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[Neuzugänge] Oktober 2013

Ich habe so schöne neue Bücher im Oktober bekommen, die ich euch mal wieder zeigen wollte.
Tapfer wie ich war habe ich kaum Bücher gekauft aber tolle Bücher bereit gestellt bekommen. Und das Restgeld ging komplett für  Wolle raus düdiduuu…

Weil ich noch nicht alle rezensiert habe aber euch auch mal zeigen will, was hier so liegt und was ich über das Buch denke, stelle ich euch die Neuzugänge mal vor.

Liebe ist kein Beinbruch – Stephanie Bond
Bereits gelesen und rezensiert.

Basilikum mal anders – Alexandra Kumer
Bereits gelesen und rezensiert.

Boy Nobody: Ich bin dein Freund. Ich bin dein Mörder – Allen Zadoff
Die Rezension dazu geht die Tage online. Begeistert war ich nicht so.

Bin ich ich der Depp? – Martin Wehrle

Von Martin Wehrle habe ich bereits das schockierende Buch „König Arsch“ gelesen. „Bin ich hier der Depp“ hat mich angesprochen, weil ich jetzt weiß, wie das harte Büroleben ist ^^
Gerade läuft es aber relativ ruhig am Arbeitsplatz, weshalb ich das Buch erstmal nach hinten geschoben habe. Ich bin aber sehr gespannt, was Wehrle rät und wie ich meinen Arbeitsalltag leichter machen kann 🙂

Frauen und Bücher – Stefan Bollmann

Was nach einem Plädoyer aussah, ist eigentlich eine ziemlich leidenschaftliche Liebeserklärung. Habe ich zumindest bisher das Gefühl, denn ich habe vier Kapitel gelesen. Man kann Das Buch auch nicht schnell lesen, weil es genossen werden muss. Im November werde ich mir aber die Zeit, die es braucht, dafür nehmen.

Wer liebt mich und wenn nicht, warum? – Mara Andeck
Dieses Buch habe ich in einem Happs verschlungen, weil nicht nur Band 1 richtig toll war, sondern der zweite Band sogar noch besser!

Sherlock Holmes und das Ungeheuer von Ulmen – Franziska Franke
Eine gute Freundin, die seit Jahren konsequent ein neues Abenteuer von Holmes nach dem anderen schreibt, hat mir ihre Neuerscheinung geschickt.

Das Ende der Männer: und der Aufstieg der Frauen – Hanna Rosin
Ich weiß nicht, warum mich der Titel angesprochen hat. Aber ich wollte dieses Buch haben. Da kam vielleicht meine feministische Ader durch ^^ Da ich ja über unseren hausshop einfach-evangelisch.de bestelle, lag das Buch schon auf meinem Schreibtisch, als ich zur Arbeit kam. Mein Kollege hatte es mir hingelegt und war sichtlich schockiert über meine Titelwahl. Man muss dazu sagen: Wir konkurrieren sozusagen um den gleichen Job (ich als Auszubildende und er als Volontär 😉 ).

Holunderliebe – Katrin Tempel
Für unser Büchermagazin habe ich versucht einen kleinen Text dazu zu schreiben und weil mir das Buch dabei selbst so gut gefallen ist, habe ich es gleich für mich selbst bestellt 🙂

Im Auge der Sonne – Barbara Wood

Ein neues Buch von Barbara Wood! Waaaaahhhh!!! Ich liebe ihre Bücher über starke Frauen und Mut und Selbstbewusstsein und Frauen! Das Buch konnte ich nur noch nicht sofort lesen, weil meine Mutter es mir sofort aus der Hand gerissen hat. Dafür macht sie auch einen kleinen Leseeindruck – nur lange darf sie es nicht mehr behalten…

Der Tod kommt nach Pemberley – P.D. James
Meine erste Prämie von wasliestdu.de . Es ist „signiert“, also winzig klein steht vorne „P.D.James“ in Kruckelschrift. Ich vertraue ja der Mayerschen, aber ein bisschen mehr Signatur wäre ja wohl drin gewesen, also von der Größe, nicht personalisiert.
Auf jeden Fall interessiert mich aber die Geschichte besonders, weil es eine Art Fortsetzung von „Stolz und Vorurteil“ sein soll. Ich bin gespannt.

Kennt ihr eines der Bücher? Habt ihr davon schon etwas gelesen oder jetzt mal wieder ein neues schönes Buch entdeckt?

