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[Rezension] Ashes 2 Tödliche Schatten

Ashes Tödliche Schatten – Ilsa J. Bick
Egmont Ink Verlag
Hardcover, August 2012
571 Seiten

19,99 €

Meine Rezension zu Band 1

Achtung, Rezension kann Spoiler zu Band 1 enthalten!

Nachdem sie sich endlich den Weg aus Rule freigekämpft hat, steht Alex plötzlich vor einer Gruppe Veränderten, oder Chuckys, wie sie genannt werden.
Weil sie noch nicht aufgeben kann kämpft Alex um ihr Leben, doch der Anführer der Veränderten kann sie überwältigen. Seine Gier, nicht nach ihrem Fleisch, sondern nach ihrem Körper, lähmt das Mädchen.
Die kleine Gruppe nimmt Alex mit zu ihrem Lager, wo auch andere normale Menschen sind. Unter grausamen Umständen erfährt Alex, dass sie nun Proviant für die Veränderten ist…

Zeitgleich erfährt Chris in Rule von Alex‘ Flucht und will sie suchen. Doch viel dringender ist der Überfall auf die alte Jess und ihren Mann Nathan, angeblich auch durch Alex ausgeführt. Weil Chris nicht redet, und Lena damit schützen will, werden sie alle zur Folter geschickt. Damit sie reden.
Aber sie haben Freunde im Wald, die ihnen zur Fluch helfen…

Und noch an anderer Stelle überlebt ein anderes altes Ehepaar einen Überfall von Kopfgeldjägern nicht, denn sie beherbergen einen Jungen, der sie an ihren verstorbenen Sohn Michael erinnert. Dabei heißt er eigentlich Tom…

Nachdem der erste Band fulminant, packend und gruselig gestartet ist,  hatte ich entsprechende Erwartungen an Band 2. Zum größten Teil wurden diese auch erfüllt, aber so hundertprozentig überzeugt hat mich der Roman leider nicht.

Nachdem in Band 1 mehrere Handlungsfäden offen lagen, führt Frau Bick sie nun alle weiter. Also alle. Tom wird gesund gepflegt (das erfahren wir gleich im Prolog), Alex setzt ihre Flucht fort (und gerät vom Regen in die Traufe) und in Rule erfahren wir auch mehr. In gewisser Weise überschneiden sich die Ereignisse und kreuzen sich die Wege, aber die drei Protagonisten treffen sich nicht. Das fand ich schonmal ärgerlich.

Waren wir in Band 1 nur Zuschauer einer schrecklichen Katastrophe, bei der keiner wusste was vor sich ging und was einen noch erwartet, konnten wir in Band 2 hautnah die Entwicklung und die Auswirkungen miterleben. Alex war mitten unter den Chuckys und irgendwas ging mit denen vor.

„Wenn sie ihren Kopf ebenfalls auf diese Pyramide hätten platzieren wollen, hätte Wolf ihr einfach die Kehle durchgeschnitten und nicht eine Scheibe Alex-Carpaccio abgesäbelt.“ (S. 92-93)

Etwas schwer war der Einstieg nachdem so viel Zeit seit Band 1 vergangen ist. Es gibt keine Erklärung, es knüpft durch den Prolog nicht supernah an und einige Dinge hatte ich gar nicht mehr im Kopf.

Die Spannung baut sich etwas behäbig auf. Denn diesmal ist die Welt ja schon untergegangen und die Figuren müssen sich weiterhin darin zurechtfinden. So wirklich Spannung kam also zunächst nicht auf.
Doch dann, auf Seite 430, endlich BUMM kam die Spannung – und der Showdown!

Wie Band 1 spart Bick auch diesmal nicht mit Blut. Knochen brechen, Blutfontänen spritzen, Fleisch wird herausgebissen… bunter und blutiger hätte man es nicht beschrieben können. In meinen Kopf war ein absolutes Gemetzel (dass meine nächste Lesewahl auf was Seichtes viel, wunder da nicht). Schlimm war das nicht, und auch nicht übertrieben. Durch das flotte Lesetempo war das Buch schnell runtergelesen. Das hat mir gut gefallen.

