[Rezension] Artikel 5

Artikel 5 – Kristen Simmons
ivi im Piper Verlag
Klappenbroschur, 2013
430 Seiten

16,99

Mit den neuen Statuten ist alles anders. Das erlebt Ember am eigenen Leib, als sie von ihrer Mutter getrennt wird. Denn Embers Mutter ist alleinerziehend – ein Verstoß gegen die Regeln! Laut Artikel 5 besteht eine Familie aus Mann und Frau, mit mindestens einem Kind.
Ember wird in ein Heim gebracht, in welchem den Mädchen mit strengsten Methoden Zucht und Ordnung beigebracht werden soll. Aber Ember muss ihre Mutter finden, und sie bekommt unerwartete Hilfe durch ihren damaligen Freund und heutigen Soldat Chase.
Doch ist Chase Soldat oder Freund? Kann Ember ihm vertrauen? Und wo ist ihre Mutter?

Artikel 5″ ist eine Dystopie, wie wir sie kennen. Alles ging den Bach runter, es gibt eine neue Regierung und neue, strengere und vor allem kontrollierendere Regeln. Der Anfang erinnerte mich ein wenig an „Die Bestimmung“, aber der Verlauf der Geschichte war dann doch ganz anders.
Die Idee der neuen Regierung, der Artikel und der Durchsetzungsart der neuen Gesetze war spannend mitzuverfolgen. Durch Embers Perspektive erlebt der Leser die neue Welt.

In Rückblicken erfährt man auch die Geschichte von Ember und Chase. Chase hat sich verändert, doch Ember will das nicht wahrhaben.

Ein wirklich gravierender und für mich damit niederschmetternder Grund war, dass ich Ember nicht mochte. Sie handelte für mich naiv, zu impulsiv und absolut unverständlich. Sie verbringt mehrere Tage mit Chase und kann ihn dennoch nicht verstehen. Was für mich aus IHRER Sichtweise offensichtlich war, kam ihr nicht in den Sinn – und ständig heulte sie, wollte weglaufen, verstand die Welt nicht mehr und überhaupt.
Teilweise war das nachvollziehbar, aber manchmal wollte ich einfach wegblättern und dieses kindliche Gehabe überlesen.
Zum einen hat sie alleine mit ihrer selbstbewussten Mutter gelebt und deren prügelnde Männer vertrieben, zum anderen war es für sie zu viel, mal mutig in einem Auto zu sein?

Leider hat ein Großteil des Lesens diese Abschnitte ausgemacht, sodass ich mich bestimmt die Hälfte des Buches über geärgert habe. Wiedergutgemacht wurde das allerdings durch das Setting, die vielen Details der Rahmengeschichten, die Überlegungen zu den Aufständischen und die anderen Figuren. Vor allem Chase hatte es mir angetan. Denn er handelte verständlich und konsequent (Alle anderen Menschen außer Ember = Feind).

Artikel fünf“ ist ein Buch voller Überraschungen, realistischem Endzeitszenario und einer interessanten Welt. Trotz der für mich mangelhaften Figur Ember vergebe ich vier von fünf Sternen. Bei den Fortsetzungen warte ich auf die ersten Kritiken, dann lese ich vielleicht auch weiter.

★★★★☆

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