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[Rezension] Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten

Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten – Franziska Franke
KBV Verlag
Taschenbuch, 2012
 263 Seiten

9,90 €
7,99 € Kindle Edition

Ein neuer spannender Fall für den englischen Ermittler Sherlock Holmes!
Die große Weltausstellung findet im Jahr 1885 im belgischen Antwerpen statt. Der Kunstinteressierte David Tristam fährt zu einem Besuch dorthin, doch schon am Bahnhof werden ihm sprichwörtlich Steine in den Weg gelegt – sein Koffer wird vertauscht.
Statt Reisekleidung finden sich nun allerlei nützliche Dinge für das Juweliergeschäft darin.
Da Tristam eine sehr ehrliche Haut ist, sucht er den richtigen Besitzer des Koffers auf. In einer Pension lernt er so Jan Peeters, einen Juwelier, kennen.

Doch dieser wird kurz darauf tot aus der Schelde gezogen. Weil Tristam nicht nur Mord, sondern einen größeren Zusammenhang sieht, ruft er nach Sherlock Holmes, welcher der Langeweile in London entfliehend sofort kommt.
Gemeinsam untersuchen die Ermittler nicht nur den angeblichen Selbstmord, sondern auch das Geheimnis hinter dem seltsamen grünen Diamanten, der in Antwerpen verkauft werden soll…

Im bereits vierten Band über Sherlock Holmes lässt Autorin Franziska Franke den berühmten Dedektiv das alte Belgien erforschen.
Wie auch zuvor ist David Tristam vor Ort, und erzählt aus seiner Perspektive. Diesmal geht es ihm ein bisschen weniger ums Essen, wenn ihm auch auffällt, wie wenig Holmes immer isst 😉

Schön finde ich die kleinen geschichtlichen Einwürfe, besonders zur Kunst, die vor allem Tristam immer einwirft, obwohl Holmes sich weder für die landestypische Küche noch sonderlich für Kunst interessiert.
Dennoch weiß der Engländer wie immer mehr, als er preisgibt, und führt den Leser bis zum Ende am langen Arm durch Antwerpen und seine Umgebung. Kleine Nebensätze, wie die Information zur Cola, machen deutlich, dass Holmes seiner Zeit weit voraus war.
Informativ und klärend sind kleine Fußnoten, die manches geschichtliche Hintergrundwissen auftun oder kurz eine Jahreszahl erklären.

Leider fand ich die Mordfälle irgendwie nicht zusammenpassend. Die Aufklärung ging mir also etwas schnell, da hätte ich mir mehr Zusammenhang gewünscht. Das Ende vom Buch kam ein bisschen plötzlich.

Insgesamt kann man über das Buch wenig schreiben, weil es sehr dünn ist, und ich ansonsten zu viel verraten würde 😉 Für Holmes- und Franke-Fans ist dieses Buch auf jeden Fall ein Muss, und gibt in der hübschen Gestaltung auch im Regal etwas her.

Sehr gerne möchte ich noch mehr Abenteuer von Holmes aus der Feder dieser Autorin lesen – gerne aber auch noch etwas richtig Historisches 😉

Ich vergebe 4 Sterne, da ich die Schreibweise wie gewohnt wirklich toll finde und ebenso denke, dass Franke ihren Holmes passend zwischen die Abenteuer von Doyle und anderen Autoren gesetzt hat.

Weitere Bücher der Autorin:
1) Sherlock Holmes und die Büste der Primavera (Rezension)
2) Sherlock Holmes und der Club des Höllenfeuers (Rezension)
3) Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris (Rezension)
4) Der Tod des Jucundus (Rezension)

Und hier gab es ein Interview mit der Autorin.

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[Statistik] Dezember 2012

Ok, im Dezember war ich WIRKLICH sparsam 🙂 Nur zwei neue Bücher sind in meinen Schrank gewandert, und das eine war sogar noch eine Bestellung aus dem November (aber ich nehme immer das Eingangsdatum).

Gelesen habe ich dagegen auch nicht viel, weil ich im Urlaub immer erstmal komplett runterfahre und dann neu motiviert starten muss. Auch sollte man meinen, an den Feiertagen wäre viel Zeit – überhaupt nicht! Das Bücherlesen habe ich in den letzten Tagen des Dezembers auf die Nächte verschoben, weil wir ohnehin immer ausschlafen konnten ^^

Gelesen:
1. Die Tribute von Panem: Die Hungerspiele -Suzanne Collins (Rezension 1,2, und 3)
2. Suche Weihnachtsmann – biete Hund – Petra Schier 4/5 (Rezension)
3. Wie Zuckerwatte mit Seidenfäden – Sophia Bennett 5/5 (Rezension)
4. Shadow Falls Camp 1: Geboren um Mitternacht – C.C. Hunter 4/5 (Rezension)
5. Für jede Lösung ein Problem – Kerstin Gier
6. Die Tribute von Panem: Gefährliche Liebe – Suzanne Collins (Rezension 1,2, und 3)
7. Die Tribute von Panem: Flammender Zorn – Suzanne Collins (Rezension 1,2, und 3)
8. Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten – Franziska Franke
9. Das Geheimnis der Maurin – Lea Korte

Rezensiert aus anderen Monaten:
Kaffee oder das Aroma der Liebe – Anthony Capella (gelesen im Oktober)
Die Kaffemeisterin  – Helena Marten (gelesen im November)

Die Challenges erläutere ich gleich noch in der Jahresstatistik.

