Kurzmitteilung
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Das Lied der Hoffnung – Linda Holemann
Goldmann
Taschenbuch, Dezember 2013
608 Seiten
ISBN 978-3-44247510-0

9,99 € 

Es ist kalt und verschneit draußen, als im April 1861 die Gräfin Antonia ihren Mann und ihren Sohn zu einem Ausritt fortlässt.
Als Graf Konstantin mit einer Wunde und ohne das Kind zurückkehrt, ist nichts mehr wie vorher. Antonia hat schon länger gerne tief ins Glas geschaut und kann den Schmerz über den Verlust des Sohnes nicht ertragen. Angeblich wurde er von Kosaken entführt.
Konstantin vergräbt sich in seinem Zimmer und lässt auch niemanden an seine Wunde. Antonia muss zunehmend selber für Ordnung sorgen und sucht Hilfe bei ihrem Gutsverwalter Grischa.
Doch der Grafensohn Mischa ist gar nicht so weit weg wie sie glauben…

„Das Lied der Hoffnung“ ist ein Roman, wie ich ihn gerne mag. Ohne zu viele politische Ränke aber mit historischem Hintergrund und einer schöne Geschichte aber ohne zu viel Liebesschmalz.

Die Handlung steigt sofort ein, als Mischa entführt wird. Man wird kurz in die Begebenheiten eingeführt, aber erfährt nicht sehr viel über die Figuren und die Situation.
Das wird dann nachgeholt, wenn man schon tief drin in der Geschichte ist. Denn immer, wenn es im Erzählungsstrang um die Geschichte wirklich spannend wird geht Linda Holemann Jahre zurück und stellt einzelne Figuren vor.

So erfährt man, wie Antonia in die Ehe mit Konstantin kam, wie die Zofe Lilja dazu kam und warum Mischa so wichtig ist. Man erfährt auch immer wieder andere Hintergründe, die entscheidend für das Verständnis der Geschichte sind.
Diese Erzählweise war faszinierend und spannte einen ordentlich auf die Folter.

Das Setting ist genau so, wie es auch das Cover vermittelt. eine einsame Frau, um die herum irgendwie etwas und nichts ist, denn um Antonia geht es fast die meiste Zeit.
Manchmal kam sie mir etwas naiv vor, manchmal aber entwickelte sie sich angenehm. Ich fand es sehr gut, dass das Buch knapp 600 Seiten hatte, denn so konnte man sich richtig in die Geschichte fallen lassen.

Für diesen historischen Roman mit der wunderbaren, ergreifenden Geschichte gebe ich fünf Sterne.

★★★★★
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Ein Gedanke zu “[Rezension] Das Lied der Hoffnung

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