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[Rezension] Die Bestimmung # 3

Letzte Entscheidung – Veronica Roth
Die Bestimmung # 3
cbt
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-57016157-9
 512 Seiten 

17,99 €

Um niemanden zu spoilern spare ich mir jetzt mal die Inhaltsangabe. Meine Rezensionen zu Teil 1 und Teil 2 sind online, dort kann etwas zum anfänglichen Inhalt nachgelesen werden.
Teil 3 ist anders, das kann ich schon einmal sagen…

Als ich mit der Reihe begonnen habe, war ich gerade berauscht von „Legend“. Nachdem mir die Bücher aber sehr ähnlich vorkamen (zu der Zeit sprossen die Dystopien ja nur so aus dem Bücherdschungel), habe ich erstmal nicht weitergelesen.
Teil 2 stand dann zwar nach einer Weile im Regal, aber irgendwie war mir nicht danach.
Erst nach der Verfilmung war ich so gepackt, dass ich unbedingt weiterlesen musste und habe promt in der Nacht nach dem Kino noch angefangen. Die Enthüllung aus Band 2 hat mich ja nun ziemlich geschockt. Wie sollte es weitergehen?

Teil 3 habe ich mir mit einer Kollegin geteilt, und sie hat es zuerst beendet. Sie war dann eher mäßig begeistert. Weil mich in Band 2 nur das Ende beeindruckt hat und die Handlung teilweise doch gelangweilt, war mir dann Teil 3 irgendwie vergangen. Jetzt kann ich zum Glück angefangene Bücher nicht rumliegen lassen, sondern muss sie irgendwann beenden, und weil alle so über das Ende lamentiert haben, musste ich wissen, wie es ausgeht.

Über die Handlung mag ich jetzt auch nicht viel sagen, aber so viel: Teilweise hat mich das hin und her tierisch genervt. Tris will dies, Tobias das, sie können sich nicht einigen, lieben sich dann aber doch und alles ist wieder gut. Einer ist sauer, der andere nicht, dann ist alles wieder gut.
Tobias sagte das an einer Stelle ganz richtig: Nach dem Kampf in der Stadt kommt der Kampf draußen und irgendwie ist immer Krieg. Und das ging mir ziemlich auf den Puffer.
Die Idee, wie sich alles ändern soll, war spannend, aber etwas undurchdacht. Und da die Stadtbewohner vorher nur die Stadt kannten, können sie gar nicht einschätzen, wie die Einwirkung der Welt ist. Wer das Buch schon gelesen hat weiß vielleicht, was ich meine. Spoiler: Einfach einen Reset durchzuführen funktioniert vielleicht bei einer Stadt ohne Außeneinfluss, aber nie bei einem Amt, das mit der normalen „Welt“ zu tun hat.

Nun ja, das Ende hatte ja nicht nur für mich einen sehr schalen Beigeschmack. Ich werde mir jetzt mal in Ruhe die anderen Rezensionen anschauen, die ich bisher aus Spoilerangst gemieden habe.

Leider hat für mich auch die Schreibweise und die Spannung zum letzten Teil stark nachgelassen, wodurch das Lesen sehr zäh wurde und ich eigentlich nur das Ende wissen wollte.

littlehim bei wasliestdu.de hat es ganz passend ausgedrückt:
„Ich weiß nicht was passiert ist, aber das Buch unterscheidet sich vollkommen von seinen Vorgängern. Ich habe noch nie bei einer Autorin oder einem Autor oder einer Buchreihe erlebt, dass sich ein Buch dermaßen von den Vorgängern unterscheidet. 
Der Schreibstil ist ziemlich anders meinem Empfinden nach und das nicht im positivem Sinne.  Die ganze Atmosphäre fehlt. Es gibt viele Wiederholungen und langatmige, langweilige Szenen.“

Teilweise waren die Gedanken von Tris und Four mir so verworren und gedankenverloren, dass ich eher dachte, ich lese ein Tagebuch mit philosophischer Neigung. Das Ende hat sich so klar abgezeichnet, wenn ich hinterher drüber nachdenke.

Nun gut, Veronica Roth war mutig und ist diesen Schritt gegangen. Muss man mögen, oder nicht.
Aufgrund der vielen Kleinigkeiten und des für mich fehlenden Reizes an diesem Buch kann ich grade zwei Sterne vergeben. Das hat aber nur minimal mit dem Ende zu tun. Das Gesamtbuch hat mir nicht so gut gefallen, und Tobias diesmal auch nicht.

