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[Rezension] Eine für vier Für immer und ewig

Eine für vier Für immer und ewig – Ann Brashares
cbj, Hardcover
Deutschsprachige Ausgabe März 2012
Aus dem Amerikanischen von Edith Beleites
443 Seiten

Band 5 (Vorgängerbände siehe unten)

15,99 €

Es ist schon eine ganze Weile her, dass Lena, Carmen, Tibby und Bridget die JEANS verloren haben. Und dass sie ihre Sommer getrennt verbringen, und dabei leiden. Denn heute, viele Jahre später, sind sie alle verstreut und führen ihr eigenes Leben… Bridget lebt mit Eric in San Francisco immer auf der Suche nach der Sonne, Carmen ist Schauspielerin in New York und verlobt, Tibby ist nach Australien gezogen und Lena gibt Kunstkurse und malt in Ruhe.
Fast zwei Jahre ist es her, dass alle vier vereint waren. Danach zog Tibby nach Australien, und als überraschend ein Brief von ihr kommt, sind Lena, Carmen und Bridget höchst erfreut! Tibby hat ein Wiedersehen in Santorin geplant – eine Woche wieder zu viert vereint!

Doch als die drei jungen Frauen im Haus von Lenas verstorbenen Großeltern ankommen, fehlt Tibby. Und sie taucht auch nicht auf, stattdessen hat sie Abschiedsbriefe hinterlassen.
Jede der drei Freundinnen suhlt sich in ihrem eigenen Unglück, denn sie verstehen nicht, wie Tibby einfach gehen kann. Bridget beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, und reist nach Australien.

Sie dachte, sie müsste lange suchen. Doch ziemlich schnell findet sie eine große Überraschung vor…

Eine für vier – Für immer und ewig“ ist der Abschlussband der JEANS-Schwesternschaft-Reihe. Geliebt habe ich die ersten beiden Bände, und der erste Band wanderte zigmal aus der Bücherrei in mein Regal. Band 2 habe ich mir gekauft, und direkt zweimal hintereinander gelesen. Trotz der vier unterschiedlichen Charaktäre und Geschichten findet man sich doch in jeder von ihr wieder. Und es war immer ergreifend, weil Ann Brashares mir so oft aus der Seele geschrieben hat – besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Erste Liebe, Vaterprobleme, Fernbeziehung… alles Themen, die mich ebenso beschäftigt haben!

„Lena liebte und brauchte ihre Mutter, aber jedes einzelne Wort, das ihre Mutter sagte, brachte sie auf die Palme.“ (S. 27)

Nachdem ich letzten Juli entdeckt hatte, dass es auch noch einen dritten UND einen vierten Band gab, die ich sofort verschlungen habe, bin ich richtig richtig froh über einen fünften Band gewesen. Die Mädchen entwickelten sich wie ich, und auch im vierten Band fand ich einiges von mir wieder (Studium wurde zB thematisiert). Wie würde Ann Brashares dann Band 5 schreiben? Ein weiterer Sommer?
Nein, diesmal machen wir einen Sprung in die Zukunft. 10 Jahre später, wie haben sich die Mädchen entwickelt. Obwohl ich auf den ersten Seiten etwas überrumpelt war, fand ich doch Gefallen daran. Schließlich kann man nicht jeden Sommer etwas erleben und die Freundschaft festigen.

Dann ging es aber doch wieder um Freundschaft, wieder auf sehr ergreifende und toll geschriebene Art. Ann Brashares benutzt viele Worte, beschreibt Szenen von mehreren Seiten und lässt die Gedanken ihrer vier Mädchen schweifen. Das passiert aber auf sehr angenehme Art – die Wörter flogen nur so dahin!

„Der Himmel war pink und orange und dunkelgrau, aber wie schön dieser Augenblick war, entging ihr. Die Himmelsfarben spiegelten sich in ihren Augen, aber sie blieben an der Oberfläche.“ (S.119)

Nachdem die ersten vier Bücher darum gingen, dass man gemeinsam stark ist, thematisiert Brashares diesmal, dass das Leben weitergeht, wenn nicht mehr alle da sind. Lena, Carmen und Bridget stellen unabhängig voneinander fest, dass sie ihr Leben immer nur über die Freundschaft zueinander bewertet haben – und vergessen haben, zu leben, seit Tibby weit weg ist. Ohne die drei anderen war sich jede nichts wert, hat sich nicht getraut etwas zu erleben oder sich zu entwickeln.
Diese Überlegung fand ich richtig großartig. Mir fiel vor einiger Zeit auf, dass viele Erwachsene (mit Ausnahmen natürlich) nur eine Handvoll Freunde haben. Warum ist das so? Brashares scheint die Lösung zu präsentieren: Weil man sich alleine entwickelt. Freunde begleiten einen, aber sie bleiben nicht immer an deiner Seite, erleben alles mit, entwickeln sich mit.
Der erste Sommer („Eine für vier“) war der erste Schritt in die Richtung, dass jede der vier September-Girls ihr eigenes Leben haben würde.

Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, Brashares schreibt aus meinem Tagebuch (wenn ich eines schreiben würde). Besonders die eingeschobenen Briefe machen das ganze so innig, dass mir das Buch wieder ganz schön nah ging. Tibby kennt ihre Freundinnen so gut, und während die drei an ihr zweifeln, hat Tibby längst die gesamte Sache im Auge.
Es ist also keine Geschichte, die man ebenso einschieben kann, man muss sich drauf einlassen.

