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[Rezension] Teardrop

Teardrop – Lauren Kate
cbt
Hardcover, August 2014
ISBN 978-3-57016277-4
528 Seiten

17,99 €

Es ist ein ganz normaler Tag, an dem Eureka und ihre Mutter Diana mit dem Auto fahren. Plötzlich erfasst eine Riesenwelle aus dem Nichts das Auto und Diana ertrinkt.

Eureka überlebt, aber ihr Leben ist nicht mehr wie zu vor. Und als auf einmal der seltsame Junge Ander auftaucht, gerät alles aus den Fugen. Denn er scheint sie beschützen zu wollen, doch Eureka lässt niemanden an sich heran. Außer ihren Kindheitsfreund Brook, der sich seit einem Strandunfall allerdings seltsam verhält.
Ander hat etwas damit zu tun, nur Eureka weiß noch nicht was…

Teardrop“ ist ein stimmungsvolles Buch, das mit einer Tragödie beginnt. Eureka fühlt sich von der Welt verlassen und lässt auch niemanden mehr an sie heran.

Die Figuren, die Lauren Kate schafft, sind sehr klar gezeichnet. Ander ist geheimnisvoll, aber man erfährt schnell etwas über seinen Hintergrund und versteht Zusammenhänge, lange bevor Eureka darauf kommt.
Eureka leidet, und wie das so ist mit verschlossenen Leute wird sie noch tiefer dahingedrängt, wo sie eigentlich herauswill. Die Mitschüler verstehen ihren Selbstmordversuch nicht, und dass ihr Therapie nicht wirklich hilft, wird auch von den neuen Eltern nicht erkannt. Der Vater war so eine hilflose Figur, der nicht agieren kann, und die Stiefmutter ist mir sehr unsympathisch gewesen. Wie üblich eben.

Der Schreibstil ist recht einfach, und sehr gut lesbar. Die Geschichte flog so dahin.

Einige Aspekte der Geschichte waren für mich etwas unschlüssig. Wenn Eureka auf keinen Fall weinen darf, warum werden dann die Leute in ihrer Umgebung niedergemacht? Sollten Beschützer dann nicht lieber alles dafür tun, dass sie niemals traurig ist? Stattdessen tun sie alles, damit Eureka alleine und kreuzunglücklich ist.
Die Erläuterungen waren irgendwie schlüssig, aber so ganz zufrieden war ich nicht. Zum Ende hin klärt sich eine Menge, das kommt aber sehr plötzlich.

Ich glaube nicht, dass es bei diesem einen Teil bleibt, weil noch eine Menge offen ist. Auf die Fortsetzung bin ich sehr gespannt, vor allem, wenn sie so hübsch eingepackt wird wie die deutsche Übersetzung – das Cover ist wirklich toll und sehr passend!

Für diese Geschichte mit kleinen Unklarheiten, aber generell einer packenden Handlung gebe ich vier Sterne.

★★★★☆
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[Rezension] SILBER # 1

Silber Das erste Buch der Träume – Kerstin Gier
FJB
Hardcover mit Schutzumschlag, Juni 2013
ISBN 978-3-84142105-0
Seiten

18,99 €

Zum wiederholten Male zieht Liv Silber mit ihrer kleinen Schwester Mia und Kindermädchen Lottie um, weil ihre Mutter einen neuen Job hat. Diesmal geht es nach London, wo ihnen bereits ein romantisches Cottage versprochen wurde.
Doch dort angekommen ist alles anders, denn Livs Mutter ist verliebt, und weil es so schön praktisch ist, soll gleich eine große Patchworkfamilie entstehen – in einem gemeinsamen Haus…
Mit von der Partie sind also neben dem Glatzköpfigen Ernest jetzt auch die Zwillinge Grayson und Florence.
Grayson hat eine Clique von unverschämt gut aussehenden Freunden: Henry, Arthur und Jasper. Ihnen begegnet Liv in einem Traum, der äußert seltsam ist. In diesen Traum ist sie durch eine Tür gegangen, die ihr auch in anderen Träumen bereits begegnet ist.
Was es mit den Träumen auf sich hat, und warum der Traum mit Graysons Freunden außerordentlich seltsam war, erfährt Liz nach und nach. Und noch viel mehr, denn es gibt einen Grund, warum die Jungen gemeinsam träumen…

Silber“ wurde bei Erscheinen hoch gelobt. So gut wie alle Blogger waren sich einig, dass Kerstin Gier ein neues wirklich fantastisches Buch geschrieben hat. Zum ersten Buch kann ich mich diesen Meinungen nun überwiegend anschließen.