★☆
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[Rezension] Die Bestimmung Tödliche Wahrheit

Tödliche Wahrheit – Veronica Roth
Die Bestimmung 2
cbj
Hardcover, Dezember 2012
ISBN 978-3-57016156-2
512 Seiten 
 
17,99 €

Rezension zu Band 1

Achtung, Spoiler zu Band 1

Der große Gewaltakt ist abgewendet, doch es wird nie wieder wie zuvor werden. Tris, Four und einige ihrer Fraktion und Überlebende sind auf der Flucht.
Tris erfährt, dass ihre Eltern für ein größeres Wohl gestorben sind, und dass die Aktion noch immer beendet werden könnte. 
Doch Four stellt sich dagegen, es gilt die alte Ordnung wiederherzustellen – oder zumindest das Gemetzel zu beenden. Der Schlüssel zu allem scheint Janine zu sein, die sich aber versteckt hält.

Tris muss nun wählen, zwischen der Wahrheit und der Liebe, den Ferox und ihrer Familie…

Das Buch habe ich voller Euphorie direkt nach dem Kinobesuch von „Die Bestimmung“ begonnen. Denn nach dem Lesen von Teil 1 habe ich mich gefragt, wie es weitergehen soll, und nun konnte ich es direkt nachlesen.
Und dann, nach der letzten Seite, war ich so „woooooow“ und „waaaas“? Der dritte Band wird also nicht mehr lange auf sich warten!

Wie auch in Band 1 gefallen mir Tris und Four sehr gut. Sie sind in einer gefährlichen Situation und müssen nicht nur einander behalten, sondern auch die Gefahr bannen.
Denn Tris erfährt etwas, was die Welt verändern könnte, wie sie sie vorher kannten.

Four muss jetzt nicht nur über seinen Schatten zurückspringen, er muss auch vertrauen. Das fiel ihm ja bisher schwer.
Dennoch ist er (besonders mit dem sehr ansehnlichen Schauspieler vor Augen) ein wirklich toller Kerl, der das Herz am richtigen Fleck hat.

Ich fand es super spannend, den Werdegang der Figuren und der Handlung mitzulesen. Teilweise dachte ich „was soll denn noch kommen, außer dass sich alle abschlachten?“, aber hinter allem steckt etwas Größeres, und das hat Veronica Roth sich echt klasse ausgedacht!

Die Verfilmung fand ich ja auch sehr gelungen, und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil als Film!

Von mir bekommt das Buch wieder fünf Sterne, was auch sonst 🙂

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[Interview] Anika Beer

Heute möchte ich euch gerne eine nicht ganz unerfahrene aber dennoch Newcomer-Autorin vorstellen. Anika Beer, geboren 1983, geboren in Oerlinghausen, lebt heute in Bielefeld. Kennen gelernt habe ich sie auf der Buchmesse in Leipzig, wo wir uns für einen kleinen Plausch am cbj-Stand zusammensetzten.