Abschließend kann ich nur sagen, dass es sehr schade ist, dass wir nun nichts mehr von den vier Freundinnen lesen werden – aber das Buch ist ein sehr würdiger Abschluss. Zum Glück schreibt Brashares ja noch andere Bücher, die ähnliche Themen behandeln 😉
Ich vergebe 5 Sterne für dieses tolle Buch über Freundschaft, Liebe und das Glück.

★★★★★

Die Reihe der JEANS-Schwesternschaft:
Band 1: Eine für vier
Band 2: Eine für vier – Der zweite Sommer
Band 3: Eine für vier – Aller guten Dinge sind drei
Band 4: Eine für vier – Vier gewinnt

Weitere Bücher der Autorin:
Summer Sisters
Unser letzter Sommer

Und „Eine für vier“ in einer tollen Verfilmung!

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[Challenge] Harry Potter Teil 2

„Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ von J.K. Rowling, gelesen im Rahmen der „Alte Freunde“-Challenge von Hollys umblaettern.de.

Anders als bei „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist das Buch „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ noch nicht so lange in meinem Besitz. Ich bin der Meinung, das Buch damals schon gedruckt gelesen zu haben, aber es war glaube ich von einer Freundin geliehen. Statt der Papierversion bekam ich dann das Hörbuch (von Rufus Beck gelesen – grandios), was ich auch rauf und runter hörte! Ewig hat mir meine Mutter versprochen, auch den 2. Teil als Buch zu schenken (weil man ja gerne alle Teile beieinander hat…), letztes Jahr fand ich ihn aber als gebrauchtes Buch in einer Buchhandlung. Die Ausgabe ist auch noch nicht so alt.

Wie bereits berichtet, möchte ich zum 7.2 Film (fast) alle Bücher nochmal lesen – und für Februar war „die Kammer des Schreckens“ dran.

Auch Teil 2 der Harry Potter-Reihe floss mir nur so durch die Finger. Deswegen will ich gar nicht so viel dazu schreiben – ich würde nur wiederholen, was ich über Teil 1 bereits geschrieben habe.

Wirklich gefallen hat mir auch bei der „Kammer des Schreckens“ wieder die Übersetzung. Und viele viele Details sind mir aufgefallen. Wenn man sich nicht ständig um die Protagonisten sorgen muss, kann man sich viel besser auf den Schreibstil (bzw. die Übersetzung) und die Ideen konzentrieren.

Zur Zeit lese ich an „Der Gefangene von Askaban“, und habe beschlossen, den „Feuerkelch“ zu überspringen.

Der März gehört also ganz Sirius Black (oder Sirius Schwarz, wie er ja in der ersten Ausgabe genannt wurde…), und im April nehme ich mir dann den dicken schweren 5. Teil vor.

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[Challenge] Harry Potter Teil 1

„Harry Potter und der Stein der Weisen“ von J.K. Rowling, im Rahmen der „Alte Freunde“-Challenge von Hollys umblaettern.de

Lang, lang ist es her, dass ich mit Harry Potter angefangen habe. Laut Buchinnenseite ist dieses Buch 1999 gedruckt worden, ich glaube es ist im Winter 2000 in mein Buchregal gewandert.

Passend zum Kinostart des allerletzten Teils wollte ich nun jeden Monat ein Buch wiederholen, um voll in der Materie zu stecken. Und im Januar war Teil 1 dran – ist ja logisch J

Obwohl ich immer nur kurz Zeit für das Buch hatte, ging das Lesen ganz fix. Vielleicht gerade weil ich wusste, wie es weitergeht, war ich offener für kleine Details und weniger für die große Handlung. Aber abgesehen davon war Rowling ja im ersten Band noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung, und das Buch war wirklich einfach. Die Handlung konnte ja gar nicht richtig ins Rollen kommen, weil Harry und seine Freunde noch viel viel mehr erleben müssen, bevor wirklich viel passiert.

Genau deswegen fand ich es sehr amüsant, schon zu wissen, worauf Rowling anspielt. Zum Beispiel fragt Harry am Ende Dumbledore, warum Voldemort gerade ihn töten wollte, und Dumbledore antwortet, dass er dafür noch nicht bereit wäre. Ätsch, ich weiß aber wann er bereit ist, hab ich da gedacht. 😀

Zwei Stellen waren aber richtig schön. Das muss eine Macke des Übersetzers gewesen sein, der sich ja auch mit den Büchern entwickelt hat. Zum einen wurde glaube ich im dritten Buch dann Sirius mit Nachnamen auch Black genannt, im ersten Buch am Anfang hieß er jedoch schön eingedeutscht „Sirius Schwarz“. Und obwohl Hagrid den tollen Slang aus der englischen Version verliert, hat er doch scheinbar eine ausgeprägte deutsche Herkunft, denn als er und Harry Gringotts aufsuchen, begrüßt er den Kobold mit „Moin“. Vor Lachen musste ich das Buch zur Seite legen und meinem Freund die Stelle vorlesen…

Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil im Februar, der aber wahrscheinlich nicht für die Challenge gelesen wird, weil ich drei andere schöne Bücher wiederentdeckt habe, die ich auch lesen möchte J