[Rezension] Die verrückteste Nacht meines Lebens

Die verrückteste Nacht meines Lebens – Lauren Barnholdt
cbt Verlag
Taschenbuch, September 2012
304 Seiten

7,99 €

Wenn du eigentlich ein schönes Wochenende ohne Eltern und nervige Schwester geplant hast, wirft dich ein Brief vom Rektor ganz schön aus dem Konzept. Und es geht noch schlimmer!

Eliza hat sturmfreie Bude und möchte eigentlich nur das Wochenende genießen. Das Haus für sich, eventuell mit Freundinnen, Pizza und guten Filmen.
Aber erst kommt ein Brief, der Eliza und ihre Eltern in die Schule zum Gespräch einlädt. Scheinbar hat Elizas Verflossener, Cooper, nämlich seine Wunschuni nicht bekommen weil Eliza seinen Betrug bei einer Klassenarbeit aufgedeckt hat.
Dann findet Eliza ihr lila Notizbuch nicht. Und dass ist schlimm, denn darin stehen ihre geheimsten Ängste und Sorgen – niemand sollte das je zu Gesicht bekommen. Doch irgendwie ist das Buch verloren gegangen, denn Eliza erhält eine SMS mit präkerem Inhalt.
Eine wilde, heiße Nacht beginnt, in denen Eliza sich ihren schlimmsten Ängsten stellen muss. Denn um ihr Buch zurückzubekommen muss sie genau machen, was darin steht…

Mich sprechen ja meist Cover schon an, wenn mir das Buch hinterher auch gefällt. Im Frühjahr postete jemand auf dem Blog in der Vorschau dieses Buch, und es wanderte auf meine Wunschliste. Die Geschichte klang sehr süß und genau richtig für unterhaltenden Stunden. „Die verrückteste Nacht meines Lebens“ klang nach etwas wie „Nick & Norah„, eine Geschichte, die ich sehr mag.
Und dann flatterte dieses Buch auch noch vom Verlag an, ohne dass ich nachfragen musste – perfekt!

Heißhungrig habe ich mich ans Lesen gemacht – und war sofort fest gefangen in dieser tollen Story. Eliza ist nicht nur jugendlich, sie ist wie ich mit 15 Jahren! Sie hat Angst, schreibt quasi Tagebuch und ist von sich selbst nicht sehr überzeugt. Ihre Freundinnen findet sie deutlich heißer und beneidet sie um ihren Mut. So richtig Party machen ist auch nicht ihr Ding.

Dann passiert das, wovon ich auch in meiner Jugendzeit geträumt habe: Eliza springt über ihren Schatten und ist mutig! Und zeigt Cooper nicht nur die kalte Schulter sondern auch ihr toughes Gesicht. Herrlich!

Cooper gefiel mir sehr gut. Seine Entwicklung und sein Handeln fand ich niedlich und wenn auch ein bisschen erwachsen in sehr jugendlicher Manier. Manchmal hätten die Protagonisten etwas kindlicher handeln können, aber mit fast 16 wollte man ja schon erwachsen sein. Und vieles machte die Sprache wieder wett.

Der Schreibstil war absolut genial. Ein dickes Lob auch an die Übersetzerin Bettina Spangler, die den jugendlichen, lockeren Stil absolut eingefangen hat. Oft musste ich beim Lesen leise lachen, weil Eliza und ihre Freundinnen manchmal gleich blöd, naiv oder lustig waren.

Die angesprochenen Freundschaft hat mich auch sehr gefesselt. Selbst den Freundinnen kann man nicht immer die Wahrheit sagen, aber in schwierigen Situationen stellen sich dann echte Freundinnen heraus. Clarice und Marissa sind keine Bilderbuchfreundinnen, aber sehr menschlich. Schön! 🙂

Für Schnellleser wie mich ist das Buch eine nicht ganz so dauernde Unterhaltung, aber die Geschichte und die Aussage haben mich sehr berührt. Das Buch ist ein Re-Read absolut wert!
Volle Punktzahl für die Geschichte, die das Leben schreibt, und eine Aufarbeitung meiner Jugend 🙂

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