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[Rezension] Troubleshooters Tödlicher Hinterhalt

Troubleshooters #1 Tödlicher Hinterhalt – Suzanne Brockmann
Egmont Lyx
Taschenbuch, Februar 2014
ISBN 978-3-80259261-4
400 Seiten

9,99 €

Nach einem beinahe tödlichen Unfall im Einsatz muss Navy SEAL Tom Paoletti zwangsweise in den Erhohlungsurlaub gehen. Er nutzt diese Zeit, um seinen Onkel in Baldwin’s Bridge wieder zu besuchen. Dort ist Tom auch aufgewachsen, und heimlich hofft er, seine Jugendliebe Kelly Ashton wiederzusehen.
Auch Kelly, die zwischenzeitlich wieder bei ihrem tödlich erkrankten Vater eingezogen ist, freut sich über Toms Besuch. Schon früher war sie hoffnungslos verknallt in den attraktiven SEAL.

Doch bei Toms Ankunft entdeckt er einen totgeglaubten Terroristen. Seine Vorgesetzten glauben ihm allerdings nicht und so muss Tom auf eigene Faust versuchen, einen möglichen Anschlag zu verhindern.
Gleichzeitig versucht er sich der knisternden Anziehungskraft von Kelly zu wiedersetzen…

Tödlicher Hinterhalt“ ist eine Neuauflage von Suzanne Brockmanns Troubleshooter-Reihe. Dieser Teil der Reihe ist im Jahr 2000 bereits erschienen, aber von LYX nun neu ins Programm genommen, weil die Nachfrage sehr hoch war. Der andere deutsche Verlag (ich weiß den grad nicht), der damals die Bücher teilweise hat übersetzen lassen, hat erst später in der Reihe angefangen. Diese Bücher sind auch nicht mehr erhältlich.

Von diesem Buch habe ich übrigens bei der LLC letztes Jahr gehört, als Michelle Raven und Stephanie Ross über das Genre Military Romance berichtet haben. Nachdem ich letztes Jahr auch ein Buch aus dem Genre gelesen habe, war ich überrascht, wie anders die Bücher aus den letzten Jahren im Vergleich zu Büchern vor dem 11. September waren (das war ein Einschnitt für das Genre, besonders in Amerika).

Der Fokus dieses Buches lag allerdings weniger auf den politischen, kämpferischen Aktivitäten. Tom Paoletti ist eben sehr durchtrainiert, weil er ein SEAL ist. Das ist sein Beruf, und diese Sorte Männer ist nunmal besonders attraktiv. Abgesehen vom anfänglichen Einsatz taucht diese besondere Arbeitsumgebung im Buch nur sporadisch auf.
Nein, vielmehr wird eine große Gewichtung auf die erotische Anziehung gelegt. Und nicht nur zwischen Tom und Kelly, nein auch zwischen Toms Nichte Mallory und ihrem neuen Freund David und sogar zwischen Kellys Vater und einer Französin in historischen Rückblicken.
Es sind also viele Handlungsstränge, die irgendwie zusammenhängen. Man braucht eine Weile, um zu erfahren, wie alles zusammenhängt. Wobei ich nicht so richtig verstanden habe, warum Mallory und David so große Rollen spielen außer um beim Showdown mehr Figuren einsetzen zu können.

Sprachlich ist das Buch nicht anders als Bücher aus den 2010er Jahren. Die Sexszenen sind vielleicht nicht ganz so direkt und ein bisschen romantischer, aber insgesamt hätte das Buch in dieser Hinsicht auch aus 2013 oder 2014 sein können.

Während man bei manchen Figuren in anderen Büchern Hinweise auf Geschehnisse in der Vergangenheit bekommt, wird in diesem Buch die Geschichte aus der Vergangenheit deutlich wiedergegeben. Krass fand ich, dass die erotisch angehauchte Geschichte aus der aktuellen Zeit einen so heftigen bitteren Beigeschmack bekommt. Dadurch war die Erzählung aber gut gewichtet.

