[Rezension] Die gelben Augen der Krokodile

Die gelben Augen der Krokodile – Katherine Pancol
# 1 der Trilogie
C. Bertelsmann
Hardcover, 2012
Jetzt nur noch als Taschenbuch bei btb oder als E-Book
ISBN 978-357010086-8
608 Seiten

Als Taschenbuch 11,99 €

Während die eine Schwester sich der Trennung von ihrem Mann stellen muss, ist die andere Schwester gefangen in einer Scheinwelt, die ihr aber immer noch nicht genügt.
Jo und Iris sind unterschiedlicher, wie es nicht sein könnte. Die eine liebevolle, überfürsorgliche Mutter zweier Töchter, die andere distanzierte Mutter eines Sohnes. Jo muss lernen, auf eigenen Füßen zu stehen, weil sie ansonsten untergeht und ihre Familie nicht mehr ernähren kann, Iris kann kaum so viel Geld ausgeben, wie ihr Mann ihr zu Füßen legt.
Doch der harte Kampf um das Leben zieht sich bis zu ihrer Mutter, denn „Chef“, der angeheiratet Stiefvater der Mädchen versucht sich ebenfalls aus der Ehe zu winden.
Und was mit den Männern von Jo und Iris passiert, ist eine Geschichte für sich. Sie alle sind Teil des Lebens und gehen ihre Weg. Mal überkreuzen diese Wege sich, mal müssen einige ihren Pfad einsam entlangschreiten. Und wofür? Für Geld? Für die Liebe?

Was schreibt man über ein Buch, das 600 Seiten umfasst und so dicht und verwoben geschrieben ist, dass man selbst erst ein gutes Stück der Geschichte braucht, um alles zu verstehen? Das Buch habe ich vor ein paar Monaten begonnen, zunächst hat mich der Titel etwas abgeschreckt. Allerdings habe ich dann gelesen, 50 Seiten, 80 Seiten, 115 Seiten… dann hatte mich Katherine Pancol irgendwann.
Die Figur Jo ist so häuslich und naiv und ersteht wie ein Phönix aus der Asche! Iris mochte ich eigentlich durchgehend nicht, und ich brenne darauf, wie es in den Folgebänden mit ihr weitergeht.

Die Einleitungen zu den einzelnen Figuren übrigens waren sehr gewöhnungsbedürftig. Zum einen ist das Buch nicht in richtige Kapitel eingeteilt und zum anderen wechseln die Perspektiven ruckartig und ohne Vorwarnung einfach so. Gerade mit den Französischen Namen brauchte es da eine Weile bei mir, bis ich verstanden hatte wer nun was machte und wie und warum und wo überhaupt.

Nach und nach gewinnt man aber die Figuren sehr lieb (bis auf Iris ^^), und ich mochte Jos Entwicklung und ihre Missverständnisse sehr sehr gerne. Mit Nachbarin von Jo hat die Autorin etwas dick aufgetragen, aber das will ich ihr nachsehen. Es brauchte Skandale und weitere Geheimnisse.
Die Übersetzung von C. Bertelsmann  finde ich sehr gelungen, es ließ sich sehr gut lesen.

Die Schreibweise von Katherine Pancol ist teilweise sehr detailreich, teilweise geht es aber auch nur um die Gedanken der Figuren über die anderen Gedanken. Die Orte sind nicht so wichtig, mehr die Entwicklungen im Kopf. Durch die Fülle an Figuren, die es da zu „bedenken“ gibt (was für ein Wortspiel…), kommen da natürlich einige Seiten zusammen. Und das Ende musste natürlich spektakulär sein, das fand ich richtig gut!

Ehrlich gesagt finde ich das Ende auch ziemlich final – was soll denn weiter kommen? Aber die Inhaltsangabe des zweiten Buches verspricht schon viel Handlung und ich bin gespannt.
Für diesen ersten Band mit einer solchen Fülle von Handlung und Entwicklungen gebe ich volle Punktzahl!

Weiter geht es dann demnächst mit Teil 2: Der langsame Walzer der Schildkröten

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