Zu ihrer Hauptbeschäftigung gehört das Schreiben – und herausgekommen ist nun ihr erstes Jugendbuch „Als die schwarzen Feen kamen“(meine Rezension). Bereits 2011 hat sie ein Buch über Vampire bei atb veröffentlicht. „Die Blutgabe“ ist unter ihrem Pseudonym Franka Rubus erschienen, Band 2 („Unberührbar“) folgt dieses Frühjahr.
Dass die Veröffentlichung eines Buches zu ihren innigsten Wünschen gehört, zeigen erste Schreibversuche mit der besten Freundin, der auch das Jugendbuch gewidmet ist. Die damals(vor wenigen Jahren) ausgedachten Geschichten sollten jedoch nicht veröffentlicht werden.
Social Media
Anika Beers Beziehung zum Social Media und Bloggern ist eine positive. Früher schrieb sie selbst Fanbriefe an Verlage, in der Hoffnung, Autoren würde das Lob über ihr Buch erreichen. Blogger haben aus ihrer Sicht heute eine viel direktere Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen. Überhaupt kann man z.B. per Facebook mit wenigen Klicks den gesamten Lebenslauf einer Person einsehen – die lange herrschende Distanz zwischen Autor und Leser ist also gering.
Lustiger Weise habe ich diesen Gesprächstermin über den Verlag vereinbart, während ich bei einigen anderen Autoren den Kontakt auch über Facebook suchte.
Heute als Autorin bewerte Anika Beer keine Bücher mehr, um den „Kollegen“ nicht zu nahe zu treten, weder positiv, noch negativ.
Weil das große böse Wort „Kritik“ dieses Jahr schon an so vielen Stellen eine Rolle spielte, fragte ich auch bei Frau Beer nach. Bei ihr gab es eine Zeit, da war natürlich jegliche Kritik wichtig, man konnte ja nur besser werden. Jetzt, seit zwei Bücher veröffentlicht sind, lässt Anika Beer jedoch Kritik von außen einfach an sich abprallen. Es ist viel wichtiger, was die Agentin und die Lektorin sagen – die kennen sich schließlich aus. Wenn jemand ihre Bücher nicht mag, ist das eben subjektiv.
Zum Buch
In den Jugendbuchbereich ist Anika Beer eher zufällig geraten. Der Verlag war an der Geschichte interessiert – obwohl schließlich die Altersempfehlung ab 12 beigegeben wurde, ist er stellenweise dennoch nicht zimperlich. Für weitere Werke könnte sich Beer gut vorstellen, weiter im Jugendbuchgenre zu bleiben, doch auch Erwachsenenromane möchte sie noch schreiben. Eventuell auch weiter als Franka Rubus.
Wer das Buch schon gelesen hat, weiß ein wenig von den Protagonisten Marie und Gabriel. Selten schaffen es Autoren, distanziert zu ihren Figuren zu bleiben, und so auch Anika Beer: In Marie ist ein bisschen ihres eigenen 15-jährigen Ichs eingeflossen.
Generell sind ihre Figuren aber sehr eigenständig und Beer erzählt mehr ihre Geschichte, wie sie ist, als das sie etwas verarbeitet.
Persönliches
Auf meine Frage, wie ihr perfekter Tag aussähe, reagierte Anika Beer nachdenklich. Sie merkte an, dass das eine schwere Frage sei, und dachte einen Moment nach.
Ihr perfekter Tag würde mit Sonnenschein starten, und mit einem guten, großen Frühstück, am besten mit vielen Freunden. Die Luft wäre gerade so warm, dass sie den ganzen Vormittag draußen im Gras liegen könnte, um die Wolken zu betrachten und über ihre Geschichten nachzudenken. Erst später am Tag setzte sich Beer an ihre Geschichte, und ließe den Tag mit einem Glas Wein vor dem (am perfekten Tag vorhandenen 😉 ) Kamin ausklingen.
Wie es zu dem Namen kam, und was Anika Beer sonst noch zu erzählen hat, findet ihr auch auf ihrer Autorenhomepage.
Ich bedanke mich bei Anika Beer für dieses nette, informative Interview und wünsche ihr viel Erfolg für den weiteren Werdegang!

Pssst: Im Mai wird Anika Beer nochmal hier auf dem Blog zu finden sein. Ihr habt bestimmte Fragen zu ihr und zu ihrem Jugendbuch? Dann schickt mir eine Mail an Readandbeyourself[at]gmail.com bis zum 31.4.2012!

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[Rezension] Eine für vier Für immer und ewig

Eine für vier Für immer und ewig – Ann Brashares
cbj, Hardcover
Deutschsprachige Ausgabe März 2012
Aus dem Amerikanischen von Edith Beleites
443 Seiten

Band 5 (Vorgängerbände siehe unten)

15,99 €

Es ist schon eine ganze Weile her, dass Lena, Carmen, Tibby und Bridget die JEANS verloren haben. Und dass sie ihre Sommer getrennt verbringen, und dabei leiden. Denn heute, viele Jahre später, sind sie alle verstreut und führen ihr eigenes Leben… Bridget lebt mit Eric in San Francisco immer auf der Suche nach der Sonne, Carmen ist Schauspielerin in New York und verlobt, Tibby ist nach Australien gezogen und Lena gibt Kunstkurse und malt in Ruhe.
Fast zwei Jahre ist es her, dass alle vier vereint waren. Danach zog Tibby nach Australien, und als überraschend ein Brief von ihr kommt, sind Lena, Carmen und Bridget höchst erfreut! Tibby hat ein Wiedersehen in Santorin geplant – eine Woche wieder zu viert vereint!

Doch als die drei jungen Frauen im Haus von Lenas verstorbenen Großeltern ankommen, fehlt Tibby. Und sie taucht auch nicht auf, stattdessen hat sie Abschiedsbriefe hinterlassen.
Jede der drei Freundinnen suhlt sich in ihrem eigenen Unglück, denn sie verstehen nicht, wie Tibby einfach gehen kann. Bridget beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, und reist nach Australien.

