[Rezension] Blackout

BLACKOUT Morgen ist es zu spät – Marc Elsberg
Blanvalet bei RandomHouse
Hardcover, März 2012
ISBN: 978-3-7645-0445-8
800 Seiten

Hardcover-Ausgabe 19,99 €
Jetzt auch als Taschenbuch für 9,99 €

Wir werden morgens vom digitalen Wecker geweckt, machen uns mit der Kaffeemaschine einen Kaffee, nutzen evtl. die Mikrowelle für warme Milch. Nehmen die Margarine aus dem Kühlschrank, streichen sie auf das warme Brot aus dem Toaster.
Das Auto oder die Bahn bringt uns zum Arbeitsplatz, wo sich die meisten Leute an einen PC setzen. Oder irgendetwas Digitales einschalten, weil sie damit arbeiten.
Wir schauen zwischendurch auf das Handy, schließen aufgrund niedrigem Akkustandes das Ladegerät an.

Worauf ich hinauswill? So ziemlich jede Handlung in unserer heutigen Welt hat etwas mit Strom zu tun. Ohne Strom sind wir aufgeschmissen.
Marc Elsberg hat genau dieses Szenario gezeichnet. Vollkommen unerwartet erlischt von Italien und Schweden ausgehend die Stromzufuhr. Ampeln fallen aus. Wasserzufuhr ist defekt. Kühlschränke sind nicht mehr kalt.

„Blackout“ zeigt eine Katastrophe, bei der uns eine der wichtigsten Grundlagen unserer Zivilisation genommen wird. Ein Terrorakt ohnegleichen.
Die Geschichte steigt mit der Figur Manzano ein, der einen Autounfall hat.
Richtige Kapitel gibt es nicht. Das Buch ist untergliedert mit den Blackout-Tagen, aber die Perspektiven wechseln oft. Elsberg fängt die Katastrophe von vielen verschienenden Punkten in Europa ein, bei Figuren, die weniger wichtig sind, und durch wichtige Personen wie Manzano, Bollard und Shannon. Erst nach knapp der Hälftes des Buches finden die Erzählstränge mehr oder weniger zusammen, sodass das Lesen etwas einfacher wird.

An einigen Stellen fand ich Dinge unlogisch oder hätte mir mehr Erklärung gewünscht. Die Aufstände sind wenig beschrieben, und an manchen Stellen zu klein oder unglaubwürdig. Zu Anfang wird im kleinsten Detail beschrieben, wie der Stromzähler funktioniert und welche Flasche Wein Manzano aufmacht, aber was draußen auf den Straßen passiert wird immer nur angerissen.
Aber um die Menschen draußen ging es nicht im Detail in dem Buch, sondern um den Stromausfall und die Handlungen der Regierungen sowie die Spur zum Täter. Es war mördermäßig spannend mitzuverfolgen, wie die Techniker der Lösung auf die Spur kamen und endlich wieder Strom fließen konnte.
Deswegen gebe ich knappe 4 Sterne für das Buch, weil es sehr spannend und überwiegend realistisch war. Aber eben an manchen Stellen zu oberflächlich.

Meine kurze Rezension wird dem dicken Buch kaum gerecht. Macht euch selber ein Bild.

★★★★☆
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