Definitiver Spoiler:
Ziemlich dramatisch fand ich, dass scheinbar diesmal alle sterben. Und da hab ich mich wirklich gefragt, warum wir den Wegvon Chris verfolgen, wenn er stirbt. Und Nathan. Und Lena nicht mehr klar bei Verstand ist. Musste die Autorin diesen Weg nur aufzeigen, weil wir sonst nicht so viel oder gar nichts über die Veränderung und den Weg dahin gewusst hätten?
Ich hätte mir viel mehr Überschneidung gewünscht – so war das Buch in dieser Hinsicht etwas frustrierend.

Und warum ging Tom nicht nochmal zu der Einsturzstelle, sondern hat nur von oben geschaut??? 

Im Großen und Ganzen kann ich also wieder nur 4 Sterne vergeben. Dennoch bange und hoffe ich auf Band 3, in dem hoffentlich endlich ALLES geklärt wird!
Die Spannung fehlte etwas, dafür war es etwas aufschlussreicher. Meine Erwartungen wurden größtenteils erfüllt, wenn auch teilweise anders als gedacht.

★★★★
1

Vorschau: Dark Angels Fall

Nach Dark Angels Summer folgt im August nun der zweite Teil von vieren von den Geschwisterautoren Kristy und Tabita Lee Spencer.

Exklusiv könnt ihr hier vorab den Prolog schon lesen.

Kristy und Tabita Lee Spencer
Dark Angels’ Fall – Die Versuchung. Ab August 2012 im Buchhandel