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[Rezension] Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris

Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris – Franziska Franke

KBV Taschenbuch

September 2011

360 Seiten

9,90 €

Einige Zeit nach dem letzten gemeinsamen Abenteuer in Florenz begegnet David Tristam seinem großen Idol Sherlock Holmes in Südfrankreich wieder. Um den Meisterdedektiv aus der Reserve zu locken, versucht Tristam erneut Kunden für dedektivische Arbeit zu gewinnen. Doch ein Mordfall reicht schon, um Holmes‘ Abenteuerlust zu wecken.
Denn dieser Mordfall hängt mit einem Tagebuch zusammen, dass Holmes vor kurzem erwerben wollte. Es ist das Tagebuch seiner Großmutter, die angeblich im Dienste Marie Antoinettes gestanden haben soll. Besonders wertvoll wird das Tagebuch, weil es den Aufenthaltsort des Schatzes der ehemaligen Königin verrät.
Aber Holmes und Tristam sind nicht die einzigen, die den Schatz suchen. Ein skrupeloser Mörder schleicht durch Paris…

Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris“ spielt zeitlich einige Jahre nach dem letzten gemeinsamen Rätsel der Dedektive in Florenz. In einem Vorwort wird erläutert, dass der Zeitraum dazwischen noch unbekannt sein soll.

Die Geschichte ist aus der Sicht David Tristams geschrieben, der naiv und hungrig durch Paris stolpert. Dass er ständig auf die Essenszeiten hinwies, kam mir zwischendurch etwas lückenfüllend vor. Details, die leider nichts zur Gesamthandlung beigetragen haben.

Wie schon bei den Vorgängerbänden 1 & 2 ist Holmes stets unsymphatisch und doch brilliant zugleich. Sein Verhältnis zu Tristam ist gespannt, weil sie sich irgendwie nicht so recht leiden können, aber ihre Zeit miteinander verbringen.

Wirlich Großartig allerdings fand ich die Szenerie. Mit wenigen Worten versetzt die Autorin uns in das historische Paris. Da wird über die neumodische Erfindung „Fahrrad“ gemeckert, Tristam erfährt die Großstadt und Holmes weiß sogar noch mehr über die Historie. Es würde mich sehr interessieren, ob Frau Franke selbst mal in den Katakomben von Paris war, oder ob ihre Fantasie da sehr hilfreich war 🙂

Ganz so gut wie die vorhergehenden Geschichten fand ich leider diesen Sherlock Holmes-Teil nicht. Doch auch diesmal konnte Franke mit guter Schreib- und Ausdrucksweise und Detailsgenauigkeit punkten. Neben dem Krimi (mit einer gelungenen Idee!) erlebt der Leser also eine historische Stadtführung durch und unter Paris.
Vier von fünf Sterne dafür!

★★★★☆


Die Vorgänger:
Rezension „Sherlock Holmes und die Büste der Primavera“
Rezension „Sherlock Holmes und der Club des Höllenfeuers“
Rezension „Der Tod des Jucundus“

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[Rezension] Der Tod des Jucundus

Der Tod des Jucundus – Franziska Franke

Taschenbuch, 290 Seiten

Ersterscheinung Frühjahr 2011

Leinpfad Verlag

11,90 €

Inhalt:
Der ehemalige Sklave Marcus, der mittlerweile sein eigenes Weinkontor besitzt und verwaltet, erfährt, dass ein anderer ehemalige Sklave seines Herrn erstochen am Flussufer gefunden wurde.
Und bei der Leiche lag ausgerechnet Marcus‘ Bruder, Lucius.
Gemeinsam machen sich die Brüder daran, den Tod des Jucundus aufzuklären.
Ihre Ermittlungen werden auch noch beschattet von dem Teilhaber des Weinkontors, der scheinbar hinter dem Rücken von Marcus seine eigenen Geschäfte macht.

Meinung:
Nach zwei Romanen über Sherlock Holmes hat Franziska Franke sich von einem antiken Grabstein zu einem Mordfall inspirieren lassen.
Und in einem packenden, wunderbar recherchierten Kriminalroman zaubert die Autorin die antike Welt vor die Augen der Leser.

