[Rezension] Summer Sisters

Summer Sisters – Ann Brashares
cbt/cbj
Hardcover, 2009
ISBN 3-570-13754-6
304 Seiten

als TB für 7,99 erhältlich

Nach dem großen Vorbild der Schwesternschaft der Jeans wollen auch Polly, Jo und Ama für immer beste Freundinnen sein. Aber wie das Leben spielt, wissen die drei nicht mehr so recht etwas miteinander anzufangen. Vor einigen Jahren haben sie drei Weiden in einem kleinen Wäldchen angepflanzt, aber genau wie sie nicht mehr richtig befreundet sein können, kümmern sie sich auch nicht mehr um die Bäume.
In diesem Sommer muss Jo zum ersten Mal mit ihrere Mutter alleine ans Strandhaus, weil ihr Vater nicht mitwill. Oder nicht mit soll?
Polly dagegen bleibt zuhause. Sie erfährt, dass ihre Oma ein berühmtes Model gewesen sein soll und versucht, ebenfalls Model zu werden. Doch ohne die Unterstützung ihrer Mutter sind die Pläne nur halb so viel wert…
Ama hat ein Stipendium bekommen und soll in einem Vorbereitungskurs wandern gehen. Dabei wollte sie viel lieber in eine Bibliothek oder etwas forschen, aber nicht in der freien Natur campen müssen.
Alle drei Mädchen müssen plötzlich über sich hinauswachsen und erkennen, was eigentlich Freundschaft bedeutet.

Summer Sisters“ ist kein Nachfolger von „Eine für vier“, es spielt noch zu den Anfängen der vier Freundinnen. Jo, Polly und Ama sind sehr verschieden, aber gut ausgearbeitet, ich konnte sie mir sehr gut vorstellen.
Bei „Eine für vier“ war der Perspektivenwechsel nicht so krass wie hier, fand ich. Oder ich erinnere mich nicht daran. Aber hier wechselt es manchmal nach einem Absatz, was eher gewöhnungsbedürftig war.
Die drei Geschichten der Mädchen spielen wieder ganz unterschiedliche Probleme an, aber doch geht es irgendwie immer um die Veränderung vom Mädchen zur jungen Frau. Es werden auch schwierige Themen angesprochen wie Alkoholsucht, Magersucht und Scheidung.

Für mich herausstechend war die Geschichte von Ama, weil sie tatsächlich über sich hinausgewachsen ist. Das fand ich bemerkenswert. Und vermutlich leidet man mit ihr am meisten, weil ihre Geschichte einfach auch am spektaktulärsten ist.
Jo und Polly sind Persönlichkeiten, mit denen ich nicht so gut warm werden konnte. Jo war mir zu freigeistig und Polly zu fixiert. Aber vielleicht findet sich jemand anderes ja in ihnen gut wieder. Wie bei „Eine für vier“ ist für jeden etwas dabei, denke ich.

Weil es ein Jugendbuch ist, war es sehr schnell zu lesen. Die Aufmachung des Buches ist hübsch, für mich waren die Seiten aber fast zu dick und damit hatte ich das Buch entsprechend schnell durch. Da ich es im Rahmen der Lesenacht gelesen habe, habe ich vielleicht ein bisschen mehr drüber nachgedacht, als ich es sonst getan hätte.

Für dieses zauberhafte Buch über Freundschaft ohne moralischen Zeigefinder, sondern mit bekanntem Brashares-Feingefühl vergebe ich vier Sterne.

★★★★☆
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