[Rezension] Die 5. Welle

Die 5. Welle – Rick Yancey
Goldmann
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-44231334-1
480 Seiten
 
16,99 €

Es gab keine Ankündigung, keine Special Effects und alles war eigentlich eher unerklärlich: Eines Tages taucht über der Erde ein seltsames Schiff auf, das grün leuchtet. Es folgen Umweltkatastrophen, Zerstörungen und ein Großteil der Menscheit wird von einer Seuche dahingerafft. Die Überlebenden wissen: Die ersten drei Wellen des Angriffs waren unangekündigt, unvorhersehbar und auf keinen Fall zu vermeiden.
Während die letzten Menschen nun mit der vierten Welle zu kämpfen haben, bei denen offensichtliche Nicht-Menschen sie einfach aus dem Hinterhalt erschießen, warten alle auf die vernichtende 5. Welle.
Die junge Cassie ist in dieser Welt auf sich alleine gestellt, und ihr einziges Ziel ist es, ihren Bruder Sammy wieder zu finden.

 „Die 5. Welle“ ist eine eher unspektakuläre Dystopie, zumindest überwiegend. Die Protagonistin Cassie erzählt zu Beginn, wo sie ist, was passiert ist und wie die aktuelle Situation aussieht.  Man erfährt von den ersten drei bzw. vier Wellen und was mit der Menschheit passiert.
Das war teilweise verdammt realistisch, weil anders als in Kinofilmen kamen keine grünen Wesen oder sonstwelche Kreaturen auf die Erde und haben alles niedergemetzelt.
Das war dann ziemlich spannend. Rick Yancey hat sich dabei nicht zwingend etwas neues einfallen lassen, aber es war eine andere Art der Dystopie. Keine Atombombe, keine Umweltkatastrophe, sondern eine Seuche raffte den Großteil der Menschheit dahin.

Das fand ich gut, lesbar und interessant ausgedacht.
Die Figur Cassie war mir teilweise etwas naiv, aber was soll man von einer Jugendlichen erwarten? Nur weil ich als Leserin das Große Ganze sehen konnte, musste sie das nicht – dafür war sie zu sehr in der Situation gefangen, und das war auch völlig ok.

Die Figur Evan fand ich auch ganz ok, in diesem herrlichen Zwiespalt. Und Ben alias Zombie ja sowieso, der war mir am liebsten.
Etwas später im Buch wechselt die Perspektive dann nämlich, sodass man auch von innerhalb des Lagers mehr erfährt.

Den tollen, runden Eindruck machten aber ein paar Kleinigkeiten kaputt, die mir ein bisschen auf den Senkel gingen. Teilweise hat mir die Erklärung für die Geschehnisse nicht gefallen. Es war ein bisschen oberflächlich. Außerdem waren es mir ein paar zuuu viele Zufälle, die dann zur richtigen Zeit zum richtigen Ort führten. Meine Güte, das Schicksal meinte es gut.

Dennoch fand ich die Geschichte spannend und bin weiterhin interessiert am Fortgang –  der zweite Band lässt hoffentlich nicht allzulang auf sich warten.
Für die nicht so megaspektakuläre aber eindrucksvolle Dystopie gebe ich vier Sterne.

★★★★☆
Advertisements

Schreib mir einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s