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[Statistik] August 2014 und Veränderungswünsche

Dieser August war ebenso vielfältig wie der Juli davor. Es gab viele Veränderungen, allen voran mein Betriebswechsel. Ich bin immer noch Auszubildende, aber nicht mehr im Buch- sondern im Zeitschriftengeschäft. Entsprechend anders ist meine Arbeit und ich fahre auch länger zum Büro. Der große Vorteil daran: ich kann sage und schreibe 20 Minuten länger lesen in der Bahn. Der Nachteil: Ich mache zuhause andere Dinge und bin abends schlagkaputt… meist sogar zu faul zum Lesen.

Die ganze Lernerei ist nun auch endlich beendet und ich kann entspannt die Sommerferien genießen. Also ohne Schule und Klausuren und so 😉

Im August war ich etwas unkreativ, was das Bloggen aktiv angeht. Dafür habe ich mir passiv mehr Gedanken gemacht.
Mein Blog Be creative and yourself kennen vielleicht einige (die Zugriffe darauf sind noch nicht so groß), ehrlich gesagt finde ich es aber absurd, zwei Blogs zu führen. Viel lieber würde ich alles auf einem Blog haben, über das Ich-selbst-sein und die Kreativität und das Lesen bloggen. Auf meine kreativen Sachen bin ich auch sehr stolz, aber mir fehlt ein bisschen die Zeit, den anderen Blog zu pflegen.

Daher überlege ich, ein gemischtes Blog zu führen, auch weg von Blogger, weil mich mehr kreative Freiheit reizt. WordPress hatte ich ja mal, war aber irgendwann einfach zu faul für die Programmierung. Mich reizt es einfach wieder, generell über mein Leben zu schreiben, über das übergreifenden Selbst-sein. Ich bin ja nicht nur ich, weil ich lese 😉

Wie seht ihr das denn? Findet ihr reine Buchblogs besser als gemischte Blogs? Oder interessieren euch auch kleine Tüpfelchen dazwischen zu anderen Themen wie Ernährung und Handarbeit? Mode wird es bei mir nicht geben, dafür kaufe ich zu wenig modebewusst ein, aber manchmal bin ich doch ganz stolz auf neue Accessoires. Und ähnlich wie Bücher habe ich ein paar Produkte, die ich im Rahmen von Artikeln vorstellen könnte.
Bevor ich jetzt alles über den Haufen werfe und hier tutti kompletti die Dinge ändere, wollte ich mal die Leserschaft fragen.

Nun aber zum buchigen Standardteil des Augustes:

Gelesen:
1. Das Jahr der Schatten – Hannah Richell
2. Sterne über Paris – Alison Walsh
3. Die Frauen der Tafelrunde – Kylie Fitzpatrick
4. Löffelchenliebe – Julia Kaufhold 5/5
5. Die gelben Augen der Krokodile – Katherine Pancol 5/5
6. Blutflucht – Loreen Ravenscroft 4/5
7. Diskobushaltestellenhierarchie – Erik Brandt-Höge 3/5
8. Geküsst von einem Duke – Susan Mallery 5/5
9. ZERO – Marc Elsberg 5/5
10. Überleben für die Liebe – Mary Balogh
11. Steinerne Schwingen – Jennifer L. Armentrout 5/5

Gelesene Seiten: 4029
Neuzugänge: 6
SUB im August: 259

Der SUB ist aber nicht aktuell, ich habe noch etwa 15 Bücher aussortiert, die sind aber noch nicht im Programm erfasst.

Längst überfällige Rezension:
Das Mädchen mit dem Haifischherz – Jenni Fagan

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[Statistik] August 2013

Nun sieh sich mal einer diese tolle Statistik an! 

