[Rezension] Unter dem Südseemond

Unter dem Südseemond – Regina Gärtner
Blanvalet
Taschenbuch, November 2013
ISBN 978-3-45341153-1
592 Seiten

9,99 €

Köln, Ende 19.Jh. Die jüngste Tochter des Nähers, Alma Hinrichs, freut sich auf die baldige Verlobung mit ihrem langjährigen Freund Hannes.
Doch plötzlich behauptet ihre Zwillingsschwester, von Hannes schwanger zu sein und Alma kann ihn nicht mal mehr treffen – er soll ihre Schwester heiraten.

Aus Wut und weil er ihrer überdrüssig ist vergibt der Vater Almas Hand an einen Kunden, der kurz vor einer Reise nach Afrika steht.
Hermann Stieglitz ist bereit, Alma zu heiraten und sie mitzunehmen.

Für die junge Frau beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Nicht nur muss sie ihre Familie verlassen, sondern auch Deutschland und überhaupt den Kontinent.
Unterwegs trifft Alma den Matrosen Joshua, der ihr das Herz raubt.

Doch auch in der neuen Heimat Samoa kann Alma nicht zufrieden leben. Hermann wünscht sich sehnlich einen Erben, Alma wird von den anderen Bewohnern angefeindet und Joshua geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Und in Köln geschah damals etwas, was die Deutsche bis nach Afrika verfolgt…

Unter dem Südseemond“ ist nicht nur ein historischer Roman, sondern auch ein Südseeroman. Nach einer tristen Einleitung in Köln zieht Alma Stück für Stück mehr in die Südsee und man spürt förmlich, wie es wärmer wird, exotischer und wilder.

Alma mochte ich so ziemlich von der ersten Seite an. Sie ist eine junge Frau, die ihren Platz im Leben noch finden muss und dann aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wird. Sie war dabei ängstlich, aber hat irgendwie immer versucht, das positive zu sehen.
Sie zieht in ein fremdes Land – es ist besser als unter der Fuchtel ihres Vaters zu stehen, bei der immer bevorzugten Schwester.
Sie heiratet einen Fremden – ihr Fastverlobter hat ihre Schwester geschwängert und hätte Alma eh nicht mehr heiraten können.
Und so weiter und so fort (ohne jetzt mehr verraten zu wollen ^^).

Das Leben in Samoa ist aufregend, neu und ganz toll von der Autorin beschrieben. Da die Geschichte nicht unter einer Übersetzung leiden musste, sind die Wörter von der Autorin so gewählt, was eine Geschichte mal wieder authentisch macht.
Ich mochte es, wie Regina Gärter die Umwelt beschrieben hat, Almas Gefühlswelt und die heiße Welt von Samoa.

Dennoch kann ich dem Buch nicht volle Punktzahl geben, denn am Anfang gab es zwar auch schon einige Zeitsprünge, aber die waren ok. Zum Ende hin wurden die Sprünge immer krasser, man war nicht so richtig drin in der Handlung, weil schon wieder ein Sprung war.
Ich habe schon verstanden, worau es hinauslief, aber irgendwie war es mir zum Ende hin zu hektisch. Das war schade. Ich hätte gerne mehr Lesezeit gehabt bei den Endszenen, auch wenn es natürlich nicht mehr sooo viel gab, was passieren konnte.

Deswegen vergebe ich dem Buch nur vier Sterne, es sind aber vier sehr positive Sterne.
Das Buch ist ein toller historischer Roman, der sich gut lesen lässt und eine schöne Liebesgeschichte hat.

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