[Rezension] Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten

Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten – Franziska Franke
KBV Verlag
Taschenbuch, 2012
 263 Seiten

9,90 €
7,99 € Kindle Edition

Ein neuer spannender Fall für den englischen Ermittler Sherlock Holmes!
Die große Weltausstellung findet im Jahr 1885 im belgischen Antwerpen statt. Der Kunstinteressierte David Tristam fährt zu einem Besuch dorthin, doch schon am Bahnhof werden ihm sprichwörtlich Steine in den Weg gelegt – sein Koffer wird vertauscht.
Statt Reisekleidung finden sich nun allerlei nützliche Dinge für das Juweliergeschäft darin.
Da Tristam eine sehr ehrliche Haut ist, sucht er den richtigen Besitzer des Koffers auf. In einer Pension lernt er so Jan Peeters, einen Juwelier, kennen.

Doch dieser wird kurz darauf tot aus der Schelde gezogen. Weil Tristam nicht nur Mord, sondern einen größeren Zusammenhang sieht, ruft er nach Sherlock Holmes, welcher der Langeweile in London entfliehend sofort kommt.
Gemeinsam untersuchen die Ermittler nicht nur den angeblichen Selbstmord, sondern auch das Geheimnis hinter dem seltsamen grünen Diamanten, der in Antwerpen verkauft werden soll…

Im bereits vierten Band über Sherlock Holmes lässt Autorin Franziska Franke den berühmten Dedektiv das alte Belgien erforschen.
Wie auch zuvor ist David Tristam vor Ort, und erzählt aus seiner Perspektive. Diesmal geht es ihm ein bisschen weniger ums Essen, wenn ihm auch auffällt, wie wenig Holmes immer isst 😉

Schön finde ich die kleinen geschichtlichen Einwürfe, besonders zur Kunst, die vor allem Tristam immer einwirft, obwohl Holmes sich weder für die landestypische Küche noch sonderlich für Kunst interessiert.
Dennoch weiß der Engländer wie immer mehr, als er preisgibt, und führt den Leser bis zum Ende am langen Arm durch Antwerpen und seine Umgebung. Kleine Nebensätze, wie die Information zur Cola, machen deutlich, dass Holmes seiner Zeit weit voraus war.
Informativ und klärend sind kleine Fußnoten, die manches geschichtliche Hintergrundwissen auftun oder kurz eine Jahreszahl erklären.

Leider fand ich die Mordfälle irgendwie nicht zusammenpassend. Die Aufklärung ging mir also etwas schnell, da hätte ich mir mehr Zusammenhang gewünscht. Das Ende vom Buch kam ein bisschen plötzlich.

Insgesamt kann man über das Buch wenig schreiben, weil es sehr dünn ist, und ich ansonsten zu viel verraten würde 😉 Für Holmes- und Franke-Fans ist dieses Buch auf jeden Fall ein Muss, und gibt in der hübschen Gestaltung auch im Regal etwas her.

Sehr gerne möchte ich noch mehr Abenteuer von Holmes aus der Feder dieser Autorin lesen – gerne aber auch noch etwas richtig Historisches 😉

Ich vergebe 4 Sterne, da ich die Schreibweise wie gewohnt wirklich toll finde und ebenso denke, dass Franke ihren Holmes passend zwischen die Abenteuer von Doyle und anderen Autoren gesetzt hat.

Weitere Bücher der Autorin:
1) Sherlock Holmes und die Büste der Primavera (Rezension)
2) Sherlock Holmes und der Club des Höllenfeuers (Rezension)
3) Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris (Rezension)
4) Der Tod des Jucundus (Rezension)

Und hier gab es ein Interview mit der Autorin.

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten

  1. Vielen Dank für deinen tollen Kommentar! Ich habe mich gleich mal beim Newsletter vom KBV-Verlag eingetragen und werde die Augen nach tollen Büchern offen halten! Der Art Skript Phantastik Verlag passt leider nicht so richtig zu meinem Genre (wie du ja auch schon angedeutet hast!). Mal sehen was ich in 2013 so für Bücher ausgrabe 😉

    LG Anni

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