Wie auch bei der Edelsteintrilogie ist die Sprache eher einfach, die Geschichte lässt sich (für mich) zügig und sehr gut lesen.
Die Seiten sind mit Zeichnungen verziert und Einschübe gibt es durch den Tittle-Tattle-Blog, den eine noch unbekannte Secrecy schreibt. Generell achte ich selbst nicht so auf Verzierungen, und das mit dem Blog ist meines Erachtens nach ein netter Einschub, aber nicht zwingend notwendig. Da die Zielgruppe für dieses Buch aber etwas jünger ist, gefällt es sicher dort sehr gut 🙂 (Offensichtlich…). Und dass es das Blog wirklich gibt, finde ich ganz toll.

 Die Figuren fand ich liebenswert und gut ausgearbeitet. Kerstin Giers Witz ist in jeder Beschreibung, in jeder wörtlichen Rede zu finden. Ich musste herrlich oft schmunzeln, und über Dinge, die Jugendliche sicher noch nicht so verstehen.
Das also dennoch auch etwas für Erwachsene eingebaut wird finde ich Klasse.
Der Auftakt dieser neuen Trilogie hat mir überwiegend gut gefallen, weshalb ich sehr gute vier Sterne vergebe. Band 2 liegt schon bereit und will verschlungen werden.

★★★★☆

Einen kleinen Lesungsbericht von Kerstin Giers Lesereise zum zweiten Silber-Buch schreibe ich noch die Tage.

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[Rezension] Dancing Jax – Auftakt

Dancing Jax – Auftakt – Robin Jarvis
Script5
Taschenbuch, 2012
ISBN 978-3-83900134-9
544 Seiten

14,95 €

Bisher ist im kleinen Örtchen Felixtow nicht viel passiert. Lehrer Martin ist an der örtlichen Oberschule einfach nur noch resigniert, weil die Schüler immer weniger Interesse an seinem Unterricht zeigen. Schulleiter Barry kann auch gegen Gewalt bei Schulspielen nicht viel machen.
Währenddessen wird in ein uraltes Haus eingebrochen, weil Jezza dort seiner kriminellen Bande Reichtum verspricht. Reichtum finden sie dort auch – aber mehr der geistigen Art.
Was danach geschieht, setzt nicht nur die Stadt in Entsetzen. Auch die Welt erfährt nach und nach davon, was dort geschieht… und eigentlich sollte man zu seinem eigenen Besten nicht davon erfahren. Am allerwenigsten nicht vom Buch „Dancing Jacks“…

 Die Handlung war etwas gewöhnungsbedürftig. Ich weiß nicht, ob es ein Thriller sein soll oder ein Fantasyroman, es war eine Mischung aus beidem. Die Mischung ist erst nach einer Weile sehr gut gelungen.
Die Spannung baut sich auch erst auf, wenn man so Stück für Stück die Leute kennen lernt und in die Geschehnisse reinfindet. Wenn die Vorgänge langsam einen Sinn ergeben. Man erfährt auch viel durch das Wechseln der Perspektiven.

Die Figuren im Buch sind sehr klar gekennzeichnet, auch wenn bei allen ein Hang zum Gesellschaftshass durchkommt – Schulleiter Barry ist enttäuscht über die Jugend, Jezza verteufelt die schlimme neue, rollenlose Welt und Martin versteht die faulen Jugendlichen nicht. Dennoch konnte man sehr gut unterscheiden, wenn die Perspektiven wechselten. Vor allem Emma in ihrer gefangenen Art fand ich gut und ich fand es SCHRECKLICH, dass sie sich nicht unendlich wehren konnte…

Das Ende fand ich absolut nicht absehbar. Wohin sollte das gehen, wenn jeder umgewandelt wird? Wie geht der Weg weiter? Wie kann man sich in irgendeiner Weise dagegen wehren?
Bestimmt Fragen interessieren mich auch. Wer ist der Prinz der Dämmerung? Welche Rolle spielt Martin und welche Gerald? Wenn es den Hofstaat eigentlich schon vollständig gibt, welche
Und warum ließ sich Labella so leicht ersetzen?

Ich werde also weiterlesen, auch wenn das Buch nicht zu hundertprozent so geschrieben ist, dass es mich packt. Es ist fesselnd, ohne Frage, aber nicht unendlich.