Der Regen prasselt gleichmäßig und monoton auf den Ford Ranger herunter. Am Radio läuft Hank Thompsons „Six Pack to go“, der Pickup schnurrt die gerade Straße entlang. Scheiß Wetter, denkt Ferris, und tippt im Takt der Musik mit den Fingern auf das Lenkrad. Alles Scheiße, nicht nur das Wetter. Aber es gibt für alles eine gute Erklärung, vermutlich für Mileys Verschwinden. Wahrscheinlich ist er bei Dawna.
Die Scheibenwischer rasen über die Frontscheibe und befördern riesige Wassermengen nach links und recht. Er ist nicht bei Dawna, er ist nicht auf Whistling Wing, das habe ich im Gefühl, denkt sie schon wieder, ich brauche dort gar nicht aufzutauchen. „Six Pack to go“ verklingt, und die ersten Klänge von „This ain’t my first rodeo“ erfüllen das Auto.
Es ist nur wegen Whistling Wing, flüstert es in ihr. Ich grusle mich vor Whistling Wing. das ist alles. Die Bilder von damals sind so schnell in ihrem Kopf, dass es schmerzt. Mrs. Spencer, die am Boden liegt. Der komische Vogel mit dem kahlen Gesicht über ihr. Als wäre er der Tod, der über dem Leben kauert. Im nächsten Moment taucht im strömenden Regen die Abzweigung nach Whistling Wing auf und sie biegt ohne zu blinken ab.
Die Scheibenwischer kämpfen gegen die Wassermassen an. Später weiß sie nicht mehr, was ihr zu erst aufgefallen ist. Dass das Radio zu spinnen anfängt und rauscht und knackt oder dass ein seltsames Wummern durch die Country Musik und das Prasseln des Regens dringt. Wie ein Hornissenschwarm taucht eine Gruppe von Motorradfahrern hinter ihr auf, hängt sich an sie, als würde sie sie verfolgen. Viel zu nahe, bedrohlich, eine schwarze Horde von Fremden. „Überholt doch“, murmelt sie an sich selbst gerichtet und geht ein wenig vom Gas. Das Knistern und Kreischen im Radio pfeift in ihren Ohren. Sie schlägt mit der rechten Hand auf das Gerät, aber davon wird es nicht besser. Die Motorradfahrer überholen nicht, das Grollen der schweren Dukes hängt sich im Auto fest wie in einem Spinnennetz und erfüllt ihren Kopf mit einem dumpfen Sog. Ich werde krank, denkt sie, und geht noch mehr vom Gas.
Plötzlich überholen die Motorradfahrer doch. Es geht alles blitzschnell, die Motorräder grollen vorbei, sind vor ihr, stellen sich schräg. Im letzten Moment macht Ferris eine Vollbremsung, der Sicherheitsgurt schneidet ein, das Radio verstummt.
Was soll das, Leute. Seid ihr verrückt, will sie schreien, aber ihr Gehirn scheint zu stottern anzufangen. Keine Sekunde später springt einer der Motorradfahrer auf die Kühlerhaube des Pickups. Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie auf den seltsamen Mann. Das Blech der Kühlerhaube verbiegt sich, quietscht, mit einem Ruck reißt er den Helm vom Kopf. Seine weiß‐blonden Haare sehen wirr aus, seine laserblauen Augen fokussieren sie. Die einzige Emotion, die er ausstrahlt, ist tiefster Hass. Schwarzer, dunkler Hass, der alles zerschmilzt, was sich in seinen Weg stellt.
Geh weg, kann sie noch denken, dann setzen ihre Gedanken aus, das Gefühl von Hilflosigkeit und Angst drücken ihr den Hals zu.
„Du hast etwas, was wir brauchen“, sagt er so klar in ihrem Kopf, als würde er neben ihr sitzen. Die nächsten Worte spricht er so langsam, dass sich jeder Laut wie ein Messerstich in ihre Gedanken bohrt. „Du wirst es uns geben.“
Sie weicht seinem Blick aus, kann es nicht mehr ertragen, die eisigen Augen auf sich gerichtet zu wissen. Der Motorradfahrer scheint eine irrsinnige Hitze auszustrahlen, die Kühlerhaube beginnt zu dampfen, das Wasser darauf verdunstet in rasender Geschwindigkeit.
„Wenn du es nicht UNS gibst“, flüstert es bedrohlich in ihrem Kopf, und allein die Stimme scheint alle Muskeln in ihr zu lähmen, „… sondern ihnen …“
Die Motorhaube kreischt metallisch auf.
„Bist. Du. Tot.“
Im nächsten Moment springt der Mann mit einer Lässigkeit vom Auto, die nicht an einen Menschen erinnert.
„Sondern ihnen“, wispert es in ihrem Kopf. „Sondern ihnen.“
Als wäre es alles nur ein schlechter Traum gewesen, verschwinden die Motorradfahrer im strömenden Regen, das Wummern entfernt sich, verklingt in der Ferne. Sie starrt die Motorhaube an, der dunkle Sog in ihrem Kopf entweicht. Das Gefühl, einer Katastrophe entgangen zu sein, macht sie zittrig. Das Radio setzt wieder ein, Bobby Bare singt „Detroit City“. Und schon bedeckt wieder der Regen die trockene Kühlerhaube und die Spur, die man dort sehen konnte, verschwindet in der Nässe.
Zwei Krallenabdrücke eines riesigen Vogels.

Nicht sehr viel, aber vielversprechend!

Außerdem verrät Arena, dass die beiden Autorinnen gar nicht sind, wer sie scheinen. Mehr dazu könnt ihr bei Facebook nachlesen, wo Arena jeden Tag eine Frage stellt, um das Geheimnis nach und nach zu lüften.
Bis zum 6.6.2012 könnt ihr eure Vermutungen einschicken an presse@arena-verlag.de Am 7. Juni wissen wir mehr!

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Fortsetzungsmonat #2

Diesen Monat habe ich mir noch etwas vorgenommen, was ich unbedingt schaffen will!

