[Rezension] Aphrodites Schwester

Aphrodites Schwester – Elizabeth Hoyt
Mira Taschenbuch
Vergriffene Auflage, 2009
396 Seiten

Gebraucht erhältlich

Sechs Jahre nach dem Tod ihres Mannes muss die Witwe Anna sich nach einer Anstellung umsehen, denn das Geld wird zunehmend knapp. Ihre Schwiegermutter rät ihr, als Gesellschafterin zu arbeiten, aber zufällig begegnet Anna dem Verwalter des Earls, der einen Sekretär sucht. Mutig lässt sich Anna einstellen und kann sogar den jähzornigen Earl Edward von sich überzeugen.

Schon nach kurzer Zeit sind beide hoffnungslos voneinander hingerissen, doch Edward muss sich zusammenreißen. Um den Fortbestand seiner Linie zu sichern muss er eine Frau heiraten, die Kinder bekommen kann. Und da Anna bisher kinderlos geblieben ist, fällt sie als potenzielle Ehefrau aus.

Zur Ablenkung fährt Edward nach London, um sich im Freudenhaus „Aphrodites Grotto“ zu vergnügen. Doch Anna sehnt sich so sehr danach, dem Earl endlich näher zu kommen, dass sie ihm kurzerhand nachreist – um verschleiert im Bordell auf ihn zu warten…

Aphrodites Schwester“ ist eigentlich der Auftakt zu einer Trilogie von Büchern, die alle von einem langen Märchen gerahmt werden. Wie der englische Titel des Buches „the Ravenprince“ verrät, geht es um den Rabenprinzen, dessen Geschichte vor jedem Kapitel ein Stückchen erzählt wird. Ich habe nicht herausgefunden, ob die Geschichten von der Autorin selbst erfunden wurden, oder ob sie sich die selber ausdenkt. Sie passen auf jeden Fall sehr gut.

Wie auch die nachfolgenden Protagonistinnen war Anna sehr sympathisch. Mutig und klug aber auch verletzlich und weiblich. Ich war sehr überrascht, dass sie sich aufmachte, in das Bordell zu fahren.  Schon als sie die Hure Pearl von der Straße aufgelesen hat war ich überrascht – und angenehm begeistert!

Der Earl Edward dagegen ist ein Heißsporn. Zornig, prügelbereit und vulgär war er nicht so mein Typ Mann. Anna beschreibt ihn als heiß und attraktiv, aber auch gewöhnungsbedürftig. So ganz der Alpha-Held wurde er hier nicht, obwohl er sich zum Beispiel mit Bereitstellung seiner Kutsche und ritterlichem Benehmen gegenüber Anna sehr anstrengte.

Elizabeth Hoyt entwickelt sich zu einer sehr geliebten Autorin bei mir. Ihre Bücher gefallen mir zunehmend besser, und ich bin sehr froh noch mehr Werke von ihr hier liegen zu haben. Mehrfach war mir danach, noch einmal die anderen beiden Bücher der Princes-Trilogy (s. unten) zu lesen, die ich ja schon hierhabe und sogar rezensiert!
Vielleicht wird uns sogar der Sonderband „The ice princess“ irgendwann übersetzt.

Elizabeth Hoyt schafft es, mich dezent mit in die Zeit zu nehmen, in der ihre Geschichten spielen. Es ist ohne auftrumpfen, ohne Vergleiche, wie ein Fernsehfilm den man sich kurz anschaut. Ihr Geschichten erheitern und sind lesenswert.

Sie schreibt sehr locker, nicht ganz so einfach und umfasst eine fast perfekte Geschichte. Die Wörter flogen nur so dahin.

Weil mir der Protagonist nicht ganz so superduper gefallen hat und die Geschichte mich nun doch nicht so sehr gefesselt hat wie die Folgebände vergebe ich nur 4 Sterne. Aber vier sehr gute Sterne!

★★★★☆

Die Reihen der Autorin:

The Princes Trilogy
– The Raven Prince („Aphrodites Schwester“)
– The Leopard Prince („Mein sündiger Engel„)
– The Serpent Prince („Mylady spielt gefährlich„)

The Legend of the four Soldiers
– To taste temptation („Wild wie mein Verlangen„)
– To seduce a sinner
– To beguile a beast
– To desire a devil

Sowie die Maiden Lane Serie.

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