Für „Auftakt“ der Dancing Jax-Reihe gebe ich vier von fünf Sternen.

★★★★☆
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[Rezension] Die Herrscher von Dhaleth – Der Feueropal

Die Herrscher von Dhaleth: Der Feueropal – Priska Lo Cascio
Thienemann Verlag
Hardcover mit Schutzumschlag, 2014
ISBN 978-3-52220200-8
416 Seiten

14,99 €

In der Welt von Dhaleth herrscht Aufrur. Einer der vier Teile des Symbols der Einheit wurde gestohlen, und ausgerechnet der Feueropal des kriegerischen Feuervolkes. Damit ist der ohnehin schon fragile Frieden auf Dhaleth in großer Gefahr.
 Da die Völker ohne fremde Hilfe den Stein nicht wiederfinden können, werden vier Menschen auserwählt, bei der Suche zu helfen. Die junge Kukiko, der deutsche Jörn, die einsame Tyler und der mutige Mossa kommen in die ganz andere Welt, ohne ihre Aufgabe so recht zu verstehen.
Doch schnell wird deutlich, dass nicht nur Dhaleth in großer Gefahr ist. Die Welt der Menschen hängt unmittelbar an dessen Schicksal und scheinbar können wirklich nur die vier Menschen das große Unglück abwenden.
Doch die Zeit läuft gegen sie – und sie haben einen Feind in den eigenen Reihen…


Die fantasievolle Welt von der Autorin mit dem fantasievollen Namen ist nichts für mal eben so. Es braucht ein bisschen, bis man sich in das System von Dhaleth eingefunden hat. Was die Menschen damit zu tun haben, ist auch nicht so einfach, aber einleuchtend.

Der Übergang vom Diebstahl zur Auswahl der Menschen ist sehr eindrucksvoll beschrieben. Die Autorin hat eine blühende Fantasie 😉 Die Wesen, die aus Dhaleth kommen um die Menschen zu holen sind faszinierend, sehr gut beschrieben und passen prima in die Szenerie. Für jeden Menschen hat sich Priska Lo Cascio etwas eigenes ausgedacht, und das muss eine Heidenarbeit gewesen sein.

Die Geschichte an sich finde ich sehr interessant. Nach Dhaleth würde ich zu gerne auch einmal reisen. Den Hintergrund, die Intrigen, das Miteinander, das alles ist gut ausgedacht und sehr konsequent geschrieben.

Für meinen Geschmack waren die vielen verschiedenen Perspektiven etwas viel. Vor allem, weil z.B. Jörn und Mossa teilweise etwas kurz kamen.  Ich mochte Tyler sehr gerne, auch ihre Entwicklung (wer kann einem so männlichen Mann schon wiederstehen *seufz*).

Das Buch ist auch kein Jugendbuch mit Jugendlichen, sondern ein Fantasybuch mit verschiedenen Figuren. Wer Fantasy mag, wird hier auf jeden Fall angesprochen. Erwachsene kommen auf ihre Kosten, und für Jugendliche ist es auch noch nicht zu viel (denke ich 😉 ).

Insgesamt mochte ich das Buch wirklich gerne. Mich störten an wenigen Stellen die Perspektivensprünge und hier da und etwas schnelle Handlungsvorgänge, die ich noch nicht so verstanden habe. Das Ende dagegen gefiel mir. Weil mir das Große und Ganze gefallen hat gibt es vier volle Sterne für dieses wunderbare Buch – und ich bitte um eine Fortsetzung 🙂

★★★★☆


  PS: Haltet die Augen offen – demnächst wird es noch etwas ganz tolles zu diesem Buch geben!

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[Rezension] Blutflucht

Blutflucht: Evolution – Loreen Ravenscroft
Elysion Books
Taschenbuch, 2012
ISBN 978-3-94260223-5-
206 Seiten

12,90 €

Bisher konnte Kate sich und ihre Fähigkeiten gut verstecken. Denn sie ist ein Mutant und kann die Gedanken und Erinnerungen anderer lesen. Doch in der Bar ihres Onkels und in der kleine Stadt, die sie derzeit ihre Heimat nennt, kann sie so normal wie möglich sein.
Als eines Tages der sehr attraktive Jack in der Bar auftaucht, verändert sich ihr ganzes Leben. Denn Jack wird vom Staat gesucht, er ist ebenfalls ein Mutant und hat Selbstheilungskräfte. Er ist auf der Flucht und Kate will mit ihm gehen, denn er ist die Liebe ihres Lebens…

Blutflucht“ ist ein Roman mit einer Geschichte wie X-Men. Das war auf der einen Seite sehr angenehm, weil man sich die ganzen Hintergründe gut vorstellen konnte. Die Autorin hat sich auch ein paar eigene Handlungsstränge zu den Mutanten und der Vorgeschichte ausgedacht. Das war ganz hilfreich und hat geholfen, gut in das Buch zu kommen.

