[Rezension] Partials 1: Aufbruch

Aufbruch – Dan Wells
Partials 1
IvI Verlag, März 2013
512 Seiten
ISBN 978-3492702775

16,99 €

Die Welt steht vor dem Ende. Seit über einem Jahrzehnt werden keine Kinder mehr geboren. Das wäre in der normalen Welt schon schlimm, aber die Bewohner von Long Island trifft es doppelt hart. Denn kurz bevor die letzten Kinder geboren wurde, wurden achtzig Prozentheit entweder im Krieg getötet oder vom geheimnisvollen Virus RM dahingerafft.
RM soll ausgelöst worden sein durch die Gegner im Krieg, die Partials. Künstlich erzeugte Kriegsmaschinen, die eigentlich als billige Arbeitskräfte gedacht waren.
Damit ein Gegenmittel gegen den Virus gefunden werden kann, sollen möglichst alle Frauen schwanger werden. Und nicht mehr nur alle Frauen ab 18 Jahren. Ein neues Gesetz soll auch Mädchen ab 16 Jahren zwingen, Kinder zu bekommen.
Die 16-jährige Kira aber glaubt, sie kann ein Heilmittel finden, bevor auch sie schwanger werden muss. Doch dafür muss sie direkt in Feindesland. Denn wenn die Partials den Virus verbreitet haben, müssen sie eine Immunität dagegen haben. Und aus einer solchen Abwehr ließe sich ein Impfstoff hevorbringen…

Das Buch „Aufbruch“ beginnt eigentlich ziemlich krass. Man wird sofort in eine Sitzung geworfen, bei der es um Vergangenheit und Zukunft geht. Nach und nach erfährt man, was auf der Welt passiert ist.
Es war schon so, dass ich zu Beginn irgendwie einen Verdacht hatte, was passieren kann. Aber Dan Wells hat alles noch mit Überraschungen und Turns gewürzt, dass das Buch wie ein Magnet wirkte. Einmal angefangen konnte ich mich nur schwer unterbrechen.

Die Übersetzung ist also auch sehr gut gelungen. Man wird von der Erzählung sehr stark gefesselt.

Kira ist weder naiv noch überstürzt sie etwas. Sie will wissenschaftlich etwas erforschen, geht aber auch mit militärischer Sichtweise daran. Ihre Entdeckungen macht sie meist nur mit Freunden.

Ich fand, man merkte schon, dass ein Mann das Buch geschrieben hat. Es fehlte die Sentimentalität, das Buch war zwar nicht brutal aber schonungslos. Eine Liebesgeschichte war angedeutet, aber nicht im Mittelpunkt.

Die Idee, dass sich im Prinzip Maschinen von uns gegen uns wenden, ist nicht neu. Dass sie an den Menschen angelehnt ist, und auch noch so perfekt, ist unser Wunschdenken. Dan Wells hat auch viele sehr realistische Dinge eingebaut, zum Beispiel, dass die Atomkraftwerke irgendwann Länder verseucht haben – weil keiner mehr da war, der sich darum kümmert.

Das Buch erinnerte in manchen Szene an „I am Legend“, wie die Jugendlichen durch New York stromern. Mit dem Film hatte ich auf jeden Fall super Bilder vor Augen.

Das Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung: 5 Sterne!

Auf Englisch gibt es dazu bereits:
– Isolation (Vorgeschichte zu „Aufbruch“)
– Fragments (Partials 2)

Und angekündigt:
– Ruins (Partials 3, Termin März 2014)

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3 Gedanken zu “[Rezension] Partials 1: Aufbruch

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