[Rezension] Dark Angel’s Fall

Dark Angel’s Fall Die Versuchung – Spencer/Spencer
Arena Verlag
Hardcover mit Schutzumschlag, August 2012
483 Seiten

18,99 €

Empfohlenes Alter 14-17 Jahre
Rezension zu Band 1

Die 33 magischen Tage sind vorbei, und Indie und Dawna sind nicht mehr gleich alt. Doch die Gefahr, die durch die schwarzen Krähen bestand, ist nicht wirklich gebannt.
Ihres Anführers beraubt versuchen die Männer nun Indie und Dawna zu einem Umkehrzauber zu bewegen. Andernfalls würden sie die Mädchen einfach umbringen.

Dawna setzt nun alles daran, ihren verschwundenen Freund Miley wiederzufinden, der als Druckmittel dienen könnte, um den Obererzengel wieder zu befreuen. Indie dagegen kämpft gegen die Gefühle für den dunkeln Engel Gabe, der sie zuvor verraten hat.

Auf Whistling Wing ist längst nichts mehr so wie es scheint. Wem können die Schwestern trauen, und vor wem sollten sie sich in Acht nehmen?

Dark Angels Fall Die Versuchung“ ist Band 2 der Whistling Wing-Tetralogie der Spencer Schwestern. Mittlerweile ist bekannt, dass sich hinter dem Pseudonym die Schwestern Hanika verbergen.

Wieder ist der Roman sehr dick geworden, und die Handlung zieht sich auch wie in Band 1. Offene Probleme, gefährliche aber unerklärte Situationen und

Eine große Rolle spielte die nicht vorhandene Großmutter. Scheinbar wollte sie ihren Enkelinnen vieles mitgeben, an das die beiden sich aber entweder nicht erinnern können, oder es nicht mehr mitbekommen haben. Die Kraft, die zwischen den Schwestern 33 Tage besteht, kann dauerhaft erhalten werden, doch Dawna und Indie wurden nie iniitiert – und wissen so nicht um die Macht, die sie besitzen.
So grübeln die Mädchen immer und immer wieder darüber, was ihre Granny ihnen gesagt hatte und was sie für ihre gefährliche Situation nutzen können. Immer wieder fallen ihnen Dinge ein, die damals erzählt wurden oder die sie gesehen haben. Diese Erinnerungen, die scheinbar zufällig aufkamen hatten immer etwas zu bedeuten – die Idee fand ich sehr gut.

Zeitweilig hatte ich aber leider einen sehr negativen Eindruck vom Buch. Vor allem in der ersten Hälfte.
Spannung muss sich natürlich immer aufbauen, und dazu gehören bestimmte Kriterien, das verstehe ich ja. Aber wenn Indie und Dawna in einer Tour darüber nachdenken, dass sie das jetzt eigentlich NICHT machen sollten, nervt mich das schon ziemlich.
Sie dürfen NICHT Miley suchen, NICHT mit Gabe sprechen, NICHT Whistling Wing verlassen… und trotzdem tun sie das alles. Viel mehr sogar, sie wissen um die Gefahr und brechen absichtlich ständig ihre eigenen Regeln.
Ich hatte also das Gefühl, dass die Mädchen sich nur selbst im Weg stehen. Und ihre Probleme sind beileibe nicht klein.
Und der negative Eindruck, der mehr und mehr aufkam, ließ sich leider nicht mehr wegwischen.

Anders als in Band 1, wo ich ständig das Gefühl hatte, Dawna würde ihre kleine Schwester bemuttern, waren die Mädchen in Teil 2 sehr eigenständig, und auch die Mutter spielte zunächst keine große Rolle. Die eine ist immer für die andere da, oder gibt ihr zumindest etwas Kraft.

Der Perspektivenwechsel wird nach Band 1 sogar noch verengt. Zwischenzeitlich waren die Kapitel nicht mal eine Seite lang – was das Tempo plötzlich anzog. Aber die Handlung wiederholte sich irgendwie dadurch wieder. Ich mag leider solche Szenewechsel nicht, bei denen eine Situation nochmal aus einer anderen Perspektive erzählt wird. Das ist mir dann immer zu langatmig, und es bringt selten wirklich neues.
Viele kleine Bausteine tauchen auf, aber besonders durch den Wechsel zwischen Indie und Dawna ist es schwer, den Überblick zu behalten. In welchem Kapitel sind wir grad? Wer denkt jetzt was?

Je weiter die Handlung voranschritt, desto zerrissener war ich. Ist die Geschichte spannend, packt es mich? Will ich wirklich wissen wie es ausgeht?
Doch je näher das Ende rückte, desto weniger wollte ich weiterlesen. Und nicht aus Spannung, sondern weil es mich einfach langweilte. Dawna hat des Rätsels Lösung vor Augen und verschließt sie einfach davor. Indie dreht ab und beide Schwestern sind einfach hilflos. Dazu kam, dass ich mich nicht in sie hineinversetzen konnte, was ich sehr schade fand. Zu viele Informationen wurden angedeutet, aber nicht  richtig ausformuliert und/ oder nicht zu Ende geführt.

Und statt dass die Mädchen endlich mal Klartext reden, wird jedem misstraut und alles totgeschwiegen. Einige Figuren sind mir selbst nach dem Ende noch ein Rätsel.

Schade fand ICH auch, dass das Cover anders gestaltet wurde. Im Vergleich mit Band 1 ist die Schrift etwas verspielter. Die lila Farbe passt sehr schön, auch die mädchen finde ich wieder eindrucksvoll. Passend zum Herbst fallen rote Blätter von schwarzen Ranken, die von schwarzen Krähen umflattert werden.
Thematisch auf jeden Fall auf das Buch bezogen – aber die neue Schriftart sagt mir gar nicht zu.

Für die Folgebände warte ich definitiv auf erste Rezensionen und verschiedene Meinungen.

Weil ich zunehmend unzufrieden war, und sich mir einfach diese Spannung (immerhin waren die Mädchen in Lebensgefahr!) nicht auftun wollte, vergebe ich nur 2 Sterne. Irgendwie hatte ich mir mehr erhofft, und diese Hoffnung wurde böse niedergeschmettert.

★★☆☆☆
Advertisements

Schreib mir einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s