Diese Troubleshooter-Reihe gefällt mir mit dem ersten Buch schonmal sehr gut. Ich freue mich auf die Folgebände, denn es ist mal etwas anderes als die aktuellen Bücher aus dem Military Romance Genre (die werde ich aber auch noch lesen…).
Für diesen ersten Teil gebe ich, auch für die Aufmachung, 5 Sterne!

Band 2 erscheint am 4.9.2014!

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[Rezension] Ein vortrefflicher Schurke

Ein vortrefflicher Schurke – Sabrina Jeffries
Band # 3
Egmont Lyx
Romantic History
ISBN: 978-3-80259085-6

416 Seiten

9,99

Rezension zu Band 1

Zwei Söhne sind endlich verheiratet, doch die Vorgabe der Großmutter galt für alle Kinder: Sie erhalten erst ihr Erbe, wenn alle verheiratet sind.
Doch zwei von fünf Enkel reichen nicht. Minerva Sharpe will aber auf keine Fall heiraten. Sie will sich viel lieber auf ein kleines Cottage zurückziehen und einfach weiter Romane schreiben. Denn damit kann sie sogar etwas verdienen.
Um ihre Großmutter völlig von der absurden Idee einer Heirat abzubringen, bietet sie sich selbst in der Zeitung als Braut an. Doch während ihre Brüder die Interessenten abwimmeln, schleicht sich ihre Jugendliebe Giles Masters ins Haus und bittet um Minervas Hand.
Was als Spiel begann geht plötzlich nahtlos in eine sehr innige Beziehung über. Denn Minerva hat Giles Masters seit ihrer Kindheit vergöttert. Und Giles hatte ebenfalls schon immer ein Auge auf sie…

Traditionell habe ich auch in dieser Reihe nicht die Reihenfolge beachtet und mit Band 3 weitergemacht, nachdem mir Band 1 sehr gut gefallen hat. Auch in diesem historischen Roman geht es weniger um das Setting als die Liebesgeschichte. Dass es noch Kutschen, Pferde, Schwerter und wunderschöne Kleider gibt, macht das Ganze nur romantischer.

Sabrina Jeffries schafft es, einen wie alte Freude in eine Familie hineinzubringen. Dass ich den zweiten Band nicht kannte, war auch nicht schlimm (am Ende heiraten sie eh immer…). Die Geschichte von Minerva und Giles hatte so viele Facetten, dass es immer spannend war, sie zu lesen. Ich konnte das Buch gar nicht zur Seite legen, so sehr wollte ich wissen, was es mit den Geheimnissen auf sich hat.
Minerva war wieder eine klassische Jungfrau, aber nicht ganz so schockiert und naiv wie manch andere Protagonistinnen. Ich fand es herrlich, wie sie die neue Erfahrung der Erregung auch für ihre Zwecke nutzen konnte. Dass sie sich als Schriftstellerin damit schon in ihren Büchern beschäftigt hatte, gab Jeffries natürlich die Möglichkeit, eine sehr neugierige und wissbegierige Protagonistin zu schaffen.
Giles dagegen ist auf der einen Seite der harte Kerl, auf der anderen Seite der weiche Romantiker, aber in einer sehr angenehmen Mischung. Als es ander Zeit war zu sagen „Weib, schweig“, da sagte er es. Und wie Minerva damit umgegangen ist, war genauso lesbar!

Und etwas ganz besonderes macht diese Reihe unwiderstehlich: Man erfährt zu Anfang, dass die Eltern Sharpe umgekommen sind. Wie und warum, das finden die Kinder in jedem Buch ein wenig mehr heraus, was ein toller roter Faden für alle Bücher ist – neben der Heiratsgeschichte natürlich.

Band 2 liegt bereits griffbereit auf dem SUB und wird demnächst ebenfalls ausgelesen, immerhin möchte ich auch Jarrets Geschichte erfahren. Band 4 ist auch bereits erschienen, und hoffentlich gibt es noch Band 5 und 6 und mehr und mehr 🙂
Volle Punktzahl also von mir mal wieder für das tolle Setting, die sympathische Figur Minerva und den sehr attraktiven Giles!