Sie dachte, sie müsste lange suchen. Doch ziemlich schnell findet sie eine große Überraschung vor…

Eine für vier – Für immer und ewig“ ist der Abschlussband der JEANS-Schwesternschaft-Reihe. Geliebt habe ich die ersten beiden Bände, und der erste Band wanderte zigmal aus der Bücherrei in mein Regal. Band 2 habe ich mir gekauft, und direkt zweimal hintereinander gelesen. Trotz der vier unterschiedlichen Charaktäre und Geschichten findet man sich doch in jeder von ihr wieder. Und es war immer ergreifend, weil Ann Brashares mir so oft aus der Seele geschrieben hat – besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Erste Liebe, Vaterprobleme, Fernbeziehung… alles Themen, die mich ebenso beschäftigt haben!

„Lena liebte und brauchte ihre Mutter, aber jedes einzelne Wort, das ihre Mutter sagte, brachte sie auf die Palme.“ (S. 27)

Nachdem ich letzten Juli entdeckt hatte, dass es auch noch einen dritten UND einen vierten Band gab, die ich sofort verschlungen habe, bin ich richtig richtig froh über einen fünften Band gewesen. Die Mädchen entwickelten sich wie ich, und auch im vierten Band fand ich einiges von mir wieder (Studium wurde zB thematisiert). Wie würde Ann Brashares dann Band 5 schreiben? Ein weiterer Sommer?
Nein, diesmal machen wir einen Sprung in die Zukunft. 10 Jahre später, wie haben sich die Mädchen entwickelt. Obwohl ich auf den ersten Seiten etwas überrumpelt war, fand ich doch Gefallen daran. Schließlich kann man nicht jeden Sommer etwas erleben und die Freundschaft festigen.

Dann ging es aber doch wieder um Freundschaft, wieder auf sehr ergreifende und toll geschriebene Art. Ann Brashares benutzt viele Worte, beschreibt Szenen von mehreren Seiten und lässt die Gedanken ihrer vier Mädchen schweifen. Das passiert aber auf sehr angenehme Art – die Wörter flogen nur so dahin!

„Der Himmel war pink und orange und dunkelgrau, aber wie schön dieser Augenblick war, entging ihr. Die Himmelsfarben spiegelten sich in ihren Augen, aber sie blieben an der Oberfläche.“ (S.119)

Nachdem die ersten vier Bücher darum gingen, dass man gemeinsam stark ist, thematisiert Brashares diesmal, dass das Leben weitergeht, wenn nicht mehr alle da sind. Lena, Carmen und Bridget stellen unabhängig voneinander fest, dass sie ihr Leben immer nur über die Freundschaft zueinander bewertet haben – und vergessen haben, zu leben, seit Tibby weit weg ist. Ohne die drei anderen war sich jede nichts wert, hat sich nicht getraut etwas zu erleben oder sich zu entwickeln.
Diese Überlegung fand ich richtig großartig. Mir fiel vor einiger Zeit auf, dass viele Erwachsene (mit Ausnahmen natürlich) nur eine Handvoll Freunde haben. Warum ist das so? Brashares scheint die Lösung zu präsentieren: Weil man sich alleine entwickelt. Freunde begleiten einen, aber sie bleiben nicht immer an deiner Seite, erleben alles mit, entwickeln sich mit.
Der erste Sommer („Eine für vier“) war der erste Schritt in die Richtung, dass jede der vier September-Girls ihr eigenes Leben haben würde.

Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, Brashares schreibt aus meinem Tagebuch (wenn ich eines schreiben würde). Besonders die eingeschobenen Briefe machen das ganze so innig, dass mir das Buch wieder ganz schön nah ging. Tibby kennt ihre Freundinnen so gut, und während die drei an ihr zweifeln, hat Tibby längst die gesamte Sache im Auge.
Es ist also keine Geschichte, die man ebenso einschieben kann, man muss sich drauf einlassen.

Abschließend kann ich nur sagen, dass es sehr schade ist, dass wir nun nichts mehr von den vier Freundinnen lesen werden – aber das Buch ist ein sehr würdiger Abschluss. Zum Glück schreibt Brashares ja noch andere Bücher, die ähnliche Themen behandeln 😉
Ich vergebe 5 Sterne für dieses tolle Buch über Freundschaft, Liebe und das Glück.

