[Rezension] Obsidian

Obsidian – Jennifer L. Armentrout
Band 1, Schattendunkel
Carlsen Verlag
Hardcover, Mai 2014
ISBN 978-3-55158331-4
400 Seiten

18,90 €

Von der Großstadt in ein Kaff, und alles nur für den berüchtigten Neuanfang. Katy und ihre Mutter ziehen in ein Haus in einer kleine Stadt, um das alte Leben hinter sich zu lassen und nach dem Tod von Katys Vater endlich neu beginnen zu können. Während Katy aber nur beunruhigt, dass ihre Internetverbindung schwach ist (und damit ihr Zugang in die Welt der Bücherblogger), die nächste Poststation eeewig weit weg und überhaupt alles scheinbar ausgestorben, stürzt Katys Mutter sich in die Arbeit als Krankenschwester.
Sie bittet Katy, sich wenigstens mal bei den Nachbarn vorzustellen, die zufälligerweise zwei Jugendliche in Katys Alter sind.
Der wirklich miesepetrige Deamon und seine quirlige Schwester Dee sollen eigentlich Abstand halten von Katy. Doch Dee möchte unbedingt Katys Freundin sein, und als sie kurzfristig verreisen muss, soll Deamon sich mit der neuen Nachbarin anfreunden.
Dass die beiden sich nicht ausstehen können, ist nicht gerade hilfreich. Auch als die Schule beginnt und Deamon nach wie vor unausstehlich und abweisend ist, weiß Katy sich nicht zu helfen – er behandelt sie, als hätte sie eine Krankheit, dabei hat sie ihm nichts getan.

Doch die Freundschaft mit Dee zeigt Katy etwas ganz Ungewöhnliches. Denn die Geschwister haben ein Geheimnis, das größer ist als alles, was Katy sich vorstellen kann – sie sind nicht von dieser Welt…

Obsidian“ besticht zuallererst durch das wirklich wunderbar gestaltete Cover! Das Buch lenkt damit schon die Aufmerksamkeit auf sich. Auf der Buchmesse hat die Lektorin von Carlsen davon geschwärmt, dass das Cover einfach perfekt zum Inhalt passt – und dem kann ich voll und ganz zustimmen. Die Gestalten könnten Deamon und Dee sein, aber auch Deamon und Katy.

Zu Beginn leidet man mit Katy, die umzieht und aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen wird. Sie findet Deamon ätzend und nervig, während er sie scheinbar nicht aus den Augen lässt. Sie wird behandelt, als hätte sie eine Krankheit und weiß überhaupt nicht, warum ihr so ein Misstrauen entgegenschlägt.
Dass mit Dee und Deamon etwas nicht stimmt, findet man als Leser dann sehr schnell heraus, und eigentlich müsste Katy auch recht zügig schalten – sie braucht aber etwas länger.

Katy besticht in manchen Stellen natürlich ganz klar durch ihr Hobby Buchbloggen. Sie freut sich über Pakete, schriebt ihren Blog mit den Füllposts und liest generell gerne. Das Lesen an sich kam mir etwas zu kurz im Buch, aber darüber zu schreiben wäre eventuell etwas langweilige geworden. Außerdem schreibt sie nicht viele Rezensionen in der Anfangszeit. Es bleibt also doch realistisch.

Die Gesamthandlung fand ich spannend. Es gibt eine schöne Enwicklung, das mich aber ein bisschen an Twilight erinnert hat („Komm, gehen wir in den Wald, und ich zeige dir, wer ich bin…“). Katy ist aber wenigstens nicht so strunzendoof wie Bella, sondern steht für ihre Sache ein. Sie lässt sich nicht beleidigen und ist tapfer und mutig (oder vorlaut ^^).
Das fand ich sehr sympathisch.
Auch die Liebesgeschichte, die ja nun sehr zahm ist, war lesenswert. Nachdem Daemon dann endlich mal zulässt, dass er Katy nicht nur abstoßend finden will sondern mag, ändert sich die Gesamtstimmung. Und auch wenn Katy nicht wahrhaben will, dass sie einen Fan hat (was sich wohl noch über die kommenden Bände hinziehen soll), war es niedlich, die beiden frotzeln zu lesen.

Insgesamt war es ein wenig viel Geplänkel und etwas wenig Alien-Action. Das habe ich aber so erwartet, und wurde entsprechend nicht enttäuscht. Armentrout erobert aktuell ja den deutschen Markt, ich bin also sehr gespannt auf die Folgebände.
Und wenn man sich überlegt, was in den Folgebänden so alles passieren soll, dann wird das schon eine schöne Reihe (immerhin sind in Amerika schon 8 oder 9 Reihentitel erschienen). Von mir gibt es vier Sterne.

★★★★☆
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3 Gedanken zu “[Rezension] Obsidian

  1. Pingback: »Obsidian – Schattendunkel 01« von Jennifer L. Armentrout | bloggervernetzt

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