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[Statistik] April 2014

Im März hatte ich Urlaub und viel Zeit, wodurch ich wieder mehr zum Lesen gekommen bin, und meine Statistik recht ansehnlich finde 🙂

Gelesen
1. Spinnenkuss – Jennifer Estep
2. Bridget Jones – verrückt nach ihm – Helen Fielding
3. Die Bestimmung Tödliche Wahrheit – Veronica Roth
4. Sternschnuppenträume – Julie Leuze
5. Unter dem Südseemond – Regina Gärtner
6. Soul Screamers 2 Rette meine Seele – Rachel Vincent
7. Das Mädchen mit dem Haifischherz – Jenni Fagan
8. Mord mit Schnucke – Brigitte Kanitz
9.Nacht aus Rauch und Nebel – Mechthild Gläser

Einige Rezensionen folgen noch, und der Mai und Juni wird wieder ein Lernmonat ohne gleichen (DREI Klausuren an einem Tag im Juni!).

Es stapeln sich auch die Rezensionsexemplare, muss ich ehrlich zugeben, aber ich arbeite hart daran, sie abzuarbeiten.

Außerdem hat sich etwas tolles ergeben, aber das verrate ich erst, wenn etwas öffentlich ist… aber es hat natürlich mit Büchern zu tun 😀

Und jetzt gehe ich an diesem freien Tag wieder in mein kuscheliges Bett und lese 🙂

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Nacht aus Rauch und Nebel

Nacht aus Rauch und Nebel – Mechthild Gläser
Eisenheim # 2
Loewe Verlag
Hardcover, 2013
ISBN 978-3-78557445-4
400 Seiten

17,95 €

Rezension zu Band 1
Achtung, bezieht sich auf Handlung aus Band 1!

Die Welt ändert sich nicht immer, wenn etwas gravierendes Leben eines einzelnen Menschen passiert.
Das zumindest muss Flora feststellen, die zwischen dem realen Leben und der Seelenwelt Eisenheim pendeln muss. Keiner nimmt Rücksicht auf das Doppelleben der Wanderer.
Es müssen zwei Schlachten geschlagen werden: In der realen Welt muss Flora ihre Freundin und dessen Zwillingsbruder beschützen, normal zur Schule gehen und ihr Verhältnis zu Marian wieder auf die Reihe bekommen.
In Eisenheim dagegen droht das Nichts die Stadt zu verschlingen, und scheinbar kann niemand etwas dagegen tun. Einzig der Weiße Löwe könnte die Rettung bedeuten, doch Flora muss mit aller Macht verhindern, dass der Stein je wieder auftaucht.
Oder ist die einzige Möglichkeit, allen die Wahrheit zu sagen, wo der Weiße Löwe steckt? Bevor es dazu kommt, gerät die Welt jedoch wirklich aus den Fugen…

Die Lektüre des ersten Bandes lag bei mir schon eine ganze Weile zurück. Ich wusste aber noch, dass ich einige offene Fragen hatte, die mir hoffentlich nun beantwortet würden.
Die Handlung schließt quasi nahtlos an das Ende des ersten Teils an. Es gibt kurze Rückblick, für die vergesslichen Leser, sodass man gut wieder aufschließen kann.
Flora beleuchtet außerdem sehr gut ihre Situation, was es einem leicht macht, die Dinge nachzuvollziehen.

Die Geschichte ist nur aus Floras Sicht erzählt. Flora ist aber pfiffig und sehr aufmerksam, wodurch man als Leser viel mitbekommt. Auch wird immer wieder die Umgebung beschrieben, weil es in neue Viertel von Eisenheim geht.
Die Fahrt durch das Nichts ist beklemmend, und je mehr es dem eindrucksvollen Höhepunkt zugeht, desto dichter wird die Erzählweise und die Spannung. Das fand ich sehr gelungen!
Mechthild Gläsers Schreibweise ist auch in diesem Band nicht steif oder erwachsen, es schwingt noch immer die junge Denkweise mit. Flora ist nicht erwachsen, sie muss sich noch finden, und das war großartig ausgeführt.
Damit ließ sich das Buch echt gut und schnell lesen. Es ist echt schade, dass es keinen dritten Teil geben wird.