★★★★★

Die Reihe der JEANS-Schwesternschaft:
Band 1: Eine für vier
Band 2: Eine für vier – Der zweite Sommer
Band 3: Eine für vier – Aller guten Dinge sind drei
Band 4: Eine für vier – Vier gewinnt

Weitere Bücher der Autorin:
Summer Sisters
Unser letzter Sommer

Und „Eine für vier“ in einer tollen Verfilmung!

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[Rezension] Als die schwarzen Feen kamen

Als die schwarzen Feen kamen – Anika Beer
cbj Taschenbuch
April 2012

447 Seiten

12,99 €

Es ist schon länger her, dass Marie von den schwarzen Feen geträumt hat. Mit diesen seltsamen Wahnvorstellungen kamen auch immer Herzanfälle einher. Doch seit sie mit ihrem Therapeuten Dr. Roth darüber spricht, werden die Anfälle weniger.
Plötzlich träumt Marie wieder nicht nur von den Feen, sondern auch von einer schwarzen Stadt. Von dort kommen ihre Feen, und sie sind nicht freundlich! Als Maries Mutter apathisch wird und ins Krankenhaus muss, wendet sich Marie an Gabriel. Gabriel ist ein seltsamer Mitschüler, der sie einige Tage zuvor warnen wollte – Marie hat ihm jedoch nicht geglaubt.

Gabriels Hilfe hat jedoch einen Preis: Marie muss sich darüber bewusst werden, dass sie sich niemandem sonst anvertrauen kann – und ihre Freunde in Gefahr sind.

Hinter der Realität gibt es die Obsidianstadt. Die dort lebende Lea ist gefangen in einem Nebel, der jeden Menschen in der Stadt, jedes Leben und jedes Glück verschluckt und zu Schattenwesen macht.
Eines Tages taucht ein Schwarm schwarzer Feen auf, der verspricht, für Lea wieder glückliche Erinnerungen zu holen. Denn Lea ist der Schlüssel zur anderen Welt … zu Marie …

Als die schwarzen Feen kamen“ ist der erste Jugendroman unter Anika Beers richtigem Namen. Zuvor hat sie bereits einen Romane bei atb als Franka Rubus veröffentlicht, ein zweiter folgt demnächst.
Alleine der Titel und das Cover machten mich so neugierig, dass ich das Buch lesen wollte – und der erste Eindruck war ein beeindruckter! Nach „Lamento“ habe ich gedacht, dass jemand sich mit schwarzen Feen auseinandersetzen muss (nein, ich lese generell keine Klappentexte wenn mir das Cover und der Titel schon gefällt). Bereits die Einleitung spielt in der Obsidianstadt und machte neugierig, vor allem als der Switch zu Marie kommt. Was haben Marie und Lea miteinander zu tun? Wie sind sie verknüpft?

Die Figur der Marie ist total liebenswert. Sie litt, und ich wäre mal wieder gerne ins Buch gesprungen um ihr zu helfen.
Was parallel passiert, was Lea macht, war nachvollziehbar. Aber ich wusste ständig  nicht, ob ich nun für die eine oder die andere Seite sein sollte.

Gabriel, der toughe, liebenswerte aber verletzbare Held, zeigt Marie eine ganz neue Welt, in der nicht alles so ist, wie sie bisher geglaubt hat. Doch er gibt ihr Kraft bei diesen neuen Erfahrungen. Die Idee mit den Schattenkreaturen war genial – und kein bisschen seltsam. Es passte perfekt in die Geschichte.
Anika Beer hat sich gut überlegt, wie die Welt hinter der Realität aussieht.

Zwischenzeitlich war ich an das Buch „Die Träume des Jonathan Jabbok“ von Ralf Isau erinnert. Jonathan träumt von der anderen Welt, lebt aber in seiner „richtigen“ Welt normal weiter. Als Marie aufwachte, und sich schlecht fühlte, nachdem Lea so etwas schreckliches erlebt hatte, dachte ich zuerst an diese Variante. Aber da steckte mehr dahinter 😉

Anika Beer schreibt wunderschön. Ihre Ausdrucksweise ist flüssig, fließend und mitreißend.
Und im gleichen Moment hatte Marie plötzlich das Gefühl, auf eine Weise sie selbst zu sein, wie sie es noch nie zuvor erlebt hatte.“ (S. 202)
Mit diesen Formulierungen habe ich Maries Veränderung gespürt, ihr Reifen, das wie ein Aufatmen wurde zum Ende (obwohl die Spannung so zunimmt).

Zeitweilig war das Buch so spannend, dass ich mich über kleine Geräusche im Zimmer erschreckt habe. Ich konnte es nicht zur Seite legen – und habe tagsüber nur so darauf hingefiebert, endlich weiterlesen zu können. Und immer die Frage: Können beide Welten wieder normal existieren?