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[Rezension] Eine Braut von stürmischer Natur

Eine Braut von stürmischer Natur – Lynsay Sands
Egmont Lyx
Klappenbroschur, Juli 2013
ISBN 978-3-8025-8946-1
380 Seiten

9,99 €

Als Waise kam die junge Murie an den Königshof. Sie ist so wunderschön, dass sich jeder Mann in sie verlieben muss. Doch leider ist sie ein widerborstiger Teufelsbraten und bekommt durch Schrei- und Heulkrämpfe immer ihren Willen bei ihren Pateneltern.
Als der König verfügt, dass sie unbedingt heiraten muss, findet sich der verarmte Balan Gaynor, der dringend die Mitgift von Murie zur Ausbesserung seiner Festung braucht.
Überraschenderweise entpuppt sich Murie nach der Hochzeit aber nicht nur als ziemlich leidenschaftlich, sondern auch als eine durchsetzungsstarke und gute Herzogin.
Doch das Glück von Balan und Murie hatte von Anfang an einen Riss. Denn Murie sollte einen anderen heiraten. Seit sie sich für Balan entschieden hat, ist das Paar vom Pech verfolgt…

Eine Braut von stürmischer Natur“ ist ein weiterer Roman von Lnysay Sands, nachdem ich gerade „Das wilde Herz der Highlands“ (demnächst unter „Die Jungfrau aus den Highlands“ als Taschenbuch) von Cora/Mira beendet hatte. Letzterer war besonders zum Ende hin sehr zäh und langweilte mich ziemlich. Es gab nur hin und her, ein Liebespaar, um das es aber nicht so richtig ging, und eine Handlung die verwaschen und seltsam war. Oh man, meine Erwartungen an den Lyx-Roman waren ziemlich niedrig. Die Historicals haben mir bisher zwar ziemlich gut gefallen, aber man weiß ja nie.

Aber je mehr ich las, desto begeisterter war ich von dem Buch. Nicht nur zur 7-Tage-7-Bücher Woche habe ich das Buch so sehr schnell durchgelesen, sondern auch weil es einfach lesenswert war!

Dieses Buch verdient für verschiedene Dinge ein Lob. Zum einen fand ich es immer doof, dass Mann und Frau sich verliebten, aber dann das ganze Buch nicht zueinander fanden. Also bei den Historicals ist das in diesem Fall die Hochzeit.
Nicht so hier. Die Hochzeit passiert so holterdipolter und entscheidend ist, was drumherum passiert.
Dann fand ich es immer blöd, wenn der Sex nach der späten Hochzeit im wahrsten Sinne des Wortes ein Höhepunkt zum Ende des Buches ist. Man erfährt zwar, wie Braut und Bräutigam sich kennen lernen, auch im Bett, aber dann ist das Buch vorbei. Und selten geht es mit dem gleichen Pärchen weiter (nur wie z.B. bei Maya Banks und ihren Highländern erfährt man nebenbei weiteres).
Hier wiederum gab es den Hochzeitssex sehr früh, und Murie (süße, naive Murie) war so begeistert von der Liebe (wie wohl alle Protagonistinnen in den Historicals), dass sie nicht genug davon bekam.

UND mein großes Highlight in diesem Buch, was es für mich einfach wunderbar machte: Murie hört an einer Stelle ein Gespräch zwischen Balan und seinem Cousin. Und statt dass sie etwas falsch versteht (wie bei der Jungfrau aus den Highlands“ *rolleyes*), hört sie endlich mal das richtige! JAAAAA!!!! Sonst nervt es mich immer unbeschreiblich, wenn die Frauen etwas hören, dass aus dem Kontext gerissen ist und etwas ganz anderes meinte.

Ein bisschen Kritik muss ich an den Ausführungen der Sexszenen äußern. Wie ich bereits mehrfach gelesen habe, ist die Übersetzerin nicht so… talentiert dafür. Mich störte die irgendwie irreführende Umschreibung, auch wenn Muries Sichtweise zu Anfang wirklich erheiternd war. Aber als es um Muries „Schatzkiste“ ging, war ich etwas irritiert. Mich fällt auf Anhieb nicht ein, wie man es dezenter umschreiben kann, aber an manchen Stellen hätten klare Worte auch nicht geschadet. Immerhin war es später nicht mehr Balans „Stab“, sondern eine Erektion. In dieser Hinsicht fielen der Übersetzerin also keine komischen Synonyme ein… zum Glück!

