[Rezension] Das Hochzeitsversprechen

Das Hochzeitsversprechen – Sophie Kinsella
Goldmann
Taschenbuch, Januar 2014
ISBN 978-3-44247986-3
512 Seiten

9,99 €

Ist es jetzt endlich soweit? Macht Richard Lottie einen Antrag? Bei einem gemeinsamen Essen wartet Lottie auf DIE Frage. Im Büro wissen ihre Kollegen bescheid, ihre Schwester wartet gespannt auf die Neuigkeit und sowieso ist es doch endlich Zeit, dass die beiden heiraten.
Als Richard aber nur EINE Frage stellen wollte, nicht DIE Frage, kann Lottie nicht anders als sich auf der Stelle von ihm zu trennen – denn scheinbar will Richard ja nicht heiraten.
Wie es der Zufall will, trifft Lottie einen Freund von früher, mit dem sie damals einen Pakt geschlossen hatte: Wenn sie beide mit dreißig noch Single sind, wollen sie heiraten. Lottie ist bereits 33 Jahre alt, aber schreitet dennoch kurzentschlossen mit Ben zum Altar. Da sie sich mit 18 Jahren damals für die große Liebe gehalten haben, kann es doch jetzt auch nicht anders sein, oder?
Die Hochzeitsreise nach Ikonos soll diese Liebe besiegeln. Aber was ist Ben eigentlich für ein Mensch? Was weiß Lottie genau über ihn?

Gleichzeitig hat Fliss, Lotties ältere Schwester, nur Probleme. Ihre Scheidung ist die pure Hölle und ihr kleiner Sohn Noah muss darunter leiden. Als sie nach zwei stressigen Wochen Hoteltesten erfährt, dass ihre Schwester wieder einen Kurzschluss nach einer Trennung hat, greift sie kurzentschlussen ein. Lottie soll nicht ebenso eine schwere Scheidung erleiden müssen – und eine überstürtzte Hochzeit mit einem fast unbekannten Mann kann ja nur zu einer Scheidung führen, oder?
Als Lottie ihrer Schwester verkündet, in den Flitterwochen ein Baby zeugen zu wollen, packt Fliss kurzerhand die Koffer und versucht mit allen Mitteln, ihre Schwester davon abzuhalten…

Das Hochzeitsversprechen“ ist der erste Roman der Autorin Kinsella, den ich lese. Bisher waren mir diese Bücher doch zu kitschig – aber ich habe mich echt getäuscht. Super witzig und total lesenswert schreibt Sophie Kinsella über die Figuren, die mit Anlauf haufenweise Fettnäpfen anpeilen und deren Leben total verrückt sind.

Gleich durch die erste Szene hat das Buch sich für mich einnehmen können. Lottie will gefragt werden. Mit Richard ist es genau richtig, sie sind lange genug zusammen (nach amerikanischen Verhältnissen 😉 ) und was könnte jetzt anderes kommen als eine Ehe?
Jede Frau in einer anständigen Beziehung träumt doch davon (wenn nicht bewusst, dann heimlich ^^), dass der Mann öffentlich auf die Knie fällt und wie im Kino alles romantisch ist und alle klatschen und überhaupt.
Ich mochte Lottie von dem Augenblick an, als sie auf der Damentoilette wildfremden Frauen davon erzählt hat, was gleich passieren soll. Das könnte glatt ich sein XD
Dass es nicht so kam, hat mir das Herz gebrochen und ich habe total mit Lottie mitgelitten. Ihre Verdrängungstaktik konnte ich nachvollziehen.
Dass sie danach etwas völlig abgedrehtes tut, fand ich irre und habe total damit sympathisieren können.

Fliss ist eine andere Figur, mit der ich mich nicht so richtig anfreunden konnte. Aber das muss man ja auch nicht. Es ist geschickt von Kinsella gemacht, dass sie verschiedene Figuren hat, mit denen man mitfiebern kann. Manche mögen also vielleicht lieber Fliss, und das ist dann ja auch gut.
Ihre Entwicklung fand ich toll, und am Anfang dieses zickenhafte Verhalten gegenüber Daniel. Das war einfach großartig geschrieben!

Die Männer der Geschichte sind natürlich grandios. Der Richard (der mich ein bisschen an den typischen Mr. Darcy erinnert hat), der Lorcan und der Ben ergeben ein Gemisch, das die Geschichte klasse aufgepeppt hat. Die Verzweigungen, Missverständnisse und Diskussionen fand ich klasse. Ständig habe ich mich schlapp gelacht und wenn ich in der Schulpause oder in der Bahn gelesen habe, musste ich das immer irgendwem mitteilen. So haben alleine drei Mitschüler gesagt, dass sie das Buch auch mal lesen wollen ^^

„Das Hochzeitsversprechen“ ist ein klasse Roman, der so aus dem Leben gegriffen sein könnte. Es war nicht unrealistisch abgedreht oder kitischig, sondern eine authentische Geschichte (natürlich passieren im echten Leben niiie so viele Missgeschicke auf einmal…). Die Idee und den Verlauf der Geschichte fand ich klasse. Ich mochte Lottie und auch Lorcan sehr gerne. Das Ende war genau nach meinem Geschmack (nicht so kitschig und nicht unrealistisch und dieses schmalige Happy End), und gerne hätte ich noch viel viel länger bei den Schwestern und ihren Liebschaften mitgelesen.

Da ich Sophie Kinsella vorher immer gemieden habe, muss ich meine Meinung über ihre Romane mal revidieren. Die Mütter-Mafia-Bücher von Kerstin Gier sind ähnlich witzig geschrieben, und da ich diese Bücher gerne mochte, werde ich mir noch weitere Bücher von Sophie Kinsella anschaffen.
Für dieses Buch gibt es vierdiente (rofl) verdiente fünf Sterne.

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2 Gedanken zu “[Rezension] Das Hochzeitsversprechen

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