[Rezension] Black*Out

Black*Out – Andreas Eschbach
Arena
Taschenbuch, Juni 2010
ISBN 978-3-40150505-3
464 Seiten

12,99 €

In einer ganz nahen Zukunft wird eine Technik erfunden, welche die Welt erschüttern wird. Mit Christopher wurde etwas gemacht, dem er entfliehen will. Zufällig ist Serenity, ein junges Mädchen, an der falschen Stelle zur falschen Zeit. Christopher muss unbedingt zu ihrem Vater, der ihm helfen kann die Technik aufzuhalten.
Doch Serenity weiß gar nicht, wo ihr Vater ist, denn dieser ist ein gesuchter Terrorist. Ihr Bruder Kyle weiß jedoch den Weg und zu dritt machen sich die Jugendlichen auf den Weg.
Unterwegs erzählt Christopher, wie er an die Technik kam, und warum er sie beherrschen kann. Denn Christopher ist Computer-Kidd, ein weltweit berühmter Hacker. Serenity und ihr Bruder erkennen schnell, dass etwas viel Größeres hinter Christopher her ist als nur ein paar Polizisten…

Black*Out“ ist der Auftakt einer Jugendthriller-Trilogie von Andreas Eschbach, die sehr erfolgreich lief. Mit der Mischung aus Sci-Fi, Jugendbuch und ein bisschen auch Dystopie konnte Eschbach auch mich gefangen nehmen.

Die Geschichte beginnt im Auto von Kyle und Serenity, denen Christopher seine Geschichte erzählt. Das passte sehr gut, denn so erfuhr man als Leser auch alles von Anfang an. Die Technik ist nicht nur äußerst gruselig, sondern erschreckend real. Es könnte auch bald bei uns soetwas geben – geforscht wird genug!

Dass Christopher etwas besonderes ist, merkt man schnell. Die Perspektive wechselt zwischen ihm und Serenity, und die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich fand es sehr gut, dass zwischen ihnen auch keine Liebesgeschichte erzwungen wurde, sondern einfach zwei Jugendliche gut miteinander auskommen.
Christopher ist der Analytiker, er denkt alles von vorne bis hinten durch und überlegt sich ganz genau wie er Dinge angeht. Er ist eher vorsichtig und überlässt nichts dem Zufall. Seine Erzählweise war auch etwas durchdachter, vor allem analytischer und er beobachtete andere Details als „normale“ Leute, die nicht so eine krasse Merkfähigkeit haben.
Serenity dagegen war nicht unbedingt locker mit allem, aber sie hatte bei weitem nicht so eine gute Beobachtungsgabe. Ihr ging es immer mehr um Gefühle und Dinge, um offensichtliches. Vorausschauendes Denken war nicht unbedingt ihre Stärke, sodass sie mehrfach von Christopher überrascht wurde.

Die Schreibart von Eschbach ist sehr zielführend. Er bringt etwas auf den Punkt, seine Beschreibungen sind manchmal nicht so facettenreich, wie sie sein könnten, aber es ist ja auch kein Landschaftsroman.

Ingesamt hat mir das Buch schon ganz gut gefallen. Das Ende war sehr überraschend, auch gab es einige unvorhersehbare Wendungen. Ganz perfekt war es nicht, weil es mich nicht so sehr reizt, auch noch die Folgebände zu lesen. Die Geschichte war interessant, aber ich weiß nicht, wie man etwas unbesiegbares besiegen will – und genau das interessiert mich dann nicht so sehr. Deshalb vergebe ich der Geschichte vier Sterne.

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4 Gedanken zu “[Rezension] Black*Out

  1. Ich habe Black*Out als Hörbuch gehört (ich glaube das war eines der beiden Hörbücher, die ich jemals zu Ende gehört habe^^) und ich kann dir nur voll und ganz Recht geben. Es war spannend und dieser ganze Technikkram ist furchtbar interessant und doch hat mir etwas gefehlt. Eigentlich wollte ich immer gern weiterlesen, habe es aber nie gemacht und nun ist es schon so lange her (2011!!!), dass es glaub ich, nicht mehr will… oder doch? Oder nicht?

    Auf jeden Fall eine Rezension, die ich genau so unterschreiben kann!

    LG
    Kathi

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