Zwei Fortsetzungen warten darauf, endlich gelesen zu werden – und sind schon erschienen und warten auf meine Rezension 🙂

Meine Hausarbeit liegt in den letzten Zügen, und somit habe ich Abends Zeit, wenn Mann und Hund schlafen, meiner Lektüre zu fröhnen…

Wirklich wirklich gespannt bin ich nun auf:

Magyria 2 – Die Seele des Schatten (Lena Klassen)

Inhaltsangabe des Verlages:



Mattim ist ein Vampir, der aus der geheimnisvollen Welt Magyria nach Budapest gekommen ist. Doch durch die Liebe der jungen Deutschen Hanna ist es ihm gelungen, das Gute in sich zu bewahren. Nun hofft er, mit Hannas Hilfe den König von Magyria – seinen Vater – davon zu überzeugen, dass Menschen und Vampire gemeinsam in Frieden leben können. Doch der König ist verblendet, weil er all seine Söhne an die Finsternis verloren hat. Lieber will er Mattim hinrichten lassen, als erneut vergebliche Hoffnung auf Rettung zu hegen. Hat Hanna ihren geliebten Mattim etwa nur vor der Dunkelheit bewahrt, um ihn nun durch die Kämpfer des Lichts zu verlieren? Da steht plötzlich Mattims finsterer Bruder Kunun mit einer Armee von Vampiren vor den Toren der Stadt, und Hanna könnte ihm ohne es zu wollen den Weg hinter die Mauern ermöglicht haben. Plötzlich kämpft die junge Frau nicht mehr nur um das Leben ihrer großen Liebe – jetzt steht das Überleben des Guten in Magyria auf dem Spiel!

Die Rezension zu Band 1 findet ihr HIER.

Verbannt – Tales of Partholon 2 (P.C. Cast)

Shannon liebt ihr Leben in Partholon! Lächelnd bleibt sie vor dem Bach stehen, blickt auf das Wasser – und sieht mit einem Mal Orte ihrer Vergangenheit vor sich. Es ist, als würden sie nach ihr rufen … und plötzlich ist Shannon zurück in Oklahoma! Als sie aufwacht, hört Shannon eine vertraute Stimme und blickt in das Gesicht eines Mannes, der ClanFintan zwar zum Verwechseln ähnlich sieht, sich aber als Clint Freeman vorstellt. Staunend erfährt sie, was sich im vergangenen halben Jahr ereignet – und was Rhiannon alles angerichtet hat. Und dennoch sehnt Shannon sich nur danach, nach Partholon und dem Leben als Eponas Hohepriesterin zurückzukehren! Clint bietet ihr seine Hilfe an … Doch Shannon ist nicht die Einzige, die auf magische Weise nach Oklahoma gelangt ist. Eine dunkle Macht, die Shannon nur allzu gut kennt, hat sich in diese Welt geschlichen und kennt nur ein Ziel: Shannons Tod.

Die Rezension zu Band 1 findet ihr HIER.

7

[Rezension] Ashes Brennendes Herz

Ashes Brennendes Herz – Ilsa J. Bick

Ink Egmont

Hardcover, 503 Seiten

19,99 €

Deutsche Ersterscheinung August 2011

Alex hat es nicht leicht, und deswegen rennt sie vor ihren Problemen davon. Eigentlich nur, weil sie das Mitleid nicht mehr erträgt. Und die Hoffnungslosigkeit, die ihr alle ausreden wollen. Vor allem ihre Tante.

Denn Alex hat einen faustgroßen Tumor im Gehirn, der ihr sogar schon den Geruchssinn geraubt und mehrfache Chemo und kleine Gehirnsonden verpasst hat. Und es wurde alles weder besser noch schlimmer. Nur unangenehm.

Also packt Alex ihre Sachen und flieht weit weg in das Waucamaw- Naturschutzgebiet. Dort möchte sie zelten und die Ruhe genießen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft, als sie gerade einen älteren Mann und dessen Enkelin Ellie getroffen hat, werden sie von einem Blitz und mit wahnsinnigen Schmerzen in die Knie gezwungen. Sogar die Tiere spielen verrückt, und nach dem Vorfall ist nichts mehr so wie es war. Ellies Opa ist tot, und Alex und die Achtjährige versuchen sich zunächst alleine durchzuschlagen. Doch nach einem Angriff von Blutrünstigen Jugendlichen und Hunden können sie nur von dem Soldaten Tom gerettet werden. Mit Tom gewinnen sie an Kraft und Mut, doch das Schicksal möchte die Jugendlichen nicht lange zusammen sehen. Ellie wird von Erwachsenen verschleppt, weil sie angeblich wertvoll ist. Und Tom wird lebensgefährlich angeschossen. Als Alex Hilfe in der nahegelegenen Stadt Rule suchen will, gerät sie in ein gefährliches Netz. Denn nichts ist wie es scheint. Und dann ist Tom verschwunden, und Alex kann die Stadt nicht mehr verlassen.

