LBM 13 – Samstag

Wie viele viele andere auch machte ich mich Samstag in der Frühe auf, nach Leipzig zu fahren. 
Normalerweise bin ich immer etwas später gefahren, aber um meinen Standdienst auch zeitig beginnen zu können fuhr ich so, dass ich halb 11 auf dem Messegelände war.
Mit mir im Zug waren schon Cosplayer, und wie die letzten Jahre auch bevölkerten diese wieder einen Großteil der Eingangshalle.
Im Verlauf des Tages habe ich in meinem Kopf so manchen Hassbloggpost verfasst, weil mir manches von den Verkleideten einfach unverständlich ist.
Aber dazu vielleicht ein andermal mehr.
 
Nachdem ich bis 14 Uhr brav unser Regal am Gemeinschaftsstand gehütet hatte und die vorbeziehenden Massen bewunderte (Samstag Mittag: absoluter Horror), zog es mich dann doch durch die Hallen. Ein kleines Insiderbild für meine Präsentationsgruppe aus der Uni musste sein, dann suchte ich nach dem Loewe Stand, wo Janet Clark ihre Bücher signieren sollte, nachdem sie gelesen hatte. Zu der Lesung habe ich es leider nicht geschafft, weil ich natürlich erstmal groß staunen und bummeln musste. Und mehr als langsames Flanieren war bei den Massen ja eh nicht drin.
Am Loewe-Stand gab es schon eine eindeutige Reihe von Fans, die mit „Sei lieb und büße“ auf dem Arm nicht zu übersehen waren.
Geht es euch auch so, dass immer bei euch alle Leute durch die Schlange durchwollen? Egal wo ich stand, immer wollte jemand „nur kurz“ an mir vorbei und selbst als ich einmal „geht grad schlecht“ sehr laut und verständlich sagte, presste die Frau sich an mir vorbei. Hallo???

 

Irgendwie schon gestresst machte ich mich dann von Halle 2 auf in Halle 5 (die seltsamerweise nicht so proppenvoll war 😉 ), um die Debatte übers Urheberrecht anzuschauen.  Präsentiert (ich müsste vielleicht sagen insziniert) von einer Anwaltskanzlei saßen sich fünf toughe Leute gegenüber, Robert Defcon, Stefan Haupt, Bruno Kramm, Constanze Kurz und Enjott Schneider.
Ziemlich schnell entbrannte eine hitzige Diskussion zwischen dem Mann von der GEMA und Bruno Kramm.
Leider ging die Debatte dann mehr in die Politik und auch besonders nur über Missstände, wie die Teilnehmer der Runde sie gerne anders hätten. So richtig aufschlussreich für den Buchmarkt fand ich das jetzt nicht – schon gar nicht, wenn es um die GEMA geht und nicht um die VG Wort.
Ganz ehrlich? Anschließend weiß ich gar nicht mehr, wie ich meine Zeit vertrödelt habe. Es war kurz nach vier, und ich wollte eigentlich noch zwei Lesungen auf der Leseinsel Religion anhören. Als ich dann aber da ankam hörte sich das so langweilig an, dass ich noch kurz an unserem Stand rumhing und dann wieder zu Halle 2 gezockelt bin.
Ach doch: ich habe gegessen! Ich betone das so, weil ich in den vergangenen drei Jahren immer alles überteuert fand. Aber aus welchem Grund auch immer war mir total nach Currywurst und Crepes (also nicht zusammen…). Und die schmeckten gar nicht schlecht J
In Halle 2 dann wollte ich zur Lesung von Gabriella Engelmann und Jakob Leonhardt.  Ich besuchte vorher noch die schwangere Jenni am Stand von Elysion Books, dann suchte ich mir einen Platz bei der Lesebude, was allerdings hoffnungslos war. Sitzen war also nicht drin – egal, konnte ich besser sehen 🙂
Gabriella und Daniel Glatthauer (Jakob Leonhardt) lasen aus „Im Pyjama um halb 4“ und es war niedlich, den beiden zuzusehen. Wie sie hinterher zugaben waren sie beide absolut vernarrt in ihre Figuren und konnten sich total mit ihren Figuren identifizieren.
Da es ja ein Chatroman ist, mussten die beiden auch ihre Parts lesen, wodurch die Geschichte einen tollen Touch bekam.
Anschließend machte ich mich nur noch auf den Weg zu meiner Unterkunft. Das lief gar nicht so wie geplant, aber da muss ich mich jetzt nicht nochmal drüber aufregen. Also nur der Weg war absoluter Mist, nicht die Unterkunft!
Später zum Sonntag mehr 🙂
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2 Gedanken zu “LBM 13 – Samstag

  1. Ich habe mich noch kurzfristig umentschieden und bin Freitag gefahren. Scheinbar war das eine gute Idee^^ Als die ganzen Kinder gegen 12 Uhr weg waren, war es in Halle 2 recht angenehmn.
    Meine Zugrückfahrt war allerdings Horror. Drei Stunden verspätet zuhause, wegen einer Zugverspätung von 10 Minuten und einem verschollenen Zug…….

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