Weil es an einigen Stellen bemängelt wurde, muss ich zur Gestaltung noch etwas sagen. Ich fand den ersten Teil sehr extravagant, der Schutzumschlag war geprägt und hochwertig. Der zweite Teil nun hat einen bedruckten Schutzumschlag.
Dennoch finde ich, dass beide Bücher zusammen passen. Während im ersten Teil die Neugier überwog und man noch viel Licht sah, ist der zweite Band düster und voll schwarzem Nichts. Was passt also besser als ein schwarzer Umschlag? Die Schrift in rosa ist schwer zu lesen, aber es passt genau zur Handlung: Eisenheim vergeht im Nichts – es ist kaum noch zu erkennen.
Das Schiff auf dem Cover ist etwas weit gegriffen, weil das Schiff im Buch keine Schornsteine hat, aber ein U-Boot auf dem Cover hätte sich bei weitem nicht so eindrucksvoll gemacht 😉

Insgesamt gebe ich dem Buch 5 Sterne und damit volle Punktzahl, weil es ein würdiger Abschluss ist, obwohl ich wirklich gerne mehr von Flora und Eisenheim gelesen hätte, vor allem nach DEM Ende!
Die Geschichte war packend und fantasievoll ausgedacht.

★★★★
3

[Rezension] Die Stadt aus Trug und Schatten

Die Stadt aus Trug und Schatten – Mechthild Gläser
Januar 2012
Loewe Verlag, Hardcover
412 Seiten
17,95 €

Altersempfehlung: 13 – 16 Jahre

Obwohl Flora es in ihrem Leben nicht leicht hatte, blieb sie doch wenigstens im Schlaf verschont. Bis jetzt. Eines Tages taucht nicht nur ein seltsamer schattenhafter Reiter auf, den andere nicht sehen können, sondern auch noch ein finnischer Austauschschüler. Dabei durfte Flora bisher nicht mal ihre allerbeste Freundin in die Wohnung ihres Vaters mitbringen!
Doch Marian ist nicht nur Austauschschüler. Flora trifft ihn eines Nachts im Traum, als sie in einer seltsamen Stadt erwacht. Am Tag erzählt Marian ihr, dass die Stadt Eisenheim heißt, und dort alle Seelen der Welt Nacht für Nacht auftauchen und ein zweites Leben führen. Normalerweise erinnern sie sich aber am Morgen nicht, diejenigen, die es doch können, sind die „Wanderer“.
Flora ist plötzlich eine Wanderin, und soll einen sehr wertvollen, magischen Gegenstand gestohlen haben. Doch das war ihre schlafende Seele, und Flora kann sich an nichts mehr erinnern.

An ihrer Erinnerung sind mehrere Leute interessiert – aber wem kann Flora eigentlich trauen?

Die Stadt aus Trug und Schatten“ ist ein Mammut für ein Debüt. Mechthild Gläser nimmt ein einfaches Thema: Was passiert mit uns im Schlaf. Diesmal wandert die Seele in eine eigens dafür entstandene Stadt: Eisenheim. Die Stadt ist eine Mischung aus Mittelalter, Geisterstadt und Moderne. Verfallene Gegenden, prominente Bauten und verlassene Gebäude reihen sich aneinander.

Die Figur der Flora ist zum einen eine typische Jugendliche, hat aber auch schon viel Verantwortung. Seit ihre Mutter verschwunden ist, schmeißt sie den Haushalt und kümmert sich um ihren Vater. Sie lernt im Laufe des Buches schon ein bisschen dazu und sich selbst kennen, aber noch nicht so viel, dass es unnatürlich wäre.
Marian dagegen ist sowohl verbittert als auch erwachsen. Für ihn gibt es kein „Entweder Oder“ und seine Motive sind klar.
Gestört hat mich der Vater, der so verpeilt ist, dass er nicht mehr mitbekommt, was mit seiner Tochter passiert. Hier hätte ich mir mehr gewünscht!