Ashes“ ist einer der gerade erschienen Romane im neuen Ink Verlag, einem Ableger von Egmont Lyx. Der Verlag möchte vor allem junge Erwachsene ansprechen, und Geschichten verlegen, die einen auch nach der Lektüre noch fesseln und sehnsuchtsvoll beschäftigen.

„Ashes“ passt selbstredend noch genau in dieses Konzept. Wann immer ich konnte, steckte ich die Nase hinein, und musste dringend wissen, wie es weitergeht. Hier beginnen aber schon meine winzigen Kritikpunkte (an der Geschichte).

Nach der Beschreibung auf der Verlagsseite und vor allem nach dem Klappentext hätte „Ashes“ ein schmalziger Liebesroman werden können. Ist er aber nicht. Es ist eher eine Geschichte wie in „Resident Evil“, nur ohne Virus. Und erst im Laufe der Geschichte wird so mehr und mehr aufgeklärt, was bei diesem Blitzähnlichen Einschlag wirklich passiert ist. Und nichts genaues weiß man nicht. Wir müssen auf die (auch schon angekündigte) Fortsetzung warten.

Erst nach 100 Seiten lernen wir den vom Klappentext als Alex‘ große Liebe ausgeschriebenen Tom kennen, und noch mal 100 Seiten weiter küssen sie sich erst. Kurz. Und über ihre Gefühle sind sie sich gar nicht klar, ganz im Gegenteil. Sie verheimlichen einander ihre Geschichten und ihre Pläne.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Brutalität. Noch bevor wir Tom überhaupt begegnen, muss Alex sich zerfledderte Leichen, blutrünstige Jugendliche und überhaupt viel Tod und Verwesung anschauen.

Wirklich gelungen fand ich glücklicherweise doch noch ein paar mehr Sachen. Zum einen gibt es an manchen Kapiteln fiese fiese Bemerkungen, die die Stimmung zerstören und schon ein kleiner Kommentar zum kommenden Geschehen sind. Alleine dadurch war es unmöglich, das Buch sorglos zur Seite zu legen.

Außerdem fand ich gut, dass Alex und Tom endlich mal aus Filmen und ähnlichen (Horror-)Szenarien lernen. Zum Beispiel überlegen sie, mit einem Auto zu fahren, und Tom erinnert an die Situation in „Krieg der Welten“, in denen die Masse unbedingt in das Auto wollte. An der Stelle war ich echt mal zufrieden mit der Geschichte und der Autorin!

Die Figuren, allen voran Alex und Ellie, haben mir auch gefallen. Sie sind sehr authentisch, und ihre Handlungen fast immer nachvollziehbar. Alex benimmt sich noch wie eine 17-jährige, und Ellie wie 8. Die Autorin hat da sehr genau gearbeitet. Das hat mir sehr zugesagt.

Ein Kompliment auch an den Verlag für dieses echt hübsche Cover. Ohne den Schutzumschlag finde ich es sogar noch eine Spur hübscher! Man sieht dann nur die dunklen Bäume ohne das Gesicht des Mädchens, und der blaue Schimmer mit den weißen Vögelfiguren passt genau zur Stimmung des Buches. (Ein Bild hat Wonder’s Bücherkiste in ihrer Rezension hochgeladen)

Zusätzlich möchte ich noch etwas anmerken. Normalerweise schaue ich mir erst nach dem Schreiben meiner eigenen Rezension an, was andere geschrieben haben, aber diesmal fiel mir so schwer, die Worte zu finden, dass ich mir dann doch mal andere Rezensionen durchgelesen habe – und ich fand dort sehr ähnliche Empfindungen zu meinen (die ich vorher schon so im Lesetagebuch festgehalten habe).

