[Rezension] Liebe ist kein Beinbruch

Liebe ist kein Beinbruch – Stephanie Bond
MIRA Taschenbuch, September 2013
ISBN 978-3-86278-741-8

352 Seiten

7,99 €

Wer hätte nicht Interesse daran, beim Neuaufbau einer Stadt zu helfen und einmal komplett von vorne beginnen zu können? Zumindest 100 Frauen versuchen ihr Glück in der neu entstehenden Stadt Sweetness. Vor einigen Jahren wurde die alte Stadt durch einen Tornado komplett zerstört, und die Armstrong-Brüder Marcus, Kendall und Porter wollen sie neu aufbauen. Doch ein Haufen Männer kommt alleine nicht weit, und durch eine Zeitungsanzeige gelockt kommen die Frauen für den Neubeginn. Unter ihnen ist Ärztin Nikki Salinger, doch so wirklich wohl fühlt sie sich nicht in der provisorischen Stadt.
Bei ihrer Ankunft ist ihr erster Patient Porter Armstrong, der im Eifer vom Wasserturm gefallen ist und sich das Bein gebrochen hat.
Als Porter erfährt, dass Nikki wieder abreisen will, setzt er jedes Mittel ein, um sie zu halten. Das beginnt bei der Sabotage ihres Autos, führt über angefahrene Kitze und geht sogar durchs Bett.
Und irgendwann geht es Porter gar nicht mehr nur um die Ärztin, sondern um Nikki als Frau…

Bei den Mira-Taschenbüchern bin ich ja ein großer Fan der Susan Mallery-Bücher. Ich finde es schade, dass teilweise einzelne Reihentitel herausgepickt werden, und die Reihe nicht konsequent von vorne bis hinten übersetzt wird.
Als bei bloggdeinBuch ein neues Buch von Mira angeboten wurde, war ich Feuer und Flamme. Nicht nur der Inhalt der Bücher hat es mir nämlich angetan, sondern auch die immer gleiche Aufmachung. Die Bücher sind alle gleich groß (bis auf die von Aimée Carter, grrr) und haben eine tolle Rückengestaltung, so dass es sich wirklich immer zauberhaft im Regal macht!
Und so wagte ich mich an das Buch „Liebe ist kein Beinbruch“ von Stephanie Bond. Neben der typischen Liebesgeschichte Mann trifft Frau, beide finden sich toll, das Schicksal hält sie noch fern, dann Ende gut alles gut sollte nämlich die Hintergrundgeschichte diesmal eine besondere sein. Die Brüder Armstrong wurden durch die Zerstörung ihrer Stadt heimatlos. Es war nicht Katrina, aber ein ebenso schlimmer Tornado, der alles dem Erdboden gleich gemacht hat.

Je weiter ich las, desto toller wurde das Buch. Es sammelte Pluspunkte:
+ durch das Setting
+ mit der zauberhaften und liebenswerten Nikki (auch wenn ich ihr gerne mehr Selbstbewusstsein eingetrichtert hätte)
+ durch die aufbauende Liebe, die sich nicht explosiv in Sex entlud sondern passend zum…öhm… Höhepunkt… kam
+ durch die Nebencharaktere, welche die Geschichte abrundeten
+ durch die super Übersetzung, die flüssiges Lesen unterstütze und von der Sprachgestaltung einfach ansprach

Und jetzt nochmal ausführlich. Die Geschichte spielt zum Beginn des Wiederaufbaus. Passend zur Geschichte mit Nikki der Ärztin geht es vor allem um den Aufbau der Ambulanz. Das ist natürlich doppelt ein Grund, sich mit der Ärztin zu beschäftigen und sie in den Vordergrund zu rücken. Das fand ich klasse, eine tolle Idee.
Während in vielen Geschichten die Figuren Essen gehen und in idyllische Gegenden fahren müssen, sind Porter und Nikki auf einem Berg mit so viel Natur um sich, dass das zwangsläufig immer mit hineinfließt. Die Romantik entsteht also nicht künstlich, sondern ist von vorneherein da!
Nikki als Figur mochte ich sehr gerne. Sie hatte nicht das übertriebene Selbstbewusstsein (es war fast schon zu wenig), litt unter der schlechten Erfahrung und öffenete sich nur langsam. Ihre Angst, schlechter zu sein als die anderen, war realistisch. Und die Angst, nicht lieben zu können, hat mich sehr erschüttert. Umso mehr fand ich Porter dann als Gegenpol toll, der ebenfalls erst lernen musste zu lieben.

In manchen Büchern ist es ja auch so, dass die Hauptprotagonisten dann zwischendurch sexuell aneinander geraten und das Schicksal sie erstmal auseinandertreibt. Ich mag es lieber, wenn sich die Protagonisten schon mehr oder weniger verliebt haben und dann erst im Bett landen. Die Anspannung ist dann noch höher 🙂

Negativ war nichts. Ich will einfach wissen, wie die anderen beiden Brüder sind und wie es mit Sweetness weitergeht. Das ist nämlich auch so besonders an diesem Roman. Es geht nicht nur um die Liebesgeschichte und um die Familie, nein, man verfolgt über mehrere Bücher hoffentlich den Wiederaufbau der Stadt mit und erlebt all die tollen Geschichten bei ihr. Wie ich gesehen habe, geht es später auch mit anderen Figuren der Stadt weiter – vielleicht mal mit Armstrong-Nachwuchs?

Für diesen Liebesroman im klassischen Format mit einer tollen Umgebung und super eingebauter Hintergrundgeschichte kann ich nur 5 Sterne geben!

★★★★★

Hinten auf dem Buch steht passenderweise, dass die beste Nachricht nach dem Lesen das Wissen um die Fortsetzung ist 🙂 Auf Englisch ist bereits „Baby, don’t go“ erschienen, welches vom Bruder Marcus erzählt.
Auf Deutsch bereits erhältlich ist die Vorgeschichte „Liebe ist keine Katastrophe“, als E-Book.

Btw: Kommt es mir nur so vor oder werden die Bücher bei MIRA immer günstiger?

Vielen Dank an Blogg dein Buch für die Aktion und MIRA TASCHENBUCH für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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