Marcus, ein ehemaliger Sklave, der sich freigekauft hat, vergleicht sich selbst doch immer wieder mit seinen ehemaligen Mitgefangenen. Er ist ständig genervt und gestresst, aber sehr authentisch dargestellt.

Hin und wieder wechselt die Perspektive vom Ich-Erzähler zum allwissenden Erzähler, um die Abenteuer des Lucius‘ darzustellen. Aber es wird nie so viel berichtet, dass sich der Leser ein Bild vom Mord machen kann, oder über die Gedanken von Lucius erfährt.

Bis zum Ende bleibt auch diesmal wieder der Mord ein Rätsel, dem Leser werden aber Stück für Stück Hinweise offenbart. Ein Kompliment an Frau Franke, die wieder ein wirklich packendes Abendteuer erdacht hat.

Leider wirkten teilweise einige Vorgänge etwas schleppend und zu zufällig. Dass Marcus weiter nach Gründen sucht, wirkte sehr gestellt und passt teilweise nicht zu der Figur, die dargestellt wurde.

Dennoch hinterließ der Roman vor allem durch die Sprachgewandtheit einen begeisternden Gesamteindruck. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

★★★★☆

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[Autorin] Cornelia Franke

Autorengespräch

Zu Gast:

Cornelia Franke


Auf der Leipziger Buchmesse habe ich mich auf die Suche nach noch nicht so bekannten Autorengesichtern gemacht, die es dennoch verdienen, vorgestellt zu werden. Vorab informierte ich mich natürlich ein bisschen über die Bücher und die Autorinnen, und zufällig fiel mein Blick auf die nun fast 22-jährige Cornelia Franke, die mit einem besonderen T-Shirt auf der Buchmesse 2010 versucht hat, einen Verlag zu finden.


Geboren wurde Cornelia Franke 1989 in der Nähe von Mönchengladbach. Mit jungen Jahren reifte in ihr bereits der Entschluss, ein Buch zu schreiben, und es sollte in ihrem Lieblingsgenre Fantasy sein. Vorbilder beim Schreiben, und Lieblingsautoren waren unter anderem Kai Meyer, Terry Pratchett und Cornelia Funke.



2008 beendete Cornelia Franke die Schule, und zog nach der Hochzeit zu ihrem Mann nach Berlin. Von dort aus begann sie ein Fernstudium an der Schule des Schreibens (HAF) auf. Nebenbei wurden fleißig weiter Geschichten gesponnen.

Doch eine Idee änderte alles: plötzlich trat Timmy in ihr Leben, und Cornelia Franke machte den ersten Schritt zu einem Kinderbuch. Mehrere Absagen für das Projekt „Timmy und die Allergomörder“ brachten sie auf die Idee, sich auf der Buchmesse von einem Verlag finden zu lassen! Mit einem T-Shirt, dass darauf hinwies, dass „Timmy“ und seine Geschichte ein Zuhause suchen, sprach sie mit Verlegern und Lektoren, und kurz danach meldete sich der Papierfresserchen-Verlag, der ihr Buch gerne verlegen wollte.

Weitere Geschichten sind auch schon in Planung. Bei dem Interview mit ihr erzählt sie lebhaft, wie sie und ihr Mann gemeinsam Ideen entwickeln, sich dabei selbst filmen und so alle guten Einfälle festhalten können.

Wie auch schon bei der Leipziger Buchmesse 2010 wusste Cornelia Franke, dass sie am besten selbst Werbung für ihr Buch und ihre Arbeit machen kann. So schrieb sie sämtliche Schulen im Raum und Umkreis Berlin an, und bot Lesungen aus „Timmy und die Allergomörder“ an. Bisher konnte sie dadurch über 25 Lesungen halten, die bei den Kindern überwiegend sehr gut ankommen und der Autorin selbst viel Rückmeldung geben.

Für Cornelia Franke wäre ein perfekter Tag ohne Mails, ohne Anrufe, mit viel Sonne und einem guten Buch.

Demnächst erscheint eine Kurzgeschichte von ihr in der Anthologie “Die Magie der Natur“ (Hrsg. von Sinje Blumenstein) im Wunderwaldverlag. Wir dürfen gespannt sein auf weitere schöne Werke und Geschichten!

Mehr über die Autorin Cornelia Franke und ihren Alltag findet ihr auch auf ihrem Blog: http://www.corneliafranke.org/

Ich bedanke mich herzlich bei Frau Franke, dass sie sich die Zeit für ein Gespräch mit mir genommen hat, und wünsche ihr weiterhin viel Kreativität! 🙂