Bei weiteren Büchern von Lynsay Sands werde ich wieder zugreifen (ein weiterer Romantic History- Roman ist ja auch schon erschienen), denn nach dem ersten Desaster hat mich dieser Roman hier wieder milde gestimmt. Gut und zügig lesbar, eine tolle Liebesgeschichte und überraschende Wendungen! Volle Punktzahl für diesen tollen historisch fast korrekten 😉 Roman.

5

[Rezension] Teufelskreise

Teufelskreise – Linda Robertson
Egmont Lyx
Klappenbroschur, 2011
378 Seiten
ISBN 9783802583513

9,95€

Persephone Alcmedi lebt sehr ruhig. Sie hält sich mit einer Kolumne über Wasser, die bisher ausreichte. Doch nun ist ihre Großmutter Demeter zu ihr gezogen, wodurch Persephone sich etwas anderes suchen muss. Ein Jobangebot lockt sie, auch wenn es moralisch verwerflich aussieht: Sie soll Rache üben an einem Mörder.
Und die Sache ist auch noch verteufelt verzwickt, denn der Mörder hat eine gute Freundin von Persephone umgebracht. Sie war eine Waer, ein Werwolf, die nun eine Waise hinterlässt.
Persephone nimmt den Auftrag an, bringt damit aber unwissentlich noch mehr Freunde in Gefahr. Oder Bekannte, die nun erst richtige Freunde werden sollen…

Puh, „Teufelskreise“ ist mal wieder ein Buch, dass in unserer heutigen Welt Fantasy in Perfektion einbindet. Es gibt Vampire, Werwölfe, Hexen und sogar Feen.
Persephone, die Hauptfigur, ist eine Hexe, und hat seit kurzem ihre Großmutter, die auch eine Hexe ist, bei sich wohnen. Aber wie Persephone, oder Seph, wie Freunde sie nennen, als Hexe lebt, kommt erst im Laufe der Geschichte heraus.
Zu Beginn wird jedoch ihre Beziehung zu den Werwölfen deutlich. Jeden Monat bei Vollmond lässt Seph eine Handvoll von ihnen in ihren Kellern in Käfige, wo sie sich sicher verwandeln können. Damit macht sie sich keinesfalls beliebt, vor allem bei ihrer Großmutter nicht.
Irgendetwas war in der Vergangenheit passiert, was Seph sich einigeln ließ. Sie hat einen Verehrer, dem sie jedoch nicht traut.

Zusätzlich zur mystischen Komponente der Geschichte kam eine seltsame Schulfreundinnen-Geschichte, bei der Seph drei Freundinnen treffen musste, die ihr jedoch teilweise nichts mehr bedeuteten – oder zu viel bedeuteten, um weiter in Kontakt zu bleiben.Vielleicht wird in den kommenden Büchern darauf Bezug genommen, aber ich fand die Einschübe, auch wenn sie Normalität versprachen, unpassend und unverständlich.

Ich sage es ehrlich, ich habe das Buch vor zwei Jahren unerwartet geschenkt bekommen. Es war ein kleines Lob im Rahmen einer Fantasy-Challenge, die ich auch beendet habe. Aber Fantasy liegt mir eigentlich nicht mehr so, vor allem, weil man im ersten Roman in diesem Urban-Fantasy mit einer Flut an Informationen überschwemmt wird. Robertson hat sich ihre Welt genau überlegt. Ihre Werwölfe sind gefährlich und nicht gerne gesehen. Die Hexen leben nach bestimmten Regeln und in Zirkeln. Vampire haben ebenfalls genaue Regeln und Vorschriften.
Und fast alles ist Öffentlich. Es gibt Gesetze, wie man sich Übernatürlichen gegenüber verhalten soll und muss. Ärzte brauchen Werwölfe nicht behandeln, wodurch das Schlamassel mit Seph ja noch schlimmer wird.

