkastisch sein kann.
In „Drachenbraut“ ist das nicht da, sondern eine viel tiefer gehende Geschichte nimmt ihren Raum ein.
Josefine und Valentin lernen sich auf dem falschen Fuß kennen, wissen aber bald um ihr gemeinsames Schicksal. Denn beide haben immer nur gesucht und gesucht und finden endlich ihr Zuhause. Diese Entwicklung mitzuerleben ist beim Lesen sehr sehr schön.
Ein bisschen hat mich gestört, dass teilweise die Abläufe sehr schnell gingen und kaum Raum für Erklärungen blieb. Kristina Günak kann mit wenigen Worten auf den Kern der Sache kommen, aber an einigen Stellen fehlte mir der Zusammenhang und der Überblick. So musste ich einige Seiten mehrmals lesen, weil mir einfach nicht aufging, was gerade gemeint war (z.B. S.175).
Dann aber wird dem Liebesakt ein ganz eigenes Kapitel gewidmet, während drum herum die Welt im Chaos versinkt.
Auch wenn ich an manchen Stellen über holprige Formulierungen (ja, ich bin eben so penibel) gestolpert bin, fand ich das Buch insgesamt doch sehr gelungen. Wie schon gesagt, kann Kristina Günak mit wenigen Worten eine tolle Geschichte schreiben, sodass die 288 Seiten weder langatmig noch ununterhaltsam sind. Ein tolles Buch für ein knackiges, kurzes Fantasyabenteuer.
Und endlich geht es mal um richtig tolle, männliche Drachen!
Vier von fünf Sternen von mir für „Drachenbraut“.
★★★★☆
Übrigens wird die Autorin im Mai auch wieder zur LoveLetterConvention kommen 🙂
5

[Statistik] Juni 2012

Dieser Monat war mal wieder öde. Ich hatte total die Leseflaute und habe viel lieber tonnenweise Schmuck gemacht (unter anderem sogar für Kolleginnen), dabei lief permanent Buffy. Da die Folgen der Serie immer so 45 Minuten laufen, war nach drei oder vier Folgen meist Schluss und ich musste ins Bett.
Soviel dann zur Lesezeit. Dementsprechend kommt bisher nicht viel zusammen.

Schön war aber das Interview mit Susanna Ernst, das sie mal andersherum von Autorin zu Bloggerin mit MIR geführt hat 🙂

Gelesen:
1. Engel lieben gefährlich – Kristina Günak ★★★★☆
2. Das göttliche Mädchen – Aimée Carter
3. Hourglass Die Stunde der Zeitreisenden – Myra McEntire ★★★★☆
4. Meiner zieht immer – Ralf Lindner / Bertie der Terrier ★★★★★
5. Der Klang des Pianos – Elisabeth Büchle ★★
6. Katzenjagd – Ingrid Lee ★★★★☆
7. Pinguinwetter – Britta Sabbag ★★☆☆☆
8. Vampir zum Frühstück ★★
9. Erzähl mir von der Liebe – Beate Teresa Hanika ★★

Angefangen: Memento Die Überlebenden – Julianna Baggot, Der Kelch von Anavrin – Tina St. John

Rezensiert habe ich aus anderen Monaten:
Sex and the Kitty – Nancy the Cat (gelesen im Mai)

Statistisch sieht das alles so aus:
Neu im Regal: 27 Bücher
SUB: ca 190 Bücher
Gelesene Seiten 2413

Die Challenges laufen auch fröhlich weiter.  Bis auf das +1 bei der Mira-Challenge hat sich nicht viel verändert.

Gleich am ersten Wochenende des Monats gab es Büchernachschub, als ich auf der LoveLetterCon war.  Dann lief eine Blogtour bis zu mir. Bei Vorablesen habe ich „Voll Streng, Frau Freitag“ erhalten, das ich auch gleich lesen wollte. Ich habe 8 Dinge über mich erzählt. Die MidsommarLesenacht war mäßig erfolgreich.

