[Rezension] So wie Kupfer und Gold

So wie Kupfer und Gold – Jane Nickerson
cbt bei Randomhouse
Gebunden, September 2013

448 Seiten

ISBN 9783570162682

€ 16,99

Bisher hat Sophia ihr Leben in einem eher ärmlichen Haushalt gelebt. Ihr Mutter starb früh, danach musste ihr Vater seine Kinder ganz alleine aufziehen. Unterstützt wurde er von Sophias Patenonkel, der von der Ferne alles erdenklich Schöne geschickt hat.
Nach dem Tod des Vaters wird Sophia dort aufgenommen. Im Haus ihres Patenonkels. In ihrer Fantasie hat er in Saus und Braus gewohnt – und er tut es auch in Wirklichkeit.
Erschlagen von der Pracht kann Sophia alles nur voller Dankbarkeit sehen. Ihr Onkel ist auch aufmerksam und erfüllt ihr jeden neuen Wunsch.

Doch irgendetwas stimmt nicht in dem großen Haus. Denn Sophia ist nicht die erste junge Frau, die dort gewohnt hat. Und als sie erfährt, wer vor ihr bereits bezirzt wurde, wird ihr Angst und Bange. Oder ist der reiche Patenonkel heute anders? Liebt er sie wirklich?

So wie Kupfer und Gold“ ist ein aufregender Jugendroman, der sich an das Märchen „Blaubart“ anlehnt. Das Märchen fand ich schon immer ziemlich gruselig, und war gespannt wie es in einer so hübschen Verpackung umgesetzt werden soll.

Die Protagonistin Sophia ist mir eigentlich sehr sympathisch gewesen. Ich fand sie sehr klug, auch wenn sie manche offensichtliche Dinge nicht gesehen hat. Aber sie wusste halt auch nicht so viel wie der Leser (und kannte das Märchen nicht ^^).
Der Onkel war mir von Anfang an unheimlich. Er war so überfürsorglich, er war so streng und irgendwie auch aufdringlich. Ich habe so mit Sophia mitgelitten.

Jane Nickerson hat das Märchen auf interessante Weise neu geschrieben. Sie nimmt eine naive junge Frau und einen gerissenen Onkel. Die Geschichte ist ja bekannt, also muss die Autorin sich eine neue Note einfallen lassen. 
Sie lässt ihre Geschichte Ende des 19. Jahrhunderts in den Südstaaten spielen. Sklaverei ist ein großes Thema, was die Geschichte sowohl aufgelockert hat als auch zusätzlich interessant. Die Beschäftigung damit hat der Haupthandlung eine gute Stütze gegeben.

Bekritelt wurde teilweise, dass zu viele Details beschrieben wurden. Aber genau das hat mir so gut gefallen. Die Detials haben die Spannung erhöht! Die ganze Zeit musste ich mich fragen, wann Sophia den Mut aufbringt und die Augen nicht mehr verschließt. Wann sieht sie nicht mehr das schöne Haus und die tollen Geschenke, sondern die Wahrheit?

Diese wunderbare Geschichte über ein Mädchen, das über sich hinauswächst, hat mich bis zum Schluss gefesselt und sehr gefallen! Volle Punktzahl!

 
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