Kate ist eine sehr liebenswerte Frau, die sich Hals über Kopf verliebt. Wie die Autorin sie beschreibt, musste man sie einfach mögen. Ich fand es etwas seltsam, dass sie einfach immer ungefragt in die Gedanken von Jack eingedrungen ist, aber sie war halt neugierig.

Die Figur Jack ist natürlich so ein richtig männlicher Mann. Er ist muskulös, stark und gefährlich. Sehr anziehend, wie Frau ihn haben will. Dass Kate ihm total verfällt, ist verständlich.

Die erotischen Szenen fand ich auch sehr stilvoll und gut zu lesen. Es hätte tatsächlich sogar ein bisschen mehr sein dürfen, auch insgesamt vom Buch. Die Autorin hatte so die Angewohnheit, bestimmte Szenen (u.a. die Actionszene) voll auszubreiten, aber viele Zwischentage einfach zu überspringen.

Weil es eine kurzweilige Unterhaltung mit schönen Fantasy- und Erotikelementen war, gebe ich vier Sterne.

★★★★☆
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[Rezension] Halte meine Seele

Halte meine Seele – Rachel Vincent
Soul Screamers # 3
MIRA Taschenbuch Verlag
Taschenbuch, 2012
ISBN ISBN 978-3-89941989-4
320 Seiten

9,99 €

Neu bei Cora für 5,99 €
Bestellnummer: 8094130003 
(Mystery Edition)

Kaylee hat endlich fast alles im Griff. Ihre Beziehung mit Nash läuft ganz gut, auch wenn er gerne mehr als nur knutschen möchte. Ihre Freundschaft mit Emma ist stabil, auch wenn deren Lover Doug etwas aufdringlich ist. Und dass Sophie noch immer wütend ist, kann Kaylee auch nicht wirklich ändern.
Doch dann gibt es einen Unfall und Kaylee findet heraus, dass unter Nashs Freunden eine neue Droge kursiert: Dämonenatem!
Doch können Kaylee und ihre Freund die Verbreitung des für Menschen absolut tödlichen Gifts aufhalten oder ist alles schon zu spät?

Nach dem zweiten Teil der Soul Screamers-Reihe war ich gespannt, was Rachel Vincent sich für Kaylee und ihre Freunde Neues ausgedacht hat. Ich habe keine Erwartungen gehabt und war dann total überrascht.
Das dritte Buch ist etwas anders als die ersten beiden Bücher. Kaylee muss keine Seele so richtig retten, sondern ihre Freunde vor allem vor sich selbst beschützen.
Es geht um Dämonenatem, und angeblich soll Kaylee sogar auch Schuld daran tragen, dass die Droge überhaupt unter Menschen gekommen ist – wie, wird sehr spannend gelöst und ich habe sehr mit Kaylee gelitten!

In diesem Band ist Kaylee schon etwas länger mit Nash zusammen, und es wird dieses tolle Thema „wie weit sollte man irgendwann mit seinem Freund gehen“-Thema auf. Ich fand Kaylee in der Hinsicht teilweise etwas naiv, aber auch sehr tapfer. Sie sieht diese Nähe als Geschenk, vor allem beim ersten Mal (und scheinbar lässt sie auch nicht jeden einfach Fummeln ^^) Allerdings weiß sie eigentlich, dass Nash vorher mit sehr freizügigen Mädchen zusammen war – warum sie sich darüber keine Gedanken macht, weiß ich nicht.

Auf der anderen Seite ist die Handlung in diesem Buch auch so gerafft und es passiert dann doch irgendwie so viel, dass man mit Kaylee gar nicht so viel nachdenken kann. Was Rachel Vincent sich ausgedacht hat, war mehr als ein Lückenfüller für die weiteren Bände sondern eine tolle weitere Geschichte.
Ich mag das auch bei mehrteiligen Reihen, wenn man die Figuren dann langsam kennt und die Autorin es auch schafft, dass die Figuren sich entwickeln und man gerne mit ihnen Abenteuer erlebt.

