[Rezension] Dancing Jax Zwischenspiel

Zwischenspiel – Robin Jarvis
Dancing Jax 2
Script 5
Klappenbroschur, 2013
ISBN 978-3-8390-0135-6

14,95 €

Rezension zu Teil 1

Ganz England unterliegt der Macht von Dancing Jax. Selbst Martin Baxter musste sich vorerste geschlagen geben und untertauchen.

Der Ismus hat ganze Arbeit geleistet, und nun sollen seine Worte auch den Rest der Welt erfreuen. Es wurden bereits einzelne Exemplare nach Amerika und Europa geschickt, doch die Umkrempelung soll nun im großen Stil erfolgen.

Doch obwohl das Buch und die Minchet-Früchte in England so ziemlich jeden seiner eigentlichen Bestimmung zuteilen konnten, gibt es einzelne wenige, bei denen es nicht funktioniert. Die Jugendlichen und Kinder, die das betrifft, werden nach und nach eingefangen und in ein Camp gesteckt. Alle Bekehrten erzählen den Kindern, welche aufregende Zeit ihnen bevorsteht. Und die Kinder sind selbst unsicher – wird es gut oder schlecht?
Bis auf wenige Ausnahmen fügen sich die Kinder den Anweisungen und tragen die Kleidung aus dem Buch und lesen gemeinsam. Sie spielen Spiele und essen das Essen aus den Geschichten. Zum Ende des Wochenendes gibt es scheinbar wirklich Hoffnung, denn es werden doch Kinder bekehrt.

Doch das Wochenende geht vorbei und das Camp endet für die anderen Kinder nicht. Denn der Ismus braucht die Kinder für einen bestimmten Zweck – und gleichzeitig versucht er noch immer, sie doch in die richtige Welt zu bringen. Bei seinen Methoden schreckt er vor nichts zurück, und vertreten durch den Jangler wird im Camp ordentlich Chaos gestiftet. Denn plötzlich ist die Realität vermischt mit Geschichten aus dem Buch…

Es gibt so Bücher, da denkst du dir „wie krank muss man sein, um so etwas zu schreiben?“. Ich hatte das bisher nur bei Stephen King Büchern so, aber Robin Jarvis hat das nun ebenfalls geschafft. Ich weiß nicht, ob das Buch ein Buch für Erwachsene ist – besser wäre es. Script5 ist ja nun auch ein Verlag für junge Erwachsene, daher denke ich, dass man sich das bewusst machen wird, wenn man ein Buch aus diesem Verlag kauft.

Zum Ende des ersten Teils dachte ich mir nur, wie das weitergehen soll. England ist „erobert“ und die Welt läuft ja nun genauso ab. Dass es ganze Camps geben könnte mit Kindern und Erwachsenen, bei denen das Buch und die Minchet-Früchte nicht anschlagen, daran habe ich gar nicht gedacht.

Und was Robin Jarvis sich sonst drum herum ausgedacht hat, war extrem spannend. Man glaubt richtig beim Lesen daran, dass es zwei Welten gibt.

Charakteristisch, wie beim ersten Buch, werden die Episoden der realen Welt auch diesmal durch Geschichten aus der Welt des Buches unterbrochen. Diese sind farbenfroh und schillernd, dass einem beim Lesen die reale Welt tatsächlich grau und freudlos vorkommt – dabei wird quasi ein fantastisches Mittelalterszenario geschildert und wie das Mittelalter aussah wissen wir alle aus der Schule. Warum finden nun die Leute diese Welt alle so toll? Ich finde die Geschichte von „Game of Thrones“ auch furchtbar spannend und aufregend, aber hallo, Khal Drogo ist an einer entzündeten Wunde gestorben – in unserer Welt wäre das nie passiert. Warum will man so einen Rückschritt? Was ist das Ziel hinter „Dancing Jacks“?

Und doch wurden endlich einige Fragen geklärt. Gibt es jede Figur nur einmal? Dann müsste die Welt von Dancing Jax unendlich groß sein und die gesamte Weltbevölkerung aufnehmen können. Oder die Menschen sind dann doch unheimliche, nicht menschliche Figuren und dieser Welt.

Dass es bei niederen Figuren mehrere Leute geben kann, die sich in dieser Rolle sehen, fand ich einleuchtend. Robin Jarvis hat sich also ziemliche Gedanken gemacht und ich bin neugierig, wie es im dritten Teil weitergehen wird. Aber ganz ehrlich? Ich glaube nicht an ein Happy End …

Für dieses Zwischenspiel, für das man starke Nerven und am besten jemanden zum Erzählen nach dem Ende hat gebe ich fünf Sterne.

★★★★★

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5 Gedanken zu “[Rezension] Dancing Jax Zwischenspiel

  1. Oh ja, starke Nerven braucht man für dieses Buch auf jeden Fall! Mich schüttelts noch immer, wenn ich daran denke, und das obwohl es schon fast ein halbes Jahr her ist, dass ich es gelesen habe. Auf ein Happy End hoffe ich jedoch auch nicht…

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