[Rezension] Solange die Nacht uns trennt

Solange die Nacht uns trennt – Kerstin Pflieger
Sternenseelen # 2
Goldmann
Klappenbroschur, November 2013
ISBN 978-3-44247706-7
352 Seiten

12,99 €

Rezension zu Band 1 „Wenn die Nacht beginnt“

Achtung, bezieht sich auf Teil 1!

Im Internat kehrt endlich Ruhe ein, beziehungsweise im Leben von Lilly, ihrem Stiefbruder Samuel und Raphael, der Sternenseele. Denn die Bestien wurden verdrängt, doch das Unheil ist noch nicht gebunden.
Noch immer müssen die Sterneseelen, mit denen Raphael lebt, irgendwie die Bedrohung beherrschen. Dass eine Gruppe Bestien-Jäger an die Schule kommt, zeigt, dass sich etwas zusammenbraut.
Lilly erfährt, dass sie zur Sternenhüterin ausgebildet werden soll, um die Sternenseelen als Mensch beschützen zu können. Doch insgeheim wünscht sie sich nichts mehr, als endlich auch eine Sternenseele zu werden – und könnt ihr Wunsch in Erfüllung gehen?

Doch dann purzeln die Ereignisse nur so übereinander – eines schlimmer als das andere!

Nachdem ich vom ersten Band überwiegend sehr enttäuscht war, das Ende aber alles gerissen hat, habe ich Band 2 mit gemischen Gefühle begonnen.
Ein bisschen Angst muss man ja haben, dass sich die Twilight-Kopie wiederholt, und irgendwie hat die Geschichte mit den Vampiren Kerstin Pflieger wohl auch beeinflusst – wenn auch vielleicht nur unbewusst. Aber im zweiten Buch wurde das sehr gekonnt nicht so herausgearbeitet. Es geht wirklich nur um die Sternenseelen und die Bestien, Lilly muss sich mit der Geschichte und dem Krieg beschäftigen, was natürlich dem Leser einiges verdeutlicht.

Diesmal geht es auch mehr um Raphael und mit Mikael wird eine weitere sehr interessante Figur eingebracht. Außerdem erleben wir die Geschehnisse auch aus Sicht einer Hybridin, die Einsicht für die Bestien bringt.
Hin und wieder hat mich Lilly mit ihrer Einstellung genervt, aber es gab ja zum Glück noch andere Perspektiven und Figuren, die man mögen konnte. So fand ich Mikael sehr sympathisch und lesenswert. Mit ihm und seiner Band hat die Autorin etwas sehr erfrischendes hineingebracht.

Aber auch in diesem Band ist es nicht nur romantisches Geplänkel mit Sternenseelen und ewiger Liebe. Nein, brutal und knallhart kann Kerstin Pflieger Prügeleien und den Tod beschreiben. Das macht das Buch doppelt gut, denn es kann eine weiche Seite und eine sehr harte Seite zeigen.

Auch in diesem Buch war der Schreibstil sehr lesenswert. Es gibt keine holprigen Sätze und verdreher, nichts schien unlogisch (nur die Denkweisen von manchen Figuren 😉 ).
Band 2 ist also ein würdiger Nachfolger von Teil 1, der sehr viel besser geschrieben ist, weil es das ganze Buch hindurch spannend ist.
Was der erste Band erst zum Ende geschafft hat, ist hier durchgehend: Ein Page-turner, der Lust auf mehr macht. Ich hoffe nur, dass weitere Abenteuer in Arbeit sind, denn ein Buch wie dieses zweite lese ich gerne wieder.

Volle Punktzahl für dieses Fantasy-Meisterwerk, das sich scheinbar mit jedem Band steigert. Bitte weiter so!!!

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