Allerdings kamen diese Informationen, wie die Welt ist, so häppchenweise, dass ich die Puzzle-Stücke nur schwer zusammensetzen konnte. Immer wieder kamen Hinweise auf die Vorgeschichte, und ständig fragte ich mich, ob ich nicht doch im zweiten Band war.
Auch dieser Mix der Welten war mir einfach zu viel. Hexen – gut, kenne ich aus anderen Büchern. Wenn es Werwölfe gibt, gibt es meist auch Vampire, ist nichts neues. Dass die Öffentlichkeit darüber bescheid weiß, ist auch nichts neues.
Die Erzählweise von Robertson war etwas ungewöhnlich, weil so essentielle Sachen wie die Vorgeschichten und Details zur Welt immer so nebenbei kamen. Dafür waren Sachen wie Zigaretten ausdrücken, eine Jeans anziehen und die Beschreibung von Möbeln deutlich wichtiger.

Kurzum, ich kam nicht sonderlich gut klar mit der Geschichte. Mir war es einfach zu viel. Erinnert ihr euch an Soul Seeker? Es hatte mit Göttern, Schamanen und Chakren zu tun. Das war eine gute Mischung. Auch beispielsweise Zwillingsblut war eine interessante Geschichte über Vampire in unserer Zeit. Aber beides zu mischen ist eine seltsame Kombi – und Robertson hat so etwas getan.
Immerhin, und das ist absolut das positivste, gab es bis auf heiße Küsse keine Erotik. Wenigstens etwas!

Weil ich das Buch und die Geschichte zwar irgendwie unterhaltsam und spannend fand, aber nicht bahnbrechend, kann ich nur 3 Sterne vergeben. Die Serie werde ich nicht weiterlesen.

★★★☆

Die bisher erschiene Reihe bei Lyx.

9

LoveLetterCon 2012 – Rückblick

Am vergangenen Wochenende war es ganz still hier auf dem Blog. Zum einen brauchte ich eine kleine Pause nach dem sehr gefüllten Mai, zum anderen war ich ganz einfach (fast) Internetlos. Ja, auch sowas gibt es noch (und ich schreibe dennoch kein Buch darüber…).

Aber wo war ich denn bloß, dass es kein Internet gab? Jetzt nicht lachen: Ich war bei meiner Oma in Berlin. Und sie hat zwar eine Flatrate fürs Festnetz, aber eben kein Internet. Lang leben das Smartphone – wenigstens Twitter blieb mir so also noch 🙂
Ich will aber nicht rumjammern, irgendwie war das Offline-Wochenende auch sehr entspannend. Keine wichtigen Mails, keine Planung, kein Facebook… das sollte sich jeder nehmen (und wenn es wehtut, holt euch HILFE!)

Neben dem schönen Besuch stand ganz oben auf der Tagesordnung noch der Besuch der LoveLetterCon *yeay*

Samstag und Sonntag war das Kulturhaus Spandau belagert von Liebesromanfans aus vielen Teilen Deutschlands – und sogar aus dem Ausland, wenn ich das richtig gehört habe.
Zu Gast waren Bestseller Autorinnen wie Nalini Singh, Lara Adria und Lisa Marie Rice – und viele mehr, auch sehr gute deutsche Autorinnen wie Sandra Henke, Jeanine Krock und Michelle Raven.

Ich war total baff, als ich im ersten Workshop war. Vor allem, weil ich mir am Empfang eine tolle rote Tasche abholen durfte, auf der nicht nur das Datum, der Anlass und die teilnehmenden Verlage abgedruckt waren, sondern auch noch innen wunderschöne Goodies zu finden waren: Das LoveLetter Magazin (ich hab es ohnehin abboniert, deswegen hab ich das weitergegeben), ein kleiner Notizblock von Lyx, Kugelschreiber, Bonbons und ein tolles Programmheft.