Gelesen:
1. Der Geschmack von Sommerregen – Julie Leuze
2. So nah und doch so fern – Ann Brashares
3. Rückwärtsleben – Mark Watson
4. Hourglass #2 Die Versuchung der Zeit – Myra McEntire
5. Star Wars Republic Commando #2 Triple Zero 5/5 – Karen Travis
6. Ich fürchte mich nicht – Tahereh Mafi
7. Soul Seeker #1 Vom Schicksal bestimmt – Alyson Noël
8. Starters #2 Enders – Lissa Price 4/5
9. Ashes #3 Ruhelose Seelen – Ilsa J. Bick 4/5
10. Die Gilde der schwarzen Magier #1 Die Rebellin – Trudi Canavan 4/5

Damit ist der SUB tatsächlich gesunken 🙂

 Gelesene Seiten: 3688

Meine Leseleiste sieht leider dennoch immer noch so aus:
1. Memento #2 Die Feuerblume
2. Navy Seals #2 Entlarvt
3. Jane Eyre
4. Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack
5. Das Lied von Eis und Feuer #3
6. Mercy #3 Besessen
7. Starker Abgang

8. Julie weiß, wo die Liebe wohnt
9. Kaufen Sie dieses Buch oder ich schlage diesen Hund

Im August habe ich es tatsächlich geschafft *schulterklopfer*, kein Buch aktiv zu kaufen. Aktiv deshalb, weil ich ein Tauschbuch gekauft habe, also mir das Buch sozusagen passiv erkauft habe. Diesen Monat habe ich nur vorbestellte Bücher bekommen (laaaaange vorbestellt), Rezensionsexemplare oder Tauschbücher. Gekauft habe ich aber nichts, wodurch sich der Ein- und Ausgang auf dem SUB ziemlich deckt, aber eben nicht ganz 😉 Ich bin sehr stolz auf mich, mal einen Monat verzichtet zu haben – und dass ich tauschen und anfordern durfte, hat es mir etwas leichter gemacht. Und nebenbei habe ich plötzlich haufenweise Geld für andere tolle Dinge gehabt 🙂 Die Mitarbeiter bei Tchibo müssten mich schon immer erkannt haben ^^ (das gab es Nähsachen!!!)

Mein Septemberplan ist nun, weiter alles wegzulesen was mich in Challenges und so weiterbringt. Ich darf Bücher kaufen, allerdings nur, wenn ich etwas weggelesen habe. Papier ist ja geduldig.

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[Rezension] Ashes 2 Tödliche Schatten

Ashes Tödliche Schatten – Ilsa J. Bick
Egmont Ink Verlag
Hardcover, August 2012
571 Seiten

19,99 €

Meine Rezension zu Band 1

Achtung, Rezension kann Spoiler zu Band 1 enthalten!

Nachdem sie sich endlich den Weg aus Rule freigekämpft hat, steht Alex plötzlich vor einer Gruppe Veränderten, oder Chuckys, wie sie genannt werden.
Weil sie noch nicht aufgeben kann kämpft Alex um ihr Leben, doch der Anführer der Veränderten kann sie überwältigen. Seine Gier, nicht nach ihrem Fleisch, sondern nach ihrem Körper, lähmt das Mädchen.
Die kleine Gruppe nimmt Alex mit zu ihrem Lager, wo auch andere normale Menschen sind. Unter grausamen Umständen erfährt Alex, dass sie nun Proviant für die Veränderten ist…

Zeitgleich erfährt Chris in Rule von Alex‘ Flucht und will sie suchen. Doch viel dringender ist der Überfall auf die alte Jess und ihren Mann Nathan, angeblich auch durch Alex ausgeführt. Weil Chris nicht redet, und Lena damit schützen will, werden sie alle zur Folter geschickt. Damit sie reden.
Aber sie haben Freunde im Wald, die ihnen zur Fluch helfen…

Und noch an anderer Stelle überlebt ein anderes altes Ehepaar einen Überfall von Kopfgeldjägern nicht, denn sie beherbergen einen Jungen, der sie an ihren verstorbenen Sohn Michael erinnert. Dabei heißt er eigentlich Tom…

Nachdem der erste Band fulminant, packend und gruselig gestartet ist,  hatte ich entsprechende Erwartungen an Band 2. Zum größten Teil wurden diese auch erfüllt, aber so hundertprozentig überzeugt hat mich der Roman leider nicht.

