[Rezension] Basilikum mal anders

Basilikum mal anders – Alexandra Kumer
AMELIE Band 18
Im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag
Taschenbuch, Oktober 2013
ISBN 978-3-86265-319-5

248 Seiten

9,95 €

Eine Hochzeit platzen zu lassen sollte durch Exfreunde oder Kinder geschehen, Geheimnisse oder Wetterkatastrophen. Nicht durch die Braut, die schon am Altar steht…
Sam kann aber nicht anders, sie kann Max einfach nicht heiraten. Ihre Mutter sieht das aber anders und will ihre letzte unverheiratete Tochter unter die Haube bringen – koste es, was es wolle. Sie macht so auch nicht Halt davor, sich strafbar zu machen, damit Sam einen Polizisten kennen lernt.
Sam hat die Kuppelei satt und flieht vor ihrer Mutter nach Graz in eine Pizzaria. Zum ersten Mal muss sie dort auf eigenen Beinen stehen, hat eine kleine eigene Wohnung und muss für ihr Geld arbeiten. Sogar mit einem neuen Mann klappt es scheinbar – bis die Familie sich wieder einmischt. Und nicht nur Sams Mutter hat ihre Finger im Spiel, nein, die ganze italienische Pizza-Familie will eingreifen. Das Chaos ist programmiert…

Nachdem wir am Sonntag zwei lange Spaziergänge zu den Eltern und zurück gemacht haben, gab es nur das Sofa und ein gutes Buch für mich. „Basilikum mal anders“ liest sich in solchen Situationen sehr schnell, weil es nicht sehr viele Seiten hat und sehr flüssig geschrieben ist.
In die Handlung stolpert man förmlich hinein, weil man direkt mit Sam am Traualtar steht. Sie erzählt aus der Ich-Perspektive und Siezt den Leser, den sie aber direkt anspricht. Zwischendurch muss sie in mehreren Rückblicken erzählen, was hinter ihrem Rücken passiert ist.

Sam ist einem auf den ersten Blick nicht sonderlich sympathisch. Zumindest mir nicht. Sie ist 28 Jahre alt, wohnt noch bei Muttern und lässt sich alles vorsetzen. Sogar, wen sie heiraten soll. Ich meine, wie faul ist das denn? Hat sie niiiiie in den vergangenen Jahren überlegt, mit Max zusammen zu ziehen?
Die Familie ist nicht italienisch, hat aber einen Italiener als Schwiegersohn. Ich hätte es besser gefunden, wenn alle italienisch wären, weil dann die familia besser rübergekommen wäre. So ist Sam die Schwägerin eines guten Freundes? Ich hab es nicht verstanden.
Davon abgesehen hat sich Sam ziemlich gemausert und gefiel mir immer besser.

Die Liebesgeschichte war ein bisschen dick aufgetragen, weil Sam sich Hals über Kopf verliebt – und der neue ab sofort ihr Traummann ist. Sie kennt ihn aber nicht, sie war nur mit ihm im Bett. Wie kann er dann bitte ihr Traummann sein?
Dennoch hatte das Buch seinen Charme. Die familia war irgendwie niedlich und schön zu lesen. Ich mochte Sams Freundin und die kleinen Nebengeschichten, auch die von Sams Mutter. So konnte mich das Buch den Nachmittag amüsieren und ließ ein gutes Lesegefühl zurück. Die Autorin hat zum Ende noch eine gute, gelungene Kurve bekommen.

Basilikum mal anders“ ist ein süßer Roman über die Liebe und die Familie. Leider war meiner Meinung nach manchmal etwas dick aufgetragen, wofür ich einen Stern, ganz knapp keinen zweiten, abziehe. Für die unterhaltsame Sonntagslektüre vergebe ich daher vier knappe Sterne.

★★★★☆
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