Der Tag startete gleich mit Shannon McKennon und Lisa Marie Rice über den Alpha-Helden. Wäre der Raum nicht schon heiß gewesen hätten wir ihn heiß gemacht, denn es ging um den perfekten Helden.
Anschließend habe ich mich fast nur noch im Theatersaal aufgehalten und mir verschiedene Podiumsveranstaltungen angeschaut. Der U-Books (jetzt U-Line) Verlag hat sich und seine Autorinnen vorgestellt. Englische Autorinnen haben über ihr Schreiben geredet. Cora/Mira haben sich vorgestellt und Autorinnen von Lyx haben über Social Media gesprochen.

An beiden Abschlüssen des Tages haben wir uns Exemplare signieren lassen können, von den Autorinnen, die vor Ort waren (wobei viele das ja schon den ganzen Tag über gemacht haben). Und die Überraschung war riiiiesig, als neben den auf dem Zeitplan aufgeführten Autoren mehrere Stapel Bücher aufgebaut wurden. Lyx, Cora und Mira und sogar Heyne und Goldmann spendeten bis zu 100 Bücher für ihre Autorinnen – damit wir die signiert mitnehmen konnten… total umsonst!
Das Gedränge war besonders Sonntag entsprechend groß, aber laut Spekulationen waren für alle Teilnehmer mindestens ein Buch kalkuliert.
Links seht ihr meine signierte Ausbeute (+ die zwei Bücher von Wohltat) – ich bin immernoch total verblüfft und dankbar, dass wir die Bücher mitnehmen durften. Und die Autorinnen waren so superfreundlich!
Nalini Singh fragte mich, ob mir die Convention gefalle, und ich jede Autorin getroffen hatte, die ich treffen wollte (Natürlich JA, ich hatte ja nur das Buch von Kristina Günak mit ^^). Lisa Marie Rice hat sich enorm gefreut als ich ihre Bücher lobte und sagte auf Englisch „Für jemanden wie dich schreibe ich meine Bücher“. Ihr Buch hatte ich auch schon – es bleibt aber nur die signierte Ausgabe im Regal 😉

Gefreut hat mich neben dem Kennenlernen der Bestsellerautorinnen auch der Kontakt mit der Indie-Autorin Romana Grimm, die ich auf der S-Bahnfahrt noch gesehen habe und mit der ich mich auf Anhieb super verstanden habe! Es war schon, dich kennen zu lernen *wink* 🙂
Auch C.M.Singer habe ich persönlich kennen gelernt und mich angeregt unterhalten.
Bekannte Gesichter wie Cornelia Franke (die leider immer nur vorbeihuschte) und Cat Crawfield haben die Zeit dort auch noch schöner gemacht. Leider konnte ich mir die Blogs der beiden Freundinnen von Cat nicht merken, vielleicht melden die sich hier ja noch 🙂

Generell fand ich, dass die Stimmung überhaupt sehr gut war. In den Schlangen vor den Signiertischen bin ich mit einigen Frauen ins Gespräch gekommen, und auch in der Pause war es sehr entspannt, sodass ich mich mit einigen anderen Besuchern unterhalten habe.

Und jetzt ein fettes DANKE an die Verlage und Autorinnen vor Ort, die das Wochenende unvergesslich gemacht haben! Danke für die liebevolle Aufmachung des Kulturhauses, danke für die Goodies, für die Möglichkeit mit den Autorinnen in Kontakt zu treten und für die Signierexemplare im Anschluss! Und natürlich ebenso viel Dank an den LoveLetter und die MitarbeiterInnen, die das Wochenende überhaupt erst haben entstehen lassen!!!!!!!!

Ich hoffe, im nächsten Jahr lässt sich das Ganze wiederholen – es muss nicht mal besser werden, weil es war schon so richtig toll 🙂

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[Rezension] Lord Stonevilles Geheimnis

Lord Stonevilles Geheimnis – Sabrina Jeffries
Egmont Lyx
Übersetzt von Antje Görnig
Taschenbuch Mai 2012
394 Seiten

