[Rezension] Die Drachenbraut


Die Drachenbraut – Kristina Günak
U Books  Eternal Love
Taschenbuch, 2. Auflage Dez 2012
288 Seiten
In einer Welt, in der Magie fast vergessen ist, gibt es dennoch immer wieder einige kleine Wunder. So wie Josefine, die in einem Krankenhaus arbeitet und hin und wieder der Genesung einer Patienten einen kleinen magischen Stups gibt. Genau deswegen muss sie sich nun erneut vor dem Magischen Rat blicken lassen, obwohl ihr eigentlich nichts nachgewiesen werden kann.
Am Vorabend der Sitzung trifft Josefine auf den anhänglichen Hund Oskar, der dem – Jos Meinung nach griesgrämigen – herrischen Valentin gehört. Mitten in der Nacht holt Oskar dann die junge Ärztin aus dem Bett, weil Valentin einen Anfall hat.
Was es genau mit diesem Anfall auf sich hat, erfährt Josefine jedoch nur aus einem Zwang heraus. Denn nach langer Zeit bedrohen die Dunkelalben wieder die Welt, und nur Valentin kann sie aufhalten.
Aber nur, wenn Josefine sein wahres Ich erweckt…
Kristina Günak ist einigen vielleicht schon bekannt durch ihre Romane über ihre Hexe („Eine Hexe zum Verlieben“ „Engel lieben gefährlich“).
Mit diesem neuen Roman hat sie sich in fantastischere Gefilde gewagt, mit etwas weniger Pepp und Humor, dafür mit mehr Liebe und Fantasy. Ich mag an ihren Hexen-Romane sehr gerne diese trockene Ernsthaftigkeit, die aber auch sehr beißend sarkastisch sein kann.
In „Drachenbraut“ ist das nicht da, sondern eine viel tiefer gehende Geschichte nimmt ihren Raum ein.
Josefine und Valentin lernen sich auf dem falschen Fuß kennen, wissen aber bald um ihr gemeinsames Schicksal. Denn beide haben immer nur gesucht und gesucht und finden endlich ihr Zuhause. Diese Entwicklung mitzuerleben ist beim Lesen sehr sehr schön.
Ein bisschen hat mich gestört, dass teilweise die Abläufe sehr schnell gingen und kaum Raum für Erklärungen blieb. Kristina Günak kann mit wenigen Worten auf den Kern der Sache kommen, aber an einigen Stellen fehlte mir der Zusammenhang und der Überblick. So musste ich einige Seiten mehrmals lesen, weil mir einfach nicht aufging, was gerade gemeint war (z.B. S.175).
Dann aber wird dem Liebesakt ein ganz eigenes Kapitel gewidmet, während drum herum die Welt im Chaos versinkt.
Auch wenn ich an manchen Stellen über holprige Formulierungen (ja, ich bin eben so penibel) gestolpert bin, fand ich das Buch insgesamt doch sehr gelungen. Wie schon gesagt, kann Kristina Günak mit wenigen Worten eine tolle Geschichte schreiben, sodass die 288 Seiten weder langatmig noch ununterhaltsam sind. Ein tolles Buch für ein knackiges, kurzes Fantasyabenteuer.
Und endlich geht es mal um richtig tolle, männliche Drachen!
Vier von fünf Sternen von mir für „Drachenbraut“.
★★★★☆
Übrigens wird die Autorin im Mai auch wieder zur LoveLetterConvention kommen 🙂
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