Volle Punktzahl für so ein packendes Abenteuer mit einer mitreißenden Idee!

★★★★

Eine weitere schöne Rezension auch hier:
4

Vorschau 2012

Eigentlich klicke ich Vorschau-Posts von anderen Blogs einfach weg – und ich wusste ganz genau wieso. Denn nach einem einzigen Klick bei LenaBo habe ich jetzt Stunden mit Vorschaulektüre und Wunschzettelerweiterungen verbracht…
Und nun hier mal eine kleine Übersicht, was ich mir so anschaffen möchte (wobei ich bei mindestens der Hälfte sowieso noch warten werden, wenn ich merke, dass ich nicht so viel zum lesen komme). Die meisten Bücher habe ich auch nicht nach Handlung, sondern nach Aussehen ausgewählt – und dann geschaut worum es geht 😉

Also viel Freude… und ist etwas für euch dabei?

Man beachte: Das sind alles Neuerscheinungen! Und das die Cover hier so rumfliegen liegt an Blogspot…

Januar:
Schweig still, süßer Mund – Janet Clark (Loewe)
Julischatten – Antje Babendererde (Arena)

 
Außerdem, schon vielfach beworben:
Das Mädchen mit den gläsernen Füßen – Ali Shaw (script 5)

Februar: 
Küss den Wolf Rotkäppchens zauberhafte Lovestory – Gabriella Engelmann (Arena)
Dann fressen sie die Raben – Beatrix Gurian (Arena)
Du denkst, du weißt wer ich bin – Bailey (INK)
Die Macht der Sechs – Pitacus Lore (Aufbau Verlag) (wenn ich auch Teil 1 noch lesen muss…)

März:
Purpurmond – Heike Eva Schmidt(Aufbau)
Ich fühle was, was du nicht siehst – Susan Mallery (Mira)
Als die schwarzen Feen kamen – Beer (cbj)
Aschenputtels letzter Tanz – Kathleen Weise (Planet Girl)

Und auch wenn ich Teil eins noch auf dem SUB habe freue ich mich sehr auf
Schattenblüte: Die Wächter – Nora Melling (rowohlt Polaris)

April:
Geküsst von einem Duke – Julia Quinn (Mira)
Sündige Lektorin – Pierrat (Blanvalet)
Zeitenlos: Der Anfang – Shelena Shorts (Basteil Lübbe Baumhaus)

Mai:
Göttlich verloren – Josephine Angelini (Dressler)
Wer hat Angst vorm starken Mann – Susan Mallery (Mira)
Lord Stonevilles Geheimnis – Sabrina Jeffries (Lyx)



Katzenjagd – Ingrid Lee (Chickenhouse)

Wie wild wird erwartet:
Wild wie mein Verlangen – Elisabeth Hoyt (Mira)

Juni:
Das göttliche Mädchen – Aimée Carter (Mira)
Caras Schatten – Woods (Bastei Lübbe Baumhaus)

Juli:
Grim Flamme der Nacht – Gesa Schwartz (Lyx)
Ein skandalöses Rendezvous – Madeline Hunter (Lyx)

August:
Ein Traum und zwei Füße – sarah Rubin (Chickenhouse)
Rühr nicht an mein dunkles Herz – Meredith Duran (Lyx)

September:
Die Mondscheinbäckerin – Sarah Addison Allen (Goldmann)
Die verrückteste Nacht meines Lebens – Lauren Barnholdt (cbt)
Kein Lord wie jeder andere – Jennifer Ashley (Lyx)
Jennissimo – Susan Mallery (Mira)

Außerdem im HERBST angekündigt:
Dark Angel’s Fall Die Versuchung – Kristy Spencer /Tabita Lee Spencer (Arena)
Goldmarie auf Wolke 7 – Gabriella Engelmann (Arena)

Wie ihr also sehr, bin ich verrückt nach Büchern aus den Verlagen Lyx und Mira… Irgendwie treffen die so ziemlich meinen Ton 🙂 Aber auch Chickenhouse und der neue Verlag Planet Girl versprechen Gutes (wenn ich auch bei letzterem noch nicht so genau in die Vorschau geschaut hab…).

Glücklicherweise bekomme ich am Arbeitsplatz das Börsenblatt, wo wöchentlich NUR über den Buchmarkt gesprochen wird… es wird also mit Sicherheit noch Aktualisierungen geben 🙂