Nachdem in Band 1 mehrere Handlungsfäden offen lagen, führt Frau Bick sie nun alle weiter. Also alle. Tom wird gesund gepflegt (das erfahren wir gleich im Prolog), Alex setzt ihre Flucht fort (und gerät vom Regen in die Traufe) und in Rule erfahren wir auch mehr. In gewisser Weise überschneiden sich die Ereignisse und kreuzen sich die Wege, aber die drei Protagonisten treffen sich nicht. Das fand ich schonmal ärgerlich.

Waren wir in Band 1 nur Zuschauer einer schrecklichen Katastrophe, bei der keiner wusste was vor sich ging und was einen noch erwartet, konnten wir in Band 2 hautnah die Entwicklung und die Auswirkungen miterleben. Alex war mitten unter den Chuckys und irgendwas ging mit denen vor.

„Wenn sie ihren Kopf ebenfalls auf diese Pyramide hätten platzieren wollen, hätte Wolf ihr einfach die Kehle durchgeschnitten und nicht eine Scheibe Alex-Carpaccio abgesäbelt.“ (S. 92-93)

Etwas schwer war der Einstieg nachdem so viel Zeit seit Band 1 vergangen ist. Es gibt keine Erklärung, es knüpft durch den Prolog nicht supernah an und einige Dinge hatte ich gar nicht mehr im Kopf.

Die Spannung baut sich etwas behäbig auf. Denn diesmal ist die Welt ja schon untergegangen und die Figuren müssen sich weiterhin darin zurechtfinden. So wirklich Spannung kam also zunächst nicht auf.
Doch dann, auf Seite 430, endlich BUMM kam die Spannung – und der Showdown!

Wie Band 1 spart Bick auch diesmal nicht mit Blut. Knochen brechen, Blutfontänen spritzen, Fleisch wird herausgebissen… bunter und blutiger hätte man es nicht beschrieben können. In meinen Kopf war ein absolutes Gemetzel (dass meine nächste Lesewahl auf was Seichtes viel, wunder da nicht). Schlimm war das nicht, und auch nicht übertrieben. Durch das flotte Lesetempo war das Buch schnell runtergelesen. Das hat mir gut gefallen.

Definitiver Spoiler:
Ziemlich dramatisch fand ich, dass scheinbar diesmal alle sterben. Und da hab ich mich wirklich gefragt, warum wir den Wegvon Chris verfolgen, wenn er stirbt. Und Nathan. Und Lena nicht mehr klar bei Verstand ist. Musste die Autorin diesen Weg nur aufzeigen, weil wir sonst nicht so viel oder gar nichts über die Veränderung und den Weg dahin gewusst hätten?
Ich hätte mir viel mehr Überschneidung gewünscht – so war das Buch in dieser Hinsicht etwas frustrierend.

Und warum ging Tom nicht nochmal zu der Einsturzstelle, sondern hat nur von oben geschaut??? 

Im Großen und Ganzen kann ich also wieder nur 4 Sterne vergeben. Dennoch bange und hoffe ich auf Band 3, in dem hoffentlich endlich ALLES geklärt wird!
Die Spannung fehlte etwas, dafür war es etwas aufschlussreicher. Meine Erwartungen wurden größtenteils erfüllt, wenn auch teilweise anders als gedacht.

★★★★
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[Rezension] Die Tortenbäckerin

Die Tortenbäckerin – Brigitte Janson

Ullstein, Taschenbuch

448 Seiten

Erschienen Februar 2011

8,95 €

Im historischen Hamburg 1895 arbeitet Greta Voss mit ihrer Tante Mathilde als Hilfsköchin in einem vornehmen Haus. Greta verdient nicht viel, doch für ein bescheidenes Leben für sie und ihre Mutter reicht es. Und Greta träumt ohnehin davon, bald den jüngsten Sohn der Familie, Christoph Hansen, zu heiraten. Doch eines Tages erfährt sie, dass Christoph für ein Jahr nach Afrika fahren wird, um dort für die Familienbank zu arbeiten. Aus dem Grund wird Greta auch entlassen.