9,99

Was macht ein Lord, der vom Geld der Großmutter abhängig ist, jede Dirne beim Vornamen kennt und plötzlich zum Heiraten gezwungen werden soll? Richtig: Er spielt seiner Großmutter eine Verlobung vor.
Oliver, Lord Stoneville, lebt ganz glücklich als Junggeselle, bis seine Großmutter ihn und seine vier Geschwister zum heiraten zwingen will. Sonst dreht sie allen den Geldhahn zu. Denn die alte Dame wünscht sich nichts sehnlicher als gesetzte Enkelkinder – und Urenkelkinder!
Doch so leicht will es ihr Oliver nicht machen. In einem Bordell lernt er die Amerikanerin Maria kennen, die ihm wie geschaffen scheint für das Unterfangen. Sie ist nicht nur aufmüpfig, sondern auch noch katholisch und ihr Vater kämpfte einst gegen die Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg. Die perfekte Mischung also, welche die Großmutter dazu bringen soll, von ihren Forderungen Abstand zu nehmen.

Doch Hetty Plumtree, seine Großmutter, findet die angebliche Verlobte gar nicht so schlimm. Sie merkt nämlich weit vor den jungen Leuten, dass sich da etwas anbahnt.
Doch auch Oliver stellt zunehmend fest, wie schön es mit Maria ist. Er begehrt sie körperlich – aber findet auch Gefallen an ihrem Lächeln, ihrem Lachen, ihrer Anwesenheit. Dass seine Geschwister ebenso einen fiesen Plan ausgeheckt haben, geht ihm gegen den Strich.

Am liebsten würde er Maria heiraten… wenn er nicht ein eingeschweißter Junggeselle wäre – und Maria nicht schon verlobt!

„Lord Stonevilles Geheimnis“ ist einer der Romane aus der neuen „Romantic History“ Serie von Egmont Lyx. Neben „Kein Lord wie jeder andere“ und „Rühr nicht an mein dunkles Herz“ sind die Geschichten alle sehr ähnlich. Aber ach, wie liebe ich sie, diese wunderbar vorhersehbaren Geschichten. Mann trifft Frau, braucht sie nur zum Schein, sie verlieben sich, alles ist kompliziert und am Ende doch alles gut.
Auch wenn man schon bei der ersten Begegnung zwischen ihm und ihr weiß, wie es ausgeht (und diese Enthüllung den Protagonisten meist bis zur letzten Seite verborgen bleibt), ist die Geschichten dennoch so schön!

Von MIRA kenne ich ja auch schon die Schmonzetten, die verlängerte Groschenromane vom Kiosk sind. Aber Lyx hat sich da nochmal extra viel Mühe gegeben, und wirklich wunderschöne Cover entworfen (nicht immer die klassischen Nackenbeißer oder halbnackten Männer+schmachtender Frau). Fast alle Cover zeigen Frauen in Kleider aus der Epoche.

Lord Stoneville ist auch wieder der klassische Weiberheld. Bisher nur in Bordellen und Kneipen beheimatet muss er nun rechtschaffend und galant sein. Das interessante war dieser Gewissenskonflikt, in den er durch Maria gestürzt wird.
Sie weiß nämlich, mit wem sie es zu tun hat. Und wie das in dieser Art Geschichten so ist, hat sie die Hoffnung, dass er sich noch ändern kann – weil er eigentlich ein anderer ist.

Wirklich gut fand ich diesmal, dass Maria nicht so eine keusche, prüde Tussi war. Es gibt ja auch diese Gesichten (wie „Mein sündiger Engel„), in denen die Frau ahnungslos ist, was zwischen ihr und einem Mann passieren wird. Und dann ist sie überrascht, schockiert und verwirrt. Maria dagegen wollte wissen, was passiert. Sie ist erregt und gibt sich Oliver hin. Dabei hat sie noch die wichtigen gesellschaftlichen Zwänge im Kopf („wenn er mich entjungfert, muss er mich heiraten“), aber eher nebensächlich.
DAS tat mal gut.

Für diese tolle neue Reihe bei Lyx habe ich mich ja schon Anfang des Jahres begeistert. Deswegen kann ich ja jetzt nicht anders, als volle Punktzahl zu vergeben.
Die Geschichten hab ich schnell weggelesen und freue mich auf die anderen Bände! Bitte mehr davon 🙂