[Rezension] Sternenzauber

Sternenzauber – Christina Jones
Goldmann
Taschenbuch, Oktober 2009
ISBN 978-3-44247056-3
384 Seiten

Nur noch als E-Book erhältlich für 6,99 € (ISBN 978-3-64103206-7)
   
Clemmie Coddle hat nicht viel Glück in ihrem Leben bisher, zumindest im Bereich Beruf und Familie. Sie hat sehr gute Freundinnen und ein Hobby, aber damit verdient man weder Geld noch angelt man damit einen Mann.
Und eines Tages weiß Clemmie, dass nur Guy Devlin der Mann ihres Lebens sein kann – denn ihr liebestes Hobby ist es, Feuerwerke zu basteln. Guy ist zufällig der Inhaber von The Gunpowder Plot, der regional sehr renommierten Feuerwerksfirma.
Doch Clemmie kann weder einfach so in die Firma hineinspazieren noch wird Guy jemals von ihr erfahren.
Bis eines Tages das Schicksal eingreift – mehrfach. Und Clemmie findet ein Rezept, dass ganze Leben verändern kann…

Sternenzauber“ ist ein ganz süßes Buch über die Liebe, das Leben und Schicksal, gewürzt mit einem Hauch Magie. Was mir an „Hexendreimaldrei“ von Claudia Toman, mit dem man das ein bisschen vergleichen kann, manchmal zu dick aufgetragen war, ist hier subtil und ziemlich süß geschrieben.

Clemmie liebt Feuerwerke und bastelt und probiert gerne im heimischen Keller. Als das Schicksal ihr dann in die Hände spielt (ich gehe mal nicht näher drauf ein, es ist zwar absehbar aber wirklich wirklich schön geschrieben) ist sie einfach nur glücklich. Das merkt man sehr, auch wenn natürlich die Sache mit Guy immer im Vordergrund steht. Ist er nun schwul oder nicht? Was hat Ya Ya damit zu tun?

Guy und Ya Ya fand ich übrigens total toll, vor allem Ya Ya. Die Idee, so jemanden da hineinzusetzen war richtig klasse, und die Geschichte um die beiden ist auch echt toll. Man überlegt permanent, ob Clemmie das jetzt nicht einfach falsch versteht und wo die Geschichte denn bitte hingeht? Wird es kein gutes Ende nehmen?
Tatsächlich ist die Geschichte dadurch überhaupt nicht vorhersehbar, sondern richtig spannend geschrieben. Das Schicksal grätscht Clemmie dermaßen in ihr Glück, dass man teilweise einfach nur die Augen rollen konnte. Noch ein Hindernis? Bitte? Aber dann kommt es irgendwie doch wieder anders, und man kann aufatmen.

Die Feuerwerke, die im Buch beschrieben sind, und auch die Anlässe, zu denen sie abgefeuert sind, klingen richtig schön. Man merkt, dass Frau Jones sich da viel Mühe gegeben hat und nicht einfach irgendein Feuerwerk überlegt sondern mit einem Pyrotechniker ausprobiert hat (im Nachwort erfährt man, dass sie am PC die Feuerwerke gestalten durfte). Wer schon bei einem Feuerwerk war, merkt, wie viel Realität drinsteckt.

Das Buch ist also eine Fundgrube voller süßer Momente mit ein bisschen Magie, die aber weder aufdringlich noch unrealistisch ist. Das fand ich gut und lesbar.
Insgesamt hat mir das Buch gefallen, allerdings war es kein absoluter Toptitel, weshalb ich nur vier Sterne vergebe. Zu einem Pageturner hat noch ein bisschen gefehlt, zumindest von der Thematik her.

★★★★☆
Advertisements

Schreib mir einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s