[Rezension] Die Nachtmahr Traumtagebücher (1)

Die Nachtmahr Traumtagebücher – Jean Sarafin
Teil 1
Elysion Books
Taschenbuch, Dezember 2011
ISBN 978-3-94260214-3
288 Seiten

12,90 €

Nach sechs Jahren in einem Internat für schwer erziehbare Jugendliche darf Liz wieder auf eine normale Schule. Doch dort begegnet sie mehreren verhassten Figuren aus ihrer Kindheit, die erst dazu geführt haben, dass sie im Internat gelandet ist.
Um das beste daraus zu machen, will Liz sich mit anderen anfreunden, gerät aber immer an die Falschen. Dazu kommt, dass wie vor ein paar Jahren in ihrer Nähe Mädchen einschlafen und wie im Koma liegen – sie wachen einfach nicht mehr auf. Hat Liz tatsächlich etwas damit zu tun oder liegt es an der geheimnisvollen kaputten Uhr, die Liz einfach nicht loswerden kann? Und welches Geheimnis barg ihr Opa, der ihr die Uhr erst gegeben hat?
Bei dem Versuch es herauszufinden, erfährt Liz, dass ihre Welt nicht so ist, wie sie immer geglaubt hat…

Die Nachtmahr Traumtagebücher“ ist ein Fantasybuch mit dem Setting einer amerikanischen Highschool. So verstehe ich es zumindest, auch wenn es nicht explizit gesagt wird.
Liz wohnt bei ihren Adoptiveltern, die irgendwie mit ihren verstorbenen Eltern zusammen hängen, was mir aber nicht so ganz aufging. Schon immer stand sie auf ihren Fast-Bruder David, der aber auch schuld an ihrem Weggang ins Internat ist, weshalb ihre Gefühle abgeflaut sind, solange er sich nicht nett und romantisch verhält.

Diese Geschichte hatte sehr krasse Höhen und Tiefen. Es war schwer, richtig hineinzufinden und die Fäden mitzuverfolgen. Liz erlebt sehr viel, erzählt aber manchmal nur bruchstückhaft. Außerdem liegt der Fokus viel auf den anderen Figuren und ihrem Aussehen oder Wortgefechten, wenig auf Erklärungen. Teilweise hätte ich mir einfach einen Übererzähler gewünscht, der mal zeigt, was Sache ist.
Auch nicht gefallen hat mir die Mischung aus seltsamen deutschen Namen und dem Versuch, einen amerikanischen Touch reinzubringen. Liz heißt de Temples mit Nachnamen, was ja nicht verwerflich ist. Aber bei den Namen geht es schon los. Jonah und Elijah, ist das Deutsch oder Englisch? Jonas und Elias hätte ich verstanden, aber diese seltsame Mischung. Denn Klaus, Rebecka und David sind sehr deutsch.

Der Fantasyaspekt ist genauso dürftig wie die Figuren, fand ich leider. Es ist die ganze Zeit düster und seltsam, und mit einem Mal bekommt alles so tiefgehende und weitgreifende Aspekte, dass es irgendwie viel zu viel ist. Es hätte viel eher mehr Infos und so geben können.

Das Buch hat leider bei mir also überhaupt nicht gut abgeschnitten. Ich habe mich durch die Handlung gequält, war ständig irritiert und wusste nicht, was nun geschehen ist weil für mich nicht genug erklärt wurde, und das Ende war eher platt. Da das aber sehr subjektiv ist, kann ich nicht unbedingt davon abraten. Vielleicht gefällt anderen ja genau dieser Stil.

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