Der Juli dürfte reich an Lesestoff und klein an Käufen werden, denn es gilt wieder mal Buchkauffrei. Diesmal bin ich gewillt, das auszuhalten. Erstens habe ich mein Budget stark überdehnt und wir brauchen einen Staubsauger und zweitens hab ich sooo viele tolle Bücher hier, die muss ich mal weglesen 🙂

2

[Rezension] Engel lieben gefährlich

Engel lieben gefährlich – Kristina Günak
U Books
Taschenbuch, November 2011
299 Seiten
Paranormal Chick-Lit

12,95 €

Band 1

Elionore Brevent hat es satt, dass ihr Hexenlehrling Nicolas sie Nacht für Nacht stört. Denn sie wäre lieber mit ihrem Werpanther im Bett alleine.
Doch als der Vampir und angehende Hexer ihre Hilfe braucht, ist niemandem mehr nach Spaßen zu mute. Aus dem Zauber, den Nicolas versehentlich hervorgebracht hat, entsteht eine Drohung. Im Schlaf erscheint ihm zusätzlich noch ein Engel, der ihn vor einer anbahnenden Katastrophe warnt.
Doch sowohl Eli als auch Nicolas nehmen das nicht ernst – was dazu führt, dass Nicolas entführt wird und keiner weiß wohin.
Der Engel Florentine bittet Eli um Hilfe bei der Suche, denn Florentine und Nicolas sind schwer verliebt. Doch auch die Hilfe in Form eines starken, gefallenen Engels macht mehr Schwierigkeiten als nützlich zu sein…

„Was?“ fragte ich erbost. „Du hast mich gefragt, ob ich auch schneller fahren kann. Ja, ich kann. Und warum glaubst du, dass ich Gummibärchen mit mir führe? bin ich ein Kiosk? Die sinnvollere Frage wäre, ob ich meine Beretta dabei habe. […]“ (S. 138)

Ganz anders als die romantischen, mittelalterlichen Fantasyromane, die ich zuletzt gelesen habe, ist der zweite Roman von Kristian Günak mal eine tolle Abwechslung.
Denn nicht nur befinden wir uns in der Jetzt-Zeit, auch spielt dieser Mystik-Kram gar keine so riesige Rolle. Nein, Kristina Günak blendet dieses „Was wäre, wenn“ einfach aus und macht die Zauberei zum Fakt. Es gibt Hexen, es gibt Vampire, es gibt Gestaltenwandler. Punkt aus.
Nur dass es Engel gibt, dass überrascht selbst Protagonistin Eli.

Im gesamten Buch behält Eli ihren Charakter sehr konsequent bei. Damit fährt sie sich sowohl in noch mehr Schwierigkeiten und retten ebenso die Welt (grob gesagt).Ihre flapsigen Sprüche und ihre verdrehte Art machten viel Spaß beim Lesen.
Doch auch der Engel und der Kleiderschrank Pax und natürlich der Werpanther waren tolle Figuren. Laut der Autorin haben die sich ihr auch aufgedrängt, in die Geschichte zu dürfen. ^^

Kristina Günak kommt selber aus „Norddeutschland“, was immer das auch heißen mag, und als ich sie auf der LoveLetterCon kennen lernen durfte wusste ich, woher diese Frische aus ihrem Buch kommt. Die Autorin ist selber humorvoll, zackig und aufgeweckt (sie begann ihre Vorstellung auf der Bühne mit „ich bleibe heute sitzen, ich habe Sitzschuhe an“) und genau so, wie ich mir die Schöpferin von Elis Welt vorgestellt habe.

„Du stammst von ihr ab“, flüsterte Vincent, […]. „Ja, und?“ „Jetzt habe ich Angst vor dir.“ (S.283 -284)

Schön fand ich, dass man das Buch auch sehr gut ohne Band 1 lesen kann. Obwohl an vielen Stellen natürlich darauf hingewiesen wird, und man zugegebenermaßen am Anfang schon in die Handlung plumst, ist Band 2 jedoch auch eine eigene Geschichte. Man lernt die Charaktere kennen, wird mit der Problematik vertraut gemacht und das meiste von Band eins scheint ja abgeschlossen.

Ich freue mich, dass ich noch einen ersten Band zu lesen habe und erwarte mit Spannung das Buch mit den Drachen, dass bei U Line im Herbst erscheint!
Für diese spritzige, humorvolle Idee und die geniale Geschichte vergebe ich 4 Sterne.

 ★★★★☆