Damit steht nicht nur sie vor finanziellen Problemen. Auch eine weitere Person, von der nur Greta und Christoph wissen, wird darunter leiden müssen.

Als Gretas Mutter immer kränklicher wird, und dringend zur Kur muss, nimmt Greta notgedrungen einen Aushilfsjob als Köchin bei einem ehemaligen Leutnant an. Die Stelle hat ihr der Fuhrmann Siggo verschafft, der zufällig von ihrer Not erfahren hat.

Die beiden beschließen eine Art Geschäft, dass Siggo für Greta nach weiteren Anstellungen Ausschau hält, und für sie als Aushilfe wirbt, und sogar einen Teil ihrer Einnahmen erhält. Siggos Mutter unterdessen weiht Greta in die geheime Kunst der Konditorei ein.

Schließlich fühlt sich Greta Siggo so freundschaftlich verbunden, dass sie ihm ihre Geheimnis anvertraut. Denn Christoph ist noch immer weit weg, und meldet sich weder noch unterstützt er sie weiter.

Siggo hilft Greta. Denn für ihn ist das junge Mädchen schon längst mehr als eine Geschäftspartnerin.

Die Tortenbäckerin“ ist ein so wundervoller historischer Roman, den ich kaum zur Seite legen konnte. Am Anfang wird das Geheimnis von Greta ziemlich schnell thematisiert, und zunächst war ich etwas enttäuscht, dass ich nicht selber rätseln durfte (wobei man sehr schnell auf die Lösung kommt…). Aber dann entwickelte sich eine so irre packende Geschichte rund um Greta, Siggo und das Geheimnis (das ich nicht verraten will :D), dass ich hellauf begeistert war.

Brigitte Janson hat ein wirkliche tolles Buch als Debut hervorgebracht!

Besonders angenehm war der Schreibstil. Janson schreibt flüssig und ohne überflüssiges Drumherum. Ihre Geschichte hatte keine Kanten, und die Figuren entwickelten sich nicht seltsam schnell oder unverständlich. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Monate, und die Figuren benehmen sich authentisch und in einer nachvollziehbaren Weise.

Ein Highlight sind die Rezepte und angesprochenen Gerichte. Janson thematisiert vor allem gutbürgerliche Speisen und deren Herstellung. Die Torten spielen vielleicht eine nicht so große Rolle, wie es der Titel nichtsdestotrotz vermuten lässt, aber sind auch ein Schlüsselelement.

Ich erinnere mich an das Buch „Die Kochkünstlerin“. Auch dieses Buch sollte nur so von Rezepten und Gerichten strotzen – was es aber nicht annähernd so appetitlich tat, wie Brigitte Jansons Buch!

Was ich allerdings anmerken will: Auf dem Cover steht „Die Torten _ Bäckerin“ (Also mit Lehrzeichen). Auch wenn ich mir denken kann, dass das nur stilistische Gründe hat, finde ich es schade, auf dem Cover so einen Patzer hinzulegen. Selbst mit Bindestrich hätte das Cover noch so schön ausdrucksstark ausgesehen. Im Zweifel wäre es doch sicher auch irgendwie gelungen, den Titel zusammenzuschreiben, wie es sich korrekt gehört.

Mein Fazit: „Die Tortenbäckerin“ reiht sich ohne Probleme neben viele tolle historische Romane ein. Freunde von „Die Kochkünstlerin“ und Fans von Hamburg, sowie tollen historischen Details sollten sich dieses Meisterstück nicht entgehen lassen.

Ich vergebe ohne zu zögern fünf Sterne!

★★★★★

Liebe Brigitte, bitte schreib noch viel viel mehr solch tolle Bücher (und wie du ja schon verlauten lässt, schreibst du gerade)! Danke, dass du mir dein Buch geschickt hast!!!