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[Rezension] Die Dämonen von Lorch

Die Dämonen von Lorch – Isabella Benz
Ammianus Verlag
Taschenbuch, Herbst 2014
ISBN 978-3-94502503-1
296 Seiten

13,90 €

Im kleinen Örtchen Lorch geschehen grausame Dinge: Hühner werden grausam ermordet und ausgeblutet. Scheinbar ist es die Tat eines Dämonen, denn niemand hat einen Täter gesehen. Wer könnte es anders sein als ein Gesandter des Teufels?

Die Tochter des Vogts, Theodora, ist dagegen zunächst unbeteiligt, aber immer öfter plagen sie Anfälle, die laut ihrem Freund Johann nichts übernatürliches sind.
Doch Johann musste seinen Halbbrüder Konrad III. in einem Kreuzzug begleiten und kehrt gerade erst zurück.
Als Theodora von einem Dämon träumt und noch viel mehr gruselige Morde im Dorf passieren, kann sie langsam nicht mehr daran glauben, dass sie nichts damit zu tun haben soll…

Das Buch „Die Dämonen von Lorch“ habe ich für eine Blogtour gelesen. Grundsätzlich bin ich kein großer Freund von historischen Romanen mehr, weil ich zwei Jahre lang Geschichte des Mittelalters studiert habe und ziemlich frustriert war, wie schlecht einige Historienromane sind. Die Hintergründe der Autorin Isabella Benz aber klangen vielversprechend: sie studiert Theologie und interessiert sich stark für (kirchliche) Geschichte.

Insgesamt war die Geschichte auch wirklich schön zu lesen. Es gibt den stillen Helden, der sein Mädchen retten will und die etwas naive Vogtstochter, die krank ist und in ihrer Verzweiflung eben glauben muss, vom Teufel besessen zu sein.
Benz schreibt sehr authentisch und mittelalterlich mit einer Wortwahl, die einen hervorragend in das Setting bringt. Es gab spannende und unerwartete Wendungen.

„Trotz“ der theologischen Basis der Autorin ging es weniger um die Kirche, die war aber dennoch ein wichtiger Faktor. Es war nicht störend, sondern man hat gemerkt, dass die Autorin sich stark damit auseinander setzt.
Der Umgang mit der Epilepsie ist zeitgemäß. Dass jemand diese Krankheit erkennt als Nicht-Besessenheit ist gut gelungen.

Für diesen historischen Roman gebe ich vier Sterne. Es war ein tolles Buch, das mich aber nicht komplett vom Hocker gehauen hat.

★★★★☆

Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, könnt ihr euch auch die Beiträge unserer Blogtour anschauen (z.B. meinen über den Exorzismus).

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2 Gedanken zu “[Rezension] Die Dämonen von Lorch

  1. Hi!
    Ich hab mir eben aus Neugier mal das Porträt des Verlages angesehen, weil ich eigentlich schon sehr gerne immer wieder historische Romane lese. Er beschreibt sich selbst als „spezialisiert auf die Veröffentlichung von akkurat recherchierten historischen Romanen“. Das klingt schon so, dass es ihnen wirklich wichtig ist, dass da kein Unsinn verbreitet wird :).

    Gott sei Dank gibt's die Bücher als E-Book, ich hab nämlich nicht mehr viel Zeit, mir neuen Lesestoff zusammenzusuchen, ehe wir am Freitag für ein paar Tage ultra last minute nach Rom fliegen :D.

    Ganz liebe Grüße und danke für deine Rezi!
    Maria

    Gefällt mir

  2. Hi Maria,
    ja, das klingt sehr gut und sowas liest sich dann auch gleich besser. Gerade sehr gut recherchierte und damit vielleicht nicht so megaaufregende Historienromane finden ja zum Glück ihren Platz eher in kleineren Verlagen.

    Viel Spaß in Rom 🙂
    Liebe Grüße,
    Sandra

    Gefällt mir

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