Bei Amazon wurde die Liebesgeschichte zwischen den beiden ein bisschen bekritelt. Ich muss sagen, dass mich dieser Handlungsstrang weniger gestört hat. Es ist ein Hin und Her zwischen den beiden, und Flora weiß zum einen, wen sie liebt, zum anderen aber nicht, ob sie ihm trauen kann. Das finde ich nachvollziehbar – und Flora ist schließlich auch noch nicht erwachsen! Dass ihre Gefühle schwanken finde ich völlig ok!

Ich sage erneut: Jugendbücher sind heute nicht mehr nur jugendlich. Für mich als Erwachsene (und im Berufsleben und über 20 bin ich das ja wohl) gab es so viel Verstecktes, so viel Paralleles zur eigentlichen Handlung, dass ich das Buch nicht bis 16 Jahre ausschreiben würde.

Teilweise merkte ich auch, dass die Autoren vermutlich selber noch in dem Alter war, als sie mit dem Schreiben angefangen hat. Die Sprache ist authentisch, frisch und nicht so klobig. So wie junge Erwachsene denken und reden ist es im Buch. Das fand ich wesentlich besser als wenn die „alten“ Erwachsenen versuchen, ihren Jugendlichen hippe Worte in den Mund zu legen.

Am Ende des Buches blieben noch wahnsinnig viele Fragen offen – wie ich mittlerweile weiß, ist das alles geplant, aber es regt mich dennoch auf (weil ich halt so bin). Was ist mit Floras Mutter? Ist der Stein für immer verschwunden? Wird Floras Vater mal einen Platz für sie haben? Warum genau ist Christabel noch bei ihnen?
Ich denke, Mechthild Gläser hatte wahnsinnig viele Ideen und Gedanken. Vielleicht sollte für Band 2 aber ein bisschen aufgepasst werden, dass der Leser auch mitgenommen wird. Hin und wieder viel es mir schwer, Dinge nachzuvollziehen und ich fühlte mich überrannt.
Mit Spannung auf Band 2 vergebe ich 4 Sterne.

Lest auch die Rezension von Kerstin.

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[Neu im Regal] März II

Ja, ich war tatsächlich seeehr unartig im Bücherkaufrausch.

Am 31.3. war ich für einen Nachmittag in Hamburg (ja, nur einen Nachmittag) und musste Zweitausendeins einfach einen Besuch gönnen.
Dort fand ich zum Superschäppchenpreis zwei weitere Bücher von Katja Brandis:
 „Feuerblüte“ und „Feuerblüte 2 Im Reich der Wolkentrinker„.

Ganz untergegangen ist meine „Lieferung“ von Heidemarie Brosche. Die Autorin macht nicht nur in meiner Themenwoche zu Kinder- und Jugendbüchern mit, sondern hat mir auch zwei weitere Bücher über das Versagen in der Schule zur Verfügung gestellt.
Das Jugendbuch „Casting“ habe ich an einem Abend verschlungen, am 16.Mai werdet ihr die Rezension dazu lesen können.

Das Handbuch „Kinder- und Jugendbuch schreiben und veröffentlichen“ wird ebenfalls eine Rolle spielen in der Woche.

 Für den Herbst plane ich außerdem ein weiteres kleines Special, bei dem die Bücher „Warum es nicht so schlimm ist, in der Schule schlecht zu sein“ undWarum Lehrer gar nicht so blöd sind“ helfen werden. 
Danke schonmal an dieser Stelle 😉

Ebenso herzlich bedanke ich mich bei der lieben lieben Diana Jacos-Waibel, die mir beim Bloggertreffen in Hamburg ein Exemplar ihres Buches „Wandelwelt 01 Niumi-Minou“ mitgab. Über dieses Buch werdet ihr ebenfalls in der Themenwoche noch einiges lesen können.
Wer ganz neugierig ist, kann ja mal auf Dianas Homepage stöbern. Es geht vor allem um eines: Fantasie!




Und morgen stelle ich euch den Riesenberg neuer Bücher vom April vor. Wo kommen diese ganzen tollen Bücher nur immer her?