[Rezension] Dylan & Gray

Dylan & Gray – Katie Kacvinsky
Boje Verlag
Hardcover, Herbst 2012
Aus dem amerikanischen Englisch von Ulrike Nolte
240 Seiten

12,99 €

Ein fast normaler Sommer liegt vor Gray. Er besucht Sommerkurse an der Highschool und zieht sich sonst zurück. Denn seinen Eltern möchte er überhaupt nicht begegnen. Seit dem einen Tag ist alles anders. Grays Mutter arbeitet sich in den Schlaf und sein Vater ist nur noch auf Geschäftsreise.
Auf dem Campus der Schule entdeckt er ein Mädchen, die er eigentlich nicht beachten will. Aber weil er weder auf die überstilten Mädchen noch auf eventuelle ehemalige Freunde achten will, beobachtet er halt das Mädchen. Und dieses Mädchen wird seinen ganze Sommer auf den Kopf stellen…

Dylan macht einen Fotokurs über den Sommer, während sie das Haus ihrer Tante hütet. Sie vertreibt ihre Zeit auch auf dem Campus, und beobachtet Gray. Weil sie es sich zum Ziel gemacht hat, Liebe unter die Menschen zu bringen, möchte sie auch Gray aufmuntern. Als die beiden ins Gespräch kommen und sogar mehrere Ausflüge machen, will Dylan irgendwann nur noch ihre Zeit mit Gray verbringen. Und so vergeht der Sommer anders, als sie geplant hat…

„Daraus hat Dylan gelernt, dass man bei Schicksalsschlägen zwei Möglichkeiten hat: Man kann sich als hilfloses Opfer fühlen und einfach aufgeben. Oder man kann hoffen, dass sich das Durchhalten lohnt, weil das Leben bestimmt nch wundervolle Überraschungen bereithält.“ S.142, Dylan&Gray

Nach mehreren sehr positiven Empfehlungen habe ich mir auch dieses Buch geholt. Zunächst war ich ein bisschen enttäuscht von dem Cover und dem Anfang, der so eine typische Zusammenkunft fabriziert hat.

Aber Dylan und auch Gray sind mir sehr ans Herz gewachsen. Diese wirklich außergewöhnliche Liebesgeschichte ist nicht nur niedlich, sondern auch mitreißend und macht einem das Herz so schwer.

Im Nachwort erwähnt die Autorin, dass sie eigentlich eine Liebesgeschichte aus der Sicht eines Jungen schreiben wollte, als Schreibübung. Ich finde, das merkt man sehr. Die Geschichte ist sehr Gray-lastig. Dylan ist zwar auch eine Jugendliche, aber ist mir zu reif und vollkommen. Über sie erfahren wir eher weniger, dafür über Gray umso mehr. Das fand ich ein bisschen schade, hätte ich doch gerne auch über das Mädchen und ihre Gefühle gelesen. Irgendwie wirkt Dylan so ein bisschen kalt und abgehoben. Sie gibt Gray Ratschläge wie eine 90-jährige und  steht über ihrem Liebeskummer.
Als sie erklärt, dass sie jeden Menschen liebt und es vielen Leuten sagt, kann ich Grays Kummer verstehen…

Gray dagegen ist untypisch emotional, finde ich. Die Autorin hat ihm sehr viele Gedanken gegeben, und Entwicklung und vor allem Liebe. Dabei ist er nicht übermäßig erwachsen oder seltsam reif. Er ist unsicher, hormonell gesteuert und seiner Entwicklung entsprechend. Die Beschreibungen, wie er Dylan ansieht und sie bewundert, fand ich großartig. Mehrmals ist mir das Herz schwer geworden von so viel Gefühl, und ich hätte wirklich wirklich gerne viel mehr gelesen.
Was bei Dylan fehlt, wird hundertmal durch Gray wieder wett gemacht.

Dieser seltsame, außergewöhnliche Sommer mit Dylan und Gray (auch wenn er bei mir nur einen Sonntagnachmittag gedauert hat) hat mich tatsächlich beeindruckt und wird mir noch eine Weile in Erinnerung bleiben. Von mir gibt es eine dicke Empfehlung für diese Jugendliebe, die in so wunderbare Worte verpackt ist, dass ich das Buch am liebsten sofort nochmal lesen würde.

Weitere Titel der Autorin:
– Die Rebellion der Maddie Freeman

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3 Gedanken zu “[Rezension] Dylan & Gray

  1. Hallo,

    habe deinen Blog vor Kurzem entdeckt. Da er mir sehr gut gefällt habe ich dich in meine Blogliste aufgenommen.

    Danke für deine Rezension. Das Buch rückt somit auf meinem Sub weiter nach oben 🙂 Hört sich ja wirklich gut an! Ich kann dir die Rebellion der Maddie Freeman von Katie Kacvinsky empfehlen. Habe auf meinem Blog eine Rezension dazu geschrieben.

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  2. Ich kann leider nicht bei dir kommentieren, irgendwie geht die Seite immer futsch :/
    Was ich bei shades of Grey schreiben wollte:
    In Band 2 und Band 3 wird die innere Göttin dann noch „größer“, und die ganze Geschichte viel viel unrealistischer.
    Schau hier, wenn du weitergelesen hast (sonst könnte es Spoiler geben 😉 ): http://www.readandbeyourself.de/2012/11/rezension-shades-of-grey-23.html

    Auf deine Rezis zu den weiteren Bänden bin ich gespannt 🙂

    Was du sagst, finde ich richtig. So hardcore und erotisch fand ich das Buch jetzt nicht. Ich habe schon „Schlimmeres“ gelesen. Am meisten gestört hat mich Anas Naivität und ihre absolut devote Haltung…

    „Die Rebellion der Maddie Freeman“ liegt schon auf der Wunschliste, aber bisher waren andere Bücher immer noch ein Ticken spannender…

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  3. Hallo Sandra,
    leider lese ich das jetzt erst. Wie ich sehe, hat das Kommentieren auf meinem Blog dann ja aber doch noch geklappt 🙂 Ich habe vor Kurzem die Sicherheitsabfrage ausgeschaltet, weil einige Leute meinten, dass sie nicht kommentieren können. Nun müsste es gehen, hoffe ich.

    Danke für deinen Kommentar. Ich habe mir deine Rezension zu Shades of Grey durchgelesen, die ich übrigens richtig gut fand, und dir in deinem Thread geantwortet. Meine Rezensionen zu Teil 2 und 3 sind nun auch seit gestern online.

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