[Rezension] Wie Zuckerwatte mit Silberfäden

Wie Zuckerwatte mit Silberfäden – Sophia Bennett
Modenmädchen Band 1
Carlsen Verlag
Taschenbuch, Herbst 2012
269 Seiten

7,99 € (Ab 1.1.2013)

Es ist Nonies größter Traum, einmal bei einer Modenschau dabei zu sein. Modemagazine und Stiles inhaliert sie, sie kennt sich bei berühmten Designern aus und peppt ihre eigenen Klamotten auf. Sie dachte immer, damit könnten sie sogar selbst einmal etwas designen, aber als sie Krähe trifft, erkennt sie wahres Talent. Krähe zeichnet nicht nur wie eine ausgebildete Modedesignerin, sie kann auch Nähen und entwirft wunderbare Stücke aus leichten Stoffen, die nach Blüten und Federn aussehen.
Damit dieses Talent nicht vergeudet wird, kann Krähe mit einer Freundin sogar eine Modenschau organisieren und die Kleider der jungen Künstlerin verkaufen, unterstützt von der Designschule. Doch es wäre alles leichter, wenn Nonie nicht noch zur Schule müsste, Management gelernt hätte und Krähe keine schüchterne Kriegsflüchtige wäre…

Seit einigen Monaten schleiche ich schon um dieses hübsche Buch herum, zu dem bereits der dritte Teil erschienen ist. Vor zwei Jahren, als ich zu einem Gespräch im Carlsen Verlag war, habe ich auf diesen Titel gestarrt und dachte „Das musst du mal lesen!“.
In diesem Dezember war es soweit, und ich muss sagen, dass ich mich eher dazu hätte entscheiden sollen. „Wie Zuckerwatte mit Silberfäden“ war einfach schön, super geschrieben und ich freue mich auf die beiden Fortsetzungen!

Mit der Figur der Nonie musste ich erstmal warm werden. Es hat ein paar Kapitel gedauert, bis ich kapiert hatte, dass es nicht um ihre Entwicklung in der Mode geht, sondern um Krähe. Es sah meiner Meinung nach so aus, als würde Nonie die kreative Feder haben, aber dass sie organisiert und akzeptiert, dass sie weit weniger Talent hat, fand ich auch ok.

Krähe war so jemand, der sich mehr oder weniger im Hintergrund aufhielt, aber eine zentrale Rolle spielte. Diese Idee, dass man ziemlich wenig über sie erfährt, Krähe aber total wichtig ist, fand ich neu und erfrischend. Auch lasse ich mich immer wieder gerne mit neuen Geschichten überraschen. Dass Krähe eine Menge Dinge ziemlich egal sind, fand ich manchmal unbegreiflich, aber wenn das die Idee der Autorin ist, bittesehr.

An manchen Stellen hätte ich mir von Nonie etwas mehr Aufreger gewünscht, schließlich wird sie einfach so von ihrer Tochterposition gehoben. Sie protestiert nicht, versucht sich still und heimlich weiterhin Aufmersamkeiten ihrer Mutter zu erkaufen und akzeptiert Krähe als neue Lieblingstochter. In sich ist die Geschichte recht schlüssig, aber ich hoffe im nächsten Band wird Nonie noch erwachsener.

Die Geschichte hatte für mich Höhen und Tiefen und einen deutlichen Spannungsbogen. Das Lesen ging leicht und hat mir Spaß gemacht, weswegen die Folgebände bereits auf der Wunschliste stehen.
Von mir bekommt das Buch 5 Sterne.

Band 2: Wie Marshmallows mit Seidenglitzer
Band 3: Wie Sahnewolken mit Blütentaft

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