Das Ende dieses Buches fand ich aber sehr kurz, da hätte ich mir mehr gewünscht. Es fällt den Figuren irgendwie immer ein bisschen leicht, da hätte ich mir mehr Showdown gewünscht. Da aber noch zwei Bücher kommen kann ich das verschmerzen 🙂
Für diesen dritten Teil der Reihe gibt es vier Sterne.

★★★★☆

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[Rezension] Feuerblüte (1)

Feuerblüte – Katja Brandis
Ueberreuter
Hardcover, 2005
350 Seiten
ISBN 978-3800051762

16,95

Es herrscht wieder Frieden in Daresh. Einige Jahre nach dem großen Kampf gegen den Propheten ist Alena, die Tochter der Freiheitskämpferin Alix, bereit für ihre Meisterprüfung. Doch als sie von der Prüfung zurückkehrt, ist ihr Vater schwer erkrankt. Angeblich hat er kurz vor der Erkrankung einen weißen Panther gesehen.
Doch die Krankheit ist nicht das größte Übel. Der Prophet, der als verbannt galt, ist scheinbar zurückgekehrt. Alena möchte ihrer Tante Rena helfen, gegen den Propheten vorzugehen.
Doch der Prophet geht längst gegen Rena vor, denn irgendwie werden ihnen ständig Steine in den Weg gelegt. Und Alena hat Gedanken über einen jungen Mann, die sie nicht haben sollte.
Doch wer ist wirklich der Feind, und wem kann man trauen?

Die „Kampf um Daresh“-Bücher von Katja Brandis haben mir vor ein paar Jahren sehr gefallen. Ihre neue Reihe, die auch in der Welt Daresh spielt, habe ich zufällig mal bei Zweitausendeins als Schnäppchen gesehen. Die Aufmachung der HC-Bücher ist auch toll und in kräftigen Farben gehalten, weshalb sich die Bücher alleine schon durch das Aussehen gut im Regal machen.

Doch schon die ersten Seiten waren zwar interessant, konnten mich aber nicht sooo sehr fesseln. Die Geschichte beginnt mit Alena, der Tochte von Alix, welche eine Hauptfigur aus der ersten Reihe war. Alena ist aus der Feuergilde, kennt nur ihren Vater und ist sehr eigensinnig. Sie will unbedingt die Meisterprüfung ein Jahr vor dem eigentlichen Termin machen und ist sehr überheblich. Denn sie glaubt, sie kann das alles schon.
Als sie die Prüfung versemmelt, ist sie so aufmüpfig und hät sich dennoch nicht an die Regeln. Das war mir nicht sympathisch, auch wenn ich die Gedanken in gewisser Weise nachvollziehen konnte.
Alena lernt daraufhin Rena kennen, quasi ihre Tante. Die Figuren Alena und Rena sind unterschiedlicher, wie sie nicht sein könnten. Die Perspektivensprünge waren leider meist still und heimlich, sodass ich manchmal den Absatz nochmal lesen musste, weil ich nicht mitbekommen habe, dass plötzlich jemand anderes erzählt.
Die unterschiedlichen Charaktere hat Katja Brandis aber sehr gut hinbekommen.

Die kleinen Schwächen in der Schreibweise wurden aber wieder weggebügelt durch die wundervolle Welt, die Brandis erschaffen hat. Ich kann verstehen, dass es nach der ersten Trilogie eine weitere gab, und freue mich deswegen auch, noch weiter darüber lesen zu können.

Zwischendurch war die Handlung und das ständige Hin- und her etwas ermüdend, sodass ich das Buch eine Weile habe pausieren lassen. Dann war die Zeit wieder gekommen und ich habe die letzten 120 Seiten in einem Rutsch gelesen – denn das Ende ist auch wirklich sehr spannend und hat eine tolle Wendung, wie ich finde. Auch hier wurde wieder deutlich, wie fantasievoll Katja Brandis schreibt. Ich freue mich auf den Folgeteil, auch wenn ich nicht genau weiß, was danach kommt. Der erste Band hätte auch in sich abgeschlossen sein können.

Für den Gesamteindruck, der mich überwiegend gefesselt hat, aber eben nicht immer, gebe ich vier knappe Sterne. Es hätten drei sein sollen, aber da es offensichtlich ein Fantasybuch ist und eher für die jüngere Generation, will ich dem Buch nichts absprechen. Ich bin eben nicht mehr die direkte Zielgruppe 😉

★★★★☆