Wie zum Beispiel Strandläuferin auf buechertreff.de anmerkt, ist die Geschichte stellenweise sehr sehr brutal wie ich finde. David auf daves buchwelt sieht das ähnlich, ebenso wie Wonder.

Etwas Gruseliges zu lesen kann sehr viel schlimmer sein, als es beispielsweise in einem Film zu sehen. Die Fantasie von uns kann so grausame Bilder projizieren! Schon nach den ersten grausigen Vorfällen in „Ashes“ habe ich das Buch nur bei vollbeleuchtetem Raum gelesen (ja, ich bin ein Angsthase – aber ein kreativer ^^).

Auch die Kritik, dass es als Liebesgeschichte ausgeschrieben ist, aber die etwas im Hintergrund (wenn überhaupt) stattfindet, fand ich wieder. Strandläuferin setzt sich damit sogar vor der Inhaltsangabe von Amazon auseinander („Anmerkung: Meiner Meinung nach ist diese Kurzbeschreibung irreführend. Es handelt sich NICHT um einen Liebesroman!“).

Interessant ist, dass das Buch uns irgendwie doch alle an etwas erinnert. Über Panem zu „The Village“ bis zu Resident Evil. Irgendwie ist ja auch keine Idee mehr ganz neu 😉

Fazit: Insgesamt bin ich doch fast zufrieden mit dem Buch, und möchte auf jeden Fall die weiteren Teile lesen. „Ashes“ ist ein Buch für junge Erwachsene (über 16 😉 ), die gerne leichten Horror und spannende Geschichten lesen, die ein bisschen Gefühl nicht stört, und sich gerne fesseln lassen.

Ich gebe 4 von 5 Sternen.

★★★★☆

Einen herzlichen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares. Von solchen Aktionen leben wir Blogger – danke danke danke!

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Fortsetzungsmonat Dezember

Da sich auf meinen SUB vor allem Fortsetzungen gesammelt haben, möchte ich diesen Monat eine ganz besondere Lesereihe machen. Da ich nicht weiß, wieviele ich neben den Rezensionsexemplaren schaffe, erstmal die Bücher, die ich auf jeden Fall lesen möchte:

Im September habe ich bereits den ersten Teil der Tairen Soul-Reihe von C.L. Wilson gelesen, und möchte nun auch Band 2 und 3 schmökern. Zu Teil 1 habe ich leider keine Rezension geschrieben, aber hier findet ihr auf jeden Fall interessante Infos dazu:

Forum

Amazon

Lovelybooks


An erster Stelle steht jedoch die Henkerstochter und ihre Fortsetzung. Auch hier habe ich bereits ein Buch gelesen, über vorablesen.de habe ich Teil 3 gewonnen, und auch bereits rezensiert. Da ich Band 1 „Die Henkerstochter“ bereits als Rezensionsexemplar fast zwei Monate im Regal habe, beginne ich damit und schlage gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Teil 2 „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ wird dann der Leckerbissen danach – weil ich nicht auf die Infos warten muss.

Mehr über den Autor und seine Bücher findet ihr übrigens hier: http://www.oliver-poetzsch.de/

Und wenn dann noch ein bisschen Zeit neben den anderen zwei Rezensionsexemplaren ist, die auf mich warten, lese ich die Fabelheim-Fortsetzung, um für Band 3 gerüstet zu sein! 🙂 (Wann der wohl erscheinen wird?)

Eventuell kommt diesen Monat noch Band 2 der Eulenreihe: „Legende der Wächter – Die Wanderschaft“, das kann ich für einen Nachmittag dazwischenschieben.

Die letzte Fortsetzung, die mich aber wohl ungelesen in den Januar begleiten wird, ist „Das Dunkelbuch“ von Gordon Dahlquist, zu dem ich gerade Teil 1 „Die Glasbücher der Traumfresser“ rezensiert habe.

Die Rezensionsexemplare sind diesen Monat:

Sigurd und Gudrún – J.R.R. Tolkien
Wer zuerst kommt, küsst zuerst – Susan Mallery

und die nächsten Tage kommt „Der gefrorene Rabbi“ von Steve Stern (Leseeindruck hier).